26.11.09

Weltklima-Polizei

Geht es Ihnen manchmal auch so, dass ihnen das Messer in der Hosentasche aufgeht, wenn Sie das sinnlose Vorgehen gegenüber der Natur sehen und man den Eindruck hat, das Ende der Welt muss so schnell wie möglich herbei geholt werden?

Man wünscht sich dann, dass so manches Verbrechen gegenüber unserer Welt geahndet wird, wer auch immer dabei zur Rechenschaft gezogen wird, Hauptsache es wird etwas getan und die Zerstörung unseres Planeten hört auf. Dann kommt man ins philosophieren und überlegt, wer könnte so etwas, ausgerüstet mit den notwendigen Kompetenzen, tun? Eine Welt-Klima-Polizei? Die eingreift, überall dort, wo diese, zumindest aus unserem Verständnis heraus, sinnlose Verwüstung herrscht!

Das geht schon los beim Welt-Klima-Gipfel in Kopenhagen, der demnächst stattfindet. Auch wenn unsere Kanzlerin und auch Obama dorthin fahren, sitzen dort schon mal viele mit am Tisch, die eigentlich zu den Klima-Banditen gehören und überhaupt keine Lust haben etwas zu tun. Boykottieren jeden Vorschlag, besonders wenn es um CO2 geht, weil zu Hause eventuell ihre Pfründe angegriffen werden oder die für ihr ständiges "nein" gut bezahlt werden.

Weiter geht es mit dem Abholzen der Urwälder in Brasilien. Da hat man auch den Eindruck, so richtig will keiner eingreifen, sonst müsste man sich noch um die arme Landbevölkerung kümmern. Und wie wichtig der Urwald als CO2-Schlucker ist, ist dort vielen egal.

Neulich kam ein Fernsehbericht über die Kohlebrände in China. Die Kohle liegt dort stellenweise an der Oberfläche bzw. ganz dicht unter ihr. Durch illegalen Abbau durch die arme Bevölkerung, durch Leichtsinn aber auch durch Selbstentzündung kommt es dort zu unkontrollierten Bränden, die bisher nicht gestoppt werden konnten. Chinesische und deutsche Wissenschaftler kümmern sich jetzt darum. Unglaubliche Mengen an CO2 steigen auf.

Und nun will auch Indonesien seinen Namen als Klimakiller weiter aufpolieren. Auf Borneo werden in den Torfmoor-Wäldern rücksichtslos Bäume gefällt um Palmöl-Plantagen einzurichten. Ist der Urwald erst einmal weg, steigt gerade aus dem Torf CO2 in so großen Mengen auf, dass Indonesien nach den USA und China der drittgrößte "CO2-Produzent der Welt" ist.

Und was machen wir hier? Wir sehen auf jedes Gramm CO2, das ein Auto ausstößt. Bauen Wind- und Solaranlagen. Kompostieren und sortieren Müll und was weiß ich sonst noch alles und überall auf der Welt wird CO2 in die Luft geblasen, dass einem schlecht wird. Und da soll man nicht nach einer kompetenten "Macht" rufen, die diesen Leuten Einhalt gebietet? Zwar kämpft bereits WWF dagegen, vermutlich aber so ähnlich wie der Rufer in der Wüste.

Vermutlich wird es beim Philosophieren und der Wut im Bauch bleiben - leider. Und dabei wünscht man sich doch so sehr, dass unsere Welt heil bleibt für unser Enkel und weiter.

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5.11.09

Opel - Ausstieg vom Einstieg

Eigentlich könnten die Opel-Mitarbeiter stolz darauf sein zu hören, wie wichtig sie dem GM Konzern sind. Man will sie nicht gehen lassen. Dass man das "Tafelsilber" Opel überhaupt verkaufen wollte, verstanden sowieso viele nicht.

Die Art und Weise, nicht nur wie man mit den Mitarbeitern umgegangen ist, sondern wie überhaupt die ganzen Verhandlungen seitens GM geführt wurden ist menschenunwürdig und verstößt für uns gegen alle guten Sitten. Wir können uns aber aufregen wie wir wollen, das ist der amerikanische Stil, der hier von uns nicht verstanden wird. Auf der anderen Seite des Teiches tickt man anders.

Blauäugig waren neben unseren Politikern auch viele aus der europäischen Konzernzentrale, die die Wahrheit nicht sagen wollten, vielleicht auch nicht sehen wollten oder absichtlich unterdrückten. Zwischendurch kam ja immer wieder einmal durch, dass die Konzernspitze in Detroit eine völlig andere Denke an den Tag legt als wie wir es gewohnt sind und viele Streithähne sich erst zusammenraufen müssen. Abgesehen davon, dass die US Regierung jetzt auch noch mitredet.

Natürlich lässt sich der amerikanische Arbeitnehmer auch nicht alles gefallen, das ist von Bundesstaat zu Bundesstaat aber sehr verschieden. Die Bundesstaaten im Nordosten sind viel stärker gewerkschaftlich durchsetzt als z. B. die in den Südstaaten. Im Nordosten wird mehr für den Arbeiter erkämpft als in den anderen Staaten, dennoch bitte nicht mit Deutschland oder dem Verhältnis zwischen Gewerkschaft, Staat oder Industrie vergleichen.

Z. B. die Südstaaten: Wenig Industrie-Arbeitsplätze, Verdienst gering teilweise herrscht Armut - was man in diesem Land von außen gesehen gar nicht zu vermuten würde. Ansiedlungen der Industrie werden mit großen Zugeständnissen von Seiten der Bundesstaaten gefördert. Und das sieht so aus, und ich habe selbst mit den Leuten gesprochen, dass bei guter Auftragslage rund um die Uhr gearbeitet wird, 7 Tage die Woche. Wird die Auftragslage schlecht, bekommen die Arbeiter plötzlich zu hören: Nächste Woche brauchen sie nur noch 2 Tage die Woche kommen. Das heißt aber auch, sofort nur noch für 2 Tage Geld in der Tasche, keine soziale Abfederung usw. In Deutschland wäre bei solch einem Gebaren die Hölle los. Dort ist das ganz normal.

In den USA herrscht Kapitalismus pur und keine soziale Marktwirtschaft. Das rechtfertigt in unseren Augen natürlich in keinster Weise das Vorgehen von GM, für die Manager ist aber Geschäft Geschäft egal wer da auf der Strecke bleibt. Wer mit den US-Konzernen Geschäfte machen will, der muss das vorher bedenken. Die davor gewarnt haben, wie unser Ex-Wirtschaftsminister, haben zwar recht behalten, aber hören wollte sie keiner, weil diese Stimmen weder in unsere vermeintlich heile Welt noch den Politikern in den Wahlkampf passten.

So können wir alle nur hoffen, dass das böse Spiel für Opel ein für viele Mitarbeiter tragfähiges Ende nimmt, es weder in eine Sackgasse führt noch viele zu Schaden kommen.

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21.9.09

Atomenergie oder Ökoenergie

Die Grünen tun sich besonders hervor, wenn es gegen die Atomkraft geht bzw. Autos weitgehend alternativ angetrieben werden sollen. So auch kürzlich im Fernsehen, als der Vorsitzende der Grünen sich für Elektroautos weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Die Frage, die sich jeder Bundesbürger stellt, woher der Strom für die Elektroautos kommen soll, wird bei diesen Forderungen schlicht und einfach ignoriert. Man strahlt bei der Aussage zu Elektroautos in die Kamera als hätte man gerade das Ei des Kolumbus entdeckt und verkündet, gleichzeitig wettert man aber gegen Atomkraft und Kohlekraftwerke. Mich ärgern solche einfältigen Einwürfe sehr, da ich von solchen Leuten wohl für dumm verkauft werden soll.


Ich bin auch nicht für Atomstrom und auch nicht für den Bau neuer Anlagen, weder bei uns noch im Ausland. Tatsache ist aber, wenn wir nicht im Dunkeln sitzen wollen, brauchen wir sie leider noch eine ganze Weile; den Atomstrom und auch den Strom von Kohlekraftwerken.

Angesichts der Tatsache, dass bei einem Bundes-Verbrauch von rund 640 Milliarden kW im Jahre 2008 aus Photovoltaik, Biomasse, Wind, Müll und Wasser zusammen gerechnet gerade mal 104 Milliarden kW beigesteuert werden, die Kernenergie aber mit 149 und die Kohle mit 279 Milliarden kW den Strom herbringen, damit es bei uns volkswirtschaftlich weiter geht, kann ich nur sagen, dass es sich bei diesem Thema immer nur um eine polemische Diskussion handeln kann.


Nehmen wir mal den Wind. In den nördlich Staaten Europas laufen weit mehr Windanlagen als bei uns, obwohl wir ja schon meinen, bei uns ist alles vollgepflastert. Zwar haben wir inzwischen die weitaus meisten Genehmigungen für diese Parks auf den Weg gebracht, aber bis dahin wollen wir ja auch noch Strom aus der Steckdose.

Ich frage mich sowieso, was diese Kämpfe vor der Wahl überhaupt sollen. Wenn man nicht weiß, für was die einzelnen Parteien stehen, dann ist es jetzt sowieso zu spät. Solche Aussagen - wie oben erwähnt - helfen doch nicht zur Entscheidungsfindung, sie sind lediglich dazu geeignet, unsachliche Diskussionen anzuheizen und zu polarisieren.


Da lob ich mir Baden-Württemberg, auch wenn es ein wenig nach Eigenlob riecht, da ich in diesem Land wohne. Ab 1. Januar 2010 tritt ein neues "Wärme-Gesetz" in Kraft, das beim Austausch von Heizungsanlagen in Wohngebäuden vorschreibt, dass 10 % der Wärme aus erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen. Der eine oder andere wird darüber vielleicht nicht begeistert sein, ein richtiger Schritt für die Zukunft ist es allemal - handeln statt nur Sprüche klopfen.

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11.8.09

Ohne Gentechnik

Na, hoffentlich! Oder wird uns wieder etwas vorgegaukelt, um den Verbraucher zu beruhigen? Das Siegel gibt Sicherheit, so unsere Landwirtschaftsministerin, dass in den Nahrungsmitteln keine gentechnisch veränderten Bestandteile sind, auch nicht in Spuren.

Damit das auch klappt, wird extra ein Verein gegründet, der sich um die Reinhaltung kümmert. Dieser Verein besteht aus Mitgliedern der Lebensmittelwirtschaft, also aus denjenigen, die die Lebensmittel produzieren und daran verdienen. Ein Schelm, der böses denkt - denn Wirtschaft und Industrie sind ja so darauf bedacht, dass wir nur einwandfreie Ware kaufen können.


Sehen wir uns mal den Honig und die Bienen an. Daran kann man immer am besten sehen, ob solche Versprechungen eingehalten werden können oder noch sonst einen Sinn machen. Jeder von uns weiß, dass die Bienen keine Schulung genossen haben, was ist z. B. Genmais und was nicht und jede Biene darf zum Glück ohne Zertifizierung der Industrie umherfliegen wie sie will und das ist gut so.


Und so weiß jeder sehr schnell , dass der Sicherheitsabstand von 300 Meter zwischen Genmais und normalem Mais ein Witz ist, wenn die Bienen bis zu 8 Kilometer fliegen. Die genetischen Pollen können im Honig ganz schnell nachgewiesen werden. Toll, ruft dann vielleicht einer vom neu gegründete Verein, die Kontrolle funktioniert; der Honig darf dann aber nicht verkauft werden.


So ging es schon einem Imker, der dann per Gerichtsbeschluss, seinen Honig als Sondermüll entsorgen durfte und dadurch in seiner Existenz bedroht wurde. Die Imker haben mit den Herbiziden schon genug Probleme und nun kommt noch die Gentechnik dazu. Alles in allem führt das dazu, dass die Bienen geschwächt werden, ihr Immunsystem angegriffen wird und sie letztlich sterben.


Zu was brauchen wir einen Verein, der uns vor Gentschnik-Produkten schützen soll, wenn es doch besser wäre erst gar keine genveränderten Pflanzen auszusäen? Denn die, die einen Nutzen aus diesen Produkten ziehen, ist die Industrie und nur die, sonst kein Mensch.

Wenn uns allen wirklich bewusst ist, dass die Honigbiene
über 75 % an sämtlichen Bestäubungen beteiligt ist und statt sie dafür zu hegen und pflegen wir sie mit allerlei Giften schwächen bzw. ausrotten, dann darf doch gefragt werden, warum unser Landwirtschaftsministerium trotz besseren Wissens pro Industrie und nicht pro Verbraucher ist. Oder?

Weitere Artikel: Bonn und die toten Bienen

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4.8.09

Wasser

In der Zeitung steht: Deutsche beim Wasserverbrauch spitze! Und zwar 25 Badewannenfüllungen täglich. Im ersten Moment dachte ich: Wer verbraucht mein Wasser? Wasser wird immer kostbarer auf der Welt und dann der Verbrauch? Dann las ich weiter, und da stand, dass WWF, von denen kommt die Aussage, auch die Einfuhr von Lebensmitteln mitzählt.

Das finde ich nun wieder unfair. Der Wasserverbrauch der Deutschen ist bekanntlich zurück gegangen und man hatte schon Sorge, dass man uns als Schmutzfinken deklariert - wir waschen uns nicht mehr oder ähnlich - und nun das. Der WWF- "Wasser-Fußabdruck" errechnete, dass die Deutschen jährlich den Bodensee quasi 3 mal leeren.

Ich bin auch nicht dafür, dass man zu Weihnachten Erdbeeren als Nachtisch servieren muss oder allerlei Obst rund um die Welt schickt und man mehr essen sollte, das in Deutschland bzw. zumindest in Europa wächst. Aber wehe wir würden es nicht tun - z. B. die Äpfel aus Brasilien essen oder den Kaffee von dort trinken. Dann ginge ein riesiges Geschrei darüber los, dass man irgendwelche Staaten, Produzenten oder was weiß ich boykottieren würde. Das die Ware in den Läden vergammelt und dass es eine Sünde ist, mit Lebensmitteln so umzugehen. Und überhaupt, man bringt die Leute um ihren Arbeitsplatz und damit um ihre Existenz.

Natürlich, und das weiß von uns jeder, ist alles etwas komplexer als sich der kleine Moritz auf der Straße das vorstellt. Einfach mal aus anderen Ländern nichts kaufen geht auch nicht immer. Was machen aber die betroffenen Länder um das kostbare Gut "Wasser" zu schonen? Viel verdorrtes Land ist hausgemacht. Und nun lapidar sagen, dass die Deutschen aufgrund ihres Konsums zu den größten Wasserverbrauchen (auch wenn virtuell) schlechthin gehören, das ist nun doch zu simpel und irreführend.

Eins hat allerdings der WWF auch erkannt: Auf regionales und saisonales Gemüse und Obst konzentrieren. Mache ich auch, aber helfe ich dabei wirklich die Wasser- bzw. Dürreprobleme der südlichen Länder zu lösen und den Leuten eine Existenz zu sichern?

Weitere Artikel: "Der ökologische Fußabdruck"

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30.7.09

BMW - Auto Zukunft

BMW zieht sich aus der Fomel 1 zurück. Gehen wir mal davon aus, dass BMW wirklich sein Geld für neue Technologien einsetzen will und nicht nur unzufrieden mit den letzten Rennsaisonen ist. Man kann auf den Formel1-Zirkus zwar schimpfen, für Arbeitsplätze und Spaß bei der weltgroßen Fan-Gemeinde sorgt er auch. Arbeitsplätze und Freude am Leben ist auch wichtig.

Neue Technologien für den Autoantrieb sind notwendiger den je und man kann sich schon wundern, wie zögerlich die Autofirmen an dieses Thema herangegangen sind bzw. gehen. Die Ölreserven reichen vielleicht noch ungefähr 60 Jahre. Und wenn wir es ruhig ein paar mehr sein lassen, für unsere Kinder und Enkel reicht es nicht mehr. Das ist dramatisch, denn für viele Produkte unseres Lebens, denken wir mal bloß an die Pharmazie, sind sie lebensnotwendig.

Für die Fortbewegung gibt es viele Alternativen, auch wenn manche noch in den Kinderschuhen stecken. In Zukunft ein Auto weiter mit "Erdöl" zu fahren ist schlicht verantwortungslos. Alle Autofirmen suchen inzwischen zwar nach weiteren Lösungen, wenn aber BMW hier Gas geben will, dann ist es eine gute Sache.

Ob Benziner, Diesel, Wasserstoff oder in Kombination als Hybrid (lat. Zwitter), irgendwie taugen sie alle nicht so richtig. Manche meinen zwar ein Hybridfahrzeug sei das Beste. Na ja, dann sollte man sich vielleicht doch besser über diese Technik informieren, denn letztendlich verbraucht auch dieser Motor Erdöl.

Gas wird auch keine Lösung auf Dauer sein, auch nicht Bio-Gas. Woher soll denn das ganze Ausgangsmaterial herkommen. Für mich ist die Lösung Strom, über Sonnenenergie und zwar ausschließlich über die Sonne. Wenn es BMW schaffen würde, bessere Batterien zu entwickeln - heute kosten diese Batterien soviel wie ein Kleinwagen bei Abwrackprämie und Firmenbonus - kombiniert mit einer schnelleren Lademöglichkeit etc., letztlich mit einem CO2 Ausstoß von Null, das wäre einen Nobelpreis wert.

Dann könnten sie auch wieder in die Formel 1 einsteigen - mit Elektroboliden.

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25.6.09

Sonnenenergie ohne Ende

Heute ist mal wieder ein Tag an dem die Sonne vom Himmel brennt und da fällt einem natürlich gleich wieder die Erzeugung von Sonnenenergie in Nordafrika ein. Ein Projekt, über das Sie sicherlich auch schon einmal nachgedacht haben. Energie die nie versiegt und wenn sie einmal versiegt, auch egal, dann ist keiner mehr da der sie brauchen würde.

Platz gibt es in Nordafrika und speziell in der Sahara genug. Bisher, so dachte ich auch, scheitert das alles an der Herleitung des Stromes nach Nordeuropa. Ist wohl nicht mehr so und wenn die bisherigen Probleme wirklich gelöst sind, warum nicht gleich loslegen?

Aus Erfahrung sollte man lernen, haben einige gedacht und melden gleich mal Bedenken an, dass die Länder, durch die die Leitungen gehen, den "Stromhahn" zudrehen könnten, wie auch die Länder schon vorgemacht haben, durch die unser Erdöl in Osteuropa geleitet wird. Dennoch sollte man sich bei einem derartigen Energie-Projekt nicht von solchen Dingen abhalten lassen. Denn dieses Projekt und diese Energie ist einfach mehr als nur Strom aus der Sahara.

Nun, man kann ja sicherlich auch träumen:
Wenn dort unten soviel Energie für Europa erzeugt wird, warum nicht dann auch die die ganzen afrikanischen Länder? Die
benötigen ebenfalls viel Energie, aber haben oft das Geld nicht (oder wollen es nicht haben, weil ein paar Reiche drauf sitzen) ein solches Projekt hochzuziehen. Man könnte z. B. das viele Wasser, das unter der Sahara liegt, hochpumpen und zur Landwirtschaft nutzen. Es würde dadurch eine Infrastruktur mit weiteren Betrieben entstehen die den Menschen Arbeit und Nahrung gibt. Vielleicht müssten dann auch keine Menschen mehr übers Meer nach Europa flüchten um hier zu überleben.

Davon hätten beide Kontinente etwas und es wäre der Beginn einer guten und friedlichen Koexistenz. Alle würden profitieren und unter diesem Gesichtspunkt könnte man davon ausgehen, dass alle europäischen Länder an einem Strang ziehen und nicht nur auf den eigenen Gewinn sehen. Denn der Gewinn, den Afrika daraus zieht, ist letztlich auch unser aller Gewinn. Vom Strom für unseren Kühlschrank bis hin zur Verbesserung der Ernährung aller Menschen auf der Welt, insbesondere natürlich der Menschen in Afrika.

Na ja, wie gesagt, vielleicht nur ein Traum, aber träumen darf man ja wohl noch. Aber trotzdem mit dem kleinen Funken Hoffnung, dass der Traum doch einmal war wird, auch wenn ich ihn nicht mehr erlebe.

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9.6.09

Schuster bleib bei deinen Leisten

Das hat die SPD nun auch wieder nicht verdient. Das muss ich schon sagen, obwohl ich kein Parteimitglied bin. Im Tal der Tränen und gleichauf mit anderen Parteien, die man doch immer als die "keinen" bezeichnet hat.

Die Doppelspitze der Partei hat sich das auch ganz anders vorgestellt. Vielleicht liegt es aber allein an diesen beiden und nicht am "Rest". Der Außenminister gefiel mir solange gut, bis er Kanzlerkandidat wurde (dabei dachte ich damals noch, ein echt guter Gegenkandidat zu Merkel). Aber er veränderte sich recht bald und nicht zum Positiven. Vermutlich hat er schlechte Imageberater, denn seine Auftritte werden immer mehr ich-bezogen und mit Blick auf die Wahl im September tut er Dinge, von denen er nichts versteht und ihm früher wohl nicht in den Sinn gekommen wären.

Ich schätze ihn als Außenminister, aber als Pseudo-Wirtschaftsminister taugt er nichts. In letzter Zeit hatte man den Eindruck, er hat das Ressort gewechselt. Buhlt um jede Opel- oder Arcandor-Mitarbeiterstimme bar jeglichem wirtschaftlichen Verstand und vergisst dabei seine eigentliche Arbeit. Das kommt nicht gut an auch wenn die Bilder im Fernsehen vermeintlich gut rüberkommen - meint die SPD.

Mit noch weniger Sachverstand in Sachen Wirtschaft zeichnet sich derzeit der Parteivorsitzende der SPD aus. Auch ein Mann, den ich bisher sehr schätzte, der sich in meinen Augen aber völlig verändert hat. Als sein Vorgänger aus dem Amt geschossen wurde glaubten damals wohl beide Herren, jetzt geht´s erst richtig los, wir zeigen dem Rest der Partei wie es geht - wir zwei alten Hasen.

Die Europawahl zeigte, der Schuss ging nach hinten los. Populismus und das unter den Teppich kehren von Problemen ist nicht die Lösung. Bürgernah zu sein ist sehr gut, wenn das aber in Anbiederung hinausläuft, merkt das auch das Wahlvolk sehr schnell und zwar schneller als die Politiker es meinen. Das ist es auch was mich wundert und mir stinkt, dass wir Bürger immer für so dumm gehalten werden.

Da gefallen mir unser Wirtschafts- und Finanzminister doch besser. Die sagen auch unerfreuliches und reden nicht jedem nach dem Mund. Und die beiden verstehen etwas von ihrem Fach, da Fachleute und keine "Möchtegern-Wirtschafts-Finanz-Minister".

Schuster bleib bei deinen Leisten; das vergessen die Politiker leider immer wieder zu oft.

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27.5.09

Windenergieanlagen oder Solarenergie

Fährt man hinaus in die freie Natur, so sieht man besonders in bergigen Gegenden oder an der See die Windmühlen der Neuzeit - Windenergieanlagen. Aus technischer Sicht imposante Bauwerke, aus dem Blickwinkel der Landschaft eher störend und lästig.

Aus der Sicht der Energiegewinnung muss man feststellen, dass bei unserem Energiebedarf es doch ein ganz bescheidender Anteil ist, der zur Energiegewinnung beiträgt. So beschleicht einem manchmal ein etwas mulmiges Gefühl, wenn man daran denkt, wie viel Windanlagen denn noch gebaut werden müssen, um die Energiebilanz zu verbessern. Dabei habe ich jetzt schon das Gefühl, wenn ich über unsere Schwäbisch Alb fahre, dass überall diese Mühlen stehen. "Stehen" - oft dreht sich da überhaupt nichts und böse Zungen behaupten, dass die, die sich noch drehen, mit Strom angetrieben werden, damit es nicht so aussieht, dass sie dort umsonst stehen.


Solarstrom auf dem Dach zu gewinnen halte ich da schon für lukrativer. Die Anlagen sehen zwar auch nicht schön aus, das ist aber untergeordnet. Zudem stören die Solaranlagen auf freiem Feld bei weitem nicht so wie die Windenergieanlagen. Und diese Solaranlagen, egal wo, sieht man in Baden-Württemberg an allen Ecken und Enden auf den Dächern und das ist gut so.

Energie aus Ressourcen zu gewinnen, die nie versiegen und keine weiter Verschmutzung verursachen, dass mus das Ziel für die Zukunft sein. Das wäre ein Schritt auf die zu, die nicht so privilegiert sind wie wir, die nicht aus dem Fundus einer vermeintlichen Unerschöpflichkeit das nehmen, was Ihnen gerade passt, ohne nachzudenken. Und damit sind wir beim ökologischen Fußabdruck jedes einzelnen von uns.

Noch nie etwas davon gehört? Wenn ja, prima, dann wissen sie ja was Sie zu tun haben. Wenn nicht, zeige ich Ihnen demnächst was damit gemeint ist.

Weitere Artikel:
Umwelschutz paradox
Am Ökosprit scheiden sich die Geister

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8.5.09

Rentengarantie

Rentengarantie hört sich für jeden Rentner erst einmal gut an. Wenn man allerdings die Ankündigung dazu von unserem Minister Scholz hört, könnte man misstrauisch werden. Im Erzählerton, emotionslos, etwas müde (Achtung: Beim Sprechen nicht einschlafen) und überhaupt nicht freudig nach dem Motto: Hallo liebe Rentner, tolle Nachrichten für Euch....... .

Vielleicht weiß unser Minister schon heute, dass von der Rente sowieso nichts übrig bleibt und sagt sich, da würde ich mich auch nicht freuen. Die bisherigen Rentenerhöhungen, wenn man bei 0,5% oder 1% überhaupt von Erhöhung sprechen kann, waren für die Rentner eher eine Schreckensnachricht denn eine freudige. Bei meiner Rente war es so, dass ich nach der Erhöhung weniger hatte als vorher, da die Abzüge gleich mit hochgingen, aber mehr als die Rentenerhöhung ausmachten.


Seit dem schrecke ich immer auf und schlafe schlecht, wenn ich von Rentenerhöhung höre. Schließlich will ich meine jetzige Rente behalten und nicht schon wieder etwas abgeben. Auf diesem Hintergrund ist die Dreistigkeit, die manche Rentenerhöhungs-Interpreten vor der Kamera abgeben eine Frechheit.


Diese Leute sprechen von bisherigen Rentenerhöhungen als lägen sie im Bereich der von den Gewerkschaften für die Industrie erzielten Höhen und sagen so durch die Hintertür, Rentner seid froh, dass wir Euch in der jetzigen Krise die Renten nicht kürzen (obwohl wir vorher nie an den Lohnerhöhungen der Industrie etc. partizipiert haben). Und zukünftig bekommt ihr "garantiert" sowieso nicht mehr so viel.


Fazit: Bisher haben wir nichts bekommen, am liebsten würden man unsere Renten noch senken, da das aber vor der Wahl schlecht aussieht geht das nicht, aber glaubt bloß nicht, dass ihr zukünftig mehr als nichts bekommt.


Na ja, vielleicht sollte man doch nicht so schwarz sehen. Vielleicht reicht die Rentenerhöhung doch für eine weitere Butterbrezel im Monat.

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4.5.09

Opel ade

Über das Wohl und Wehe der Firma Opel wird ja schon so lange herumdiskutiert, dass einem die Mitarbeiter dort mehr als leid tun können. Entweder gibt es Hiobsbotschaften, das "Aus", ein Herauslösen vom Mutterkonzern, verkaufen an einen Investor und was genauso schlimm ist, ein Einstieg durch Fiat.

Wenn Fiat sagt, Opel passe ins Portfolio, dann haben sie durchaus recht, denn keiner ist für Fiat so aufgestellt wie gerade Opel. Und was allen Firmen passiert, wenn sie so genau dem Käufer passen, sie sind so schnell von der Bildfläche verschwunden, so schnell kann man gar nicht hinsehen. Für Fiat hat es dann "gepasst", dass es einen Konkurrenten weniger gibt.

Nach der Wende 1989 wurden viele ostdeutsche Unternehmen verkauft, die es dann schon nach kurzer Zeit nicht mehr gab. So wurde das Stahlwerk in Brandenburg an den italienischen Stahlkonzern Riva verkauft, der im eigenen Land bereits mit Überkapazitäten zu kämpfen hatte. Dennoch, ich glaube es war Frau Breuel, die es als eine gute Idee empfand, gerade an diese Firma das Brandenburger Werk mit ca. 10.000 Mitarbeitern zu verkaufen. Kurz danach wurde das Werk in Brandenburg dicht gemacht, platt gemacht, alles abgerissen.

Das Wissen darum sollte in den Köpfen unserer Regierungsleute eigentlich noch vorhanden sein. Auch damals wurden großartige Verträge gemacht. Was hilft es aber, wenn man Verträge zwar macht, sie aber nach Lust und Laune bricht.

Auch die Opelaner sollten aufpassen und mit aller Macht verhindern, dass sich bei ihnen Fiat breit macht. So Unrecht hat Herr Dudenhöfer nicht, wenn er sagt, dass Fiat die 3 Milliarden von der Bundesregierung kassieren will um seinen Einstieg bei Chrysler zu finanzieren. Bei Opel wird dieses Geld mit Sicherheit nicht investiert.

"Opel ade", das wäre wirklich schade.

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23.4.09

Wenigstens ein bisschen Obama

Ich hätte nie geglaubt, dass ich mir bei unseren Politikern, Bankern, Führungskräften der Wirtschaft und Gewerkschaften eine Einstellung wünschte, die etwas vom positiven Denken des Obama hat. Obamas "yes we can" schien in im letzten Jahr doch schon etwas überzogen und abgegriffen. Dennoch, er hat es geschafft, trotz mieser wirtschaftlicher Lage, den überwiegenden Teil der Amerikaner hinter sich zu bekommen.

Wir schlagen heute die Zeitung auf und was sehen wir: Pessimismus aller Orten. Es stimmt natürlich, die finanzielle und wirtschaftlich Lage, und das nicht nur in unserem Land, ist auch mies. Müssen wir das aber nun täglich und überall wiederholen? Reicht es uns bereits nur zu Jammern und zu klagen? Der kleine optimistische Ausblick der Wirtschaft, es können vielleicht nach dem Sommer wieder etwas besser werden ist gleich wieder untergebuttert worden. Mal was positives sagen ist wohl derzeit nicht "in".

Zaghafte Ansätze unserer Kanzlerin, wir müssen jetzt gemeinsam anpacken, werden lediglich kurz erwähnt aber nicht so ausgebreitet wie die schlechten Nachrichten.
Es gibt ja ein Sprichwort, dass Not zusammen schweißen würde. Gemessen daran, ist die Leidensgrenze bei uns Deutschen noch in weiter Ferne. Liest man die Berichte über die Landesbank in Rheinland-Pfalz so sieht man doch, erst den großen Max spielen, die heißen Kastanien dann aber andere aus dem Feuer holen lassen - nichts gelernt. Die Medien prügeln mit auf den Neu-Jachtbesitzer Würth ein. Wer hat denn die Wirtschaft vorangebracht wenn nicht diese Leute? Etwa die Banker, die Investmentgesellschaften, die nur Firmen aufgekauft, zerschlagen und Arbeitsplätze vernichtet haben oder die Hedge-Fond-Manager, die nur in die eigene Tasche gewirtschaftet haben - nichts gelernt.

Die meisten Firmeninhaber in Deutschland identifizieren sich wirklich mit ihren Firmen, arbeiten auch wirklich hart und sind letztlich das Rückgrat unseres Wohlstandes. Die Produkte, die in den Firmen erzeugt werden, bringen Geld in die Staatskassen (bzw. Bruttosozialprodukt) - nichts anderes; im Gegensatz zu den Spekulanten. Und dennoch werden ungerechter Weise alle in einen Sack gesteckt und es wird nach Belieben draufgehauen. Von uns, sehr gern von den Medien und am liebsten von der Gewerkschaft.

So auch Gewerkschaftsboss Sommer, Markenzeichen "bissiges Gesicht" (zum Lachen wird in den Keller gegangen"). Ich kann mich nicht erinnern, von diesem Mann schon einmal etwas positives gehört zu haben, auch nicht im Ansatz dazu, was können wir alle miteinander besser machen, damit es den Arbeitnehmer auch wieder besser geht. Nein, sein Denken ist das von vor hundert Jahren, er warnt die Wirtschaft mit Kampfansagen großen Stils. Na toll, das hilft uns jetzt ja wirklich aus der Krise - auch nichts dazugelernt.

Wo bleiben denn unsere Obamas eigentlich bzw. gibt es nicht irgendwo wenigstens ein bisschen Obama zu finden?

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17.4.09

Die Finanzkrise und die Achse Berlin Bonn

Alle leiden unter der Finanzkrise, nur die Bundesregierung nicht. Sie leistet sich eine "Doppelausgabe" von sechs Ministerien - einmal in Berlin und einmal in Bonn. Bei jedem Unternehmen in der Wirtschaft würde man sich fragen, ob das Management noch bei Sinnen ist.

Da die Regierung von Steuergeldern lebt und sich, sind wir doch einmal ehrlich, nicht wirklich rechtfertigen muss wenn sie diese verschleudert, kann man sich solche Geldverschwendung leisten. Zwar gibt es ein "Bonn-Berlin-Gesetz" von 1994, das die Teilung der Regierungsaufgaben regelt, aber das haben ja auch die Betroffenen selbst beschlossen.

Wir Bundesbürger haben es leider schon vergessen oder verdrängt, dass es diese Regelung gibt, die jährlich dem Steuerzahler 23 Millionen kostet. Angesichts der Milliarden, die gerade ausgeben werden natürlich ein Klacks, werden manche sagen. Und mit den über 130.000 Flugticket unterstützt man die Fluggesellschaften und sichert Arbeitsplätze. Die rund 750 Tonnen Post, die durch die Teilung entstehen, bringen manchen Firmen auch noch Geld in die Kassen.

Und wie es im wirklichen Leben eben so ist, gibt es nach wie vor Befürworter und Gegner dieser Berlin-Bonn-Regelung. Schon deshalb wird man sich so schnell nicht einig werden, wo denn nun die Regierung unseres Staates wirklich sitzt.
In der Vergangenheit hat man doch in Bonn schon viele andere nationale und internationale Institute angesiedelt, zum Ausgleich für den Weggang nach Berlin. Dennoch sind es immer noch weit über 8000 Leute die in den voll funktionsfähigen Doppel-Ministerien in Bonn sitzen (in Berlin sind es noch mehr).

Aber vielleicht verstehen wir das alles nicht. Vielleicht sieht unsere Regierung das als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und soziale Einrichtung. Stellen wir uns einmal vor, die Leute werden alle arbeitslos. Was das an Arbeitslosengeld, Hartz 4 oder was weiß ich alles kostet.
So gesehen sollten wir doch noch viel mehr sinnlose Stellen schaffen. Und wenn das Geld dann für die Leute nicht reicht, machen wir es wie die Amerikaner: Wir drucken neues.

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25.3.09

Firmenlenker oder Firmenversenker

Der Fernsehfilm "Krupp - Eine deutsche Familie" passt gut zur derzeitigen Finanzkrise mit seinen "Spitzenleuten" an oberster Position. Mal abgesehen von der Rüstungsproduktion der Firma Krupp und dem streng elitären Denken mancher Familienmitglieder stand über die zwei Jahrhunderte hinweg die Sorge um den Betrieb und den Mitarbeitern an erster Stelle.

Würden sich die heutigen Firmenlenker, besonders die von Banken und öffentlichen Einrichtungen, ebenso um Firma und Belegschaft sorgen, gäbe es logischer Weise keine Finanz- und Wirtschaftskrise. Wir sind heute aber umgeben von lauter Zumwinkels, egal wo immer in der Welt. Nicht das Wohl des Unternehmens oder der Mitarbeiter steht im Vordergrund, nein die persönliche Bereicherung ist das Maß aller Dinge.


Nun ist ja jeder von uns mehr oder weniger ganz normal aufgewachsen. Hat seine Träume und Wünsche gehabt und auch die Eltern haben versucht bei der Erziehung und Wertevermittlung ihr Bestes zu geben. Und dann brechen mit dem älter werden und der zugeteilten oder erworbenen Macht Züge auf, die sehr stark an die Urzeiten des Menschen erinnern. Neid, Raffgier, Korruption etc. nehmen dann bei manchen so überhand, das es einem nur grausen kann.


Wie weit sind wir eigentlich im Denken von der Steinzeit entfernt? Wir, die doch in einer so aufgeklärten und angeblich modernen Welt leben? Und gerade unsere "Elite", ob nun manche Politiker oder Bankmanager, die ja Vorbild sein sollen. gebärden sich wie Diebe an unser aller Eigentum.


Wie verdreht muss ein Gehirn sein, das sich voll bewusst ist, Mist gebaut zu haben und dennoch dafür bezahlt werden zu wollen. In Sack und Asche müsste man diese Leute zur Buße durch die Straßen treiben. Aber nein, manche sind noch beleidigt, gehen ins Ausland und ziehen sich auf die mit anderer Leute Geld erworbene Burg zurück.


Ich frage mich, was muss noch alles passieren, dass unsere "Spitzenleute" wieder den Namen "Spitze" verdienen. Harakiri, wie ein US-Senator es forderte, ist auch nicht die Lösung. So können wir wohl bloß hoffen, dass die, die nachrücken, die zukünftigen Firmenlenker etwas gelernt haben und ihnen auf dem Weg nach oben nicht alle Werte unterwegs verloren gehen.

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19.3.09

Die Not mit dem Wasser

Können Sie sich vorstellen, dass jährlich ungefähr 5 Millionen Menschen wegen Wasserknappheit sterben? Wir stellen uns morgens unter die Dusche, hüpfen ins Freibad oder gießen den Garten und denken uns überhaupt nichts dabei.

Nachdenklich sollten wir werden wenn wir hören, dass pro Kilogramm Rindfleisch 15.500 Liter Wasser benötigt werden. Vielleicht sagen jetzt die Vegetarier: Ich habe schon immer gewusst, warum ich kein Fleisch esse. Aber aufpassen, Schuhe werden sich auch die Vegetarier kaufen. Und 1 kg Rindsleder benötigt sogar 16.000 Liter Wasser.

Die Kokosnuss braucht sage und schreibe 2.500 Liter Wasser, dagegen nimmt sich der Apfel mit gerade mal 70 Liter noch bescheiden aus. Zwar braucht man sich die Tasse Morgenkaffee nicht vergraulen lassen, da allein schon der Kaffee dafür (bis er in der Tasse ist) 140 Liter Wasser verbraucht. Zur Herstellung von 1 kg Röstkaffee werden allerdings 21.000 Liter Wasser benötigt.

Wenn wir diese Zahlen hören, kann man doch schon nachdenklich werden. Oder? Jetzt können wir auch verstehen, welche Probleme gerade oft die armen Länder umtreibt. Natürlich können wir nicht immer gleich direkt helfen, aber ein offenes Ohr für Projekte in der Dritten Welt sollten wir schon haben zumindest unsere Sinne dafür schärfen.

Mehr unter: www.focus.de

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9.1.09

Was trägt man 2009

Männer sagt man ja ein gestörtes Verhältnis zur Mode nach; zumindest den meisten. Da ist was dran, ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Dennoch, etwas neues mal ab und zu tragen macht auch Spaß.

Manche sehen etwas "verächtlich" auf diejenigen, die sich allen modischen Schnick-Schnack kaufen müssen. Manchmal bin ich mir aber nicht sicher, zumindest kann ich hier für die Männer sprechen, ob manche in dem Glauben leben, Mode würde ihre Männlichkeit untergraben, sich für Mode zu interessieren wäre "uncool" usw. Solche Männer laufen manchmal aber auch umher, dass es einem schon peinlich ist, wenn man sie nur ansieht. Und dabei ist es doch der andere, nicht ich.


Frauen sehen Mode aus einem völlig anderem Blickwinkel. Die ständige Angst in Nacken, nichts im Kleiderschrank zu haben und somit auch nichts zum Anziehen zu haben, treibt sie förmlich, sich für Mode zu interessieren und zu kaufen. Gut so, wenn die Frauen auch noch so wären wie die Männer, würde nicht nur ein riesiger Weltmarkt wegbrechen, wir hätten echt mal wieder viele Arbeitslose.


Mode ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Und die Männer sollen mal nicht immer so tun als würden sie für die Familie sparen und haben dabei mindestens fünf Bohrmaschinen, Schrauber, Sägen und was weiß ich alles für Geräte im Keller, über die jede Frau nur den Kopf schütteln kann. Gut dass jeder seinen Spleen hat, damit treiben wir, wie schon erwähnt, die Wirtschaft um.


Aber zurück zur Mode, was trägt man denn 2009? Übrigens, nicht nur für Frauen ein Hingucker!
Schauen Sie mal ins Video rein.

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3.1.09

Frieden durch Gerechtigkeit

Am Neujahrstag begeht die Kirche auch den Weltfriedenstag. Weltfrieden, nicht nur ein hehres Wort, sondern auch ein hoher Anspruch. Ein Anspruch, den die Menschheit nie erfüllen werden kann. Der Mensch ist letztendlich dafür nicht geschaffen und so ist das Welt-Wirtschaftssystem, das er selbst geschaffen hat, für den Frieden nicht geeignet.

Unser System auf der Welt funktioniert grob gesagt auf Arm und Reich. Das heißt wiederum, es gibt immer Gewinner und Verlierer. Die Verlierer sind einkalkuliert, so böse wie es sich auch anhört. Die Verlierer gibt es auch durch uns, durch jeden Einzelnen von uns. Den Satz, dass der Mensch im Grunde genommen gut ist, mag bisweilen stimmen, aber nur so lange, wie es ihm selbst nicht schlecht geht.

Gerechtigkeit wäre die einzige Chance für den Weltfrieden. Gerechtigkeit definiert jeder etwas anders. Aus welchem Kulturkreis gerade der Einzelne stammt, welcher Religion er sich verpflichtet fühlt oder ob er sich zu gar nichts verpflichtet fühlt usw. Würde man es so machen wie es in der Bibel steht, Hab und Gut verkaufen und mit den Armen wirklich teilen, würde man dem Frieden vielleicht ein Stück näher kommen. So ganz aber auch nicht, denn wenn ich etwas verkaufe, muss es einen geben der kauft; ergo gibt es wieder Reiche. Und wenn man Hab und Gut nur verteilt, gibt es ebenfalls keine Gerechtigkeit.

Ja, was nun? Wie soll man denn Frieden schaffen? Es gibt ja immer welche, die sich das auf die Fahnen geschrieben haben. Die zum Frieden "stehen" sind noch eine harmlose Spezies, es kämpfen auch viele für den Frieden, sogenannte Friedensmissionen, da muss man schon eher aufpassen. Nicht mehr ganz trauen muss man denen, die sich Friedensaktivisten nennen. Da geht´s dann auch schon mal ungerecht zu und Frieden schaffen die auch nicht.

Es gibt also kein Patentrezept. Alle wollen Frieden und Gerechtigkeit und keiner ist bereit bis in letzter Konsequenz beides zu schaffen bzw. nur wenige und die sind nicht genug. Letztlich ist es aber dennoch gut, dass man durch solche Tage wie den Neujahrstag immer wieder an diese Themen erinnert wird und sich Gedanken darüber macht, auch wenn Frieden und Gerechtigkeit leider wohl immer eine schöne Illusion bleiben werden.

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7.11.08

Lebensqualität

"Die Möglichkeit, ein Leben ohne Scham zu führen". So definierte vor über 200 Jahren der britische Moralphilosoph und Volkswirtschaftler Adam Smith einen angemessenen Lebensstandard bzw. eine angemessene Lebensqualität. Die Lebensqualität ist für viele Deutsche angesichts der Finanzkrise wieder ein Thema und bei den schwarzen Amerikanern ist sie es nach der Präsidentschaftswahl auch.

Im ersten Moment sagt man: Wieso hat beides mit Lebensqualität zu tun? Wir Deutschen, die oft den Pessimismus gepachtet haben, sehen uns dieser Tage auf die Armutsgrenze zueilen, die Schwarzen in den USA sagen sich, wenn ein Schwarzer Präsident werden kann, können auch wir alles erreichen, trotz Finanzkrise. Damit sieht man schon, Lebensqualität kann so einfach überhaupt nicht definiert werden.


Lebensqualität hängt stark davon ab, wie hoch ich meine eigenen Lebensziele stecke oder mit was ich bereits zufrieden bin. Ich kam einmal mit einem Geschäftskunden nach den offiziellen Themen auf Privates. Mein Gegenüber war ein junger Mann der von sich aus sagte, dass er keine Ambitionen auf Beförderung und Karriere habe, jede freie Zeit, die er von der Firma bekommt ist ihm wichtiger, da er sie mit seiner Familie verbringen kann. Da ich ihn schon etwas länger kannte glaubte ich ihm auch und ich wusste von seinen Kollegen, dass er dahinter steht und zufrieden ist. Ich war schon verwundert darüber, da ich diese Einstellung jungen Menschen überhaupt nicht zutraute.

Dass Geld und Ansehen nicht alles ist, wissen wir. Nicht zuletzt erfahren wir bei Umfragen immer wieder, dass die Menschen in ärmeren Ländern sich oft für zufriedener halten als die Bewohner der reichen Länder. Und das früher nicht alles besser war, im Gegenteil, für die allermeisten Menschen mehr als nur schlecht, wollen wir oft nicht wahr haben.

Wir Deutschen sind doch schon ein merkwürdiges Volk. Wir spenden weltweit auf höchstem Niveau und jammern gleichzeitig über unsere derzeitige Lage auch auf höchstem Niveau. Und wenn wir ehrlich sind, geht es uns doch generell gut, so gut, wie es uns in unserer Geschichte noch nie ging - Finanzkrise hin oder her.

Aus diesem Grund finde ich es auch prima wenn wir an andere denken und soviel spenden - für eine bessere Lebensqualität derjenigen, die wirklich ganz unten an der Leiter stehen und auch "ein Leben ohne Scham" führen wollen.


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6.10.08

Erntedank

Mit der Dankbarkeit ist das so eine Sache. Bin ich auch dankbar oder erwarte ich nur Dank? Wie ist man eigentlich dankbar? Schlicht und einfach Danke sagen und denken, Mensch, prima, da freue ich mich mal echt darüber? Oder dem anderen "Honig um den Bart schmieren". Zum Schluss denkt man vielleicht noch, ich mache es doch nicht recht und so mache ich es wie ich es will.

Ob danken anerzogen ist oder der Mensch das genetisch mitbringt weiß ich nicht. Dankrituale gibt es solange die Menschen auf der Erde sind. Mal grausam - da wurden zum Dank Menschen geopfert - mal Tiere (nicht weniger grausam) - oder einfach Erntegaben. Anfang Oktober ist Erntedank und das bezieht sich nicht nur auf die Früchte von Feld oder Garten, sondern auch dafür, was wir mit unserer Hände Arbeit oder mit dem Kopf geschaffen haben.


Obwohl jedes Kind zum Danken erzogen wird, ist es manchen abhanden gekommen und verstehen unsere Gesellschaft bzw. Gemeinwohl als Selbstbedienungsladen und vergessen dabei auch noch zu Zahlen. "Das steht mir zu", hört man immer wieder, ohne dass diese nachdenken, wer ihnen die Möglichkeiten für das gute Leben ermöglicht hat. Oder: Die anderen nehmen sich auch davon, ich bin doch nicht so blöd und bediene mich dann nicht auch.


Wenn ich einmal soweit bin, schlägt die Dankbarkeit ganz schnell in Habgier um. Habgier ist für mich die Triebfeder, ob bewusst oder unbewusst, für alle spekulativen Geschäfte und insbesondere die Börse. Das schnelle Geld lockt nicht nur Kleinanleger, auch die großen und besonders diejenigen, die schon sowieso zuviel haben. Den Sinn für die Realität, gepaart mit Arroganz und Gewinnsucht haben die bereits verloren, von denen wir nicht nur gestern, sondern leider wohl auch in Zukunft immer wieder hören werden und das nicht nur von der bekannten Münchner Bank, die alle Sparer in Deutschland in Angst und Schrecken versetzte. Diese Leute brauchen keine Dankbarkeit erwarten, von keiner Seite.

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2.9.08

Kein amerikanischer Traum

Ich fuhr einen amerikanischen Kunden zum Flughafen. Wir beide arbeiteten in der Automobilzuliefer-Industrie und dann ist das Thema natürlich das Auto und vor allem welcher Antrieb der wirtschaftlichste ist etc.

Mehr aus dem Wunschdenken heraus sagte ich meinem Fahrgast, dass ich der Meinung bin, dass es solange auch nicht mehr dauern wird, bis die Amerikaner mit Diesel fahren. Ich sah im Geiste schon die hohen Stückzahlen von Teilen die man nach den USA verkaufen konnte. Mein amerikanischer Gast dagegen meinte, dass er sich das überhaupt nicht vorstellen kann, denn das Benzin ist ja so billig (das stimmte damals: ca. 35 US Cent pro Gallone, das sind etwa 3,8 l). Und wenn, dauert das quasi "ewig".
Außerdem sei das ein soziales Problem, meinte er. Wenn die Leute, die oft zig Kilometer zur Arbeit fahren, zuviel für den Sprit zahlen müssen, muss an anderen Bedürfnissen gespart werden und dann gibt es Proteste. Das könne sich keine Regierung leisten.

Heute sieht das alles schon ganz anders aus. Schneller als ich es selbst glauben konnte und noch schneller für die Amerikaner. Die amerikanische Autoindustrie hat die Öl-Versorgungssituation völlig verkannt und der Amerikaner selbst war bisher auch nicht bereit zurück zu stecken.

Wenn man heute beim amerikanischen Wahlkampf richtig zuhört, erfährt man, dass vieles immer noch brach liegt, im sozialen Feld zu wenig getan wurde und es den Leuten schon lange nicht mehr gut geht.

Langsam wird nun offenbar, wie viel die USA wirklich an Öl verbraucht und Sie haben es sicherlich auch gelesen: Die Amerikaner stellen nur 4 % der Weltbevölkerung, verbrauchen aber 25 % des globalen Öls. Das ist ein echter Hammer, das kann auf Dauer nicht gut gehen, der "kleine Mann" wird die Rechnung zahlen müssen und das merkt er jetzt.

Nun frage ich mich, wie konnte es soweit kommen? Ich kenne dort viele die wirklich hart arbeiten
, die Frau muss mitarbeiten, viele haben mehrere Arbeitsstellen und trotzdem geht es nicht vorwärts.
Oder liegt es an der Regierung, die die Menschen eingelullt hat im Glauben "wir sind sowieso die Größten und Besten in der Welt, wir schaffen alles" und die Geldeinnahmen nicht für´s Volk sondern für Kriege (in eigener Sache) verwendet habt.

So richtig habe ich den Faden noch nicht zusammen bekommen, wie die USA tickt. Ich hoffe aber, dass die Menschen dort die Krise gut überwinden.
Eins kann man aber daraus lernen, auch bei uns wird das Leben härter und teurer.

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