1.12.09

Meine zwei Adventskalender

Ich habe heuer, diesen Luxus leiste ich mir, zwei Adventskalender. Der eine ist genauso wie Adventskalender halt sind – mit einem schönen weihnachtlichen Motiv vornedrauf: Einem hell erleuchteten Häuschen am Waldesrand mit viel Schnee und einem Schlitten voller Päckchen davor ... und mit zwei Dutzend, von eins bis vierundzwanzig nummerierten Fensterchen.

Wenn man dann – am jeweiligen Tag natürlich – ein Fensterchen öffnet, findet man einen Schneekristall, eine Wunderkerze oder einen himmlischen Stern. Wie in einem richtigen Adventskalender. Es ist ja auch ein richtiger Adventskalender. Ich hab ihn an meine Wohnungstüre geklebt, innen, eine Handbreit über dem Türgriff. Und jedes Mal, bevor ich am Morgen meine Wohnung verlasse, öffne ich ein Fenster.

Mein zweiter Adventskalender sieht in Wirklichkeit auch wie ein richtiger Adventskalender aus. Genau genommen schaut er dem ersten zum Verwechseln ähnlich. Das gleiche weihnachtliche Bild vornedrauf, mit dem Häuschen, dem Schlitten und dem Schnee. Gleich groß, gleich bunt. Gleich teuer war er auch; aber das nur am Rande.

Beim zweiten Adventskalender – macht mir das bloß nicht nach! – hab ich noch vor dem ersten Dezembertag die Rückwand mit den kleinen Bildern hinter den Fensterchen entfernt.. Und wenn ich jetzt so ein Adventskalenderfenster öffne, finde ich – nichts! Keinen Schneekristall, keine Wunderkerze und keinen himmlischen Stern. Ich kann durch das Fenster durchschauen, wie durch ein richtiges Fenster. Diesen zweiten Adventskalender hab ich an mein Schlafzimmerfenster geklebt. Jeden Tag, gleich nach dem Aufwachen, öffne ich einen der vierundzwanzig winzig kleinen Fensterläden und schaue hinaus auf die Straße vor meiner Wohnung.

Einmal sah ich, wie gerade der Müllwagen vor unserem Haus stehen blieb und Berge von Müll in sich hineinschluckte. Ich sah auch schon Kinder mit schweren Schultaschen und sehr blassen Gesichtern Richtung Schule laufen. Ehepaare miteinander streiten. Autofahrer, die einander beschimpften, bloß weil der eine in dieselbe Parklücke einbiegen wollte wie der andere. Einen Rettungswagen, der einen Kranken abholte. Viele müde Menschen hab ich schon gesehen, durch meine Adventskalenderfensterchen, ein paar zufriedene, ein paar traurige, Menschen wie...

Kurz und gut: Durch die Fensterchen in meinem Adventskalender, der am Schlafzimmerfenster klebt, sehe ich ein kleines Stück von der ganz gewöhnlichen Welt da draußen. Manchmal macht mich das fröhlich, manchmal, ziemlich oft sogar , nachdenklich, je nachdem.

Heute früh hab ich durch das Adventskalenderfensterchen einen Mann gesehen ...hat ganz schön geschwankt; ich fürchte, der hat wohl viel zu viel getrunken, letzte Nacht. Vielleicht ist er einsam gewesen, verzagt, verzweifelt – Freundin verloren, den Job, die Wohnung, den Sinn des Lebens aus den Augen verloren ... Was weiß ich !

In meinem Tür-Adventskalender, dem ganz normalen, wie ihr ihn wohl auch zu Hause habt, war ein Engel abgebildet, einer mit weißen Locken und goldenen Flügeln. Herrlich, lieblich, wunderschön. Ein Vorbote vom großen Weihnachtsfest.

Seit ich zwei Adventskalender habe, diesen Luxus leiste ich mir, kann ich beides sehen: den Alltag, vor meinem Fenster, aber auch die Tannenzweige, die Lichter, die Engel und – in eine paar Tagen schon – das Kind in der Krippe.

Ich gehe jetzt öfters aus dem Haus, den Stern und den Wunderkerzenschein vom Tür-Adventskalender in meinem Herzen. Vielleicht begegnet mir ja gerade heute, draußen auf der Straße, einer, den ich durch das andere Adventsfensterchen schon gesehen habe ...

Walter Müller, „Kerzenhell wird die Nacht“, ISBN 3-15-018316-2

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12.11.09

St. Martin oder wie lernen Kinder das Geben

Zum Glück sieht man am Martinstag doch immer wieder noch Kinder mit Lampions die uns an diesen Tag erinnern. Eigentlich schade, denn von St. Martin können unsere Jüngsten schon in ihrer frühesten Kindheit etwas lernen, was vielen Erwachsenen oft schon lange abhanden gekommen ist - geben statt nehmen.

Natürlich ranken sich viele Legenden um den römischen Soldaten und späteren Bischof Martin. Das ist ganz natürlich, wenn die Geschichten aus einer Zeit stammen, in denen kaum jemand lesen und schreiben konnte und alles nur mündlich weitergegeben wurde. Merkwürdigerweise hängen wir aber oft viel mehr an diesen alten Geschichten als an den modernen unserer Zeit.

In unseren Zeiten, in denen für Viele anscheinend nehmen seliger macht denn geben, kann auch für die Kleinen der Heilige Martin einer sein, der aus seiner hohen Position heraus auch das Leid der Armen und kleinen Leute sah und gab. Und was mindestens so wichtig ist: Man muss nicht gleich sein ganzes Hab und Gut verschenken, um ein guter Mensch zu sein, nein, ein Teil von dem was wir haben ist das richtige Maß - nämlich der halbe Mantel, nicht der ganze. Das ist auch der Kern der Martins-Botschaft, keine Umschichtung des Ganzen, die gerechte Verteilung, dass alle ein menschenwürdiges Dasein haben.

Alle Jahre wieder um diese Zeit erinnert uns die Flut der Bettelbriefe: Moment mal, ist denn schon wieder bald Weihnachten? Vereine und Gesellschaften, von denen man sonst nie etwas hört, stellen sich plötzlich als Bittsteller der Notleidenden dar. Die geben ein Geld für Porto und Überweisungen aus, dass man gerade staunen muss. Das Geld wäre anderweitig auch besser angelegt.

Einen Vorteil haben aber diese Aktionen, sie erinnern uns tatsächlich daran, dass die Not nicht weniger, leider sogar größer geworden ist, wie man in den letzten Tagen in den Medien sehen und hören konnte. Deshalb ist ein Spende für die notleidenden Menschen sicherlich so etwas wie der halbe Mantel des Martin. Nur müssen wir hier sehr aufpassen und die Streu vom Weizen trennen. Nicht jeder von Mitleid triefende Brief ist gerechtfertigt. Aber das wissen Sie ja sicherlich sowieso.

Man wirft den Deutschen oft vor, sie spenden zwar viel, geben aber dennoch nur von ihrem Überfluss ab. Ok, mag sein. Ich sehe das pragmatisch. Wenn ich jetzt nicht gleich alles gebe, kann ich in den nächsten Jahren auch noch etwas geben.

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5.1.09

Ein kleiner Stern der Liebe

Eine alte Legende erzählt: Als die Weisen Bethlehem verließen, da blickten sie auf der Anhöhe vor der Stadt nochmals zurück. Sie sahen ein wunderbares Schauspiel. Der Stern, der sie zur Krippe geführt hatte, zersprang in tausend und abertausend kleine Sterne, die sich über die ganze Erde verteilten.

Die Weisen wussten nicht, was das zu bedeuten hatte. Auf ihrem Weg kamen sie an eine Wegkreuzung und fragten einen Fremden, welche Richtung sie einschlagen sollten. Der gab freundlich Auskunft. Über seinen Kopf sahen sie ein Sternchen leuchten.

Als sie am Abend in der Herberge waren und vom Herbergswirt aufmerksam bedient wurden, leuchtete auch über dessen Kopf ein Sternchen.
Jetzt begriffen sie das Schauspiel, das sie auf der Anhöhe über Bethlehem erlebt hatten: Überall, wo ein Wort der Liebe gesagt, eine Tat der Liebe getan wird, da leuchtet der Stern von Bethlehem, ein kleiner Stern der Liebe ....

Aus: 24 neue Adventsgeschichten von Willi Hoffsümmer, Schwabenverlag 2008, Ostfildern

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29.12.08

Die Sternsinger kommen

Die Losung der Sternsinger, die am 6. Januar 2009 wieder an unsere Türen klopfen um Geld für die Kinder der Welt zu sammeln, lautet diesmal: "Kinder suchen Frieden".

Den Sternsingern etwas Geld in die Sammelbüchse zu stecken ist deshalb schon mal gut, da das
dorthin kommt wo es gebraucht wird, ohne viele Umwege und den Verdächtigungen, wer eventuell unterwegs davon noch etwas abzweigen könnte.

In meinem Ort ist die Sache noch viel einfacher. Wir haben eine Partnerschaft mit einer Schule in Eshowe in Südafrika. Hier arbeitet unsere Schwester Andrea. Sie ist eine Missionsschwester (Benediktinerin aus St. Alban) aus unserem Ort und arbeitet schon über 40 Jahre auf der Missionsstation "Little Flower".


In all den Jahren wechselten natürlich die Probleme und auch die politischen und gesellschaftlichen Einflüsse machen sich hier bemerkbar. In den vergangenen Jahren ist Aids das Problem Nr. 1. Dabei haben oft nicht nur die Eltern Aids, auch schon die Kinder. Gerade den Kindern mit Aids setzt diese Krankheit besonders zu. Sie sind oft sehr müde und können sich nicht so wie die anderen Kinder in den Schulstunden konzentrieren. Das Lernen fällt einfach schwer.


Manchmal sind es bis zu fünf junge Aidskranke zwischen 18 und 30 Jahren die jede Woche beerdigt werden. Die Kinder, ob krank oder nicht, bleiben in ihrer Not zurück. Bei den Großeltern oder eben in "Little Flower", wo sie auch während der Schulzeit wohnen können. So werden sie hier nicht nur mit Wissen, Essen und Unterkunft sondern auch mit viel Liebe versorgt. Darüber hinaus müssen auch immer wieder die Großeltern in vielfältiger Form unterstützt werden, die oft mit der Versorgung ihrer Enkel überfordert sind. Die Missionsschwestern leisten hier vom Morgen bis zum Abend eine so umfassende Arbeit, dass man sie mit Worten überhaupt nicht beschreiben kann.

"Die Pest der Neuzeit" wird Aids oft genannt. Dass sich diese Krankheit so ausbreiten konnte, liegt unter anderem auch daran, dass sie lange Zeit verheimlicht wurde, auch innerhalb der eigenen Familie. Im Grunde eine Tragik unvorstellbaren Ausmaßes, das wiederum ein Leid auslöst, dem man nicht Herr wird.


Dennoch, wir wollen helfen. Und deshalb kommt nicht nur Kleingeld in die Sternsingerbüchse. Damit die Kinder in "Little Flower" auch ihren Frieden finden.


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10.12.08

Gesegnete Weihnachten


Allen Leserinnen und Lesern
meines Blogs wünsche ich
mit den Worten von Adolph Kolping
ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest.

"Froh und glücklich machen,
trösten und erfreuen
ist im Grund doch das Glücklichste und Beste
was der Mensch auf dieser Welt
ausrichten kann."




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9.12.08

Der Heiland ist geboren

Sie hatten sich bis auf 3 Meilen Bethlehem genähert. Den halben Weg hatten sie zurückgelegt, da sagte Maria zu Josef: "Nimm mich herab vom Esel! Denn was in mir ist, drückt mich und will hervorkommen." Da nahm er sie vom Esel herab und sagte zu ihr: "Wohin soll ich dich führen und dich in deinem unschicklichen Zustand in Schutz bringen? Denn die Gegend ist einsam."

Und er fand dort eine Höhle und geleitete sie hinein, und er ließ seine Söhne ihr zur Seite und zog aus, um eine hebräische Hebamme in der Gegend von Bethlehem zu suchen. Und siehe, eine Frau kam vom Gebirge herab, die sagte zu ihm: " Mann, wohin bist du unterwegs?" Er sagte zu ihr: "Ich suche ein hebräische Hebamme." Und sie gab zur Antwort: "Bist du aus Israel?". Er bejahte. Sie aber sagte: "Wer ist die, die in der Höhle gebären soll?". Er sagte: "Meine Verlobte". Da sagte sie zu ihm: "Dann ist sie also nicht dein Weib?". Und er antwortete: "Es ist Maria, die im Tempel des Herrn auferzogen worden ist; sie hatte ich mir zum Weibe erlost, und gleichwohl ist sie nicht mein Weib, sondern Empfängnis hat sie erhalten vom heiligen Geist."


Da sagte die Hebamme: "Das soll wahr sein?" Und Josef sagte zu ihr: "Komm und sieh!" Und die Hebamme ging mit ihm hin. Und sie standen an dem Platz, wo die Höhle war, und siehe, eine lichte Wolke hüllte die Höhle in Schatten. Da sagte die Hebamme: "Erhoben ist heute meine Seele. Denn meine Augen haben Wunderbares gesehen; denn für Israel ist Heil geboren worden."


Aus dem Protevangelium des Jakobus (Apokryphen)


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8.12.08

Entspannung pur in Hittisau

Winterurlaub ist nicht nur Skifahren, man kann auch sehr gut entspannen. Landschaft und Essen genießen, etwas spazieren gehen oder einfach nur faulenzen. Das tut dem Gemüt und der Seele gut. Wenn man es schafft, so richtig los zu lassen, dann kommt man tatsächlich auch erholt aus dem Urlaub. Was nicht unbedingt immer der Fall ist, wie man weiß.

Direkt aus dem Süden Deutschlands, nähe Bodensee, kommt man beim Grenzübertritt nach Vorarlberg und hier zuerst in die Bregenzer-Dornbirner Gegend mit den verschiedenen Tälern und Orten, die alle zu empfehlen sind. Ein Ort davon ist Hittisau. Hier ist man zwar nicht im Hochgebirge, dafür haben viele Stellen in der Umgebung "Postkartenidylle". Sanfte Berge, überzuckerte Wälder, manchmal eine Fichte malerisch zu freien Hängen gestellt oder Hütten und Zäune verschneit. Manchmal könnte man meinen, das ist alles speziell so arrangiert worden.


Aber das sind die "Kleinigkeiten", die oft einen Urlaub zu einem Erholungsurlaub machen. Und die Krönung des Ganzen ist eine Schlittenfahrt durch diese schöne Landschaft. Gönnen Sie sich doch mal so eine Erholung. Es wird Ihnen gut tun.


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7.12.08

Das Fenster im Fluss

Wenn Sie mit ihren Kindern oder Enkeln über Weihnachten etwas unternehmen wollen, dann schlage ich einen Besuch im Aquarium vor. Hier ist es warm und trocken und Fische begeistern jung und alt. Und wenn die Kinder auch noch die Fische aus dem Film "Findet Nemo" sehen, dann sind sie total begeistert.

Eine andere Art von einer "Wasserlandschaft mit Fischen" kann man im Ulmer Tiergarten sehen. Hier läuft man quasi durch das Aquarium durch und die Fische schwimmen auch über einem drüber weg. Das ist ein ganz phantastisches Gefühl und man kann dazu die Fische auch noch von unten sehen. Die Besonderheit dieses Aquariums ist, dass hier nur heimische Fische zu sehen sind.


Ich kann Ihnen sagen, die allermeisten Leute wissen überhaupt nicht, was wir für schöne Fische in unseren Gewässern haben. Zum Beispiel, den Sterlet, ein ganz eleganter Schwimmer, oder der Flusswels, der macht den Eindruck, dass er ständig etwas zum Fressen sucht. Der Stör sieht von unten aus wie ein kleiner Hai - also so sehe ich das. Oder den langsamen Karpfen neben Schleie, Barben und Zander. Ach ja, den Hecht nicht zu vergessen, auch so ein ganz Eleganter. Ja, so könnte man gerade weiter erzählen.

Die Fische werden zudem noch auf Tafeln gezeigt und so können Sie den Kindern die Fische und die richtigen Namen dazu sagen.
Sie werden sehen, der Besuch lohnt sich und macht Spaß.
Ach, übrigens, bei so vielen Fischen - es gibt auch noch andere Tiere zu sehen. Der Nachmittag ist wieder gerettet.


www.tiergarten.ulm.de

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6.12.08

Rund um St. Moritz

Winter, Schnee und St. Moritz, das passt zusammen. St. Moritz war schon immer eine gute Adresse für Wintersport, wenn auch nicht für Jedermanns Geldbeutel. Aber vielleicht gönnt man sich über die Weihnachtstage einen Ausflug oder Kurzurlaub dorthin.

Sie finden dort eine Landschaft mit Bergen wie man sich sie vorstellt. Und wenn man einmal nicht mehr Skifahren oder durch den Ort bummeln möchte, können Sie eine Bahnfahrt durch diese schöne Schneelandschaft machen. Zum Beispiel mit dem Bernina-Express - mit Panoramawagen - von St. Moritz nach Pontresina und zurück.

Wenn Sie aber gern mit dem Zug durch die Bergen fahren, bietet es sich an, schon von Chur aus nach St. Moritz zu fahren, dann weiter über Ospizio Bernina, immerhin 2253 m hoch, bis nach Tirano, das liegt auf nur 429 m. Also, da geht es schon zur Sache. Sie werden begeistert sein.


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Mit Opa einen Weihnachtsbaum basteln

Die Zeit vor Weihnachten eignet sich hervorragend mit Kindern oder Enkeln für das Weihnachtsfest zu basteln. Sei es nun für die Krippe, für die Fensterdekoration oder wo immer man etwas Dekoratives aufstellen möchte.

Ein Weihnachtsbaum aus Holz ist einfach herzustellen. Beinahe jedes Brett kann dazu verwendet werden und das Aussägen bereitet auch keine großen Probleme, denn jeder Opa, oder beinahe jeder, hat eine Säge in seiner Werkstatt, auch wenn sie noch so klein ist.
Beim Aufzeichnen des Baumes kann jeder seine Kreativität einbringen. Und wenn man mehrere Bäume bastelt, müssen diese nicht immer gleich sein. Es können große und kleine miteinander aufgestellt werden. Die Bäume können in Natur belassen oder mit Wasserbeize eingelassen werden. Also der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Wenn man für den Stamm des Baumes einen dicken Ast eines Fichten- oder Kiefernbaumes verwendet, sieht das besonders gut aus. Opa und Enkel können dazu schon vorher einen Spaziergang in den Wald oder über einen Weihnachtsmarkt machen um danach Ausschau zu halten. Dabei kommt dann schon Vorfreude auf.

Das kleine Video zeigt in kurzen Schritten wie vorzugehen ist. Es ist wirklich ganz einfach und es bereitet allen Freude. Denjenigen, die den Baum gebastelt haben und denen, die ihn vielleicht geschenkt bekommen. Zum Schluss freuen sich dann alle. Prima, dann ist es wie es Weihnachten sein soll.

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5.12.08

Was wäre wenn

Was wäre daraus geworden wenn ich die oder den kennen gelernt hätte? Damals es geklappt hätte mit, was wäre ...? Hätte ich es gleich gemacht, dann wäre vielleicht... ? So oder ähnlich haben wir doch alle schon mal gedacht oder es ausgesprochen.

Natürlich wäre es interessant zu wissen, was dabei herausgekommen wäre. Manchmal ist es vielleicht gut es nicht zu wissen, vielleicht wäre es schlimmer gekommen. Aber es nagt doch oft wie ein Wurm im Kopf, vielleicht habe ich auch etwas versäumt?


Es gibt keine Lösung, das wissen wir. Auch nicht bei dem Buch, welches ich Ihnen zu Weihnachten vorstellen möchte: "Vaterland" von Robert Harris. Er versucht der Frage nachzugehen: Was wäre wenn Hitler den II. Weltkrieg gewonnen hätte?


Das Thema des Buches, das können Sie sich vorstellen, ist zwar nicht weihnachtlich, aber sehr spannend. Und wenn es so gekommen wäre, wie der Autor es beschreibt: Oh mein Gott! Danken wir Gott, dass wir den Krieg verloren haben.


Übrigens, es gibt auch einen Film mit gleichem Namen. Sehen Sie sich diesen Streifen nur nicht an. Der ist so frei nach dem Buch, dass beinahe nur noch der Titel vom Buch übrig bleibt.


Vaterland, Heyne Verlag, ISB N 3-453-07205-7

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2.12.08

Grindelwald - immer eine Reise wert


Unabhängig von der Jahreszeit, Berge üben auf den Menschen eine magische Anziehung aus. Sicher hat jeder von uns seine Lieblingszeit in den Bergen, aber schön sind sie immer. Auch wenn mal kein Bilderbuchwetter herrscht und es eher gruselig aussieht. Auch dann liegt ein Faszination über den Bergen.

Grindelwald und die vielen weitere Orte wie Lauterbrunnen, Mürren usw. stehen für eine besonders reizvolle Gegend in der Schweiz. Die kleine Diaschau zeigt die Berge dort zwar im Herbst, man kann sie sich aber auch gut mit Schnee vorstellen.

Wenn Sie nun einen kleinen Ausflug oder Kurzurlaub über Weihnachten machen wollen kann ihnen nichts besseres passieren als dort zu sein. Auch wenn sie nicht mehr Ski fahren wollen und nur spazieren gehen und sich erholen möchten, ist es dort kein Problem. Die Wege gehen nicht nur aufwärts.


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Die Sperlinge aus Lehm

In den verborgenen Bücher der Bibel, auch Apokryphen oder Pseudoepigraphen genannt, stehen Texte, die es nicht bis zur "offiziellen Anerkennung" geschafft haben. Bei manchen auch gut so. Dennoch passen für die Weihnachtszeit die Kindheitserzählungen des Thomas (Thomasevangelium) über die Jugendtaten von Jesus ganz gut.

Der Jesusknabe wird hier als übermütiges Wunderkind dargestellt. Obwohl die Geschichten oft formale Übereinstimmungen mit den neutestamentlichen Wunderberichten haben, stehen sie keinesfalls im Geiste des Neuen Testamentes. Man sollte sie daher unter dem Blickwinkel frommer Geschichten bzw. Legenden oder Fabeln sehen. So auch die Erzählung "Die Sperlinge aus Lehm".


Das Knäblein Jesu, als es fünfjährig geworden war, spielte einst an der Furt eines Baches und leitete die dahinfließenden schmutzigen Wasser seitwärts in Gruben zusammen und machte sie sogleich klar, und zwar durch´s Wort allein gebot er über sie.
Und er machte aus der Erde und Wasser einen schlammigen Lehmteig und formte daraus zwölf Sperlinge. Und es war Sabbat, als er das tat. Es waren aber noch viele andere Kinder mit ihnen zusammen beim Spiel.

Es sah aber ein Jude, was Jesus da beim Spielen am Sabbat tat, und ging spornstreichs hin und meldete seinem Vater Joseph: "Siehe, dein Knäblein steht da am Bach und hat Lehm genommen und zwölf Vöglein draus geformt und mit dieser Arbeit den Sabbat entweiht." Und Joseph kam an den Platz, sah´s und schrie in an: "Warum tust du am Sabbat solche Dinge, die zu tun doch nicht erlaubt ist?" Jesus aber klatschte in seine Hände und rief den Sperlingen zu und sagte ihnen: "Auf! Davon!" Und die Sperlinge schlugen mit den Flügeln und machten sich schreiend davon.

Als aber die Juden das sahen, da erschraken sie und gingen hin und erzählten ihren Oberen, was sie Jesus hatten tun sehen.

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1.12.08

Der Ulmer Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte haben Tradition, manche sind sogar ein paar Jahrhunderte alt. So alt ist der Ulmer Weihnachtsmarkt zwar nicht, ein Weg dorthin lohnt sich aber auf jeden Fall.
Bekanntlich hat der Ulmer Münster den höchsten Kirchturm der Welt und genau vor dieser erhabenen Höhe befindet sich der Weihnachtsmarkt, eingerahmt von Spitzgiebelhäusern die ebenso beleuchtet sind wie die Bäume die den Platz einsäumen und natürlich die Verkaufsbuden selbst.

Eine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt zu essen hat bei mir auch Tradition. Dabei geht es mir, wenn ich ehrlich sein soll, gar nicht so um die Wurst. Eigentlich vielmehr um das ganze drum herum und die Wurst gehört einfach dazu, wie bei vielen der Glühwein, die gebrannten Mandeln oder andere Schleckerein, die man eigentlich nur hier isst.


Und was das Schöne an diesen Märkten ist, trotz großem Andrang und manchmal etwas schriller Weihnachtsmusik, herrscht immer gut Stimmung und man trifft Leute, die man seit letztem Jahr nicht mehr gesehen hat. Alte und neue Handwerke sind zu sehen und wenn man sieht, wie z. B. ein Baumkuchen gemacht wird oder Weihnachtskugeln aus flüssigem Glas geformt werden, dann hat das fast schon etwas Romantisches.


Schauen sie sich den Ulmer Weihnachtsmarkt einmal auf dem Video an. Vielleicht haben Sie Lust ihn zu besuchen, auch wenn Sie schon lange auf keinem Weihnachtmarkt mehr waren.


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30.11.08

Mit Oma Filzsterne basteln

Handarbeit ist eigentlich immer aktuell. Natürlich auch bei Kindern, denn die brauchen zu ihrer Entwicklung Erfolgserlebnisse besonders. Dabei muss man aufpassen, dass man mit nicht zu schwierigen Arbeiten beginnt und sie sollten auch nicht zuviel Zeit in Anspruch nehmen.

Ein gute Möglichkeit hierfür sind Filzsterne, die man auf einfache Weise aus Filzwolle anfertigen kann. Förmchen von der Weihnachtsbäckerei geben die Form vor. Damit weiß quasi jedes Kind, wie die fertige Arbeit später einmal aussieht, es gibt weniger Enttäuschungen. Die Förmchen werden mit Filzwolle ausgelegt und mit verschieden dicken Nadeln verfilzt. Bei dieser Arbeit müssen die Kinder allerdings aufpassen, dass man sie sich vor lauter Begeisterung nicht in die Finger stechen.


Den Ablauf und das Endprodukt können Sie sich in dem kleinen Video ansehen. Mit den Sternen oder Figuren kann man jeden Advents- oder Weihnachtstisch schön gestalten, sie an die Wand oder ins Fenster hängen oder als Weihnachtsbaumschmuck verwenden. Die Kinder können stolz ihre "Werke" bewundern und allen den Erfolg ihrer Arbeit zeigen.

Und wenn Oma mit ihren Enkeln Filzsterne bastelt, sind sie nicht nur kreativ beschäftigt, es kommt auch eine gute Stimmung auf.


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Advent - Ankunft

Heute ist der erste Advent und damit der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Das wird vor lauter Hektik auf Weihnachten von vielen überhaupt nicht wahrgenommen und dabei könnte man sich doch so gut auch mal etwas vornehmen, wie an Silvester für´s neue Jahr.

Zum Beispiel könnte man sich vornehmen, Weihnachten mal ruhiger angehen zu lassen. Natürlich kann man aus dem 6.-Gang nicht in den Rückwärtsgang schalten, das ist unrealistisch, aber zumindest kann man etwas zurückschalten.

Die Adventszeit, das heißt die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest, geht auf den Papst Gregor dem Großen zurück. Bereits auf dem Konzil im Jahre 380 wurden die Christen angehalten, sich während des Advents auf die Geburt Jesu Christi vorzubereiten. Damals war allerdings das Weihnachtsfest noch nicht am 24. Dezember, sondern am 6. Januar, dem Tag der Erscheinung des Herrn bzw. "Heilige Drei Könige".


Bei dem Hinweis des Konzils dachte man sicherlich noch nicht an die endlos vielen Nikolaus-, Weihnachts- und was weiß ich für Feiern, mit großen Portionen zum Essen und oftmals noch größeren zum Trinken. Das sollte, wenn man schon auf große Portionen steht, dem Weihnachtenfest vorbehalten bleiben. Nicht aber schon vorher. Das ist wie ständig Torte essen und bald hat man mehr als genug davon. Bis dann Weihnachten kommt kann man von Weihnachten nichts mehr hören und man ist froh, wenn Weihnachten vorbei ist.

Nehmen wir uns für das "Neue Jahr" doch vor, und ich schließe mich da nicht aus, dass wir die Adventszeit etwas besonnener angehen, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Adventszeit ursprünglich einmal so etwas wie eine Fastenzeit war.

Vielleicht sind wir dann froh, dass Weihnachten kommt und das Geburtsfest Jesu Christi nicht so schnell vorbei ist. Stimmen Sie sich mit dem kleinen Video dazu etwas ein.


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28.11.08

Der Winter ist gekommen



Der Winter ist gekommen
und hat hinweggenommen
der Erde grünes Kleid;
Schnee liegt auf Blütenkeimen,
kein Blatt ist auf den Bäumen,
erstarrt die Flüsse weit und breit.

Wie gern doch seh´ich glänzen
mit all den reichen Kränzen
den grünen Weihnachtsbaum;
dazu der Kindlein Mienen,
von Licht und Lust beschienen;
wohl schönre Freude gibt es kaum.

Volksweise

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26.11.08

Drei Wünsche

Geschichten mit drei Wünschen kennen Sie sicherlich auch einige. Diese hier ist frei nach einer Erzählung von Anthony de Mello wiedergegeben.

Man kennt ja die Leute, die den lieben Gott ständig um etwas bitten. Auch der liebe Gott in seiner Langmut wird eines Tages aber des ganzen überdrüssig und so sagte er zu dem Mann, der ihm ständig in den Ohren lag, zu Weihnachten hast du drei Wünsche frei und dann ist Schluss. Der Mann fand das irre, dass der liebe Gott ihm sogar drei Wünsche gewähren will. Er brauchte nicht lange zu überlegen und sagte daraufhin, dass es mit seiner Frau auch nicht mehr so richtig klappt und wenn er ehrlich sein will, möchte er sie gerne los haben.


Na denn, sagte der liebe Gott, dein Wunsch geht in Erfüllung. Die Frau starb noch vor Weihnachten und der Mann sagte sich, prima, endlich habe ich dann ruhige Weihnachten und danach heirate ich eine junge hübsche Frau. Aber schon vor Weihnachten kamen ihm dann doch Zweifel. So richtig glücklich war er nun auch nicht und er fühlte sich, wenn auch noch nicht sehr, irgendwie schuldig.


So schlecht war seine Frau ja nun auch nicht gewesen, sagte seine innere Stimme. Eigentlich war sie schon in Ordnung und wenn man recht bedenkt: Es gab ja auch schöne Tage. Oh man, warum habe ich eigentlich nicht gesehen, dass wir doch recht gut zusammen passten.


Lieber Gott, sagte daraufhin der Mann, mach bitte meine Frau wieder lebendig. Ok, sagte der liebe Gott und die Frau war wieder da. Jetzt blieb dem Mann noch ein Wunsch und er wusste nun überhaupt nicht mehr, was er sich wünschen sollte. Gute Ratschläge bekam er von allen Seiten - Geld, Liebe, Unsterblichkeit..., aber nichts passte ihm so richtig. So gingen die Jahre dahin und der liebe Gott fragte ihn eines Tages was denn los sei, er habe doch noch einen Wunsch frei.


Der Mann klagte, dass er vor lauter Denken ganz durcheinander sei und mittlerweile gar nicht mehr wisse was er sich denn wünschen sollte. Da lachte der liebe Gott und sagte, pass auf, ich wünsche dir, dass du immer glücklich bist, egal was kommt, darin liegt das Geheimnis.


Und mit diesem dritten Wunsch ist Weihnachten zukünftig nicht nur noch viel schöner als früher, weitaus schöner als er es sich je hätte ausdenken können.

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21.11.08

Philosophieren Sie ab und zu

Der Herbst, insbesondere der November laden dazu ein. Nun steht uns auch noch der Advent und Weihnachten kurz bevor und da ist man dann doch geneigt über dieses und jenes in seinem Leben nachzudenken. Was alles so war, was man richtig und vielleicht auch falsch gemacht hat und was man vor allem noch tun möchte.

Als junger Mensch hat man nicht so das Bedürfnis über das Leben nachzudenken, warum auch, das meiste liegt ja noch vor einem. Aber spätestens ab 60 oder 65, da ist vieles schon "erledigt" und so kommt man manchmal ganz unverhofft darauf. Aber keine Sorge ob das normal ist oder nicht, Sie sind dann in bester Gesellschaft, denn das philosophieren ist wieder "in". Zumindest wird einem das gesagt oder die Verkaufszahlen entsprechender Bücher sagen das.

Wie dem auch sei, Sie müssen nicht gleich ein Philosoph sein um sich gern an die schönen Seiten des vergangenen Lebens zu erinnern. Lassen Sie ihre Gedanken in der kommenden Advents- und Weihnachtszeit einmal freien Lauf. Ich wünsche Ihnen einige ruhige Stunden dazu.


Und falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk brauchen, ein gutes Buch, vielleicht gerade zu diesem Thema, dann schauen Sie doch mal auf diese Internetseite: www.stern.de

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18.11.08

Weihnachten kommt immer überraschend

In den letzten Jahren kam Weihnachten immer überraschender. Ich weiß auch nicht warum, vielleicht liegt es an der Klimaveränderung. Wenn es solange warm bleibt denkt man nicht daran und plötzlich fällt man von der Weihnachtseinkaufs-Panik in den Weihnachtseinkauf-Stress. Dabei soll doch gerade das Weihnachtsfest stressfrei sein. Oder liegt es ganz einfach daran, dass im Alter einem die Zeit noch viel schneller vergeht als früher?

Früher, als die Kinder noch klein waren und wir für sie Weihnachtsgeschenke einkauften, einschließlich der Geschenke der Verwandtschaft, war das besser geplant. Da ging der Weihnachtseinkauf spätestens Ende November los und Mitte Dezember war alles in den Tüten. Hatte aber auch Nachteile, wenn einem noch etwas gutes einfiel, gab es das nicht mehr. Man hatte von der Lauferei schon genug.

Heute macht man das natürlich ganz anders. Wenn man sonst schon online einkauft, dann kauft man auch die Weihnachtsgeschenke online. Na ja, Weihnachtsgeschenke zuhause einkaufen, ok, aber irgend etwas fehlt dann auch. Das Aussuchen, Ansehen und Betasten der Geschenke, das hat schon auch seinen Reiz. Und vor allem, man kommt, ob man will oder nicht, schon mehr in Weihnachtsstimmung. Außerdem waren wir oft froh, wenn man für die Kinder das bekommen hat was man wollte. Das war auch schon wie Weihnachten, nur früher.


Wenn man nun "mal schnell" ins Internet schaut was es so gibt, ja wo soll dann die da Weihnachtsstimmung herkommen? Mit "klick" und "klack" ist alles erledigt und das war´s dann. Vielleicht muss man erst so alt werden wie man jetzt ist um zu begreifen, dass Geschenke einkaufen ein bisschen mehr ist als nur das Buch, die Kette oder die Uhr zu besorgen. Und wenn man dann noch zusieht wie es eingepackt wird freut man sich im Geist schon darüber, wie der Beschenkte es auspacken wird. Fazit aus meinen geistigen "online" oder "offline" Überlegungen: Ich kaufe zwar nach wie vor auch mal etwas im Internet, aber immer öfters muss es wieder im Laden sein.

Na denn, vielleicht fange ich dieses Jahr mal doch wieder früher an - etwa fünf Wochen bis Weihnachten kann manchmal auch sehr knapp werden.

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20.3.08

Himmelsbegräbnis

Es ist die Zeit Ende der 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Chinesen marschieren in Tibet ein und besetzen das Land. Seitdem führen sie dort das Regiment, wie unschwer aus vielen Medienberichten dieser Tage zu hören und sehen ist.

Das Buch "Himmelsbegräbnis" basiert auf einer wahren Geschichte zweier Menschen die beim Einmarsch der Chinesen in Tibet mit dabei waren. Jedoch aus einer völlig unerwarteten, anderen Perspektive. Einer Perspektive, die einen so berührt, von einer Liebe zwischen Frau und Mann die so unglaublich stark ist, dass man das Buch nicht mehr weglegt.
Wenn einer sich an den Tag der eigenen Hochzeit erinnert und vielleicht noch an den Lesungstext: ...die Liebe erträgt alles...., dann ist es für Braut und Bräutigam eine rührende Stelle aus dem Evangelium (Korinther,13) und vielleicht bricht einer sogar noch in Tränen aus - das war es dann aber auch.
Die raue, ja oft brutale Wirklichkeit, die die junge Frau in Tibet der Liebe willen erduldet, erträgt und übersteht ist fast von einer anderen Welt.

Beide sind Soldaten der "Roten Armee". Der Mann vorausgehend in der kämpfenden Truppe, sie trifft später in Tibet ein, verbringt aber bald nach ihrem Eintreffen dort ein gutes Stück ihres Lebens bei einer tibetischen Nomadenfamilie mit der Suche nach ihrem Gatten. Erst nach Jahren erfährt sie, dass sich ihr Mann aus Liebe zum tibetischen Volk und seinem Brauchtum für ein Himmelsbegräbnis geopfert hat. Das Himmelsbegräbnis, ein für einen Mitteleuropäer nicht nachvollziehbarer Akt der Liebe, wird wohl immer ein Geheimnis der asiatischen Bevölkerung zum Verständnis von Leben und Tod bleiben.

Das "Himmelsbegräbnis" nur als einen Liebesroman anzusehen, ist für mich nicht nur zu wenig, es wäre schon eine Kränkung des Buches. Es ist eine Liebes-Leidens-Lebensgeschichte die ihres gleichen sucht.

Ich kann das "Himmelbegräbnis" nur empfehlen. Allein wenn man es schon zur Hand nimmt - das Buch ist in Seide gebunden - spürt man, hier geht es um etwas ganz besonderes.

Xinran Xue, Droemer Verlag
ISBN 3-426-27360-8

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23.12.07

Stille Nacht, heilige Nacht.

Für manche ist das Lied heilig, für manche eine Edelschnulze. Tatsache ist, dass es jeder singt, ich auch, und das quasi im Chor über die ganze Welt. Ich kenne kein Lied, das so alt ist wie dieses, immer noch mit Inbrunst gesungen wird und... mehr lesen

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20.12.07

Schöner Advent

Advent: Ruhe, Frieden, alle lieben sich, besinnlich, langsam tun etc. Sind Sie auch so ein Adventstyp? Wenn ja, dann haben Sie etwas falsch verstanden oder wissen nicht was Advent bedeutet... mehr lesen

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11.12.07

Die Volxbibel ...

ist eigentlich für junge Leute geschrieben (deshalb wohl schon das „x“), aber sie ist auch bestens für Ältere und für Senioren wie mich angenehm zu lesen. Der Stil ist zwar ungewöhnlich... mehr lesen

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