30.6.08

Faszination Dampfzug

Früher, wollten die meisten kleinen Jungen Lokomotivführer werden. Auf so einem großen „Stahlross“ stehen und die ganze Technik beherrschen, ja, das faszinierte. Heute sind die Wünsche anders, die Zeiten sind ja auch andere.



Merkwürdig ist dennoch, dass die Dampflokomotive ihre Faszination nicht verloren hat. Wenn sie auftaucht stehen gebannt jung und alt da: Schauen, staunen und möchten am liebsten draufsteigen, reinkriechen oder was auch immer.

Bei meiner letzten Fahrt mit dem Dampfzug war das so. Alle, also zumindest die männlichen Fahrgäste, standen bis zum Abpfiff an der Lokomotive und schauten zu, wie Wasser gefasst wurde, der zuständige Mechaniker irgendwo rumschraubte usw.Ganz toll war, speziell für die Buben, wenn es laut zischte und Dampf „aus allen Löchern“ kam.

Die Fahrt selbst ist in der Hinsicht äußerst unterhaltsam, da überall wo man vorbei kam, die Leute lachten und winkten. Fröhlichkeit pur, erzeugt durch so ein altes Gefährt. Ist doch irgendwie auch faszinierend und man fragt sich: Warum eigentlich? Wir haben doch so viele neue bestaunenswerte Dinge, die aber oft gleich nach dem bekannt werden als normal angesehen werden.

Sei es wie es will, in der Nostalgie zu schwärmen und zu wissen, die kommt zum Glück nicht mehr zurück ist doch schön. Wir standen bei der Dampfzugfahrt draußen auf der hintersten Plattform. Wunderschönes Panorama aber Ruß auf dem Kopf, in der Nase im Hals und im Kragen. Ok, war mal ganz toll aber ich fahre deshalb trotzdem lieber mit dem ICE, wenn ich irgendwo hinwill.

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9.5.08

Power – Heiliger Geist

Der Geist macht den Menschen aus. Sagen wir nicht manchmal: Wessen Geistes Kind ist er? Allein damit geben wir zu, dass in den allermeisten Fällen nicht Körper, Aussehen oder andere Äußerlichkeiten für die Beurteilung eines Menschen wichtig sind, sondern sein Geist.



Im Deutschen gibt es für mich (leider) kein Wort, das wie das englische Wort „Power“ den Heiligen Geist so beschreibt. Power ist umfassender im Gegensatz zu, Kraft, Fülle, Energie etc. Von diesem Heiligen Geist sollte, wenigstens ein Stück weit, jeder von uns durchweht sein. Wären wir eine Wohnung für diesen Heiligen bzw. guten Geist, was könnten wir nicht alles bewirken – zum Guten.

So merken wir dann ganz schnell, dass dieser Geist vielen Menschen, aber auch Religionen und Regierungen abhanden gekommen ist. Egoismus, Intoleranz, Habgier, Neid, Machthunger und so könnten wir gerade weiter aufzählen sind in der Welt dominant. Angesichts dieser Tatsache wird man oft kleinmütig und glaubt bald auch nicht mehr daran, dass die wenigen mit einem guten Geist noch etwas bewirken können. Dennoch, jeder von uns muss immer wieder versuchen, jeden Tag von neuem, einen guten Geist zu verbreiten, sonst wären wir und die Welt bald verloren. Pfingsten ist dafür ein guter Tag um uns das wieder einmal bewusst werden zu lassen.

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5.5.08

Demut – Königin Maria

Demut ist für viele Selbstaufgabe, sich in Abhängigkeit begeben, nicht mehr ich selbst sein, das eigene Leben verleugnen bzw. verneinen, sich ausliefern, unterwürfig sein etc. und das alles im negativen Sinne.



Demut heißt aber nach der christlichen Lehre, dass die wahre Selbsterkenntnis auf dem Bewusstsein der eigenen Nichtigkeit vor Gott beruht. Das zieht entsprechend dem Beispiel Christi eine Bereitschaft zum Dienen gegenüber Gott und allen Menschen nach sich. Dabei ist jeder Stolz bzw. Selbstruhm sowie Kriecherei oder unterwürfige Gesinnung ausgeschlossen.

Mutter Theresa war ein Beispiel unserer Tage hierfür.

In der Gottesmutter Maria haben wir die Vollkommenheit der Demut. Von Beginn an: Sie empfängt Jesus nicht aus eigenem Wollen, begleitet Jesus durch sein dreiunddreißigjähriges Leben bis hin zum Kreuzestod. Erfährt trotz Demut noch Leid, Pein und Angst um sein Leben, das aber auch Sie nicht ändern kann.

Dafür wird sie letztendlich in den Stand einer Königin erhoben. Sie hat für uns gezeigt was Demut ist, wenngleich wir nicht annähernd nur folgen können. Der Mensch in seinem kleinkarierten Denken, seiner Erdverbundenheit, aber auch nicht loslassen wollen von allen irdischen Dingen braucht Vorbilder wie Maria.

Nur mit Vorbildern wie Maria können wir wirklich „Mensch“ werden.

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20.4.08

Eine kleine Nachtfahrt durch Rom

Nachts sind nicht immer alle Katzen grau. Das sagt man zwar, in diesem Fall zeigt sich aber der besondere Reiz Roms. Natürlich schon in einer Art Schwarz-Weiß-Fotografie, aber das ist ja gerade das faszinierende – ein bisschen romantisch, manchmal unwirklich, auch mal überzogen und wuchtig, ja und manchmal auch ein wenig etwas unheimlich: Kriminalroman Ambiente.



Rom ist bei Tag und Nacht einfach schön. Es ist ähnlich wie im Winter, wenn auf den Bergen Schnee liegt; die Konturen werden stärker sichtbar, manches verändert sich in einer Weise, das nur in dieser Situation zur Wirkung kommt. So ist es auch Nachts in den Städten und besonders in Rom.


Zum Beispiel: Man schaut durch das erleuchtete Springbrunnenwasser auf den Petersdom - die Bögen des Colosseums werden zu dunklen Höhlen, die ins nirgendwo verschwinden - manche Ecke des Monuments von Vittorio Emanuele hat schon etwas akopolishaftes , bei der Aurelischen Mauer wird es einem fast schon etwas gruselig - oder bei manchen alte Tempeln oder Säulengängen würde man sich nicht wundern, wenn hier ein alter römischerFackelträger um die Ecke kommt. Ich lasse mich dann ganz einfach davon faszinieren und tauche ab in diese etwas andere Welt.

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14.4.08

Der Flug des Gletschervogels

Haben Sie ihn schon einmal gehört, den Gletschervogel? In Ihrer Phantasie, wenn Sie auf dem Berg stehen und das herrliche Bergpanorama vor Ihnen liegt? Möchten Sie dann nicht auch darüber hinweg gleiten, wie der Gletschervogel – der Sie entführt in eine Welt der Phantasie, der verführt zum Hören der Klänge die die Berge singen und der zum Träumen einlädt?

Frei sein und sich tragen lassen von der Melodie – endlos dahin.



Für Musikfreunde, die sich für das Instrument interessieren sei gesagt, dass es sich um einen Eigenbau handelt, also nicht käuflich ist.Das Monochord, so der Name des Instrumentes, hat 26 Sandawa-Saiten, die auf A gestimmt sind und 13 Melodiensaiten mit variabler Stimmung.

Das Instrument wurde bereits 1991 gebaut. Der Gletschervogel wurde dann 1992 vom Interpreten im Video komponiert wobei das Monochord bei diesem Stück hexatonisch (erweiterte Pentatonik) gestimmt ist.

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23.3.08

Die schönste Dorfkirche der Welt

Ob nun in Steinhausen wirklich die schönste Dorfkirche der Welt steht oder nicht, ist gleichgültig, jedenfalls ist sie wunderschön und jeder Umweg dorthin wird durch die barocke Pracht belohnt.



Wenn Sie auf der B30 in Richtung Bodensee fahren oder umgekehrt, biegen Sie zwischen Biberach an der Riß und Bad Waldsee in westlicher Richtung ab und nach wenigen Kilometern finden Sie Steinhausen und durch die von weitem sichtbare Kirche fahren Sie auf keinen Fall vorbei.

Gebaut von dem berühmten Baumeister Dominikus Zimmermann und im Jahre 1731 eingeweiht. Betritt man das Gotteshaus, so geht es jedenfalls mir immer so, weiß ich im ersten Moment nicht wo ich hinschauen soll. Man möchte alles auf einmal erfassen, muss sich dann aber einen Punkt wählen um von hier aus die barocke Kunst zu erfassen. Auffallend ist gleich einmal die Helligkeit. Bei manchen barocken Kirchen hat man beim Eintreten das Gefühl, man muss erst einmal das Licht einschalten. Nicht hier, auch bei trübem Wetter eine wahre Pracht.

Die Farben sind wie oft in diesen Kirchen so, als hätte man sie gestern erst aufgetragen. Farbenfroh aber nicht bunt, reich verziert aber nicht aufdringlich. Der Altar hebt sich schön von den Wänden ab und versinkt nicht in angrenzenden Ornamenten und Zierrat. Somit wird der Blick auf das Wichtigste nicht gemindert. Auch das Deckengemälde beeindruckt bis hin zur Genickstarre.

Lässt man das Auge durch die Kirche streifen, fallen die Vögel und weitere Tiere an den Fenstern auf, die es so in anderen Kirchen nicht gibt. Vielleicht ist gerade das, was die Kirche u. a. bodenständig macht, nicht alles verklärt und himmlisch; auch unsere Tierwelt hat sich hier eingestellt und man denkt unwillkürlich an den Heiligen Franziskus.

Ja, der Abstecher nach Steinhausen lohnt sich. Lassen Sie sich überraschen.

http//www.kg.-steinhausen.de

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16.3.08

Leidenschaft - die Passion Christi

Passion steht für Leiden aber auch für Leidenschaft. Sich für etwas leidenschaftlich einsetzen, sich einbringen für eine Sache, für eine Überzeugung, für einen Menschen oder die Menschen bis hin zur Selbstaufgabe – das kann Leiden verursachen.



Die Zeit vor Ostern ist die Zeit der Passion, die Zeit des sich selbst Einbringens in die Geschehnisse die zu Ostern führen. Jesus hat uns das vorgemacht. Natürlich sind wir normal Sterbliche weit weit weg von dieser Selbstaufopferung. Dennoch, in dieser Zeit ist es gut ein wenig aus dem Alltäglichen heraus zu kommen und sich auf Werte zu besinnen die nicht mit Geld und Anerkennung abgegolten werden, nicht abgegolten werden sollen oder können.

Sind wir für den Nächsten wirklich da wenn er uns braucht? Oder wird es manchmal mehr als lästig? Versickern die Freundschaften im Laufe der Zeit nur weil der andere nicht mehr so kann wie früher? Wie würden wir uns an seiner oder ihrer Stelle fühlen?

Nun muss man nicht gleich zum Samariter werden aber ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit dem anderen gegenüber tut beiden gut. Das Bewusstsein, dass wir alle auf einer Welt leben und im guten Auskommen miteinander leben sollen ist vielen abhanden gekommen. Politik und Wirtschaft sind beste (in diesem Fall natürlich sehr schlechte) Beispiele dafür wie man es nicht machen soll.

In der Passion mit dem anderen gehen ist aber nicht beschränkt auf die österliche Zeit, es wird uns zu jedem Jahresende eine neues Jahr dafür geschenkt.

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3.3.08

Kinder entdecken Technik - Lehrer helfen dabei

Viele renommierte Firmen in Deutschland haben sich zusammengeschlossen und die „Wissensfabrik Deutschland“ gegründet. Die Ziele sind u. a. den Standort Deutschland zukunftsfähiger zu machen, die nächste Generation für den globalen Wettbewerb vorzubereiten und viele weitere. Bildung und Unternehmertum sind dabei Schwerpunkte.



Mit dem Motto: Lust auf Zukunft, möchte man Wissen fördern, denn Wissen ist der Treibstoff unserer Gesellschaft. Ein Schwerpunkt, der hier herausgegriffen werden soll, ist die Förderung von Kindern in Grundschulen.

Das Projekt „KiTec – Kinder entdecken Technik“ soll den Kindern Spaß an der Technik vermitteln. Technik ist nicht nur graue Theorie, Technik ist Umsetzen von eigenen Ideen in die Wirklichkeit. Das den Kinder zu vermitteln ist die Aufgabe von Lehrern, die damit die „Ingenieure von Morgen“ fördern.

Hierzu können sie ein kurzes Video ansehen: „Kinder entdecken Technik – Lehrer helfen dabei“

Die Firmen, die dieses Projekt unterstützen stellen den Schulen kostenlos sog. KiTec-Kisten zur Verfügung. Diese beinhalten Werkzeuge und Materialien, mit denen die Lehrer zusammen mit den Kindern kleine Projekte verwirklichen können, z. B. den Bau von Brücken, kleinen Fahrzeugen, Flaschenzügen, einfachen elektrischen Anlagen und vieles mehr.Damit die Lehrer, die sich hierbei freiwillig engagieren, die notwendige Praxis für den Unterricht mit den Kindern mitbringen, werden sie von speziell ausgebildeten Frauen und Männern, die wiederum von der Wissensfabrik geschult wurden, angeleitet.

Diese Ausbildung wird ebenfalls von den Firmen übernommen. Für die Schulen ist somit das ganze Projekt kostenlos.

Dann kommt aber auch schon der Schlusspunkt für die Firmen, kommerzielle Ziele dürfen in den Schulen nicht verfolgt werden.

Erwähnt sollte noch werden, dass die Projekte in Einklang mit den Bildungsplänen der Kultusministerien der Länder stehen.Insgesamt gesehen ein„Unternehmen“, das sich lohnt zu unterstützen.

Wer sich weiter informieren möchte, dem wird die Internetseite empfohlen:

www.wissensfabrik-deutschland.de

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11.2.08

„Deutsche Geschichte“ auf Briefmarken (Teil 1) –
Das Kaiserreich

Die Beförderung von Briefen durch Boten und andere Personen gibt es solange es die Menschheit gibt. Briefmarken dagegen gibt es erst seit „Kurzem“, wenn man die Zeitspannen vergleicht.



Zahlte früher in der Regel der Empfänger der Sendung die Gebühren, drehte es sich bei Einführung der Briefmarken um: Der Absender zahlt und der Beweis dafür ist die Briefmarke.

Die erste Briefmarke erschien in Großbritannien am 6. Mai 1840. Es dauerte eine Zeit lang bis dann auch bei uns die erste Briefmarke erschien: Der sog „Schwarze Einser“, durch die Bayrische Post am 1. November 1849. Zwischen dem Erscheinen der ersten Marke in Großbritannien und der in Bayern, gaben bereits 12 weitere Postgebiete auf der Welt Briefmarken heraus.

Den Bayern folgten die anderen Kleinstaaten Deutschlands und auch viele Städte. Die Währung war so bunt wie der „Länder-Flicken-Teppich“ in Deutschland – Thaler, Kreuzer, Schillinge, Batzen, Heller usw. usw.

Nach der Gründung desDeutschen Reiches erschien am 1. Januar 1872 die erste Briefmarke mit dem Aufdruck „Deutsche Reichspost“. Zwar noch in der Währung Groschen und Kreuzer, die aber bald durch Mark und Pfennig ersetzt wurde.

So ging es den Deutschen damals sicherlich wie uns, lieb gewonnene Währungen verschwanden, neue wurden eingeführt. Und so blieb es dann auch, bis ins Jahr 2002, als der Euro eingeführt wurde.

Hatte die Briefmarke am Anfang nur den Sinn, eine Bestätigung für das Porto zu sein, merkte man bald, dass sie eine gute Plattform für die Darstellung des Staates sein kann. Mehr und mehr wurde das ausgenutzt und so kann man anhand der Briefmarken recht gut die Geschichte eines Landes verfolgen, aber auch die Art und Weise, wie man sich zu repräsentieren versuchte – gegenüber dem eigenen Volk, aber auch gegenüber dem Ausland.

In verschiedenen Teilen möchte ich den Versuch unternehmen, die Deutsche Geschichte kurz und soweit es meine Briefmarkensammlung hergibt, darzustellen.

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28.1.08

Haus der Brotkultur

Brot - kennen Sie ein anderes Wort, das eine solche Bedeutung hat, Emotionen bindet, Aufstände anzettelt, Religion und Kunst beeinflusst, schlicht mit dem menschlichen Leben derart verbunden ist?



Brot ist ein Synonym für Leben oder Tod, für sein oder nicht sein. Wir kennen oft den Wert des Brotes nicht mehr, da wir alles in jeder beliebigen Menge, wann immer wir wollen, kaufen können. Brot, auch wenn nicht in der uns bekannten Form gibt es schon seit 10.000 Jahren; seit diesem Zeitpunkt nämlich kennen die Menschen den Weizen. Die Körner dieses Getreides stellen die Grundnahrung des Menschen dar, seit sie sich als Sammler und Jäger aus der Geschichte verabschiedet haben.

Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, mit welchem Aufwand allein die Körner zu Mehl zermahlen wurden. Man schätzt, dass man mit dem Mahlstein, der über einen weiteren großen Stein gerollt wurde, etwa 7 bis 8 Stunden gebraucht hat um maximal 3 kg Mehl zu erhalten. Und jetzt stellen Sie sich mal vor, wie viele Frauen beim Bau der Pyramiden beschäftigt waren – täglich – um den Arbeitern das Mehl für das Brot zu liefern? Man schätzt, dass es zehntausend wenigstens waren.

Aus der Geschichte kennen wir die vielen Hungersnöte die auch unser Land heimsuchten sowie die kleinen und größeren Revolutionen (z. B. 1848/49), die die Menschen aus Hunger auf die Straße trieben. Sehen Sie sich mal die Wahlplakate aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts an. Hier verspricht jede Partei dem Wahlvolk für Brot zu sorgen.

Und nicht zuletzt ist Brot in der jüdischen und christlichen Religion ein zentrales Thema. In der Bibel kann nachgelesen werden, dass Jesus sagt „Ich bin das Brot des Lebens“. Der christliche Jahresablauf ist auch im Brot zu sehen. Da gibt es Osterbrot, Palmbrezel, Christstollen usw.

Man könnte unendlich viel über Brot erzählen. Wenn Sie am Brot interessiert sind, dann machen Sie es doch wie ich: Gehen Sie in Ulm ins „Museum der Brotkultur“. Bei den Ulmern heißt es einfach nur „Brotmuseum“ obwohl es eigentlich kaum Brot zu sehen gibt aber viel dazu, wie Brot entsteht und welche Bedeutung es hat. Soweit ich weiß das einzige in der Art in Deutschland. Ein Besuch lohnt sich immer, kommen doch sogar Besucher aus Australien hierher und das ist ja nun nicht gerade um die Ecke. In meinem Video habe ich versucht für Sie ein paar Momente aus einem Rundgang einzufangen.

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15.1.08

Die Abtei Montecassino

Montecassino, einmal bekannt als die Wirkungsstätte des heiligen Benedikt und dann als Eckpfeiler der Verteidigung im Zweiten Weltkrieg. „Die grünen Teufel von Montecassino“, die älteren unter uns kennen noch diesen Film.

Heute zeugen noch Soldatenfriedhöfe vom Leid der Soldaten und auch die Bevölkerung litt große Not . Die Bilder der zerstörten Abtei am Ende des Krieges zeigen eindringlich die absolute Sinnlosigkeit von Kriegen.

Der heilige Benedikt gründete 529 das Kloster Montecassino an der Stelle, an der früher eine römische Befestigungsanlage, das Municipium von Casinum, stand. Auf diesem Berg ging damals die Bevölkerung in einem Apolltempel und in einem „heiligen Wald“ heidnischen Kulthandlungen nach.

Durch das vorbildliche Leben des heiligen Benedikt und nicht zuletzt wegen seines Grabes gelangte das Kloster zur Berühmtheit und in jeder Hinsicht zur Blüte. Das Kloster erlebte immer wieder Zerstörung und Aufbau.

Der 15. Februar 1944 war die letzte, totale Zerstörung der Klosteranlage in der nur wenige Mönche in der Krypta überlebten. Am Ende des Krieges zog man zur Verteidigung der anrückenden Alliierten quer durch Italien eine Verteidigungslinie mit einem Hauptstützpunkt, der Montecassino hieß. Zwischen den Kriegsgegnern war ausgemacht, dass die deutschen Truppen das Kloster nicht betreten durften, sich also nur um den Berg herum festsetzen durften. Aufgrund der langen und heftigen Verteidigung der Deutschen, glaubten die Alliierten im Laufe der Zeit, dass sich die Truppen doch im Kloster befinden, denn sonst könnte man die Stellung nicht derart verteidigen. Somit entschieden sich die Alliierten zur Zerstörung des Klosters und machten es innerhalb von drei Stunden dem Erdboden gleich, einschließlich der Flüchtlinge im Kloster, der Kunstschätze und was sonst sich noch bewegte oder nicht bewegte.

Ein Überlebender war der Abt des Klosters. Dieser schwor später, dass wirklich kein Deutscher Soldat jemals zur Verteidigung der Anlage das Kloster betreten hatte. Fazit: Der gegenseitige Hass war so groß geworden, dass er sich wie eine Explosion über das Kloster ergoss. Als man die Sinnlosigkeit des Tuns erkannte, war es zu spät.

Der italienische Staat hat jahrelang den Aufbau des Klosters finanziert, unterstützt mit Geldern der ehemaligen Alliierten. Die Klosterkirche ist heute noch nicht fertig, präsentiert sich aber bereits in großer Schönheit. Die Krypta wurde ein Meisterwerk Beuroner Kunst (das Kloster Beuron im Donautal arbeitete bei der Wiederherstellung der Mosaiken mit).

Das Kloster strahlt wieder eine wohltuende Ruhe aus und der Blick über die Berge erfreut das Herz über Gottes schöne Schöpfung.

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