21.9.09

Atomenergie oder Ökoenergie

Die Grünen tun sich besonders hervor, wenn es gegen die Atomkraft geht bzw. Autos weitgehend alternativ angetrieben werden sollen. So auch kürzlich im Fernsehen, als der Vorsitzende der Grünen sich für Elektroautos weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Die Frage, die sich jeder Bundesbürger stellt, woher der Strom für die Elektroautos kommen soll, wird bei diesen Forderungen schlicht und einfach ignoriert. Man strahlt bei der Aussage zu Elektroautos in die Kamera als hätte man gerade das Ei des Kolumbus entdeckt und verkündet, gleichzeitig wettert man aber gegen Atomkraft und Kohlekraftwerke. Mich ärgern solche einfältigen Einwürfe sehr, da ich von solchen Leuten wohl für dumm verkauft werden soll.


Ich bin auch nicht für Atomstrom und auch nicht für den Bau neuer Anlagen, weder bei uns noch im Ausland. Tatsache ist aber, wenn wir nicht im Dunkeln sitzen wollen, brauchen wir sie leider noch eine ganze Weile; den Atomstrom und auch den Strom von Kohlekraftwerken.

Angesichts der Tatsache, dass bei einem Bundes-Verbrauch von rund 640 Milliarden kW im Jahre 2008 aus Photovoltaik, Biomasse, Wind, Müll und Wasser zusammen gerechnet gerade mal 104 Milliarden kW beigesteuert werden, die Kernenergie aber mit 149 und die Kohle mit 279 Milliarden kW den Strom herbringen, damit es bei uns volkswirtschaftlich weiter geht, kann ich nur sagen, dass es sich bei diesem Thema immer nur um eine polemische Diskussion handeln kann.


Nehmen wir mal den Wind. In den nördlich Staaten Europas laufen weit mehr Windanlagen als bei uns, obwohl wir ja schon meinen, bei uns ist alles vollgepflastert. Zwar haben wir inzwischen die weitaus meisten Genehmigungen für diese Parks auf den Weg gebracht, aber bis dahin wollen wir ja auch noch Strom aus der Steckdose.

Ich frage mich sowieso, was diese Kämpfe vor der Wahl überhaupt sollen. Wenn man nicht weiß, für was die einzelnen Parteien stehen, dann ist es jetzt sowieso zu spät. Solche Aussagen - wie oben erwähnt - helfen doch nicht zur Entscheidungsfindung, sie sind lediglich dazu geeignet, unsachliche Diskussionen anzuheizen und zu polarisieren.


Da lob ich mir Baden-Württemberg, auch wenn es ein wenig nach Eigenlob riecht, da ich in diesem Land wohne. Ab 1. Januar 2010 tritt ein neues "Wärme-Gesetz" in Kraft, das beim Austausch von Heizungsanlagen in Wohngebäuden vorschreibt, dass 10 % der Wärme aus erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen. Der eine oder andere wird darüber vielleicht nicht begeistert sein, ein richtiger Schritt für die Zukunft ist es allemal - handeln statt nur Sprüche klopfen.

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27.5.09

Windenergieanlagen oder Solarenergie

Fährt man hinaus in die freie Natur, so sieht man besonders in bergigen Gegenden oder an der See die Windmühlen der Neuzeit - Windenergieanlagen. Aus technischer Sicht imposante Bauwerke, aus dem Blickwinkel der Landschaft eher störend und lästig.

Aus der Sicht der Energiegewinnung muss man feststellen, dass bei unserem Energiebedarf es doch ein ganz bescheidender Anteil ist, der zur Energiegewinnung beiträgt. So beschleicht einem manchmal ein etwas mulmiges Gefühl, wenn man daran denkt, wie viel Windanlagen denn noch gebaut werden müssen, um die Energiebilanz zu verbessern. Dabei habe ich jetzt schon das Gefühl, wenn ich über unsere Schwäbisch Alb fahre, dass überall diese Mühlen stehen. "Stehen" - oft dreht sich da überhaupt nichts und böse Zungen behaupten, dass die, die sich noch drehen, mit Strom angetrieben werden, damit es nicht so aussieht, dass sie dort umsonst stehen.


Solarstrom auf dem Dach zu gewinnen halte ich da schon für lukrativer. Die Anlagen sehen zwar auch nicht schön aus, das ist aber untergeordnet. Zudem stören die Solaranlagen auf freiem Feld bei weitem nicht so wie die Windenergieanlagen. Und diese Solaranlagen, egal wo, sieht man in Baden-Württemberg an allen Ecken und Enden auf den Dächern und das ist gut so.

Energie aus Ressourcen zu gewinnen, die nie versiegen und keine weiter Verschmutzung verursachen, dass mus das Ziel für die Zukunft sein. Das wäre ein Schritt auf die zu, die nicht so privilegiert sind wie wir, die nicht aus dem Fundus einer vermeintlichen Unerschöpflichkeit das nehmen, was Ihnen gerade passt, ohne nachzudenken. Und damit sind wir beim ökologischen Fußabdruck jedes einzelnen von uns.

Noch nie etwas davon gehört? Wenn ja, prima, dann wissen sie ja was Sie zu tun haben. Wenn nicht, zeige ich Ihnen demnächst was damit gemeint ist.

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Umwelschutz paradox
Am Ökosprit scheiden sich die Geister

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24.5.09

Landesgartenschau

Ob Bundesgartenschau oder die einzelnen Landesgartenschauen, alle sind in vollem Gange und versuchen Aufmerksamkeit bei uns zu wecken. Jeder der eine solche Ausstellung einmal gesehen hat ist beeindruckt, ob der vielen Blumen, Pflanzen, Gartenanlagen, Tipps und Tricks für den Garten und vielem mehr.

Was bei keiner Schau zu kurz kommt ist neben der großen Blütenpracht: Was mache ich mit den Pflanzen, wenn ihre Pracht vorbei ist? Einfach in die Biotonne geben, auf den Recyclinghof ablegen oder, natürlich nur wenn möglich, kompostieren.
Wir sind inzwischen durch unsere Medien und Diskussionen rund um die Welt ja schon eingestimmt auf den biologischen Kreislauf und dessen Wichtigkeit in unserem Leben. Nicht mal schnell etwas wegwerfen, sondern erst den Kopf einschalten und überlegen, was mit "Abfall", der auch Wertstoff sein kann, gemacht werden kann.

Das gilt nicht nur für den Garten, überall sollten und müssen wir zukünftig mehr und mehr darüber nachdenken, wie wir unsere Resourcen schonen, denn nichts ist unendlich vorrätig. Auch die Industrie weiß das und so werden viele "Abfälle" wiederverwertet, dem Produktionsablauf also wieder zugeführt.


Einen etwas ungewöhnlichen, aber auch eindrucksvollen Weg sind dabei junge Auszubildende des 1. Ausbildungsjahres von einem weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen in Ulm zusammen mit dem Künstler Hermann Geyer gegangen. Abfälle aus der Produktion wurden "künstlerisch" verarbeitet, ja man könnte auch sagen, zu einem neuen Leben erweckt. Einem Leben, das im letzten Jahr viele Besucher der Landesgartenschau Bayern in Neu-Ulm begeisterte.


Bei dieser Arbeit ergaben kreative junge Menschen, tolle Ideen und vermeintlicher Abfall eine Symbiose, zu der man nur sagen kann: Hut ab, alle Achtung!


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20.4.09

Der Eiffelturm - Schönheit bei Nacht

Sie steigen am späten Abend am U-Bahnhof "Trocadéro" aus und gehen die Treppen nach oben. Sie treten ins Freie uns was Sie sehen ist normale Stadt. Dann gehen Sie etwas weiter und linker Hand - wow - der beleuchtete Eiffelturm gegen den schwarzen Nachthimmel. Viele, die ihn noch nie so gesehen haben bleiben erst einmal wie angewurzelt stehen.

Das Bild ist absolut beeindruckend. Wuchtig und zierlich in seiner Konstruktion zugleich fasziniert er sofort den Betrachter. Wie magisch angezogen lenkt man seine Schritte am Palais de Chaillot entlang - und das sieht übrigens beleuchtet auch super aus - und bleibt an der Brüstung stehen. Eiffelturm, die Seine, die Wasserspiele - da bleibt einem die Sprache weg.


Eiffel war schon lange bevor er den Turm baute begeistert, denn er sagte einmal: Frankreich wird die einzige Nation sein, deren Banner einen Schaft von 300 m haben wird. Und ein weiterer Satz wird ihm zugesprochen: Ich bin überzeugt, dass der Turm eine ihm eigene Schönheit besitzt. Nur weil wir Ingenieure sind, geht man davon aus, dass uns die Schönheit unserer Werke nicht interessiert, dass wir nur an der Solidität und Funktionalität und nicht die Eleganz im Sinn haben. Doch entsprechen die physikalischen Gesetze nicht auch in gewisser Weise den der Harmonie inhärenten Prinzipien?


Wenn man bedenkt, dass 1909 der Turm hätte wieder abgerissen werden sollen und nur die Idee, man könnte ihn ja als Rundfunksendemast benutzen gerettet hat, dann kann man über diese Idee nur froh sein. Man stellte also Funkversuche an und erste drahtlose Verbindungen mit Festungen in Ostfrankreich, später mit Kriegsschiffen auf hoher See und letztlich transozeanische Funkverbindungen. 1957 wurde auch eine Fernsehantenne montiert.


Ja, lieber Herr Eiffel, dass hättest du dir vor 120 Jahren auch nicht gedacht, wie der Turm die Gemüter der Welt bewegt. Wenn Sie den Turm bei Nacht einmal genießen wollen, brauchen Sie nicht auf der Stelle nach Paris zu fahren, sehen Sie sich einfach erst einmal das Video an und holen Sie sich Appetit zu einer Fahrt dorthin.



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18.11.08

Der Wald, das Klima und unsere Politiker

Im noch nicht veröffentlichten Gutachten zum "Waldzustandsbericht 2008", in der Zeitung aber schon mit einem großen Artikel bedacht, steht, dass sich der Wald, zumindest in Baden-Württemberg, in den letzten Jahren erholt hat. Das hört sich ja recht positiv an, denn der Wald ist für uns Deutsche nicht nur mental eine ganz wichtige Größe, auch aus Sicht der Umwelt und letztlich der Wirtschaft.

Der Zeitungsbericht weist jedoch einige Passagen auf, die des Überlegens wert sind. Vorweg aber mal die Frage: Sie erinnern sich schon noch, zumindest die älteren unter uns, dass es solange gar nicht her ist, als der "Saure Regen" täglich in den Medien behandelt wurde? Er war verantwortlich für den Niedergang des Waldes. Dazu kamen noch andere Umweltgifte, irgendwelche Käfer und vor allem das sich verändernde Klima. Es wird zu warm, das Grundwasser sinkt usw. usw. In ein paar Jahrzehnten gibt es gar keinen Wald mehr, das war für viele die logische Konsequenz.

Gesegnet sei das Kurzzeitgedächtnis vieler in der Politik verantwortlichen, denn davon spricht keiner mehr. Die politische Zeitrechnung geht erst von 2000 los und dass der heiße Sommer 2003 dem Wald, und nicht nur dem ziemlich zugesetzt hat, wissen wir. Der Wald hat sich inzwischen auch von diesem Schicksalsschlag erholt und das freut natürlich jeden.
Aber wissen Sie warum er sich erholt hat? Als Ursache dazu nennt der Bericht die günstigen Witterungsbedingungen mit dem feucht-warmen Wetter der vergangenen beiden Jahre, eine geringere Schädigung durch Insekten und eine bessere Nährstoffversorgung der Bäume.

Aber gerade in den beiden letzten Jahren hat man uns doch immer wieder gesagt, wie schlimm bei uns die Situation wegen des Temperaturanstiegs werden wird, es keinen richtigen Winter mehr gibt, nur noch "Nasse Monate" und vieles mehr. Dazu beklagte man die vielen "neuen" Insekten, die aus dem Süden auch noch eingewandert sind. Tut am Ende die "beängstigende" Klimaveränderung unserem Wald noch gut?

Nun frage ich mich, wer schwindelt da, macht jeder seine private Politik, wird nur daher geredet, so wie es grade passt? Oder wie Adenauer schon sagte: Was geht mich mein Gerede von gestern an.

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12.11.08

Gleiche Frage, 10 verschiedene Antworten

Sie kennen das: Sie haben eine Frage und bekommen x-verschiedene Antworten dazu. Jeder sieht die Sache aus einem anderen Blickwinkel und sehr persönlich. Wen wundert es, dass alle Welt auf die gleichen Fragen auch verschiedene Antworten hat.
Hört man die Deutschen zu Wirtschaftskrise, Umweltschutz und Hungersnöten, so unterscheidet sich die Beurteilung zu diesen Themen gegenüber den übrigen Ländern der Welt oft sehr.


Fragt man die Menschen in den Supernationen der Welt, nämlich den USA und Rußland, so sieht man, dort grassiert die Angst vor Terror am stärksten. Bei denjenigen, die militärisch auf der Welt sowieso nichts zu melden haben, wie z. B.Taiwan, Finnland oder Brasilien, wird bei der Bevölkerung die Terrorangst klein geschrieben, aber Umweltschutz ist ganz groß gefragt, größer als in Deutschland. Einige europäische Länder sorgen sich sehr um die Armut in der Welt, die ja ständig zunimmt und sehen das vor allem als die wichtigste Aufgabe der Weltgemeinschaft an, diese zu bekämpfen.


Während des Kalten Krieges hatten viele noch Angst, dass sich die großen Gegner mit Atombomben bekämpfen. Diese haben die Bomben zwar immer noch und einige andere Staaten sind noch dazu gekommen, die Weltbevölkerung interessiert sich aber kaum dafür. Ähnlich ist es mit dem Krieg im Irak, wobei naturgemäß sich die amerikanische Bevölkerung am meisten über diesen Krieg Sorgen macht.
Und würde man die Menschen in den Kriegsgebieten der Welt fragen was sie am meisten bewegt, sähen die Antworten nochmal ganz anders aus.

Jetzt kann man sich natürlich fragen: Was sind die großen Probleme der Welt? Für jeden sind es andere. Vielleicht sollten wir dann aber etwas mehr Verständnis für diejenigen haben, die sich um viele Probleme der Welt kümmern, z. B. die UN, auch wenn bei denen nicht immer alles gleich so klappt wie wir es uns zuhause auf dem Sofa vorstellen.

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25.9.08

Am Ökosprit scheiden sich die Geister

Eines der ersten Dinge, die mir in Brasilien auffielen war, dass an den Tankstellen "Alcool" stand und ich damals nicht recht wusste, was das für ein Treibstoff ist. Beim Nachfragen hierzu erfolgte die Aufklärung auf dem Fuße und ab da an begann ich mich auch für diese Art von Kraftstoff zu interessieren.

Nun weiß man ja, nicht nur aus Zuckerrohr kann man Ethanol gewinnen, auch aus viele andere Pflanzen kann man Kraftstoffbeimischungen herstellen. Eine exotische Variante war für mich die, bei der Gras von der Wiese der Ausgangsstoff war. Hierbei kann man sich überlegen, wie viel Wiese dazu gemäht werden muss, um auf eine sinnvolle Menge zu kommen.

Brasilien hat nun schon lange Zeit Erfahrung bei der Gewinnung von Ethanol aus Zuckerrohr. Breits vor 30 Jahren ordnete die damalige Militärregierung zum Einsparen des Rohöls an, Zuckerrohr zu Bioalkohol zu verarbeiten. Heute werden 90 Liter pro Tonne dem Zuckerrohr entlockt - mit gut 60 Litern hat man einmal angefangen.

Zuckerrohr wächst leider nur in den wärmeren Gegenden unserer Erde. Den Amerikanern mit ihrem Energiebedarf passt das nicht und deshalb will man Mais einsetzen - natürlich in großem Stil. Die Folge diese Idee war, dass daraufhin die Maispreise an den Börsen hochschnellten, was eine weltweite Verteuerung nach sich zog, obwohl mit der Produktion so richtig noch gar nicht begonnen wurde.

Viel wissen nicht, das nicht jede Pflanze gleich viel Ethanol hergibt und das ist das eigentliche Problem (0,66 Liter Benzin setzen soviel Energie frei wie 1 Liter Ethanol). Man spricht dabei auch von Energiebilanz, die beim Zuckerrohr mit Abstand die beste ist - viereinhalb Mal besser als die von Zuckerrüben oder Weizen und sieben mal besser als die von Mais. Der Irrsinn ist, wenn die USA sämtlichen Mais den sie haben, zu Biosprit machen, trägt die gewonnene Menge gerade einmal zwischen 10 und 15 % zum Energiebedarfes des Landes bei. Daran sieht man, das Problem wird nicht gelöst, die Bevölkerung der armen Länder aber in den Hunger getrieben.

Natürlich wirft der Zuckerrohranbau in Brasilien auch sein Probleme auf. Ob nun wegen dem Zuckerrohr der Urwald abgeholzt wird oder deshalb, weil die Bauern von ihrem Land vertrieben werden und diese sich neues Land über den Urwald beschaffen ist gleich. Wir sehen ein Problem gebiert das andere.

Sicherlich ist es gut Biomasse, gleich welche, in "Energie" zu verwandeln. Man muss aber die Problematik kennen und sehr ausgewogen mit dieser Thematik umgehen. Es darf einfach keiner nichts auf dem Teller haben, nur weil wir Auto fahren wollen - allen Diskussionen um das für oder wider zum Trotz.

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22.8.08

Umweltschutz paradox

Umweltschutz ist ein Thema, das mich besonders interessiert. Aus diesem Grund beobachtete ich bei meiner Fahrt nach Berlin mit Interesse, wie viel Windkraftanlagen bzw. Windkraftparks zwischen Leipzig und Berlin aufgebaut sind. Man hat zwar den Eindruck, dass die Hälfte davon immer steht, aber immerhin, auf lange Sicht gesehen eine umweltfreundliche Variante Strom zu erzeugen, ohne dass zur Erderwärmung beigetragen wird.

Neulich las ich in der Zeitung, dass die Universität Mainz mit einem Projekt am Rhône-Gletscher unterwegs ist, bei dem Stahlstangen in 2300 Meter Höhe anderthalb Meter tief ins Eis geschlagen werden um daran einen Windfang zu errichten. Der Windfang soll die kalten Fallwinde aufhalten bzw. zurückstauen, damit die Abschmelzung des Gletschers verringert wird.
Beim Lesen des Artikels fragte ich mich, ob die Leute eine Profilneurose haben um in die Zeitung zu kommen oder ob sie so arrogant und vermessen sind zu glauben, dass man mit solchen Methoden die Erderwärmung aufhält oder einen Gletscher vor dem Schmelzen bewahrt.
Man stelle sich vor, wie viel Windfänge überall errichtet werden müssten. Abgesehen von den Schäden, die beim Errichten der Fänge am Gletscher entstehen. Und welche Wirkung haben sie von Dauer? Lässt sich der Wind von solchen witzigen Vorhaben aufhalten?
Ebenso irrsinnig ist es meiner Meinung, helle Folien über die Gletscher zu legen um ein Abschmelzen des Eises zu verringern. Das erinnert mich an den Verpackungskünstler Christo. Schnee und Wind lachen sich ja tot über die Arroganz der Menschheit.
Wenn der Mensch so in die Natur eingreift, kann das nur danebengehen, weil man, und das hat sich immer wieder hinterher herausgestellt, viele Dinge nicht beachtet hat, auch nicht wusste und dadurch der Schaden größer als der Nutzen war.
Wenn man liest, dass im Mittelalter die Temperaturen noch etwas höher waren als heute, beim Abschmelzen der Gletscher Dörfer zum Vorschein kamen, dann muss es einmal normal gewesen sein, dass die Welt anders aussah als heute.

Ich bin der Letzte, der nichts für den Umweltschutz tun würde, aber manche Unternehmungen dienen einfach mehr der Selbstdarstellung und tragen nichts zur Lösung des Problems bei.

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25.5.08

Bonn und die toten Bienen

Stellen Sie sich mal vor: Es gibt keine Bienen mehr.
Sind Sie der Typ: Na, dann ess ich eben Marmelade oder der: In dem Fall werde ich zum Umweltschützer (manche brauchen bekanntlich immer einen Tritt in den H......).

Die UN Artenschutzkonferenz in Bonn ist vorbei, das Alltagsgeschäft hat uns wieder eingeholt und die Bienen, die wegen dem Mais-Spritzmittel umgekommen sind, sind wieder eine Randnotiz geworden bzw. nur noch für die Imker von Bedeutung. Wenn wir so denken, haben wir überhaupt nichts begriffen, geben allerdings zu, dass wir von Natur und dem drum herum aber auch nichts verstehen.

Durch die Bienen, ich sage mal, als sie geschaffen oder "geboren" wurden, entstand erst die Flora die wir heute kennen. Mit ihnen kamen die Blumen, die wir lieben, das Obst, das wir so gern essen, die wunderschönen Felder und Wiesen über die wir immer wieder ob deren Vielfalt staunen und uns begeistern können. All das ist ein gutes Stück auch unseres Lebens, egal ob zum Nutzen oder zur Freude oder beidem.
Jetzt verkürzen wir mal die Aussage: Bienen weg, Blumen und Obst weg, überhaupt alles weg was uns doch soviel Freude bereitet. Übrigens Marmelade gibt es dann auch nicht mehr.

Wenn wir uns das mal verinnerlicht haben verstehen wir auch, dass Flora und Fauna geschützt werden müssen, dass beide einschließlich wir in einer Symbiose miteinander leben. Letztlich sind wir aber die größten Nutznießer, denn die Bienen können ganz gut ohne uns leben, wir ohne sie allerdings nicht bzw. ganz schlecht.

Nun muss nicht gleich jeder ein Umweltaktivist werden. Im Kleinen kann man allerdings auch etwas tun und wenn bekanntlich viele etwas tun, gibt es auch ein Stück. Fangen wir mal damit an, dass wir die Brennnessel im Garten nicht gleich rausreißen sondern stehen lassen, die Schmetterlinge zum Beispiel würden sich schon mal darüber freuen und es wäre doch ein Anfang.

www.zeit.de

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