23.11.09

Volkstrauertag - königlich verordnet

Der November ist seit jeher prädestiniert für unsere Toten. Den gestrigen Volkstrauertag hat sogar ein König eingeführt, eine angeordnete Trauer von höchster Stelle - also menschlich höchster Stelle wenn man so will.

Eine Kultur des Trauerns ist überall zu finden und bei den alten Völkern stand sie sogar beherrschend an erster Stelle des Lebens. Denken wir nur an die Ägypter, deren Leben schon frühzeitig ins Jenseits gerichtet war. War auch gar nicht so schlecht, nicht nur wegen den Pyramiden, die sie uns deshalb hinterlassen haben.

Leben und Tod hat bei den Menschen schon damals zusammengehört, auch wenn der ein oder andere heute nichts mehr davon wissen will. Der Mensch hat sich somit schon immer von allen anderen Lebewesen abgesondert, er hat das Leben als eine Durchgangsstation gesehen und wollte auch keine Gedanken daran verschwenden, nur zu verenden, wie die Tiere.

Nicht nur unsere Kirchen erinnern daran, dass nach dem Erdenleben ein Weiterleben kommt, wie wir es von der kleinen Geschichte - der Raupe und dem Schmetterling - kennen. Und da bei der Raupe auch der vergängliche Körper zurück bleibt wurde bei vielen Völkern der Mensch letztlich beerdigt und die die hier blieben hatten einen Ort der Erinnerung an einen lieben Menschen oder zur Verehrung, zur "Abarbeitung" ihrer Trauer oder zur immerwährenden Bewunderung.
Obwohl meine Großmutter immer gesagt hat, dass dem Teufel ein Gebratener lieber ist als ein Verfaulter, ist auch inzwischen die Kirche dazu übergegangen, dass Verbrennen als ein würdige Bestattungsform anzuerkennen. Ja, und auch diesem Toten einen Platz auf dem Hof des Friedens zu geben.

Nun hört und liest man, dass die anonyme Bestattung immer populärer wird. Also weg und keiner weiß mehr wo er oder sie geblieben ist. Daran erkenne man die Flexibilität des Menschen, heißt es. Heute hier und morgen da, nirgends wirklich zu Hause. Manche alte Menschen wollen das sogar, um ihren Kindern weder Arbeit zu machen, noch dass sie sich in Unkosten stürzen. Dennoch ist das ein Werteverlust - für die Nachfahren - ein Vergessen des woher ich kam und des wohin ich auch einmal gehe.

Der erste Bezugspunkt zu einem Verstorbenen sollte das Herz sein, das ist richtig, nur zum Ort wo er begraben liegt, ist zu wenig. Aber wir Menschen brauchen eben auch diesen "handgreiflichen" Bezugspunkt wie bei viele Dingen im täglichen Leben. Warum dann eigentlich nicht auch zu denen die uns einmal das Leben gaben und uns an der Hand in mein heutiges Leben führten?

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10.11.09

Senioren Macht

Was haben wir Senioren nicht alles nur für Namen: Silverager, Gold- oder Bestager, Platin....... bla bla. Als ob wir uns schämen müssten, weil wir zur älteren Generation gehören. Vor allem auch noch in "Neudeutsch", als ob wir dann noch mehr aufpoliert sind.

Andererseits werden wir Senioren behandelt, als könnten wir nicht auf 3 zählen. Deshalb schreibt auch die Südwestpresse aus Ulm, dass Senioren als mündige Bürger besser ihre Marktmacht nutzen sollen. Minister Peter Hauk sagte gestern beim Start von Seniorenkonferenzen in Mosbach, dass es erhebliche Defizite in der Verbraucherinformation gebe und er die Senioren ermuntern wolle - "diese einzige noch wachsende Bevölkerungsgruppe" - ihre Machtposition zu erkennen.

Die Senioren über 60 verfügen über die stärkste Kaufkraft in der Deutschen Geschichte. Nach 60 Jahren Bundesrepublik doch auch eine schöner Erfolg für uns. Wir geben immerhin jeden dritten Euro aus - der aus privater Hand kommt. 45 % aller Autos werden von uns gekauft, mit einem 85prozentigen Anteil der Luxuswagen. 35 % aller Pauschalreisen werden von uns gebucht. Nicht auszudenken, wenn wir den Reiseunternehmen wegbrechen würden. Und so könnte man noch viele Dinge aufzählen, bei denen die Senioren Gestaltungsmacht haben. Mal ganz abgesehen davon, was unsere Kinder und Enkel mit dem ihnen zugesteckten Geld auch noch alles kaufen.

Da die Lebenserwartung auch noch zunimmt, hat der Gesundheitsmarkt ein besonderes Auge auf uns Senioren. Leider ist es ja so, dass es im Alter mit der Gesundheit nicht besser wird und so hat jeder seine spezielle Krankheit oder sein spezielles Leiden, mit dem sich die Senioren stärker als mit allem anderen beschäftigen. Das ist die Stoßrichtung vieler Mediziner, wenn sie uns Patienten "individuelle Gesundheitsleistungen" (Igel) anbieten. Sehr sehr viele haben diese Leistungen, die man selbst zahlen muss, angenommen. Ob sie dem Einzelnen wirklich geholfen haben sei dahin gestellt, die Einnahmen bei den Ärzten lagen jedenfalls über 1 Milliarde Euro.

Ich will damit nicht sagen, dass viele Angebote unseriös und keinen Nutzen hätten. Aber eins müssen wir uns doch sagen: Brauchen wir das alles wirklich? Sagen wir manchmal zu schnell "ja"? Dabei wäre es besser gewesen noch einmal darüber nachzudenken oder mit Bekannten darüber zu sprechen? Genieren wir uns, dem Hausarzt gegenüber einmal "nein" zu sagen, bzw. dass er uns zuerst einmal berät und uns Unterlagen für zuhause mitgeben soll?

Auch im Internet gibt es unzählige Angebote in dieser Richtung. Wir wissen zwar, dass gerade dort sich viele Scharlatane tummeln, dennoch aufgepasst, schöne Webseiten sind noch keine Garantie für Qualität höchstens dafür, dass der Anbieter genug Geld hat, sich verführerische Seiten anfertigen zu lassen.

Aus diesem Grund ist es lobenswert, dass die Seniorenverbraucherkonferenzen in Baden Württemberg noch bis Anfang Dezember in den verschiedensten Städten angeboten werden und man dazu beim Kreisseniorenrat nachfragen kann.

Fazit aus dem Ganzen: Bei Gesundheitsfragen die Möglichkeiten abwägen, Rat holen und im Zweifelsfall auch einmal "nein" sagen.

Weitere Artikel zum "Nein"-sagen:
"Nein"- Teil 1
"Nein"- Teil 2

Infos zur Seniorenverbraucherkonferenz

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23.10.09

Unsere Bundesrepublik in Zahlen

Statistiken kann man glauben oder nicht und jeder kennt den Spruch: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Dennoch, so ein Vergleich zwischen dem Beginn der Bundesrepublik und dem Stand heute ist sehr interessant und aufschlussreich, viel fälschen kann man dabei nicht.

Zuerst muss muss immer das Brot her halten mit einem Preis 1949 von 20 Cent und heute 2,36 Euro. Interessanter ist da schon der Kaffee: 1949 10,66 Euro und heute 4,42 Euro. Wirklich interessant wird es aber erst bei anderen Vergleichen. Lag im Schnitt der Stundenlohn 1949 bei 60 Cent, so liegt er heute bei 16,20 Euro; damals hat man 48 Stunden gearbeitet und heute im Schnitt 35, bei 12 bis 18 Urlaubstagen und heute 30 Tage.


Dass sich unser Leben verbessert hat merkt man an der Wohnfläche pro Person. 1949 war man ja froh, wenn man eine halbwegs anständige Wohnung hatte und somit lag die Wohnfläche bei etwa 22 qm die heute auf gut 43 qm angewachsen ist. Bei diesem Thema werden immer gern Singlewohnungen aufgeführt. Diese Wohnungen registriert man aber erst seit 1965. Damals lebten 22 % allein, heute sind es beinahe 40 %; sogenannte 1-Personen-Haushalte. Das ist doch beträchtlich.


Bei unserer neuen Regierung geht es derzeit besonders ums Geld. 1950 bekamen die Leute beinahe 79 % von ihrem Verdienst in den eigenen Geldbeutel, heute nur noch etwa 52 %. Und obwohl der Staat nun mehr Geld hat sind die Staatsschulden gestiegen: Von 1950 mit 10 Mill. Euro bis heute ins Unermessliche. Die Inflation dagegen, die schwankte über die Jahrzehnte stark. So lag sie 1951 mit rund 7,6 % am höchsten gegenüber 1987, wo es beinahe gar keine gab. Ähnlich ist es mit den Arbeitslosen. In den 60er Jahren gab es eigentlich keine Arbeitslosen. Ich kann mich noch erinnern, es wurde sogar auf "Vorrat" eingestellt. Heute ein Unding.


Jetzt noch das Lieblingskind der Deutschen: Ihr Auto. Der Käfer kostete 1949 etwa 2.500 Euro. Sieht wenig aus, aber gemessen am Verdienst auch nicht billig. Allerdings konnte man noch gut überall hinfahren, bei 0,37 Mill. zugelassenen Fahrzeugen. Heute, mit über 40 Mill. Zulassungen weiß ja jeder selbst wie es auf unseren Straßen zugeht.


Ach ja, da ja alle einmal Senioren werden ist es doch schön zu hören, dass unsere Lebenserwartung ständig steigt. Veranschlagte man sie 1949 noch bei gut 68 Jahren so liegt sie heute bei etwa 79 Jahren und wenn man den Statistikern glauben will, werden unsere Enkel beinahe 100 Jahre. Hoffentlich werden sie glücklich dabei.

Zum Schluss noch die Lieblingsnamen: 1949 waren es Renate und Hans, heute Hanna und Leon.

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21.10.09

Sozialdienst

Das "Ehrenamt" wird hochgelobt und in Baden Württemberg werden auch Bürger ausgezeichnet, die sich besonders in diesem Dienst hervortun. Und das im besten und positivsten Sinne. In diesem Bundesland engagieren sich fast die Hälfte aller Einwohner freiwillig, das ist schon mal sehr gut.

Nun weiß ja jeder Senior, dass man in jüngeren Jahren in der Regel mehr zu Wege gebracht hat als jetzt in seiner Pensionszeit; ob im Sportverein, Kirche, Kommune usw., und manchmal auch mehrere gleichzeitig. Ich weiß das aus eigener Erfahrung und wenn man die Pensionsgrenze dann wirklich erreicht hat, überlässt man oft gern das Feld jüngeren.


Nun gibt es doch einige, denen beim Einstieg in die Pension der "Sinn des Daseins" abhanden gekommen ist. Ich kenne einige ehemalige Kollegen die sagten: Mein Gott, was mach ich bloß mal zuhause? Alle haben sich dann doch in ihre Rolle eingefunden und viel gehen sozialen Betätigungen nach.

Das Bundesprogramm "Freiwilligendienst aller Generationen" soll jetzt im Südwesten noch mehr Möglichkeiten bieten und vor allem wir Rentner sind dabei angesprochen. Oft sagt der eine oder andere, dass er einen sozialen Dienst übernehmen würde, aber die Unkosten sind mit seiner Rente nicht vereinbar. Das soll sich ändern, dass bei einer Verpflichtung von mindestens 6 Monaten und acht Stunden die Woche die Auslagen bezahlt werden - aber kein Gehalt. Hinzu kommen noch Versicherungen, Vorbereitungskurse usw. die eine soziale Beschäftigung abrunden.


So wie viele jungen Leute ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, können wir Senioren mit einem Sozialdienst auch viel Gutes tun. Wir haben Lebenserfahrung und genügend Zeit anderen unsere Zeit zu schenken. Manchmal reicht schon, Kranke zu besuchen, mit Alten zu reden, die sonst einsam sind. Vielleicht kann der oder die eine oder andere bei der Kinderbetreuung helfen. Es gibt so viele Möglichkeiten zu helfen und das macht nicht nur Freude, das gibt auch einem den Sinn für uns Senioren wieder, dass wir auch in der letzten Stufe unseres Lebens noch gebraucht und gern gesehen wird. Was kann man mehr verlangen?


Der Bund finanziert schon drei "Leuchturmprojekte" in Tübingen, Malmsheim und Darmstadt und die sollen zeigen wie es geht. Aber jeder in seiner Heimatstadt kann sich engagieren und im Internet findet man dazu jede Menge Hinweise, oft für Dienste "direkt vor der Haustüre".


Jeder sollte in seinem Leben wenigstens einmal freiwillig und ohne Bezahlung für die Gemeinschaft gearbeitet haben. Denn nur so funktioniert Gemeinschaft und ein gutes Miteinander über alle Generationen hinweg.

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5.10.09

Ein Treppenlift als Hilfsmittel für ältere Menschen

Treppenlifte sind mechanische Vorrichtungen, die zum Heben von Personen und Rollstühlen benutzt werden. Sie dienen dazu um Treppen hinauf und hinab zu gelangen. Bei ausreichend breiten Treppen ist eine Schiene an den Stufen der Treppe montiert. Ein Stuhl oder eine Hebebühne ist an dieser Schiene befestigt. Eine Person kann auf dem Stuhl, oder auch der Plattform, die Treppe hoch oder hinunter befördert werden.

Senioren und auch ältere Menschen haben einige Probleme ihren Alltag in Ihrem Leben zu bewältigen, wenn sie älter oder auch gebrechlich werden. Es gibt einige Dinge, die sie in ihren frühen Jahren tun konnten, ohne dass dies größere Schwierigkeiten für sie darstellte. Ein häufiges Problem, dem die meisten älteren Menschen begegnen, ist die Schwierigkeit ihre eigene Treppe in ihrem eigenen Hause hoch zu kommen. Sie sind nicht in der Lage selbstständig über die Treppe in das obere Geschoss zu kommen, und fühlen sich deswegen manchmal fast wertlos deswegen. Gefühle wie diese können zu Frustration, oder auch zu Depression und in Folge daraus, zu mangelnder Unabhängigkeit führen. Vor allem für Senioren und ältere Menschen sind von solchen Umständen sehr häufig betroffen. Mit diesem Problem wollen die meisten ihre Familie oder Angehörige nicht belästigen.

Für die Renovierung und den Einbau eines Treppenlifts, sind ältere Menschen oft auf die Hilfe von Angehörigen oder professionellen Baufirmen angewiesen, die es ihnen ermöglichen wieder mobiler und aktiver zu werden. Ein Treppenlift ist für die meisten älteren Leute wie Senioren eine große Hilfe, ihren Alltag bewältigen zu können. Senioren behelfen sich gerne mit Treppenliften, da sie einen einfachen Zugang zu Obergeschossen über die schwer zu erklimmenden Treppen bieten. Die meisten modernen Treppenlifte sind noch dazu sehr einfach zu steuern. Darüber hinaus sind Treppenlifte Sicher und Nutzen der Gesundheit unserer geliebten Senioren ungemein. Mit einem Treppenlift haben Senioren den Komfort um die Treppen ganz einfach hoch, oder auch runter zu kommen. Anders ist es mit den normalen Treppen, bei denen viele Senioren unter starken Schmerzen leiden, wenn sie hinauf oder hinunter gehen möchten.

Leider ist es besonders für gebrechliche Senioren oft auch sehr gefährlich Treppen zu steigen, da sie stürzen könnten. Hier drohen lebensgefährliche Verletzungen. Ein handelsüblicher Treppenlift bietet älteren Personen eine große Sicherheit, da ein stürzen damit Praktisch unmöglich ist. Im Allgemeinen sind Treppenlifte mit Sicherheitsgurten ausgestattet, die eine sichere Fahrt gewährleisten. Sensoren sind ein wichtiger Bestandteil der Treppenlifte, die den Senioren vor allem bei langsamen Reflexen helfen sollen. Die Aufgabe der Sensoren ist es zu erkennen ob es ein Hindernis im Weg steht, um den Lift gegebenen Falls automatisch zu stoppen, wenn eines erkannt wird. Die meisten handelsüblichen Treppenlifte haben verschiedene Funktionen, die unseren Senioren helfen können den Gefahren einer normalen Treppe aus dem Weg zu gehen.

Treppenlifte können auch körperlich behinderten Menschen eine Chance auf mehr Mobilität bieten. Mit Hilfe des Lifts können auch sie die Treppen ohne die Hilfe von anderen hinaufgehen. Treppenlifte sind ein guter Weg um Senioren ihr Selbstbewusstsein wieder zu geben, ohne diese dabei in Gefahr zu bringen. Um den Komfort und die Aktivität von älteren Menschen zu sichern sind Treppenlifte gerade zu Ideal. Sie fördern die Unabhängigkeit und geben Senioren auch ein Stück Lebensqualität wieder zurück.

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28.8.08

Senioren - die etwas anderen Reisekunden

Der Anteil der Rentner liegt in der Bundesrepublik bei knapp 20 % der Bevölkerung. Grund genug, dass sich die Reiseveranstalter besonders um diese Klientel kümmern.

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27.8.08

Das Lied über die Weisheit

Weisheit, wer wünscht sie sich nicht? Der Weise ist der Erhabene, der, der Rat weiß wenn unsere "Weisheit" zu Ende ist. Die Weisheit des Herzens und die des Kopfes unterscheiden sich und wirklich weise wäre der, der Herz und Kopf verbinden kann. Es wird immer ein Stück Sehnsucht mitschwingen beim Forschen nach der Weisheit und ebenso die immer wiederkehrende Frage, was ist Weisheit, wo ist sie zu finden und erreicht man sie überhaupt?

So ging es wohl auch dem Ijob im Alten Testament. Er schreibt über die Erhabenheit der Weisheit (28,1-28) und sinnt darüber nach, woher sie kommt, wie man sie erlangt. Seine Beschreibung ist nachdenklich, vergleichend, quasi herantastend an die Möglichkeit der Erkenntnis.

Gold und Silber haben ihren Fundort, sagt er. Kein Raubvogel kennt den Weg dahin, das Wild betritt ihn nicht und auch der Mensch bemüht sich und trotz vieler Anstrengungen findet er ihn nicht.
Abgrund und Tod sagen: Unser Ohr vernahm von ihr nur ein Raunen. Letztlich ist es aber nur Gott, der den Weg zu ihr weiß, den Ort wo sie wohnt.

Und so schreibt Ijob als Schlussvers:
Doch zum Menschen sprach er - Gott -: Seht, die Furcht vor dem Herrn, das ist Weisheit und das Meiden des Bösen ist Einsicht.

Nun, viele wähnen sich in ihrem Besitz der Weisheit und die sich wähnen sie hätten sie, haben sie am wenigsten. Und so träumen nicht nur wir als ganz normale Menschen von der Weisheit, auch die Politiker, die Mächtigen und die, die meinen gute Ratschläge verteilen zu müssen.

Vielleicht ist es gut so, das Suchen danach. Denn nur wenn man sucht macht sich schon auf den Weg, und zwar auf einem ganz persönlichen. Damit anzufangen ist es jedenfalls nie zu spät.

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29.7.08

Essen im Alter - leicht aber würzig

Werden wir älter, wird essen und trinken oft ein Problem. Der eine trinkt zu wenig, dem anderen schmeckt es nicht mehr und überhaupt kann man nicht mehr so essen wie früher und die großen Portionen, über die man sich immer sooo gefreut hat, gehen auch nicht mehr runter.

Für viele eine Qualitätseinbuße ihres Lebens, denn letztlich geht uns immer noch der Spruch im Kopf herum: Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen. Ja, was soll denn nun noch zusammen halten?
Wenn man so über sein Leben nachsinnt, ist die Zeit gekommen zu überlegen, ob ich nicht sowieso vieles anders mache als früher, anders einschätze etc. Warum soll ich dann noch so essen wie früher? Gibt es nicht eine Möglichkeit anders zu Essen um mich wieder darüber zu freuen?

Ich will jetzt nicht auf Bio abheben oder auf "Gesundheits-Apostel" machen. Achten Sie einmal darauf was ihnen wirklich schmeckt und probieren Sie Sachen aus, die Sie noch nie gegessen haben (was der Bauer nicht kennt, isst er nicht - das vergessen Sie mal ganz schnell). Viele verlieren etwas an ihren Geschmacksnerven. Würzen Sie mal kräftiger, nicht mit Salz, mit ausgesuchten Gewürzen. Ich esse heute auch lieber "Chilli-scharf", das war früher nichts für mich. Und haben Sie keine Angst mal ein Ei mehr zu essen und vor allem, greifen Sie nicht zur Margarine, das hört sich nicht nur billig an, die schmeckt auch nicht.

Falls ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist, dann hilft auch Margarine essen nur dem Hersteller, nicht Ihnen. Lieber weniger Butter, aber Butter. Und jetzt sind wir da, wo wir hin sollten: Lieber Qualität in Maßen als beliebiges Essen in Massen. Das gilt nicht nur für das Essen, auch für das Trinken.

Wenn Sie noch ein paar weitere Tipps lesen möchten:
www.stern.de

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7.7.08

Mini-Auszeit Meditieren

Es geht doch vielen von uns gleich: Wir sagen uns, dass wir keine Zeit haben, aber wenn wir sie einmal haben, schütten wir diese Zeit gleich wieder mit verschiedenen Aktivitäten zu. Tief in unserem Herzen glauben wir zwar auch nicht so recht daran, keine Zeit zu haben, aber es ist scheinbar eine gute Ausrede.

Warum haben wir keine Zeit? Arbeit, Familie, Freizeit, alles stressig meinen wir. Dabei machen wir uns vielen Stress selbst und wissen das auch. Warum kann man diese Situation so schwer ändern? Haben wir Angst vor der eventuellen Ruhe, Angst vor sinkendem Ansehen (der war früher auch anders) oder haben wir Angst vor uns selbst, zu erkennen wer wir wirklich sind, ohne allem hektischen Getue?

Keine Zeit zu haben ist nicht nur eine "Rentnerkrankheit". Gerade aus diesem Grund ist es sinnvoll auch in jungen Jahren einmal inne zu halten - eine tägliche "Mini-Auszeit" zu nehmen. Ich kannte, als ich noch arbeitete, einen Geschäftspartner, der täglich meditierte - also wirklich, er hat nicht nur davon geredet. Das hat mich beeindruckt. In meinem Bekanntenkreis war er so etwas wie ein Exot, im positiven Sinne.

Über das Meditieren kann man wie über viele andere Themen unendlich viele Bücher kaufen und lesen aber ohne es einmal selbst getan zu haben ist das alles nichts. Anstatt sich zu fragen, wann kann ich eine Meditation in meinem Tagesablauf einbauen, fragt man: Wann soll ich denn das machen? Negativ - ganz schlechter Anfang.

Wenn Sie einmal starten wollen, dann morgens, vor allem Trubel und Hektik des Tages. Man ist noch ruhig und muss es nicht erst werden und ringsherum ist in der Regel alles still, der neue Tag liegt noch unbenutzt vor einem. Allerdings muss man dazu etwas früher aufstehen als der übrige Teil der Familie. Sie können auch ein sog. Mantra benutzen. Das Mantra ist ein Wort (vielleicht auch zwei Wörter), das ständig wiederholt wird und mit dem man sich positiv auf den kommenden Tag einstimmt.

Probieren Sie es einmal. Vielleicht gelingt es Ihnen später auch einmal tagsüber zu meditieren. In der Ruhe liegt die Kraft.

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19.5.08

Ich suche mich

Zu meinem vierzigsten Geburtstag wünschte ich mir von meiner Familie einen Aufenthalt im Kloster. Ich fuhr dann am Montag etwas skeptisch aber voller Erwartung los und kehrte am Samstag frohgemut, innerlich erholt, mit freiem Kopf und einer Frische zurück, die ich so nicht erwartet hatte.

Ich lass das alles mal auf mich wirken, so der nicht gerade hohe Anspruch an meinen ersten Aufenthalt und wenn ich es noch schaffe, für mich selbst festzustellen, wo ich in meinem Leben stehe, noch besser.
Zuerst empfing mich eine Ruhe, die bei meinem etwas hektischen Beruf sich wie ein wohltuendes Tuch über mich ausbreitete. Und ich genoss es. Auch die Mahlzeiten, in einem großen Raum mit anderen "Kurzbesuchern" eingenommen, verliefen harmonisch und in Ruhe.
Man lernte neue und interessante Menschen kennen sowie deren Gründe hierher zu kommen. Das schafft Atmosphäre, eine gleiche Wellenlänge und so kommt recht schnell ein Gefühl der Geborgenheit auf, was wohl auch die Männer, die hier ins Kloster eintreten, recht bald verspüren.

Morgens geht es schon recht früh los. Aber das ist kein verkrampftes Aufstehen, vielmehr freut man sich auf die Stille in der Kirche, auf das allein sein ohne Störung durch viele Menschen und vor allem auf den Gesang der Mönche. Dieser Gesang ist es, der mich nicht nur fasziniert, er hüllt ein in eine sphärisch geistige Welt der Geborgenheit und Leichtigkeit die man sonst nirgends findet. Man braucht sich nicht in eine spirituelle Vertiefung bemühen, die kommt von ganz allein. Die Gedanken fliegen einem nur zu und bald kann man trennen was zu tun und was zu lassen ist. Dann ist man "angekommen", und es braucht dann auch keine Vorträge, festgelegte Besinnungsstunden oder ähnliches mehr. Dann erholt sich Körper und Geist.

Man muss sich nur darauf einlassen, ohne große Wünsche oder Forderungen an sich selbst oder anderen gegenüber das "spirituelle Angebot" eines Klosters, das in keinem Prospekt steht, anzunehmen.

Wenn Sie auch aus anderer Feder zu diesem Thema etwas lesen wollen, dann schauen Sie mal unter dem Link nach.

www.zeit.de

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28.12.07

Ein Tagebuch für sich und die Familie

Wann war das noch mal, fragt man sich bei dem einen oder anderen Ereignis. Das hätte ich mir aufschreiben sollen, denkt man dann unwillkürlich. Aber ich habe ja soviel zu tun und... mehr lesen

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11.11.07

Das Alter ist die Morgenröte ...

der Weisheit – ein chinesisches Sprichwort. Als ich das zum ersten Male las, war ich noch ein ganz schönes Stück jünger und ich sagte mir... mehr lesen

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