3.6.09

Die Schwäbische Alb - Schatzkammer der Welt

Auch die Unesco weiß was die Schwäbische Alb wert ist: Kürzlich, bei einer Sitzung auf der koreanischen Insel Jeju, wurde das Biosphärengebiet Schwäbische Alb in den Kreis der weltweit bedeutenden Kulturlandschaften aufgenommen. Eine Auszeichnung, die man auf den ersten Blick nicht erwartet hätte, als Laie, aber auf die man sehr stolz sein kann.

Beim Stichwort "Schwäbische Alb" geht es aber nicht nur um Landschaft. Sehr großes Aufsehen und das auch weltweit, haben die Kunstwerke gemacht, die auf der Alb ausgegraben wurden. Der neueste Fund, ausgegraben im "Hohlen Fels" bei Schelklingen (Nähe Blaubeuren/Ulm) ist die älteste Menschenfigur der Welt mit rund 40.000 Jahren. "Eiszeit-Venus" wurde sie in der Zeitung genannt.

Etwas weiter entfernt, aber immer noch Schwäbische Alb, wurde der sog. "Löwenmensch" gefunden. Der "Hohlenstein" als Fundort barg auch noch Knochen eines Neandertalers. Der Löwenmensch ist eine auch für Laien sehr beeindruckende Figur aus Elfenbein. 32.000 Jahre alt und ca. 30 cm groß. Also keineswegs nur eine kleine Figur, in der man mehr hinein interpretieren müsste als man sieht.

Das wichtigste aber ist, dass ja viele meinen, die Menschen in der Steinzeit seien stupide gewesen mit fehlendem Feingefühl für Kunst. Alle gefundenen Figuren zeigen genau das Gegenteil. Bedenkt man zudem die Möglichkeiten der Bearbeitung die die Menschen damals hatten, stehen diese Kunstwerke auf einer noch weit höheren Stufe als man gemeinhin annimmt.

Die genannten Funde sind nicht die einzigen Zeugnisse vergangener Tage. Interessanterweise hat die Schwäbische Alb gegenüber anderen Landstrichen Europas doch eine beachtenswerte Anzahl von Funden freigegeben und wird es sicherlich auch noch in Zukunft tun. Warum gerade hier? Waren hier die Lebensumstände besonders gut für unsere Vorfahren? Anzunehmen. Denn wenn man ständig nur um das nackte Überleben kämpft, hat man keine Zeit sich mit Kunst oder spirituellen Dingen zu befassen. Auch wenn diese Figuren einen sicherlich religiösen Hintergrund haben, zeigen sie doch die hohe geistige Kulturstufe, die die Menschen damals schon hatten.

Die Höhle, in denen man den Löwenmenschen gefunden hat, ist im Lonetal unweit des Ortes Langenau, nordöstlich von Ulm. Von den Wanderparkplätzen leicht zu erreichen und wirklich eine "Reise" wert. Zumal die Wege gut zu laufen sind und die Strecke für einen Spaziergang bestens geeignet ist.

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Der Löwenmensch von Ulm

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13.10.08

Der Löwenmensch von Ulm

Viele kennen den "Schneider von Ulm", aber einen Löwenmenschen von Ulm? Ja, in der letzten Zeit machte sich in Ulm ein Wesen breit, das nicht zu übersehen war - eine Nachbildung des "Löwenmenschen" von der Schwäbischen Alb. Und mit diesem "Menschen" sind wir schon wieder bei der modernen Kunst, wie schon vor ein paar Tagen.

Zuerst sei gesagt, dass dieser Löwenmensch, also das Original, so rund 32.000 Jahre alt ist und somit wohl das älteste eiszeitliche Kunstwerk ist, das wir kennen. Von der kleinen Plastik, knapp 30 cm groß - halb Mensch, halb Tier - geht eine unheimliche Faszination aus. Der Schöpfer dieser Plastik war ein Künstler auf höchstem Niveau. Aus welchen Gründen er diese Plastik schuf ist unbekannt, wenngleich es immer Ansätze zu Spekulationen gibt.


Heute wäre dieser Künstler von damals ein "Moderner Künstler" und damit sind wir bereits bei dem eigentlichen Problem das die moderne Kunst mit uns hat beziehungsweise umgekehrt. Ist, wie in diesem Fall, die Skulptur Tausende von Jahre alt, gibt es keine Diskussion darüber ob modern oder nicht, muss man beim Betrachten viel denken (bzw. was hat sich vielleicht der Künstler gedacht) oder spricht das Kunstwerk für sich selbst. Das heißt also, wir nehmen das Kunstwerk an, so wie es ist und hinterfragen es nicht lange.


Inzwischen wird moderne Kunst ständig hinterfragt, ständig muss man sie erklären, sie buhlt ständig um Verständnis bei den Unverständigen. Warum eigentlich dieser Zwiespalt in der Kunst, der so alt ist wie die Kunst selbst?
Nun, ich muss ehrlich sagen, dass ich auch einer von denen bin, die häufig im Clinch mit der modernen Kunst liegt. Aber irgendwie macht das auch Spaß und, das ist ja das Beste daran, man setzt sich mit ihr auseinander. Oder haben Sie schon mal so heftig über einen alten Meister diskutiert wie über moderne Kunst?


Nun aber noch zum "Löwenmenschen von Ulm". Die Nachbildungen, etwa zwei Meter groß, standen (jetzt am Wochenende wurden viele versteigert) und stehen noch an vielen Stellen der Stadt, bunt bemalt und sind ein echter Hingucker. Natürlich sind auch diese Plastiken in der Diskussion, aber dadurch wusste man wenigstens, wo sie überall stehen - alles hat sein Gutes.

Mir gefallen die Plastiken jedenfalls sehr gut, damit bekommt die Stadt immer wieder einmal einen besonderen Pfiff, wie die Spatzen vor einigen Jahren.


Und wenn sie das Original des "Löwenmenschen " sehen wollen, im Ulmer Museum steht es. www.loewenmensch.de
Siehe auch mein Post vom 9. 10. 08 (Moderne Kunst - Weishaupt-Museum Ulm)

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1.11.07

Morgenerwachen auf der Schwäbischen Alb

ae„Auf der Alb ist es immer ein Kittel kälter“, was im Klartext heißt, dass man zumindest im Winter sich eine Jacke mehr anziehen sollte. Das Klima prägt die Landschaft und
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