29.10.09

Frauen an die Macht

Ulm hat nicht nur den höchsten Kirchturm der Welt, Ulm ist in diesen Tagen für die evangelischen Christen in Deutschland auch "der Nabel der Welt".

Wenn Religionsgemeinschaften eine Frau an ihre Spitze wählen, dann ist das auch bei den evangelischen Christen ein Novum. Margot Käßmann hat als Frau bereits das hohe Amt einer Bischöfin inne, dass sie nun in Ulm aber auch EKD-Chefin wurde und damit dem angesehenen Wolfgang Huber in diesem Amt folgt, ist schon bemerkenswert. Gerade in den Religionen, in denen Männer dominieren, und das sind ja alle großen Religionen der Welt, ein Zeichen dafür, dass die Person zählt und nicht das Geschlecht. So kann man nicht nur Frau Käßmann, sondern auch der evangelischen Kirche gratulieren.

Dass die evangelische Kirche nun mit Katrin Göring-Eckardt als Vorsitzende des Kirchenparlaments sogar eine weibliche Doppelspitze hat, ist sicherlich richtungsweisend und könnte auch anderen Religionen zum Nachdenken in Sachen "Frau und Kirche" bewegen.

Dann wurde auch unsere bisherige Kanzlerin erneut Kanzlerin und bleibt, so wie es in den Nachrichten hieß, mächtigste Frau der Welt. Ein hoher Anspruch, aber sei´s drum, das Tagesgeschehen holt jeden ganz schnell wieder auf den Boden zurück.
Dass sie nicht ganz einstimmig gewählt wurde, was soll´s. Neider gibt es überall, auch in den eigenen Reihen. Zudem sieht man, wir leben in einer Demokratie, wo auch mit solchen Wahlergebnissen offen umgegangen wird.

Frauen in höchsten Ämtern der Bundesrepublik. Wer hätte sich das noch vor Jahren vorstellen können? Gratulation den beiden und wir können nur hoffen, dass mit diesen Wahlen auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau, nicht nur in der Kirche, sondern auch im Staat weiter vorankommt.

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18.3.09

Kreationismus oder Darwinismus

Zwei völlig verschiedene Denkmodelle bzw. Ansätze um die Welt zu verstehen. Gerade im Darwin-Jubiläumsjahr kommen einem solche Gedanken viel eher in den Kopf als zu anderen Zeiten. Wir Menschen, so denken wir jedenfalls in der Regel, sind so ziemlich alle gleich. Was aber im Kopf los ist, kann unterschiedlicher nicht sein.

Wie können sich Menschen Auffassungen hingeben, die sie selbst nicht beweisen können aber felsenfest davon überzeugt sind? Ich finde es faszinierend, diese Unterschiedlichkeit. Diese festgeprägte Denkweise, wann ist sie entstanden? In der Kindheit? Aus Trotz gegenüber den Anderen?


Aus welchen Gründen kommen die Kreationisten auf die Idee, die Bibel wörtlich zu nehmen. Als das Alte Testament geschrieben worden ist, lag auch für die Schreiber der Anfang der Welt unendlich weit zurück und dabei war sowieso keiner. Denken diese Menschen, dass sie von Gott nicht mehr geliebt werden, wenn sie nicht wortgetreu alles glauben was geschrieben steht? Dann sind es arme Menschen, die eher an einen bösen Geist glauben als an einen guten Gott, der Menschen auch Freiheiten lässt.


Freiheiten zu einer Denkweise wie die von C. Darwin. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir schon schwer tue, daran zu glauben, dass meine Vor......Vorfahren als Lurche aus dem Wasser gekrochen sind. Ich kann mich auch nicht richtig damit anfreunden, mit einer rein materialistischen Evolutionsgeschichte, ohne "Geist". Natürlich weiß jedermann, dass es eine gewisse Entwicklung in unser aller Leben gegeben hat. Aber das wie, das ist das Geheimnis und das finde ich gut.


Wollte man alles "entzaubern", wo bliebe das Rätsel, die Unbegreiflichkeit des Seins und vor allem die Phantasie, die uns mitgegeben wurde und uns zu dem macht was wir sind. Es ist schön, nicht immer alles verstehen zu müssen, aber zu wissen, dass alles seinen Lauf genommen hat.
Und das hat sogar die katholische Kirche akzeptiert, denn sie hat Darwins Evolutionstheorie nie verurteilt, wohl aber die Lehre der "bibeltreuen" Kreationisten.

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30.1.09

Ein Neujahrsfest wie Weihnachten

So ist er eben, der Mensch. Alles was anders aussieht, andere Lebensweise, andere Feste, alles was er nicht kennt macht ihn neugierig. Das ist gut so. Nur so lernen wir etwas dazu. Obwohl ja manche meinen, bodenständig und rechtschaffen zu sein, nur weil man das ablehnt, was man nicht kennt.

Das geht beim Essen los und umfasst viele Bereiche unsere Lebens. Vermutlich gibt es immer noch welche die in Italien oder anderen südlichen Ländern Eisbein mit Sauerkraut wollen, oder Schnitzel oder eben das was es zuhause gibt. Meine Welt ist die von zuhause! Wer damit glücklich ist oder wird, dem sei es gegönnt.


Mein Motto war und ist immer noch wenn ich unterwegs bin, nur nicht das was es zuhause gibt. Das geht bei mir auch beim Essen los und manchmal habe ich mich echt vergriffen - aber das sind auch Erfahrungen. Das betrifft aber auch Kultur und Lebensweise.


Ist man in der westlichen Hemisphäre, gibt es keine so großen Unterschiede. In den USA zum Beispiel gab es für mich immer wieder auch mal Überraschungen, aber im Hinterkopf sind das eben doch Abkömmlinge der europäischen Kultur.

Anders in Asien. Das fängt schon beim Riechen an, geht natürlich über das Essen weiter und dann die Kultur und Lebensart - die hat mich immer wieder in den Bann geschlagen. Man sieht das auch beim Neujahrsfest der Chinesen. Das habe ich zwar noch nicht direkt erlebt, habe dafür aber etwas davon in Japan gesehen. Allein schon die verschiedenen Jahre bei den Chinesen: Das Jahr des Affen, des Schweins und jetzt das des Stieres. Alle Chinesen wollen nun den Stier "bei den Hörnern" packen, damit es für sie ein gutes Jahr wird. Schon interessant, die sich ständig verändernde Lebenskraft von Jahr zu Jahr.

Ja, und so feierte ein Fünftel der Menschheit ihr Neujahrsfest, was etwa wie bei uns Weihnachten ist. Wäre doch schön, wenn solch gute Stimmung eine Weile anhalten und auf den Weltfrieden abfärben würde.


Wenn Sie sich von Chinas Neujahrsfest etwas ansehen wollen, klicken sie unten auf das Video.

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3.1.09

Frieden durch Gerechtigkeit

Am Neujahrstag begeht die Kirche auch den Weltfriedenstag. Weltfrieden, nicht nur ein hehres Wort, sondern auch ein hoher Anspruch. Ein Anspruch, den die Menschheit nie erfüllen werden kann. Der Mensch ist letztendlich dafür nicht geschaffen und so ist das Welt-Wirtschaftssystem, das er selbst geschaffen hat, für den Frieden nicht geeignet.

Unser System auf der Welt funktioniert grob gesagt auf Arm und Reich. Das heißt wiederum, es gibt immer Gewinner und Verlierer. Die Verlierer sind einkalkuliert, so böse wie es sich auch anhört. Die Verlierer gibt es auch durch uns, durch jeden Einzelnen von uns. Den Satz, dass der Mensch im Grunde genommen gut ist, mag bisweilen stimmen, aber nur so lange, wie es ihm selbst nicht schlecht geht.

Gerechtigkeit wäre die einzige Chance für den Weltfrieden. Gerechtigkeit definiert jeder etwas anders. Aus welchem Kulturkreis gerade der Einzelne stammt, welcher Religion er sich verpflichtet fühlt oder ob er sich zu gar nichts verpflichtet fühlt usw. Würde man es so machen wie es in der Bibel steht, Hab und Gut verkaufen und mit den Armen wirklich teilen, würde man dem Frieden vielleicht ein Stück näher kommen. So ganz aber auch nicht, denn wenn ich etwas verkaufe, muss es einen geben der kauft; ergo gibt es wieder Reiche. Und wenn man Hab und Gut nur verteilt, gibt es ebenfalls keine Gerechtigkeit.

Ja, was nun? Wie soll man denn Frieden schaffen? Es gibt ja immer welche, die sich das auf die Fahnen geschrieben haben. Die zum Frieden "stehen" sind noch eine harmlose Spezies, es kämpfen auch viele für den Frieden, sogenannte Friedensmissionen, da muss man schon eher aufpassen. Nicht mehr ganz trauen muss man denen, die sich Friedensaktivisten nennen. Da geht´s dann auch schon mal ungerecht zu und Frieden schaffen die auch nicht.

Es gibt also kein Patentrezept. Alle wollen Frieden und Gerechtigkeit und keiner ist bereit bis in letzter Konsequenz beides zu schaffen bzw. nur wenige und die sind nicht genug. Letztlich ist es aber dennoch gut, dass man durch solche Tage wie den Neujahrstag immer wieder an diese Themen erinnert wird und sich Gedanken darüber macht, auch wenn Frieden und Gerechtigkeit leider wohl immer eine schöne Illusion bleiben werden.

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11.9.08

Wo wohnt der liebe Gott

Kinderfrage, sagen Sie? Ja und nein. Zuerst muss man fragen, gibt es einen Gott? Vielleicht kennen Sie die kurze Passage darüber von Bert Brecht.

In dieser Geschichte fragt jemand ob es einen Gott gibt. Der Angesprochene sagt dazu, dass es wichtig ist zu wissen, warum man fragt. Wenn man in der Weise fragt: Gibt es nächsten Winter Schnee, dann hat man eigentlich kein Interesse etwas zu erfahren um sich darauf einzustellen, so kann man es gleich bleiben lassen.
Fragt man weil man mehr wissen will um sich danach auszurichten, dann: Ja, es gibt einen Gott.
Jetzt kann man fragen wo wohnt Gott oder zumindest wo ist Gott. Über Gott wird viel geschrieben und gesungen. Also ist er vielen sehr wichtig und trotzdem heißt es, er ist überall und nirgends. Gott ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall und dessen Umfang nirgends ist. Letztlich geht daraus hervor, man kann es nicht beschreiben, vielleicht erahnen kann, wenn einer tief eingestiegen ist in diese Frage, ohne Vorbehalt.

Gott wohnt im Himmel ist einfach und deshalb glauben die Kinder es auch gern. Den Himmel sieht man und ist oben. nach oben zu sehen ist sowieso positiv. Manche sagen bei verschiedenen Gelegenheiten, das ist wie der Himmel auf Erden. Dann kommen wir der Sache schon näher. Und wenn der andere für einen selbst der Himmel ist, dann sind wir schon ganz nahe dran.

Gott wohnt im Nächsten. Jeder kennt die Bibelstelle: Wenn du deinem Nächsten etwas Gutes tust, dann hast du es mir getan. Oder wenn zwei oder drei beisammen sind, dann bin ich mitten unter ihnen. Dann haben wir ja schon den Ort wo Gott wohnt. Nicht im Himmel oder so weit weg, dass wir ihn begreifen können, nein bei mir, bei dir.

Als der russische Astronaut Gagarin (Kosmonaut heißt es bei den Russen) als erster kurz im Weltraum war, sagte er bei seiner Rückkehr, dass er Gott nicht gesehen hätte. Na, dazu hätte er auch nicht in den Weltraum fahren brauchen.

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24.7.08

Mein Hohelied an die Psalmen

Sicher haben Sie in einem Nachtschränkchen ihres Hotels auch schon eine Bibel oder ein Psalmenbuch gefunden. Gesehen und den Kasten zugeschoben? Schade, die Psalmen haben es in sich und sind es immer wert zu lesen. Die Psalmen sind ein Spiegelbild menschlicher Empfindungen - Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt. Dennoch, sie sind zeitlos und gerade deshalb findet man sich in den Texten wieder.

Sie sind einfach geschrieben, manchmal in großer Freude und manchmal in großer Wut, über die, die Gott lästern oder verachten. Im großen und ganzen muss man sagen, den Schreibern der Psalmen ging es manchmal so wie uns. Auch unsere Emotionen kochen manchmal über, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

Von meinen Lieblingspsalmen möchte ich zwei herausgreifen: Psalm 1 und 139.
Im ersten Psalm geht es um einen, der Tag und Nacht über die Gesetze des Herrn nachdenkt. Hat der nichts besseres zu tun, denkt man im ersten Moment. Dabei geht es doch um den Einklang des Menschen mit seinem Schöpfer. Tag und Nacht heißt auch "immer". Gott möchte, dass ich ein guter Mensch werde und bleibe, ohne Ausnahme, in angenehmen und unangenehmen Situationen, eben bei Tag und bei Nacht. In diesem Psalm heißt es auch: "Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken." Man, das ist Poesie.

Der Psalm 139, für manche vielleicht beängstigend: Gott sieht mich andauernd, das ist ja wie beim Geheimdienst. Ich sehe das anders. Wo ich gehe und stehe ist Gott bei mir. Ich kann mich auf ihn verlassen und bin auch nicht allein wenn es mir gar nicht gut geht, keinen Bock auf gar nichts habe oder wenn ich vor Freude in die Luft springe. Eingebettet in dieses Wissen, brauche ich mir auch nicht andauernd Sorgen zu machen, was ist morgen und übermorgen. "Er" wusste schon meinen Weg bevor ich geboren war, da muss ich mir doch nicht über jede Kleinigkeit den Kopf zerbrechen. Ein Leben in Freiheit mit Gott - so ungefähr stelle ich mir die Aussage dieses Psalms vor.

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21.7.08

Eine Idee geht umd die Welt

Kleine Nachlese zum Weltjugendtag.

Wussten Sie, wie der Weltjugendtag entstand? Die Geschichte des Weltjugendtages können Sie in diesem Artikel nachlesen.
www.zdf.de

Wenn Sie sich ein paar Bilder anschauen möchten, dann hier klicken unter "Erste Bilder aus Sydney".
www.zdf.de

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7.7.08

Mini-Auszeit Meditieren

Es geht doch vielen von uns gleich: Wir sagen uns, dass wir keine Zeit haben, aber wenn wir sie einmal haben, schütten wir diese Zeit gleich wieder mit verschiedenen Aktivitäten zu. Tief in unserem Herzen glauben wir zwar auch nicht so recht daran, keine Zeit zu haben, aber es ist scheinbar eine gute Ausrede.

Warum haben wir keine Zeit? Arbeit, Familie, Freizeit, alles stressig meinen wir. Dabei machen wir uns vielen Stress selbst und wissen das auch. Warum kann man diese Situation so schwer ändern? Haben wir Angst vor der eventuellen Ruhe, Angst vor sinkendem Ansehen (der war früher auch anders) oder haben wir Angst vor uns selbst, zu erkennen wer wir wirklich sind, ohne allem hektischen Getue?

Keine Zeit zu haben ist nicht nur eine "Rentnerkrankheit". Gerade aus diesem Grund ist es sinnvoll auch in jungen Jahren einmal inne zu halten - eine tägliche "Mini-Auszeit" zu nehmen. Ich kannte, als ich noch arbeitete, einen Geschäftspartner, der täglich meditierte - also wirklich, er hat nicht nur davon geredet. Das hat mich beeindruckt. In meinem Bekanntenkreis war er so etwas wie ein Exot, im positiven Sinne.

Über das Meditieren kann man wie über viele andere Themen unendlich viele Bücher kaufen und lesen aber ohne es einmal selbst getan zu haben ist das alles nichts. Anstatt sich zu fragen, wann kann ich eine Meditation in meinem Tagesablauf einbauen, fragt man: Wann soll ich denn das machen? Negativ - ganz schlechter Anfang.

Wenn Sie einmal starten wollen, dann morgens, vor allem Trubel und Hektik des Tages. Man ist noch ruhig und muss es nicht erst werden und ringsherum ist in der Regel alles still, der neue Tag liegt noch unbenutzt vor einem. Allerdings muss man dazu etwas früher aufstehen als der übrige Teil der Familie. Sie können auch ein sog. Mantra benutzen. Das Mantra ist ein Wort (vielleicht auch zwei Wörter), das ständig wiederholt wird und mit dem man sich positiv auf den kommenden Tag einstimmt.

Probieren Sie es einmal. Vielleicht gelingt es Ihnen später auch einmal tagsüber zu meditieren. In der Ruhe liegt die Kraft.

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24.6.08

Wie lange ernährt uns die Erde noch

Sicherlich haben Sie sich auch schon gefragt, wie viel Menschen können auf der Erde leben und wie viele werden satt - auch in der Zukunft?

Vor einiger Zeit las ich einen Artikel über die steigende Bevölkerung auf der Erde der dann mit der Frage endete, ob die Erde nicht aus ihrer Rotation kommt wenn speziell in Asien immer mehr Menschen dicht gedrängt auf "einem Fleck" leben. Hinzu kommen die vielen riesigen Stauseen, die China aufweist - gibt es eine Unwucht?
Nun kommt das Ernährungsproblem noch hinzu. Schaffen wir es, für alle Menschen genügend Nahrungsmittel anzubauen? Die sog. Experten meinen "ja", gemessen an der Landfläche auf der Erde die noch nicht bebaut ist. Für mich ist das theoretisch. Wir sehen bereits heute, wie problematisch das sein kann, auf einem Kontinent Nahrung anzubauen die ein anderer Kontinent aufisst.

Jetzt kommen die Pragmatiker auf den Plan, die sagen, die Kriege und Hungersnöte früher haben dafür gesorgt, dass die Bevölkerung nicht explodierte. Heute wird um jedes Kind in der 3. Welt gekämpft, dass es überlebt. Kriege in dem Ausmaß wie früher gibt es nicht mehr, die Hungersnöte sind nicht mehr so groß und die übrigen Katastrophen beeinflussen den Bevölkerungsschub nicht.

Ja, was ist zu tun? Was können wir mit unserem Gewissen vereinbaren? Der 3. Welt helfen oder nicht. Die Geburtenregelung weltweit einführen? Die Augen einfach zumachen und "weiter so" bis wir alle untergehen?
Überlegen Sie sich einmal, was Sie zu dem Problem beitragen könnten?

www.zeit.de

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11.6.08

Swagatam - Tempel des Shiva

27.5.08

China - Reise in ein faszinierendes Land

China ist für Europäer in vielen Bereichen immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Der Kulturkreis ist anders, die Menschen wachsen mit anderen Werten und Umgangsformen auf aber vielleicht macht gerade das die Faszination Chinas aus. Lassen Sie sich davon auch faszinieren.


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22.5.08

Bild der Woche


Fronleichnam
Das eigentliche Fronleichnamsfest ist der Gründonnerstag, der Einsetzung der Eucharistie. Weil aber der Charakter der Karwoche keine großen Feierlichkeiten gestatten, wurde im 13./14. Jahrhundert ein eigenes Fest des "Herrenleibs" eingeführt.
Der Begriff "Fronleichnam" kommt von "fron", das ist ein altes Wort für "Herr", und "lichnam" heißt soviel wie "lebendiger Leib". "Fronleichnam" heißt also in etwa" lebendiger Leib des Herrn". Der lebendige Leib des Herren - das sind wir, die Gemeinde Jesu Christi: Wir werden es durch den Empfang des "Brotes des Lebens", eben den "Leib Christi".

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19.5.08

Ich suche mich

Zu meinem vierzigsten Geburtstag wünschte ich mir von meiner Familie einen Aufenthalt im Kloster. Ich fuhr dann am Montag etwas skeptisch aber voller Erwartung los und kehrte am Samstag frohgemut, innerlich erholt, mit freiem Kopf und einer Frische zurück, die ich so nicht erwartet hatte.

Ich lass das alles mal auf mich wirken, so der nicht gerade hohe Anspruch an meinen ersten Aufenthalt und wenn ich es noch schaffe, für mich selbst festzustellen, wo ich in meinem Leben stehe, noch besser.
Zuerst empfing mich eine Ruhe, die bei meinem etwas hektischen Beruf sich wie ein wohltuendes Tuch über mich ausbreitete. Und ich genoss es. Auch die Mahlzeiten, in einem großen Raum mit anderen "Kurzbesuchern" eingenommen, verliefen harmonisch und in Ruhe.
Man lernte neue und interessante Menschen kennen sowie deren Gründe hierher zu kommen. Das schafft Atmosphäre, eine gleiche Wellenlänge und so kommt recht schnell ein Gefühl der Geborgenheit auf, was wohl auch die Männer, die hier ins Kloster eintreten, recht bald verspüren.

Morgens geht es schon recht früh los. Aber das ist kein verkrampftes Aufstehen, vielmehr freut man sich auf die Stille in der Kirche, auf das allein sein ohne Störung durch viele Menschen und vor allem auf den Gesang der Mönche. Dieser Gesang ist es, der mich nicht nur fasziniert, er hüllt ein in eine sphärisch geistige Welt der Geborgenheit und Leichtigkeit die man sonst nirgends findet. Man braucht sich nicht in eine spirituelle Vertiefung bemühen, die kommt von ganz allein. Die Gedanken fliegen einem nur zu und bald kann man trennen was zu tun und was zu lassen ist. Dann ist man "angekommen", und es braucht dann auch keine Vorträge, festgelegte Besinnungsstunden oder ähnliches mehr. Dann erholt sich Körper und Geist.

Man muss sich nur darauf einlassen, ohne große Wünsche oder Forderungen an sich selbst oder anderen gegenüber das "spirituelle Angebot" eines Klosters, das in keinem Prospekt steht, anzunehmen.

Wenn Sie auch aus anderer Feder zu diesem Thema etwas lesen wollen, dann schauen Sie mal unter dem Link nach.

www.zeit.de

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5.5.08

Demut – Königin Maria

Demut ist für viele Selbstaufgabe, sich in Abhängigkeit begeben, nicht mehr ich selbst sein, das eigene Leben verleugnen bzw. verneinen, sich ausliefern, unterwürfig sein etc. und das alles im negativen Sinne.



Demut heißt aber nach der christlichen Lehre, dass die wahre Selbsterkenntnis auf dem Bewusstsein der eigenen Nichtigkeit vor Gott beruht. Das zieht entsprechend dem Beispiel Christi eine Bereitschaft zum Dienen gegenüber Gott und allen Menschen nach sich. Dabei ist jeder Stolz bzw. Selbstruhm sowie Kriecherei oder unterwürfige Gesinnung ausgeschlossen.

Mutter Theresa war ein Beispiel unserer Tage hierfür.

In der Gottesmutter Maria haben wir die Vollkommenheit der Demut. Von Beginn an: Sie empfängt Jesus nicht aus eigenem Wollen, begleitet Jesus durch sein dreiunddreißigjähriges Leben bis hin zum Kreuzestod. Erfährt trotz Demut noch Leid, Pein und Angst um sein Leben, das aber auch Sie nicht ändern kann.

Dafür wird sie letztendlich in den Stand einer Königin erhoben. Sie hat für uns gezeigt was Demut ist, wenngleich wir nicht annähernd nur folgen können. Der Mensch in seinem kleinkarierten Denken, seiner Erdverbundenheit, aber auch nicht loslassen wollen von allen irdischen Dingen braucht Vorbilder wie Maria.

Nur mit Vorbildern wie Maria können wir wirklich „Mensch“ werden.

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23.3.08

Die schönste Dorfkirche der Welt

Ob nun in Steinhausen wirklich die schönste Dorfkirche der Welt steht oder nicht, ist gleichgültig, jedenfalls ist sie wunderschön und jeder Umweg dorthin wird durch die barocke Pracht belohnt.



Wenn Sie auf der B30 in Richtung Bodensee fahren oder umgekehrt, biegen Sie zwischen Biberach an der Riß und Bad Waldsee in westlicher Richtung ab und nach wenigen Kilometern finden Sie Steinhausen und durch die von weitem sichtbare Kirche fahren Sie auf keinen Fall vorbei.

Gebaut von dem berühmten Baumeister Dominikus Zimmermann und im Jahre 1731 eingeweiht. Betritt man das Gotteshaus, so geht es jedenfalls mir immer so, weiß ich im ersten Moment nicht wo ich hinschauen soll. Man möchte alles auf einmal erfassen, muss sich dann aber einen Punkt wählen um von hier aus die barocke Kunst zu erfassen. Auffallend ist gleich einmal die Helligkeit. Bei manchen barocken Kirchen hat man beim Eintreten das Gefühl, man muss erst einmal das Licht einschalten. Nicht hier, auch bei trübem Wetter eine wahre Pracht.

Die Farben sind wie oft in diesen Kirchen so, als hätte man sie gestern erst aufgetragen. Farbenfroh aber nicht bunt, reich verziert aber nicht aufdringlich. Der Altar hebt sich schön von den Wänden ab und versinkt nicht in angrenzenden Ornamenten und Zierrat. Somit wird der Blick auf das Wichtigste nicht gemindert. Auch das Deckengemälde beeindruckt bis hin zur Genickstarre.

Lässt man das Auge durch die Kirche streifen, fallen die Vögel und weitere Tiere an den Fenstern auf, die es so in anderen Kirchen nicht gibt. Vielleicht ist gerade das, was die Kirche u. a. bodenständig macht, nicht alles verklärt und himmlisch; auch unsere Tierwelt hat sich hier eingestellt und man denkt unwillkürlich an den Heiligen Franziskus.

Ja, der Abstecher nach Steinhausen lohnt sich. Lassen Sie sich überraschen.

http//www.kg.-steinhausen.de

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20.3.08

Himmelsbegräbnis

Es ist die Zeit Ende der 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Chinesen marschieren in Tibet ein und besetzen das Land. Seitdem führen sie dort das Regiment, wie unschwer aus vielen Medienberichten dieser Tage zu hören und sehen ist.

Das Buch "Himmelsbegräbnis" basiert auf einer wahren Geschichte zweier Menschen die beim Einmarsch der Chinesen in Tibet mit dabei waren. Jedoch aus einer völlig unerwarteten, anderen Perspektive. Einer Perspektive, die einen so berührt, von einer Liebe zwischen Frau und Mann die so unglaublich stark ist, dass man das Buch nicht mehr weglegt.
Wenn einer sich an den Tag der eigenen Hochzeit erinnert und vielleicht noch an den Lesungstext: ...die Liebe erträgt alles...., dann ist es für Braut und Bräutigam eine rührende Stelle aus dem Evangelium (Korinther,13) und vielleicht bricht einer sogar noch in Tränen aus - das war es dann aber auch.
Die raue, ja oft brutale Wirklichkeit, die die junge Frau in Tibet der Liebe willen erduldet, erträgt und übersteht ist fast von einer anderen Welt.

Beide sind Soldaten der "Roten Armee". Der Mann vorausgehend in der kämpfenden Truppe, sie trifft später in Tibet ein, verbringt aber bald nach ihrem Eintreffen dort ein gutes Stück ihres Lebens bei einer tibetischen Nomadenfamilie mit der Suche nach ihrem Gatten. Erst nach Jahren erfährt sie, dass sich ihr Mann aus Liebe zum tibetischen Volk und seinem Brauchtum für ein Himmelsbegräbnis geopfert hat. Das Himmelsbegräbnis, ein für einen Mitteleuropäer nicht nachvollziehbarer Akt der Liebe, wird wohl immer ein Geheimnis der asiatischen Bevölkerung zum Verständnis von Leben und Tod bleiben.

Das "Himmelsbegräbnis" nur als einen Liebesroman anzusehen, ist für mich nicht nur zu wenig, es wäre schon eine Kränkung des Buches. Es ist eine Liebes-Leidens-Lebensgeschichte die ihres gleichen sucht.

Ich kann das "Himmelbegräbnis" nur empfehlen. Allein wenn man es schon zur Hand nimmt - das Buch ist in Seide gebunden - spürt man, hier geht es um etwas ganz besonderes.

Xinran Xue, Droemer Verlag
ISBN 3-426-27360-8

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16.3.08

Leidenschaft - die Passion Christi

Passion steht für Leiden aber auch für Leidenschaft. Sich für etwas leidenschaftlich einsetzen, sich einbringen für eine Sache, für eine Überzeugung, für einen Menschen oder die Menschen bis hin zur Selbstaufgabe – das kann Leiden verursachen.



Die Zeit vor Ostern ist die Zeit der Passion, die Zeit des sich selbst Einbringens in die Geschehnisse die zu Ostern führen. Jesus hat uns das vorgemacht. Natürlich sind wir normal Sterbliche weit weit weg von dieser Selbstaufopferung. Dennoch, in dieser Zeit ist es gut ein wenig aus dem Alltäglichen heraus zu kommen und sich auf Werte zu besinnen die nicht mit Geld und Anerkennung abgegolten werden, nicht abgegolten werden sollen oder können.

Sind wir für den Nächsten wirklich da wenn er uns braucht? Oder wird es manchmal mehr als lästig? Versickern die Freundschaften im Laufe der Zeit nur weil der andere nicht mehr so kann wie früher? Wie würden wir uns an seiner oder ihrer Stelle fühlen?

Nun muss man nicht gleich zum Samariter werden aber ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit dem anderen gegenüber tut beiden gut. Das Bewusstsein, dass wir alle auf einer Welt leben und im guten Auskommen miteinander leben sollen ist vielen abhanden gekommen. Politik und Wirtschaft sind beste (in diesem Fall natürlich sehr schlechte) Beispiele dafür wie man es nicht machen soll.

In der Passion mit dem anderen gehen ist aber nicht beschränkt auf die österliche Zeit, es wird uns zu jedem Jahresende eine neues Jahr dafür geschenkt.

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