12.4.09

Ostern


Wenn einer sagt, ich stelle mich vor ihm,
dann wissen wir, er gibt Schutz.
Er steht für einen ein und hilft in allen Lebenslagen.
ER
steht vor uns,
gibt uns den Schutz, den Segen und hilft,
beladen wie wird sind mit den Scheiten des Karfreitag.
So kann aus jedem Karfreitag unseres Lebens
immer wieder ein Ostersonntag werden,
weil er immer für uns da ist,
wenn wir auch wollen.

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8.4.09

Religion wird für Männer immer wichtiger

Das kann man nach Aussage der ökumenischen Studie "Männer in Bewegung" in Deutschland feststellen. In Auftrag gegeben hat diese Studie unsere Familienministerin von der Layen sowie die katholischen und evangelische Kirche. An vorderster Stelle der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der evangelische Landesbischof Wolfgang Huber.

Natürlich ist die Zeit vor und nach Ostern geprägt von Kirche und Religion. Und bereits hier muss man schon sagen, warum eigentlich besonders um diese Zeit? Zwar ist für die christlichen Kirchen das Osterfest das wichtigste Fest im Kirchenjahr, wird aber Religion das Jahr über ausgeblendet? Vielleicht noch abgesehen von Weihnachten.

Bei manchen hat man wirklich den Eindruck, dass dem so ist. Besonders in der christlichen Welt gaben sich die Männer bisher verstärkt so, als wäre Religion nur für Kinder, Frauen und alte Leute. Nicht so in den anderen Religionen. Wenn wir im Fernsehen Berichte aus der islamischen Welt sehen und u. a. das Freitagsgebet gezeigt wird: Nur Männer. Irgendwie muss man neidisch anerkennen, dass diese den Wert der Religion mehr schätzen und in ihr Leben einbinden als die Männer in unseren Regionen.

So ist es doch erfreulich, von der Studie zu hören, die von einem Schwenk zum Bezug der Religion berichtet und obendrein noch sagt, dass der Lebensbereich Arbeit an Gewicht verliert. Nun weiß man, dass Arbeit ein ganz wichtiger Teil unseres Lebens ist, aber mit der Betonung ein Teil. Viele haben das aus dem Auge verloren und haben die Arbeit zu dem Teil ihres Lebens gemacht.

Hoffen und wünschen wir, dass für viele wieder eine gute Gewichtung zwischen Arbeit und Religion Oberhand gewinnt. Denn mit der besseren Einstellung zur Religion gewinnen auch wieder die Werte an Gewicht, die unser Leben lebenswert machen: Familie, Partner, Kinder und nicht nur Geld, Reichtum und Macht.

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6.4.09

Unser Kreuz mit dem Kreuz

Das Kreuz dominiert an keinem anderen Feiertag so wie gerade zu Ostern und natürlich in den Passionswochen davor. Das wissen wir zwar alle, dennoch haben wir oft ein etwas distanziertes Verhältnis zum Kreuz. Vielleicht liegt es daran, dass der Begriff "Kreuz" für viele negativ besetzt ist.

Kreuz steht bei so manchem für Tod oder Leid. Unser Sprachgebrauch zeigt es schon. Der hat auch sein Kreuz zu tragen, sagt man, oder dass es schon ein Kreuz mit dem- oder derjenigen sei. Auch "Das Rote Kreuz" verbindet man mit Krieg, Not und Tod. Und wenn man es "im Kreuz" hat, wird man daran erinnert, dass es einfach Schmerzen verursacht.

Stehen Sie mal vor dem Spiegel und breiten die Arme aus. Was sehen Sie? Ein Kreuz. Sind wir somit dem Kreuz schon grundsätzlich verhaftet oder soll uns unser eigenes "Kreuzbildnis" daran erinnern: Wir sind Kreuz? Sollen aus dieser Form heraus leben? Ein klares "Ja" oder ein "bloß nicht"?

Betrachten wir diese, unsere Form, so stehen wir mit beiden Beinen auf der Erde. Verwurzelt kann man sagen, bodenständig und fest. Gut so; da gehören wir vorerst auch einmal hin. Die Arme ausgebreitet und somit waagerecht. Das heißt, Bodenhaftung behalten, gleich unter Gleichen; ich bin nicht besser als der andere, auch wenn das mir so vorkommt. Ich bin ein Teil der Gesellschaft und bin somit auch für sie da und umgekehrt - für meine Familie, Gemeinde, Sportverein, für Freunde und Freundinnen.


Der Kopf ragt raus und das ist das Entscheidende. Nur die Augen können zum Himmel blicken. Sehen mehr als der
Körper in seiner Bodenständigkeit. Nur der Kopf kann erahnen, dass es mehr gibt als nur unten. Und das ist das positive am Kreuz, an unserer menschlichen Kreuzesform, dass sie uns immer wieder daran erinnert.

Ostern ist damit ein Jubelfest, denn es gibt nicht nur ein unten, sondern auch ein oben. Vielleicht sollten wir uns das mehr zu Herzen nehmen und das Kreuz einfach mal positiv sehen - und da schließe ich mich nicht aus; denn mit einer positiven Stimmung lebt es sich nicht nur zu Ostern besser.

Das kleine Briefmarkenvideo soll uns etwas auf die Festtage einstimmen.


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2.4.09

Noch ein Jahr zum Leben

Ostern - Tod und Auferstehung. Bleiben wir mal beim Tod. Was machen Sie, wenn Sie nur noch ein Jahr, sagen wir mal bis nächstes Jahr Ostern zu leben hätten? Kaufen Sie sich einen Porsche und brettern durch die Gegend? Machen Sie die Weltreise, die Sie "schon immer mal machen wollten"? Erinnern Sie sich an die Frömmigkeit der Kinderjahre und gehen ins Kloster? Schieben Sie Panikattacken oder machen Sie gar nichts, und leben so weiter wie bisher?

Ja, was würden wir machen wenn wir so ein Datum genannt bekommen, eine "deadline" auf Neudeutsch. Welchen Wert würde dann auf einmal das Leben bekommen, mit dem wir ja hin und wieder doch recht unachtsam umgehen, nach dem Motto: Ich lebe jetzt und gestorben wird erst wenn ich alt bin; bloß wann ist alt. Wo doch alt immer nur die anderen sind.


Es heißt nicht umsonst, dass man den Wert von etwas erst dann erkennt, wenn man es nicht mehr besitzt, in diesem Falle wenn das Leben einem genommen wird. Ich habe mich auch schon gefragt, was würde ich wirklich machen? Was ist mir soviel Wert, dass ich die letzte Zeit dafür opfere? Familie, Hobbies oder was.

Vielleicht ist die Karwoche vor Ostern doch einmal gut dazu darüber nachzudenken. Vielleicht schafft man es herauszufinden, was für mich das Leben lebenswert macht. Vielleicht lokalisiere ich tatsächlich meinen Standpunkt des Lebens und wo ich in meiner Umgebung stehe und was ich auch den anderen Wert bin.

Schön, dass es im Laufe des Jahres mit den Feiertagen immer wieder "Anhalte-Punkte" gibt, mal über sich nachzudenken. Wäre das Jahr über alles gleich, würde man vor Arbeit und sonstigen Aktivitäten gar nicht merken, dass die Jahre an einem vorüberfließen und man schneller alt geworden ist als einem lieb ist.


Das schlimmste daran ist, man ist nun alt und man steht tatsächlich auf einmal vor diesem Punkt - jetzt muss gestorben werden. Na, dann aber schade, dass man aus seinem Leben nicht mehr gemacht hat.

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24.2.09

Karneval oder Carne-vale

Für manche hört der Karneval überhaupt nicht auf, für manche ist am Aschermittwoch wirklich Schluss. Karneval soll ja aus dem Wort "carnevale" hervor gegangen sein und daran schließe ich mich gern an. "Tschüss Fleisch", jetzt ist eine andere Zeit angebrochen.

Für viele nicht denkbar aber dennoch richtig, ohne christliche Religion kein Karneval, wobei man noch dazu sagen muss, ohne katholische Kirche kein Karneval oder Fasching oder was auch immer - sieht man von alemannischen bzw. heidnischen Einflüssen einmal ab. So könnte man sagen, den "lustigen Teil" im Kirchenjahr macht gern jeder mit, wenn es aber ums Eingemachte geht hat man tausend Ausreden es nicht zu tun.


Das fängt schon beim Schneckenessen am Aschermittwoch an, wo doch Aschermittwoch und der Karfreitag die einzigen Fast- und Abstinenztage im Jahr sind. Diejenigen, die keine Schnecken essen finden mit Sicherheit auch etwas Gutes. Und wer schränkt sich schon gern ein, besonders in jungen Jahren. Keine Süßigkeiten, kein Kino usw. in Kinderjahren war ganz normal. Vielleicht lacht der eine oder andere darüber: Kinderkram! Wer kann aber heute noch den Kindern vermitteln zu fasten, wenn einem diese Zeit selbst nichts mehr bedeutet?

Es ist schade, dass vieles im Jahr so dahin plätschert, zugedeckt von Arbeit und Hetze, über die zwar jeder jammert aber gleichwohl es auch nicht ändern will. Jammern ist "in". Wer nicht jammert ist verdächtig und der sich nicht anpasst sowieso.


Das Kirchenjahr ist angelegt wie die Jahreszeiten - ein ständiger sich wechselnder Rhythmus. Im Grunde genommen nie langweilig, immer wieder veränderte Situationen und dennoch klagen so viele über die Eintönigkeit des Lebens. Wenn also "Ade Fleisch", dann aber auch Kontrastprogramm. Dann merke ich, ich bin auch noch zu etwas anderem fähig, ich kann über mich hinaus wachsen, Stärken finden an die ich nicht mehr glaubte, irgendwie ein Stück weit wieder Sinn in dem finden was ich so den lieben langen Tag tue.


Dann hat man wieder ein gutes Gefühl und Sie dürfen sich dann selbst auf die Schulter klopfen und sagen: Alle Achtung, hätte ich von dir nicht erwartet.


Weiterer Artikel: Aschermittwoch

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23.3.08

Die schönste Dorfkirche der Welt

Ob nun in Steinhausen wirklich die schönste Dorfkirche der Welt steht oder nicht, ist gleichgültig, jedenfalls ist sie wunderschön und jeder Umweg dorthin wird durch die barocke Pracht belohnt.



Wenn Sie auf der B30 in Richtung Bodensee fahren oder umgekehrt, biegen Sie zwischen Biberach an der Riß und Bad Waldsee in westlicher Richtung ab und nach wenigen Kilometern finden Sie Steinhausen und durch die von weitem sichtbare Kirche fahren Sie auf keinen Fall vorbei.

Gebaut von dem berühmten Baumeister Dominikus Zimmermann und im Jahre 1731 eingeweiht. Betritt man das Gotteshaus, so geht es jedenfalls mir immer so, weiß ich im ersten Moment nicht wo ich hinschauen soll. Man möchte alles auf einmal erfassen, muss sich dann aber einen Punkt wählen um von hier aus die barocke Kunst zu erfassen. Auffallend ist gleich einmal die Helligkeit. Bei manchen barocken Kirchen hat man beim Eintreten das Gefühl, man muss erst einmal das Licht einschalten. Nicht hier, auch bei trübem Wetter eine wahre Pracht.

Die Farben sind wie oft in diesen Kirchen so, als hätte man sie gestern erst aufgetragen. Farbenfroh aber nicht bunt, reich verziert aber nicht aufdringlich. Der Altar hebt sich schön von den Wänden ab und versinkt nicht in angrenzenden Ornamenten und Zierrat. Somit wird der Blick auf das Wichtigste nicht gemindert. Auch das Deckengemälde beeindruckt bis hin zur Genickstarre.

Lässt man das Auge durch die Kirche streifen, fallen die Vögel und weitere Tiere an den Fenstern auf, die es so in anderen Kirchen nicht gibt. Vielleicht ist gerade das, was die Kirche u. a. bodenständig macht, nicht alles verklärt und himmlisch; auch unsere Tierwelt hat sich hier eingestellt und man denkt unwillkürlich an den Heiligen Franziskus.

Ja, der Abstecher nach Steinhausen lohnt sich. Lassen Sie sich überraschen.

http//www.kg.-steinhausen.de

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16.3.08

Leidenschaft - die Passion Christi

Passion steht für Leiden aber auch für Leidenschaft. Sich für etwas leidenschaftlich einsetzen, sich einbringen für eine Sache, für eine Überzeugung, für einen Menschen oder die Menschen bis hin zur Selbstaufgabe – das kann Leiden verursachen.



Die Zeit vor Ostern ist die Zeit der Passion, die Zeit des sich selbst Einbringens in die Geschehnisse die zu Ostern führen. Jesus hat uns das vorgemacht. Natürlich sind wir normal Sterbliche weit weit weg von dieser Selbstaufopferung. Dennoch, in dieser Zeit ist es gut ein wenig aus dem Alltäglichen heraus zu kommen und sich auf Werte zu besinnen die nicht mit Geld und Anerkennung abgegolten werden, nicht abgegolten werden sollen oder können.

Sind wir für den Nächsten wirklich da wenn er uns braucht? Oder wird es manchmal mehr als lästig? Versickern die Freundschaften im Laufe der Zeit nur weil der andere nicht mehr so kann wie früher? Wie würden wir uns an seiner oder ihrer Stelle fühlen?

Nun muss man nicht gleich zum Samariter werden aber ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit dem anderen gegenüber tut beiden gut. Das Bewusstsein, dass wir alle auf einer Welt leben und im guten Auskommen miteinander leben sollen ist vielen abhanden gekommen. Politik und Wirtschaft sind beste (in diesem Fall natürlich sehr schlechte) Beispiele dafür wie man es nicht machen soll.

In der Passion mit dem anderen gehen ist aber nicht beschränkt auf die österliche Zeit, es wird uns zu jedem Jahresende eine neues Jahr dafür geschenkt.

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