18.11.09

Donausschwaben

Wenn man wissen möchte, was hinter dem Begriff "Donauschwaben" steckt, dann muss man ins Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm gehen. Das ist nicht irgend ein langweiliges Museum, hier trifft sich deutsche und europäische Geschichte zugleich. Hier spürt man dem Leben von Generationen nach, deren Kultur und Politik, verbunden mit harter Arbeit, der Tragik und Freude des Alltags bis hin zur Vertreibung und dem Leid vieler vieler Menschen.

Der Begriff "Donauschwaben" oder auch "Donaudeutsche", ist ein Sammelbegriff für die im 17. Jahrhundert ins pannonische Becken ausgewanderten Deutschen. Das pannonische Becken liegt im Herzen des Balkan und unterstand damals der kaiserlichen Krone Österreichs.

Die Türken waren aus dem Land gedrängt worden und die ganze Gegend war beinahe menschenleer. Die ersten Siedler, die Maria Theresia anwarb, kamen an die militärischen Grenzen zum Osmanischen Reich und dieses Land, aber auch das Banat, blieb bis Ende des 19. Jahrhunderts kaiserliches Kronland.

Maria Theresia brauchte Bauern zum Bestellen dieses Landes. Man versprach den Einwanderern Land, Häuser und vieles mehr. Dass so viele Menschen dann auch kamen, dazu verhalfen auch die Hungersnöte in Europa. Es kamen nicht nur Schwaben bzw. Deutsche, auch aus vielen anderen Nationen strömten sie dorthin und zwar in mehreren Auswanderungswellen. Es glich bald einer Völkerwanderung.

Nach dem Zerfall des Kaiserreiches wurden die Siedlungsgebiete der Deutschen geteilt. Ungarn wurde ein eigener Staat und ein Teil kam dorthin, ein weiterer Teil kam zu Rumänien und der dritte Teil ging an das neu gegründete Jugoslawien.

Während der Hitlerzeit versuchten natürlich auch diese Machthaber unter den Donaudeutschen Einfluss zu gewinnen, was sich während des zweiten Weltkrieges insofern änderte, dass die Donauschwaben in national verschiedenen Militärverbänden kämpften. Ein unglückselige Zeit für diese Menschen. Und letztlich kam es mit dem Anrücken der russischen Roten Armee zu Evakuierungen. So kamen viele Nachfahren der Donauschwaben wieder zurück in die Heimat ihrer Väter.

Hier noch mehr über die Donauschwaben zu schreiben wäre vermessen und würde den Rahmen sprengen. Sehen Sie sich das kleine Video an und, bei nächster Gelegenheit, das Museum. Sie werden beeindruckt sein.

Sie finden auch weiter Informationen unter :
www.dzm-museum.de

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16.11.09

Fußball ist unser Leben

So klingt es doch noch in unseren Ohren, oft gehört, nicht nur bei Meisterschaften. Und jeder hat gern mitgesungen. Jetzt hört man ganz andere Töne von der deutschen Fußballführung: Fußball ist nicht alles!

Ich bin kein Fußballfan und Fußball ist höchstens eine Randerscheinung in meinem Leben. Aber ich kenne Robert Enke, vom Fernsehen, nicht persönlich. Und dennoch berührt einen so ein Freitod allemal, man wird nachdenklich, was ging in so einem Menschen vor, was führte dazu und, gibt es wirklich eine Lösung.

Von außen betrachtet sind viele Menschen schnell dabei mit: Hätte, sollte, man müsste usw. Ein Bekannter von mir wählte auch den Freitod. Wenn man einen Menschen persönlich kannte, berührt einen das natürlich noch viel mehr. Hoch angesehen, beruflich äußerst erfolgreich, Familie, beliebt, ähnlich dem Robert Enke, und dennoch ist keiner wirklich an ihn rangekommen. Warum fragt man sich, trotz vieler Bemühungen von außen.

Ich las mal eine Studie zum Freitod. Hier wurde gesagt, dass diese Menschen an einem fehlenden Mechanismus leiden, der im letzten Moment vor dem Freitod das Kommando "zurück" ausgibt. Eine Krankheit also, vor der so mancher nicht gefeit ist und sich dessen auch nicht so bewusst ist, dass es sich behandeln lassen würde.

Das soll den Tod von Robert Enke nicht relativieren, im Gegenteil, denn auch diese Krankheit hat einen Verlauf, einen persönlich tragischen, begleitet von Depressionen und ein Leben in einem Bewusstsein, aus dieser Situation nicht herauszukommen. Da hilft es nicht hinterher zu sagen, hätte er sich doch einem anderen anvertraut. Viele können das nicht, da der befürchtete "Gesichtsverlust", das Eingestehen des eigenen Versagens, das Problem verschärft und nicht verbessert.

Jeder will nach vorne, will etwas mehr Ansehen oder mehr Geld. Jeder Torwart der denkt, "Klasse", jetzt werde ich Nummer 1, bin ganz oben angekommen, es sei im wirklich gegönnt, hat sich bereits vom guten Vorsatz getrennt, das Leben und auch den Sport nicht zu ernst zu nehmen, aus der Vergangenheit zu lernen, auch mal Schwächen zugeben ...

Und sind wir mal ehrlich, in einer Gesellschaft, in der immer nur der Erste zählt, der zweite Sieger bereits der erste Verlierer ist, sind solche Bekenntnisse, dass es noch etwas anderes gibt als Fußball, Karriere, Erfolg, Macht usw. nicht gerade glaubwürdig. Im Moment des Todes eines Menschen zwar ernst gemeint, aber z. B. bei nächsten Fußballspiel bereits schon wieder vergessen.

So ist er halt, der Mensch. Machen wir uns nicht besser als wir sind und ganz schnell werden wir wieder singen: Fußball ist unser Leben ......

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21.10.09

Sozialdienst

Das "Ehrenamt" wird hochgelobt und in Baden Württemberg werden auch Bürger ausgezeichnet, die sich besonders in diesem Dienst hervortun. Und das im besten und positivsten Sinne. In diesem Bundesland engagieren sich fast die Hälfte aller Einwohner freiwillig, das ist schon mal sehr gut.

Nun weiß ja jeder Senior, dass man in jüngeren Jahren in der Regel mehr zu Wege gebracht hat als jetzt in seiner Pensionszeit; ob im Sportverein, Kirche, Kommune usw., und manchmal auch mehrere gleichzeitig. Ich weiß das aus eigener Erfahrung und wenn man die Pensionsgrenze dann wirklich erreicht hat, überlässt man oft gern das Feld jüngeren.


Nun gibt es doch einige, denen beim Einstieg in die Pension der "Sinn des Daseins" abhanden gekommen ist. Ich kenne einige ehemalige Kollegen die sagten: Mein Gott, was mach ich bloß mal zuhause? Alle haben sich dann doch in ihre Rolle eingefunden und viel gehen sozialen Betätigungen nach.

Das Bundesprogramm "Freiwilligendienst aller Generationen" soll jetzt im Südwesten noch mehr Möglichkeiten bieten und vor allem wir Rentner sind dabei angesprochen. Oft sagt der eine oder andere, dass er einen sozialen Dienst übernehmen würde, aber die Unkosten sind mit seiner Rente nicht vereinbar. Das soll sich ändern, dass bei einer Verpflichtung von mindestens 6 Monaten und acht Stunden die Woche die Auslagen bezahlt werden - aber kein Gehalt. Hinzu kommen noch Versicherungen, Vorbereitungskurse usw. die eine soziale Beschäftigung abrunden.


So wie viele jungen Leute ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, können wir Senioren mit einem Sozialdienst auch viel Gutes tun. Wir haben Lebenserfahrung und genügend Zeit anderen unsere Zeit zu schenken. Manchmal reicht schon, Kranke zu besuchen, mit Alten zu reden, die sonst einsam sind. Vielleicht kann der oder die eine oder andere bei der Kinderbetreuung helfen. Es gibt so viele Möglichkeiten zu helfen und das macht nicht nur Freude, das gibt auch einem den Sinn für uns Senioren wieder, dass wir auch in der letzten Stufe unseres Lebens noch gebraucht und gern gesehen wird. Was kann man mehr verlangen?


Der Bund finanziert schon drei "Leuchturmprojekte" in Tübingen, Malmsheim und Darmstadt und die sollen zeigen wie es geht. Aber jeder in seiner Heimatstadt kann sich engagieren und im Internet findet man dazu jede Menge Hinweise, oft für Dienste "direkt vor der Haustüre".


Jeder sollte in seinem Leben wenigstens einmal freiwillig und ohne Bezahlung für die Gemeinschaft gearbeitet haben. Denn nur so funktioniert Gemeinschaft und ein gutes Miteinander über alle Generationen hinweg.

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14.10.09

Kriegsende - Geschichten aus einer vergangenen Welt

Vielleicht kennen Sie den kleinen Witz: Unterhalten sich zwei Buben über das Alter ihrer Omas, wobei der eine auftrumpft und sagt: "Meine Oma ist so alt, die kannte noch Dinosaurier". Erzählen wir unseren Enkeln etwas von der Nachkriegszeit, werden wir auch angesehen, als wären wir gerade dem Geschichtsbuch entsprungen.

Gerade bei unserem 60-jährigen Republik-Jubiläum fallen einem immer wieder mal Dinge von damals ein und man vergleicht, was sich alles geändert, verbessert oder verschlechtert hat.
Aufgewachsen am Rand einer Großstadt , hat man auch als Kind gespürt, dass die Versorgungslage mehr als schlecht war. Kohlen wurden von fahrenden Güterzügen "organisiert". Die jungen Kerle sprangen rauf und warfen die Kohlen runter, die Älteren am Bahndamm lasen sie schnell auf.

Man bettelte auf den Bauernhöfen um Arbeit um Naturalien mit nach Hause nehmen zu können. Viele Frauen arbeiteten im Forst und machten Holz, eine Knochenarbeit und das auch im Winter. Manche buddelten Wurzelstöcke von Fichten und Kiefern aus, um Brennholz zu haben, die Arbeit glich einer endlosen Geschichte. Die meisten waren überhaupt nicht versichert, auch nicht krankenversichert. Dazu hatte man kein Geld und wenn man wirklich krank wurde, mussten die Hausmittel her. In den Läden gab es wenig und wenn, dann war es schnell weg oder zu teuer.

Jeden Abend gab es eine Stromsperre, zwei drei Stunden lang. Heute würde man "ausrasten", wenn man es den Leuten nur einen Tag zumuten würde. Die "Müllabfuhr" kam selten und wenn, kam einer mit einem Pferdefuhrwerk und warf den Eimerinhalt per Hand auf den Wagen.

Zum Anziehen gab es Kleidung und Schuhwerk von irgendwelchen Leuten und als Kind war das manchmal peinlich. Aber das Beste: Am Schulbeginn gab es keine Hefte und Bleistifte. Es wurde noch auf Schiefertafeln mit einem Griffel geschrieben. Und wenn man etwas schönes gemalt hatte, musste das wegen einer Schreibübung wieder weggewischt werden. Das war ja fast tragisch. Und wehe, eine Tafel ging zu Bruch.

Ja, so könnte man noch ein Stück weitermachen und viele könnten noch etwas hinzufügen. Wenn ich nun dagegen die heutigen "Krisen" mir ansehen, und das Gejammer von unseren "so armen" Familien, gut genährt in prima Klamotten vor dem Flachbildschirm, frage ich mich schon manchmal, wo wir mit unserem Wohlfahrtsstaat hingekommen sind.

Keiner will die Verhältnisse von damals, ganz klar, aber bei jeder Kleinigkeit gleich nach dem Staat rufen? Wir Rentner haben den Vorteil gegenüber unseren Enkeln, dass angesichts dessen, was hinter uns liegt, wir der Zukunft, auch wenn sie für manche grau oder dunkler aussieht, immer noch etwas positives abgewinnen können - schlimmer als damals kann es nicht kommen.

So, und wenn wir das unseren Enkeln erzählen ist es doch ganz klar, dass diese meinen, das sind Geschichten "aus einer vergangenen Welt".

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12.10.09

Die Tage bevor die Berliner Mauer kam

Es war eine spannungsgeladene Zeit, die, kurz vor dem Mauerbau. Jeder hörte nervös die Nachrichten und zog seine eigenen Schlüsse aus dem Gehörten. Mit anderen darüber sich auszutauschen hätte eventuell Gefängnis bedeutet.

Wir haben nicht die Absicht eine Mauer zu errichten, sagte Ulbricht während seines Besuches im Juli 1961 in Moskau. Kein Mensch vertraute ihm, den Moskau-Zögling, der mit deutscher Akribie die Anweisungen von dort am genauesten von allen Machthabern in den Ostblockstaaten umsetzte. Je mehr dementiert wurde, um so nervöser wurden die Leute.

Die Massenflucht war bereits seit Wochen in vollem Gange und kurz vor dem 13. August flüchteten über 2000 Menschen pro Tag nach Westberlin. Da bedeutete für die DDR ein ausbluten ersten Ranges dem ein Ende gesetzt werden musste.

Bis zum 13. August kam man noch ganz legal nach Westberlin, sofern man nicht von der Polizei aufgegriffen wurde. Ein "Kontrollring" war rund um Berlin gezogen worden mit einem Radius von wenigstens 50 km. Alle Züge, und das war damals das Hauptbeförderungsmittel, wurden systematisch kontrolliert und wenn kein plausibler Grund für eine Reise in Richtung Berlin vorlag, oder man einfach mal richtig Glück hatte, wurde man von der Polizei mitgenommen.

Einmal mitgenommen, war es aus mit einem weiteren Versuch nach Westberlin zu kommen. Der Personalausweis wurde eingezogen und die Personen bekamen, wie man damals ironischer Weise sagte, einen "Jagdschein", der nur für das heimische Revier Gültigkeit hatte. Und das heimische Revier war Kreis, in dem man wohnte. Mit diesem Schein konnte man auch innerhalb der DDR, ohne Genehmigung der Behörden, nicht reisen.

Und dann trat das ein, was jeder befürchtete aber nicht wahr haben wollte. Die Mauer wurde errichtet. Vorher sagte man noch, das trauen die sich nicht, da schreitet der Amerikaner ein. Ja, von wegen, die wollten sich weder die Finger schmutzig machen noch irgendwelche zusätzlichen Spannungen im sowieso schon angeheizten Verhältnis zwischen Ost und West - im "Kalten Krieg" - erzeugen.

So blieben viele im letzten Moment noch stecken, Westberlin vor Augen, mit Tränen der Wut kämpfend, aber machtlos den Tatsachen gegenüber, denen man als "kleiner Mann" hilflos ausgeliefert war.

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4.10.09

Danke


Danke
Sag danke, kleiner Mensch,
für den Strom der Liebe,

der leise durch die Welt geht.


Danken heißt erkennen, was dir alles
Gutes getan wird.
Hast du dir selbst
das Augenlicht gegeben,
die Finger an
an die Hand getan?
Irgendwie liegt darin
ein Geheimnis der Liebe.
Irgendwo hat
dich jemand unglaublich gern.

Danken heißt sich an das erinnern,

was andere für dich taten.

Menschen waren gut zu mir.
Sie umsorgten mich, als ich klein war.

Sie begleiteten mich, als ich größer wurde.

Sie machten mir Mut,
als es mir schlecht ging.
Sie waren froh, weil ich froh war.

Mein Herz vergisst das nicht.


Phil Bosmans
Eine Hand voll Sonnenschein
Herder-Verlag

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24.9.09

Die Bevölkerung explodiert

Jede Minute werden es 156 Menschen mehr auf der Welt. Hört sich erst mal nicht so viel an, summiert man die Zahl auf, dann sind es 224.000 Menschen am Tag und im Jahr 82 Millionen. Jedes Jahr kommt einmal Deutschland quasi zur Weltbevölkerung dazu. Da holt man dann doch schon mal tief Luft.

Wir Ältere könnten nun sagen , was soll´s, dass es bereits 2012 etwa 7 Milliarden Menschen auf der Welt gibt und über 9 Milliarden 2050. Irgendwie schaffe ich das schon bis zu meinem Lebensende und nach mir die S...... . Aber was machen meine Kinder und Enkel, wenn sie mal "Mann an Mann" bzw. "Frau an Frau" stehen?


Von dem Aktionsprogramm zur Geburtenregelung, auf der internationalen Konferenz ICPD in Kairo vor 15 Jahren hochgelobt, als wegweisend deklariert und darin der Frau eine bedeutende Rolle für die Entwicklung der Länder zuerkannt, ist auch nicht mehr viel übrig geblieben. Ja, was nun tun?


Asien ist bekanntlich der Kontinent mit dem größten Zuwachs und bald wird Indien China mit der höchsten Bevölkerungszahl ablösen. Das bringt, so habe ich mir sagen lassen, andere Probleme mit sich als die staatliche Verordnung zur "Ein Kind Familie" in China, was inzwischen auch nicht mehr funktioniert. In Indien kommt die Religion ins Spiel und damit wird die Geburtenregelung auf ein ganz anderes Niveau gehoben als in China. Eine Geburt zu verweigern, auf gut deutsch abtreiben oder vorher schon zu verhindern, heißt, einem Menschen die Chance zur Wiedergeburt und damit zur Läuterung zu nehmen.


Bedauerlicher Weise muss man immer wieder feststellen, dass viele Länder Asiens mit dem Leben von Menschen recht "locker" umgehen. Ob nun bei der Katastrophe in Birma, den vielen Unglücken in China oder den Tsunamis, man hat nicht den Eindruck, dass die Regierungen das wirklich "trifft"; im Gegenteil. Ist das der Menschen-Preis, den man wegen der Übervölkerung gewillt ist zu zahlen.


Als älterer Mensch wird man dabei doch sehr nachdenklich, zumal unsere Lebenserwartung immer mehr steigt und wir ja zu diesem Problem auch noch beitragen. Patentrezepte gibt es keine, auch wenn man sagt, z. B. keine Aufrüstung mehr, das Geld in Forschung und Entwicklung für Güter und Produkte stecken, die den vielen Menschen eine Hilfe sind.


Leider steht sich vielfach der Mensch für solche hehren Ziele selbst im Weg, mit Machtdenken, Korruption, Bonis und was weiß ich. Dennoch ich lass es mir nicht nehmen daran zu glauben, dass jeder in seinem Umfeld und vielleicht darüber hinaus Dinge tun kann, die anderen helfen, auch wenn sie weit weg sind.
Nur zu den anderen sagen: Bitte keine Kinder und bei uns jammern, dass die Geburtenzahlen rückläufig sind, ist auch falsch und zudem pure Heuchelei.

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25.6.09

Sonnenenergie ohne Ende

Heute ist mal wieder ein Tag an dem die Sonne vom Himmel brennt und da fällt einem natürlich gleich wieder die Erzeugung von Sonnenenergie in Nordafrika ein. Ein Projekt, über das Sie sicherlich auch schon einmal nachgedacht haben. Energie die nie versiegt und wenn sie einmal versiegt, auch egal, dann ist keiner mehr da der sie brauchen würde.

Platz gibt es in Nordafrika und speziell in der Sahara genug. Bisher, so dachte ich auch, scheitert das alles an der Herleitung des Stromes nach Nordeuropa. Ist wohl nicht mehr so und wenn die bisherigen Probleme wirklich gelöst sind, warum nicht gleich loslegen?

Aus Erfahrung sollte man lernen, haben einige gedacht und melden gleich mal Bedenken an, dass die Länder, durch die die Leitungen gehen, den "Stromhahn" zudrehen könnten, wie auch die Länder schon vorgemacht haben, durch die unser Erdöl in Osteuropa geleitet wird. Dennoch sollte man sich bei einem derartigen Energie-Projekt nicht von solchen Dingen abhalten lassen. Denn dieses Projekt und diese Energie ist einfach mehr als nur Strom aus der Sahara.

Nun, man kann ja sicherlich auch träumen:
Wenn dort unten soviel Energie für Europa erzeugt wird, warum nicht dann auch die die ganzen afrikanischen Länder? Die
benötigen ebenfalls viel Energie, aber haben oft das Geld nicht (oder wollen es nicht haben, weil ein paar Reiche drauf sitzen) ein solches Projekt hochzuziehen. Man könnte z. B. das viele Wasser, das unter der Sahara liegt, hochpumpen und zur Landwirtschaft nutzen. Es würde dadurch eine Infrastruktur mit weiteren Betrieben entstehen die den Menschen Arbeit und Nahrung gibt. Vielleicht müssten dann auch keine Menschen mehr übers Meer nach Europa flüchten um hier zu überleben.

Davon hätten beide Kontinente etwas und es wäre der Beginn einer guten und friedlichen Koexistenz. Alle würden profitieren und unter diesem Gesichtspunkt könnte man davon ausgehen, dass alle europäischen Länder an einem Strang ziehen und nicht nur auf den eigenen Gewinn sehen. Denn der Gewinn, den Afrika daraus zieht, ist letztlich auch unser aller Gewinn. Vom Strom für unseren Kühlschrank bis hin zur Verbesserung der Ernährung aller Menschen auf der Welt, insbesondere natürlich der Menschen in Afrika.

Na ja, wie gesagt, vielleicht nur ein Traum, aber träumen darf man ja wohl noch. Aber trotzdem mit dem kleinen Funken Hoffnung, dass der Traum doch einmal war wird, auch wenn ich ihn nicht mehr erlebe.

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12.6.09

Obama - der Jungspund

Trotz seiner Seriosität und seines wirklichen Alters erscheint Obama immer als ein junger Spund. Der war er wirklich einmal, wie die Bilder unten im Link zeigen.
Na ja, wenn man es eines Tages zu etwas gebracht hat, hat man natürlich leicht lachen und sieht auch seine eigenen Bilder mit Humor. Dennoch, es macht ihn doch noch sympatischer, wenn auch er in seiner Jugend ganz '"normal" war und nicht abgehoben.

Bilder von Obama www.stern.de

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15.5.09

Unsere Bundesrepublik Deutschland

Sind sie stolz auf Deutschland? Oder stolz darauf gerade in diesem Land zu leben? Na, da gibt es sicherlich eine vielfältige Anzahl von Antworten. Bei 60 Jahren Bundesrepublik spielen auch vom Alter her die verschiedensten persönlichen Erfahrungen eine Rolle.

Wir älteren, die vor oder im Krieg geboren wurden sehen unsere Republik mit anderen Augen als unsere Kinder und Enkel. Wir schätzen uns glücklich in dieser Zeit aufgewachsen zu sein, ohne Krieg im eigenen Land oder anderen Repressalien. Anders bereits schon die , die im Osten aufwuchsen. Seine Meinung dort zu äußern war manchmal schon lebensgefährlich. Und wenn die immer mehr werden, die sagen, in der DDR war auch nicht alles schlecht, leiden viele für mich an zunehmendem Gedächtnisschwund oder gehörten den Privilegierten an, die oft auch nicht die linientreue Meinung hatten, aber den da oben nach dem Mund redeten.


Diejenigen, die schon immer in der Bundesrepublik Deutschland lebten, können stolz auf das Erreichte sein; trotz gelegentlichen Missstimmungen und Tiefen und der jetzigen Wirtschaftskrise, die wir auch gut bewältigen werden. Zwischendurch wollten die einen oder anderen einen anderen Staat und saßen später dann sogar mit in der Regierung dieses Staates. Auch die werden jetzt froh sein, dass er so ist wie er ist.

Gerade mit denen, die Ende der 60er Jahre meinten sie müssten alles ändern, oder die, die die RAF für den Segen Gottes hielten bzw. heute noch halten, haben die Demokratie nicht klein bekommen. Und das ermutigt mich immer wieder zu sagen: Die Demokratie ist nun mal die beste Staatsform, trotz mancher Unbill und Zumutungen für den Einzelnen sowie auch trotz den Jammerlappen die nicht zu den Wahlen gehen, die das auch noch für schick halten und dann doch an allem nur etwas auszusetzen haben.


Mal ehrlich, nach 60 Jahre Bundesrepublik können wir mit Recht stolz, dass wir in einem solchen Staat leben. Und wenn wir uns in Zukunft wieder mit irgendwelchen Weltverbesserern herumschlagen müssen, dann lieber mit denen, als mit denen in einem Staat, in dem wir wirklich wegen unserer Meinung geschlagen werden.

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12.5.09

Gewalt kann man sich anerziehen

Das Gehirn ändert sich mit seiner Benutzung, so der Ulmer Hirnforscher Manfred Spitzer. Das trifft für jung und alt zu. Somit eine gute Nachricht für uns Ältere, die ja meinen, im Alter kann man nichts mehr dazu lernen.

Das sich ständig neuen Situationen oder Denkoperationen anpassende Gehirn ist faszinierend. Wenn wir Älteren uns mit einer Sache beschäftigen die uns anfangs zwar Mühe macht, so kann man doch nach einer gewissen Zeit feststellen, dass sie bald besser von der Hand läuft, der Geist wacher wird usw. Das Gehirn wird, wenn man so will, neu "verknotet", es bilden sich weitere Synapsen bzw. diese prägen sich stärker aus. Das ist bewiesen und steht außer Frage.

Wenn das nun schon bei uns Älteren funktioniert, dann doch noch viel besser bei jungen Menschen. Und dem ist auch so. Will man im Beruf, Sport oder anderswo fit und gut sein beschäftigt man sich automatisch intensiv mit der jeweiligen Sache. Man wird dann ein Profi auf seinem Gebiet und anerkannt.

Jeder wird das bestätigen, dass es so ist. Kaum sind wir aber auf dem Feld der aggressiven Computerspiele wird diese Tatsache vehement verneint. Computerspiele, so heißt es, beeinflussen nicht das Gehirn. Das Gehirn kann immer noch zwischen Spiel und Realität unterscheiden. Wirklich? Auch wenn die Synapsen im Gehirn auf Aggressivität getrimmt sind?

Ich bin für ein Verbot solcher Spiele und frage mich, wann die Politiker sich davon überzeugen lassen. Will man etwa mit der persönlichen Freiheit argumentieren, dem uneingeschränkten Tun und Lassen je nach Lust und Laune. In einem Rechtsstaat ist die persönliche Freiheit ein hohes Gut. Wenn aber einige nicht wissen, dass die eigene Freiheit dort endet, wo die Freiheit des anderen beginnt, müssen Grenzen gesetzt werden und das hat mit Freiheitsberaubung, Polizeistaat oder was weiß ich nichts zu tun.

Wenn eine 16-jährige, so mal Stand der Dinge im Moment, eine Schule abfackeln will, nimmt sie die Tötung anderer vorsätzlich in Kauf; wie jeder andere Amokläufer auch. Sicherlich ist bei den Kindern noch eine Portion Liebesentzug von Zuhause mit dabei und einige andere Aspekte, aber das Gewaltpotenzial, die Tat wirklich umzusetzen, haben sich die Kinder selbst beigebracht. Und da bietet die elektronische Unterhaltung eine Palette an, die wir Älteren uns gar nicht vorstellen können.

Sieh auch mein Post: Gewalt gebiert Gewalt

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8.5.09

Rentengarantie

Rentengarantie hört sich für jeden Rentner erst einmal gut an. Wenn man allerdings die Ankündigung dazu von unserem Minister Scholz hört, könnte man misstrauisch werden. Im Erzählerton, emotionslos, etwas müde (Achtung: Beim Sprechen nicht einschlafen) und überhaupt nicht freudig nach dem Motto: Hallo liebe Rentner, tolle Nachrichten für Euch....... .

Vielleicht weiß unser Minister schon heute, dass von der Rente sowieso nichts übrig bleibt und sagt sich, da würde ich mich auch nicht freuen. Die bisherigen Rentenerhöhungen, wenn man bei 0,5% oder 1% überhaupt von Erhöhung sprechen kann, waren für die Rentner eher eine Schreckensnachricht denn eine freudige. Bei meiner Rente war es so, dass ich nach der Erhöhung weniger hatte als vorher, da die Abzüge gleich mit hochgingen, aber mehr als die Rentenerhöhung ausmachten.


Seit dem schrecke ich immer auf und schlafe schlecht, wenn ich von Rentenerhöhung höre. Schließlich will ich meine jetzige Rente behalten und nicht schon wieder etwas abgeben. Auf diesem Hintergrund ist die Dreistigkeit, die manche Rentenerhöhungs-Interpreten vor der Kamera abgeben eine Frechheit.


Diese Leute sprechen von bisherigen Rentenerhöhungen als lägen sie im Bereich der von den Gewerkschaften für die Industrie erzielten Höhen und sagen so durch die Hintertür, Rentner seid froh, dass wir Euch in der jetzigen Krise die Renten nicht kürzen (obwohl wir vorher nie an den Lohnerhöhungen der Industrie etc. partizipiert haben). Und zukünftig bekommt ihr "garantiert" sowieso nicht mehr so viel.


Fazit: Bisher haben wir nichts bekommen, am liebsten würden man unsere Renten noch senken, da das aber vor der Wahl schlecht aussieht geht das nicht, aber glaubt bloß nicht, dass ihr zukünftig mehr als nichts bekommt.


Na ja, vielleicht sollte man doch nicht so schwarz sehen. Vielleicht reicht die Rentenerhöhung doch für eine weitere Butterbrezel im Monat.

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28.4.09

Gewalt gebiert Gewalt

Manfred Spitzer, der das Institut für Hirnforschung in Ulm leitet, ist nicht irgend ein Hirnforscher, er ist für mich der Hirnforscher schlechthin und weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Seine Untersuchungen und Aussagen zu Gewalt im Internet sind eindeutig: Gewalt gebiert Gewalt.

Nicht nur der Amoklauf in Winnenden zeigt es uns, auch die in den verschiedensten Schulen in der Welt, diese Wahnsinnstaten nehmen zu, auch in Familien, Altersheimen oder einfach auf der Straße. Kennen Sie das aus den 50er oder 60er Jahren? Sicher, es gab auch schon damals Verbrechen aber diese Häufigkeit und Brutalität war nicht bekannt. Ist es nicht merkwürdig, dass mit der Zunahme der Computerspiele überhaupt und deren Realität im Spielverlauf auch die Gewalt in der Gesellschaft zunimmt? Und das wird dann auch noch von offizieller Stelle dementiert.

Oft heißt es ja, Gewaltspiele fördern nicht die reale Gewalt der Kinder und Jugendlichen bzw. es gibt keine Untersuchungen dazu. Das ist falsch und wird auch bewusst für uns Bürger falsch dargestellt. Die Untersuchungen von Manfred Spitzer zeigen ganz eindeutig, dass es einen Zusammenhang zwischen Gewalt in Computerspielen und der eigenen realen Welt gibt. Die Vorgänge im Gehirn beweisen das.

Natürlich will auch unsere Regierung, bzw. einige Leute das nicht wahrhaben. Die Lobbyisten der Computerhersteller sind wie alle anderen Lobbyisten immer stark am Drücker und man weiß im Grunde genommen nicht, mit welchen Mittel diese Leute unsere "Offiziellen" beeinflussen.

Diese Computerspiele kosten in der Entwicklung Riesenbeträge. Ganze Branchen beschäftigen sich damit weiter in Verkauf und Werbung. Kinder und Jugendliche - aber auch die "Alten" - geben Milliarden weltweit dafür aus. Und dieses Geld soll einfach nicht mehr in die Kassen der Firmen fließen, bloß weil da "ein paar Leute umgebracht werden"? So fies wie das klingt, aber auch hier steht Umsatz und Gewinn vor Menschenleben.

Solange unsere Regierenden an den Orten des Schreckens nur Beileidsbezeugungen übrig haben und ein geknicktes Gesicht machen, in Wirklichkeit aber nichts dagegen tun, weil ja bei einem Verbot angeblich die Freiheit des Einzelnen eingeschränkt wird, werden wir leider mit einer weiteren Zunahme dieser Verbrechen rechnen müssen.

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6.4.09

Unser Kreuz mit dem Kreuz

Das Kreuz dominiert an keinem anderen Feiertag so wie gerade zu Ostern und natürlich in den Passionswochen davor. Das wissen wir zwar alle, dennoch haben wir oft ein etwas distanziertes Verhältnis zum Kreuz. Vielleicht liegt es daran, dass der Begriff "Kreuz" für viele negativ besetzt ist.

Kreuz steht bei so manchem für Tod oder Leid. Unser Sprachgebrauch zeigt es schon. Der hat auch sein Kreuz zu tragen, sagt man, oder dass es schon ein Kreuz mit dem- oder derjenigen sei. Auch "Das Rote Kreuz" verbindet man mit Krieg, Not und Tod. Und wenn man es "im Kreuz" hat, wird man daran erinnert, dass es einfach Schmerzen verursacht.

Stehen Sie mal vor dem Spiegel und breiten die Arme aus. Was sehen Sie? Ein Kreuz. Sind wir somit dem Kreuz schon grundsätzlich verhaftet oder soll uns unser eigenes "Kreuzbildnis" daran erinnern: Wir sind Kreuz? Sollen aus dieser Form heraus leben? Ein klares "Ja" oder ein "bloß nicht"?

Betrachten wir diese, unsere Form, so stehen wir mit beiden Beinen auf der Erde. Verwurzelt kann man sagen, bodenständig und fest. Gut so; da gehören wir vorerst auch einmal hin. Die Arme ausgebreitet und somit waagerecht. Das heißt, Bodenhaftung behalten, gleich unter Gleichen; ich bin nicht besser als der andere, auch wenn das mir so vorkommt. Ich bin ein Teil der Gesellschaft und bin somit auch für sie da und umgekehrt - für meine Familie, Gemeinde, Sportverein, für Freunde und Freundinnen.


Der Kopf ragt raus und das ist das Entscheidende. Nur die Augen können zum Himmel blicken. Sehen mehr als der
Körper in seiner Bodenständigkeit. Nur der Kopf kann erahnen, dass es mehr gibt als nur unten. Und das ist das positive am Kreuz, an unserer menschlichen Kreuzesform, dass sie uns immer wieder daran erinnert.

Ostern ist damit ein Jubelfest, denn es gibt nicht nur ein unten, sondern auch ein oben. Vielleicht sollten wir uns das mehr zu Herzen nehmen und das Kreuz einfach mal positiv sehen - und da schließe ich mich nicht aus; denn mit einer positiven Stimmung lebt es sich nicht nur zu Ostern besser.

Das kleine Briefmarkenvideo soll uns etwas auf die Festtage einstimmen.


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2.4.09

Noch ein Jahr zum Leben

Ostern - Tod und Auferstehung. Bleiben wir mal beim Tod. Was machen Sie, wenn Sie nur noch ein Jahr, sagen wir mal bis nächstes Jahr Ostern zu leben hätten? Kaufen Sie sich einen Porsche und brettern durch die Gegend? Machen Sie die Weltreise, die Sie "schon immer mal machen wollten"? Erinnern Sie sich an die Frömmigkeit der Kinderjahre und gehen ins Kloster? Schieben Sie Panikattacken oder machen Sie gar nichts, und leben so weiter wie bisher?

Ja, was würden wir machen wenn wir so ein Datum genannt bekommen, eine "deadline" auf Neudeutsch. Welchen Wert würde dann auf einmal das Leben bekommen, mit dem wir ja hin und wieder doch recht unachtsam umgehen, nach dem Motto: Ich lebe jetzt und gestorben wird erst wenn ich alt bin; bloß wann ist alt. Wo doch alt immer nur die anderen sind.


Es heißt nicht umsonst, dass man den Wert von etwas erst dann erkennt, wenn man es nicht mehr besitzt, in diesem Falle wenn das Leben einem genommen wird. Ich habe mich auch schon gefragt, was würde ich wirklich machen? Was ist mir soviel Wert, dass ich die letzte Zeit dafür opfere? Familie, Hobbies oder was.

Vielleicht ist die Karwoche vor Ostern doch einmal gut dazu darüber nachzudenken. Vielleicht schafft man es herauszufinden, was für mich das Leben lebenswert macht. Vielleicht lokalisiere ich tatsächlich meinen Standpunkt des Lebens und wo ich in meiner Umgebung stehe und was ich auch den anderen Wert bin.

Schön, dass es im Laufe des Jahres mit den Feiertagen immer wieder "Anhalte-Punkte" gibt, mal über sich nachzudenken. Wäre das Jahr über alles gleich, würde man vor Arbeit und sonstigen Aktivitäten gar nicht merken, dass die Jahre an einem vorüberfließen und man schneller alt geworden ist als einem lieb ist.


Das schlimmste daran ist, man ist nun alt und man steht tatsächlich auf einmal vor diesem Punkt - jetzt muss gestorben werden. Na, dann aber schade, dass man aus seinem Leben nicht mehr gemacht hat.

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25.3.09

Firmenlenker oder Firmenversenker

Der Fernsehfilm "Krupp - Eine deutsche Familie" passt gut zur derzeitigen Finanzkrise mit seinen "Spitzenleuten" an oberster Position. Mal abgesehen von der Rüstungsproduktion der Firma Krupp und dem streng elitären Denken mancher Familienmitglieder stand über die zwei Jahrhunderte hinweg die Sorge um den Betrieb und den Mitarbeitern an erster Stelle.

Würden sich die heutigen Firmenlenker, besonders die von Banken und öffentlichen Einrichtungen, ebenso um Firma und Belegschaft sorgen, gäbe es logischer Weise keine Finanz- und Wirtschaftskrise. Wir sind heute aber umgeben von lauter Zumwinkels, egal wo immer in der Welt. Nicht das Wohl des Unternehmens oder der Mitarbeiter steht im Vordergrund, nein die persönliche Bereicherung ist das Maß aller Dinge.


Nun ist ja jeder von uns mehr oder weniger ganz normal aufgewachsen. Hat seine Träume und Wünsche gehabt und auch die Eltern haben versucht bei der Erziehung und Wertevermittlung ihr Bestes zu geben. Und dann brechen mit dem älter werden und der zugeteilten oder erworbenen Macht Züge auf, die sehr stark an die Urzeiten des Menschen erinnern. Neid, Raffgier, Korruption etc. nehmen dann bei manchen so überhand, das es einem nur grausen kann.


Wie weit sind wir eigentlich im Denken von der Steinzeit entfernt? Wir, die doch in einer so aufgeklärten und angeblich modernen Welt leben? Und gerade unsere "Elite", ob nun manche Politiker oder Bankmanager, die ja Vorbild sein sollen. gebärden sich wie Diebe an unser aller Eigentum.


Wie verdreht muss ein Gehirn sein, das sich voll bewusst ist, Mist gebaut zu haben und dennoch dafür bezahlt werden zu wollen. In Sack und Asche müsste man diese Leute zur Buße durch die Straßen treiben. Aber nein, manche sind noch beleidigt, gehen ins Ausland und ziehen sich auf die mit anderer Leute Geld erworbene Burg zurück.


Ich frage mich, was muss noch alles passieren, dass unsere "Spitzenleute" wieder den Namen "Spitze" verdienen. Harakiri, wie ein US-Senator es forderte, ist auch nicht die Lösung. So können wir wohl bloß hoffen, dass die, die nachrücken, die zukünftigen Firmenlenker etwas gelernt haben und ihnen auf dem Weg nach oben nicht alle Werte unterwegs verloren gehen.

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19.3.09

Die Not mit dem Wasser

Können Sie sich vorstellen, dass jährlich ungefähr 5 Millionen Menschen wegen Wasserknappheit sterben? Wir stellen uns morgens unter die Dusche, hüpfen ins Freibad oder gießen den Garten und denken uns überhaupt nichts dabei.

Nachdenklich sollten wir werden wenn wir hören, dass pro Kilogramm Rindfleisch 15.500 Liter Wasser benötigt werden. Vielleicht sagen jetzt die Vegetarier: Ich habe schon immer gewusst, warum ich kein Fleisch esse. Aber aufpassen, Schuhe werden sich auch die Vegetarier kaufen. Und 1 kg Rindsleder benötigt sogar 16.000 Liter Wasser.

Die Kokosnuss braucht sage und schreibe 2.500 Liter Wasser, dagegen nimmt sich der Apfel mit gerade mal 70 Liter noch bescheiden aus. Zwar braucht man sich die Tasse Morgenkaffee nicht vergraulen lassen, da allein schon der Kaffee dafür (bis er in der Tasse ist) 140 Liter Wasser verbraucht. Zur Herstellung von 1 kg Röstkaffee werden allerdings 21.000 Liter Wasser benötigt.

Wenn wir diese Zahlen hören, kann man doch schon nachdenklich werden. Oder? Jetzt können wir auch verstehen, welche Probleme gerade oft die armen Länder umtreibt. Natürlich können wir nicht immer gleich direkt helfen, aber ein offenes Ohr für Projekte in der Dritten Welt sollten wir schon haben zumindest unsere Sinne dafür schärfen.

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18.3.09

Kreationismus oder Darwinismus

Zwei völlig verschiedene Denkmodelle bzw. Ansätze um die Welt zu verstehen. Gerade im Darwin-Jubiläumsjahr kommen einem solche Gedanken viel eher in den Kopf als zu anderen Zeiten. Wir Menschen, so denken wir jedenfalls in der Regel, sind so ziemlich alle gleich. Was aber im Kopf los ist, kann unterschiedlicher nicht sein.

Wie können sich Menschen Auffassungen hingeben, die sie selbst nicht beweisen können aber felsenfest davon überzeugt sind? Ich finde es faszinierend, diese Unterschiedlichkeit. Diese festgeprägte Denkweise, wann ist sie entstanden? In der Kindheit? Aus Trotz gegenüber den Anderen?


Aus welchen Gründen kommen die Kreationisten auf die Idee, die Bibel wörtlich zu nehmen. Als das Alte Testament geschrieben worden ist, lag auch für die Schreiber der Anfang der Welt unendlich weit zurück und dabei war sowieso keiner. Denken diese Menschen, dass sie von Gott nicht mehr geliebt werden, wenn sie nicht wortgetreu alles glauben was geschrieben steht? Dann sind es arme Menschen, die eher an einen bösen Geist glauben als an einen guten Gott, der Menschen auch Freiheiten lässt.


Freiheiten zu einer Denkweise wie die von C. Darwin. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir schon schwer tue, daran zu glauben, dass meine Vor......Vorfahren als Lurche aus dem Wasser gekrochen sind. Ich kann mich auch nicht richtig damit anfreunden, mit einer rein materialistischen Evolutionsgeschichte, ohne "Geist". Natürlich weiß jedermann, dass es eine gewisse Entwicklung in unser aller Leben gegeben hat. Aber das wie, das ist das Geheimnis und das finde ich gut.


Wollte man alles "entzaubern", wo bliebe das Rätsel, die Unbegreiflichkeit des Seins und vor allem die Phantasie, die uns mitgegeben wurde und uns zu dem macht was wir sind. Es ist schön, nicht immer alles verstehen zu müssen, aber zu wissen, dass alles seinen Lauf genommen hat.
Und das hat sogar die katholische Kirche akzeptiert, denn sie hat Darwins Evolutionstheorie nie verurteilt, wohl aber die Lehre der "bibeltreuen" Kreationisten.

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24.2.09

Karneval oder Carne-vale

Für manche hört der Karneval überhaupt nicht auf, für manche ist am Aschermittwoch wirklich Schluss. Karneval soll ja aus dem Wort "carnevale" hervor gegangen sein und daran schließe ich mich gern an. "Tschüss Fleisch", jetzt ist eine andere Zeit angebrochen.

Für viele nicht denkbar aber dennoch richtig, ohne christliche Religion kein Karneval, wobei man noch dazu sagen muss, ohne katholische Kirche kein Karneval oder Fasching oder was auch immer - sieht man von alemannischen bzw. heidnischen Einflüssen einmal ab. So könnte man sagen, den "lustigen Teil" im Kirchenjahr macht gern jeder mit, wenn es aber ums Eingemachte geht hat man tausend Ausreden es nicht zu tun.


Das fängt schon beim Schneckenessen am Aschermittwoch an, wo doch Aschermittwoch und der Karfreitag die einzigen Fast- und Abstinenztage im Jahr sind. Diejenigen, die keine Schnecken essen finden mit Sicherheit auch etwas Gutes. Und wer schränkt sich schon gern ein, besonders in jungen Jahren. Keine Süßigkeiten, kein Kino usw. in Kinderjahren war ganz normal. Vielleicht lacht der eine oder andere darüber: Kinderkram! Wer kann aber heute noch den Kindern vermitteln zu fasten, wenn einem diese Zeit selbst nichts mehr bedeutet?

Es ist schade, dass vieles im Jahr so dahin plätschert, zugedeckt von Arbeit und Hetze, über die zwar jeder jammert aber gleichwohl es auch nicht ändern will. Jammern ist "in". Wer nicht jammert ist verdächtig und der sich nicht anpasst sowieso.


Das Kirchenjahr ist angelegt wie die Jahreszeiten - ein ständiger sich wechselnder Rhythmus. Im Grunde genommen nie langweilig, immer wieder veränderte Situationen und dennoch klagen so viele über die Eintönigkeit des Lebens. Wenn also "Ade Fleisch", dann aber auch Kontrastprogramm. Dann merke ich, ich bin auch noch zu etwas anderem fähig, ich kann über mich hinaus wachsen, Stärken finden an die ich nicht mehr glaubte, irgendwie ein Stück weit wieder Sinn in dem finden was ich so den lieben langen Tag tue.


Dann hat man wieder ein gutes Gefühl und Sie dürfen sich dann selbst auf die Schulter klopfen und sagen: Alle Achtung, hätte ich von dir nicht erwartet.


Weiterer Artikel: Aschermittwoch

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30.1.09

Ein Neujahrsfest wie Weihnachten

So ist er eben, der Mensch. Alles was anders aussieht, andere Lebensweise, andere Feste, alles was er nicht kennt macht ihn neugierig. Das ist gut so. Nur so lernen wir etwas dazu. Obwohl ja manche meinen, bodenständig und rechtschaffen zu sein, nur weil man das ablehnt, was man nicht kennt.

Das geht beim Essen los und umfasst viele Bereiche unsere Lebens. Vermutlich gibt es immer noch welche die in Italien oder anderen südlichen Ländern Eisbein mit Sauerkraut wollen, oder Schnitzel oder eben das was es zuhause gibt. Meine Welt ist die von zuhause! Wer damit glücklich ist oder wird, dem sei es gegönnt.


Mein Motto war und ist immer noch wenn ich unterwegs bin, nur nicht das was es zuhause gibt. Das geht bei mir auch beim Essen los und manchmal habe ich mich echt vergriffen - aber das sind auch Erfahrungen. Das betrifft aber auch Kultur und Lebensweise.


Ist man in der westlichen Hemisphäre, gibt es keine so großen Unterschiede. In den USA zum Beispiel gab es für mich immer wieder auch mal Überraschungen, aber im Hinterkopf sind das eben doch Abkömmlinge der europäischen Kultur.

Anders in Asien. Das fängt schon beim Riechen an, geht natürlich über das Essen weiter und dann die Kultur und Lebensart - die hat mich immer wieder in den Bann geschlagen. Man sieht das auch beim Neujahrsfest der Chinesen. Das habe ich zwar noch nicht direkt erlebt, habe dafür aber etwas davon in Japan gesehen. Allein schon die verschiedenen Jahre bei den Chinesen: Das Jahr des Affen, des Schweins und jetzt das des Stieres. Alle Chinesen wollen nun den Stier "bei den Hörnern" packen, damit es für sie ein gutes Jahr wird. Schon interessant, die sich ständig verändernde Lebenskraft von Jahr zu Jahr.

Ja, und so feierte ein Fünftel der Menschheit ihr Neujahrsfest, was etwa wie bei uns Weihnachten ist. Wäre doch schön, wenn solch gute Stimmung eine Weile anhalten und auf den Weltfrieden abfärben würde.


Wenn Sie sich von Chinas Neujahrsfest etwas ansehen wollen, klicken sie unten auf das Video.

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14.1.09

Ist es nicht beschämend

Ja, es ist beschämend! Wenn der neue US-Präsident Obama Leute für seine Regierungsmannschaft sucht und feststellen muss, dass es zwar fachlich gute im Lande gibt aber letztendlich diese ein Amt nicht annehmen dürfen, könnten, wollen oder besser es sein lassen, weil sie in Korruption, Amtsmissbrauch oder andere kriminellen Machenschaften verstrickt sind, dann ist es doch für ein Land beschämend.

Ginge es um eine Bananenrepublik, würde keiner ein Wort verlieren, denn dort läuft ohne Korruption eh nichts. Aber bei unserem leuchtenden Vorbild, den USA, also so sieht es wenigstens der scheidende Präsident, sollte man doch andere Maßstäbe ansetzen können.

Na, ja jetzt sind wir mal nicht so. Wie sagt der Volksmund: "Wie der Herr, so s Gscherr". Das heißt, wenn dem Herrn die eigenen Interessen wichtiger sind als die des Volkes, dann wollen seine Mitarbeiter auch keine Vorkämpfer für Recht und Ordnung sein. Wenn ein noch Präsident, verantwortlich für Tausende von Toten in ungerechtfertigten Kriegen, bei seiner letzten Pressekonferenz sagt , daheim in Texas könne er auch zukünftig morgens in den Spiegel schauen und sagen, dass er alles gut gemacht hat, dann muss einem das doch zu denken geben.

Ja, der Obama hat es nicht leicht in der vorhandenen Suppe noch etwas herauszufischen, das halbwegs etwas taugt. Aber die ganze Welt hofft mit ihm, dass es ihm gelingt, dieses Land wieder nach vorne zu bringen. Er wird zwar vieles, aber nicht alles verändern können und auch vieles nicht schaffen in seiner Amtszeit, dafür sind die Strukturen viel zu verhärtet und eingefahren.

Aber Signale setzen kann er und muss er, damit wenigstens wieder etwas Glaube an die USA entstehen und diese selbst ihrer eigenen Unabhängigkeitserklärung gerecht werden kann, in der die Rede von "... Anstand und Achtung für die Meinung des menschlichen Geschlechts..." ist und es u. a. weiter heißt: " ..., dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit."

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12.1.09

Fortschritt um jeden Preis

"Baby ohne Brustkrebs-Gen". Geht es Ihnen sowie mir, wenn Sie solche Schlagzeilen lesen, dass Sie sich fragen, was denn noch? Nicht dass man fortschrittsfeindlich wäre oder etwas gegen die moderne Technik hätte. Nein, ohne sie würde es uns in vielen Bereichen nicht so gut gehen, allein schon wenn man die Medizin betrachtet.

Dennoch beschleicht einem manchmal ein komisches Gefühl besonders dann, wenn die Medizin sich auf Gebiete begibt, die einem doch weitgehend unantastbar, ja vielleicht ein Stück weit "heilig" sind. Irgendwo in Inneren spüren wir, dass der Mensch meint, er könne sich enträtseln und selbst am Wohl und Wehe der Menschheit Hand anlegen. Dass wir noch Lichtjahre davon entfernt sind glauben diese Leute nicht und da beginnt der Größenwahn.

Größenwahn haben wir in unserer Geschichte genug erlebt. Meine Generation, die zwar im "Braunen Zeitalter" geboren wurde, zum Glück davon aber nichts weiß, dennoch aber genug von den Eltern mitbekommen hat, ist noch ganz "normal" auf die Welt gekommen. Wäre damals schon die Gen-Technik soweit gewesen - nicht auszudenken.

Ist das Mädchen, dass eine bestimmte Form des Brustkrebses nicht mehr bekommt, nun besser dran als alle anderen? Vielleicht! Vielleicht ist das nun nicht mehr vorhandene Gen wirklich das Gen, das später einmal die Krankheit ausgelöst hätte. Man fragt sich nun aber doch, was soll zukünftig in den Köpfen der Eltern vorgehen bei der Frage: Wie schütze ich mein Kind vor allen möglichen Krankheiten am besten ?

Natürlich will jeder gesunde Kinder, anders wäre es auch wohl nicht normal. Dennoch entscheiden sich die allermeisten für ein Kind, so wie es ist, ja, wie Gott es ihnen schenken wird, auch wenn es nicht den gesellschaftlichen Normen entspricht. Auch wenn die Lebenserwartung nicht so hoch ist oder es mit einer Krankheit behaftet ist. Es gibt kein unwertes Leben, wie es in unserer braunen Vergangenheit apostrophiert worden ist.

Es gibt nur Leben. Und das zu erhalten ist nicht nur die Aufgabe der Eltern, sondern der Gesellschaft - wenn sie menschlich bleiben will.
Gerade bei der Gen-Technik sollten die Menschen sich nicht versteigen "den lieben Gott" zu spielen, denn dann bekommen wir Probleme, die wir selbst unseren schlimmstem Feind nie wünschen würden.

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7.1.09

Gute Vorsätze für´s neue Jahr

Gute Vorsätze für´s neue Jahr zu fassen ist in der Regel sinnlos. Habe ich oft probiert, hat nie geklappt und mache ich auch nie wieder. Wenn es dumm läuft, produziert man sich selbst noch ein schlechtes Gewissen und so kann man es wirklich gleich bleiben lassen.

Trotzdem kann man sich über das eigene Verhalten Gedanken machen, z. B.: Wo sind denn eigentlich meine Schwächen, die mich oft ärgern und mir manchmal die gute Stimmung vermiesen bzw. keine gute Stimmung aufkommen lassen. Dabei geht man normalerweise so vor, dass man sich fragt, wie mache ich es besser. Man könnte sich ja aber auch einmal fragen, wie ich mich am Besten unglücklich, um dann festzustellen, wo der Hase im Pfeffer liegt.

Zum Beispiel kann ich sagen: Gib an deinem Unglück immer den anderen die Schuld, versuche es immer recht zu machen oder hilf immer anderen aber lass dir um Gottes Willen nicht helfen. Das sind schon mal drei "gute" Ansätze schlechte Laune zu bekommen.
Gut ist auch, wenn man die Bedürfnisse der anderen immer in den Vordergrund stellt und die eigenen als unwichtig ansieht, die eigenen Empfindungen nie raus lässt und sich am Besten nie verändert. Damit kommt man schon recht gut auf die negative "Erfolgsspur".

Man kann aber noch eins draufsetzen: Nie mit etwas zufrieden sein, immer die 200-Prozent-Lösung anstreben und wenn dich dann auch noch jemand kritisiert, dann ziehe vom Leder und ereifre dich über die vermeintlich ungerechte Kritik. Du hast erwartet, die anderen glücklich zu machen und jetzt das.


Vielleicht fällt Ihnen das eine oder andere auch noch ein.

Sie merken aber schon, es kann manchmal ganz hilfreich sein, andersrum zu fragen um im neuen Jahr etwas zu verändern, ohne dass man sich gleich großartige Dinge vornimmt die man Ende Januar bereits wieder vergessen hat.

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3.1.09

Frieden durch Gerechtigkeit

Am Neujahrstag begeht die Kirche auch den Weltfriedenstag. Weltfrieden, nicht nur ein hehres Wort, sondern auch ein hoher Anspruch. Ein Anspruch, den die Menschheit nie erfüllen werden kann. Der Mensch ist letztendlich dafür nicht geschaffen und so ist das Welt-Wirtschaftssystem, das er selbst geschaffen hat, für den Frieden nicht geeignet.

Unser System auf der Welt funktioniert grob gesagt auf Arm und Reich. Das heißt wiederum, es gibt immer Gewinner und Verlierer. Die Verlierer sind einkalkuliert, so böse wie es sich auch anhört. Die Verlierer gibt es auch durch uns, durch jeden Einzelnen von uns. Den Satz, dass der Mensch im Grunde genommen gut ist, mag bisweilen stimmen, aber nur so lange, wie es ihm selbst nicht schlecht geht.

Gerechtigkeit wäre die einzige Chance für den Weltfrieden. Gerechtigkeit definiert jeder etwas anders. Aus welchem Kulturkreis gerade der Einzelne stammt, welcher Religion er sich verpflichtet fühlt oder ob er sich zu gar nichts verpflichtet fühlt usw. Würde man es so machen wie es in der Bibel steht, Hab und Gut verkaufen und mit den Armen wirklich teilen, würde man dem Frieden vielleicht ein Stück näher kommen. So ganz aber auch nicht, denn wenn ich etwas verkaufe, muss es einen geben der kauft; ergo gibt es wieder Reiche. Und wenn man Hab und Gut nur verteilt, gibt es ebenfalls keine Gerechtigkeit.

Ja, was nun? Wie soll man denn Frieden schaffen? Es gibt ja immer welche, die sich das auf die Fahnen geschrieben haben. Die zum Frieden "stehen" sind noch eine harmlose Spezies, es kämpfen auch viele für den Frieden, sogenannte Friedensmissionen, da muss man schon eher aufpassen. Nicht mehr ganz trauen muss man denen, die sich Friedensaktivisten nennen. Da geht´s dann auch schon mal ungerecht zu und Frieden schaffen die auch nicht.

Es gibt also kein Patentrezept. Alle wollen Frieden und Gerechtigkeit und keiner ist bereit bis in letzter Konsequenz beides zu schaffen bzw. nur wenige und die sind nicht genug. Letztlich ist es aber dennoch gut, dass man durch solche Tage wie den Neujahrstag immer wieder an diese Themen erinnert wird und sich Gedanken darüber macht, auch wenn Frieden und Gerechtigkeit leider wohl immer eine schöne Illusion bleiben werden.

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27.11.08

Seniorenstaat Deutschland

Anfang der Woche wurde der europäische Demographie-Report vorgestellt. Es überrascht nicht, dass festgestellt wurde, dass Europa überaltert; das wird schon seit zig Jahren vermeldet. Überraschend ist allerdings, dass so wenige Länder nicht dagegen steuern, wenn das überhaupt geht.

Die Gründe, warum die Geburtenzahlen generell rückläufig sind, sind bekannt. Man heiratet später, bekommt später Kinder und viele bekommen keine mehr, weil es schon zu spät ist. Was sicherlich aber ein schwerwiegender Grund ist, so schön es auch sein mag, ist die Besserstellung der Frau hinsichtlich der Eigenversorgung und die besseren Berufschancen. Beides geht gemeinsam einher und es ist ja bekannt, dass keine Frau, wenn sie ein gutes Studium hingelegt hat, gleich heiraten und Kinder bekommen möchte. Man will schon auch noch zeigen, was man gelernt hat und was man kann. Ist auch richtig so, damit wird dem Staat auch etwas zurück gezahlt, was vorher investiert wurde.


Natürlich möchten auch diese Frauen gern ein Kind. Die Realisierung des Wunsches wird aber ständig hinausgeschoben. Waren es in Europa 1965 noch 7,6 Millionen Kinder die auf die Welt kamen, sind es heute nur noch 5,1 Millionen. Frankreich hält dabei die Spitzenposition mit 2 Kindern. Deutschland liegt abgeschlagen im untersten Drittel mit 1,3 Kindern. Allerdings muss man sagen, dass in der letzten Zeit zu bemerken ist, dass die Geburtenzahlen wieder etwas steigen, wenn auch auf niedrigem Niveau.


Und wir Alten sind dann wohl in einigen Jahren "unter uns". Das ist auch nicht gut. Ein gute Mischung ist immer das beste. Und wer "verdient" dann noch unsere Rente. Müssen wir dann noch mehr Arbeitskräfte von außen hereinholen? Das gibt auch sozialen Zündstoff.


Ich war anfangs auch nicht begeistert, was unsere Familienministerin so alles für Kinder und junge Familien durchgesetzt hat. Inzwischen muss ich allerdings sagen, dass es notwendig war, ist, und verstärkt in der Zukunft erhalten bleiben muss wenn wir wirklich nicht zum Seniorenstaat werden wollen.

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16.11.08

Volkstrauertag

Wir gedenken der Toten. Das ist gut und richtig. Viele haben der Menschheit, der eigenen Familie, dem Partner viel Gutes getan. Vergessen wir dabei aber nicht: Tod muss sein, also freuen wir uns, dass sie einmal bei uns waren. Schlimm wird es erst, wenn wir nicht mehr sterben können.

Stellen Sie sich einmal dieses Szenario vor: Es gibt keinen Tod mehr.
Vorweg mal die für viele eine gute Nachricht: Wir sind dann alles Vegetarier. Denn ein Schwein schlachten und anschließend Schnitzel essen, das ist ist nicht mehr drin. Auch Tiere können nicht mehr sterben.

Dennoch, sehen wir goldenen Zeiten entgegen? Sie springen vom 10 Meter-Brett ins Becken ohne Wasser. Sie brechen sich zwar alle Knochen, aber leben weiter. Es gibt auch keine Unfalltoten mehr, Sie können fahren, egal wie verrückt. Oder, Sie haben mitten auf dem Ozean Schiffbruch. Kein Problem. Sie schwimmen zwar Tage- oder Wochenlang im Meer, aber keine Angst, es passiert nichts. Auch kein Hai beißt Sie, der ist inzwischen auch Vegetarier.

Krankenhäuser und Ärzte können wir weitgehend abschaffen, ob krank oder gesund, es stirbt doch keiner mehr. Diejenigen, die mit 70 Jahren Alzheimer bekommen, haben diese Krankheit in 500 Jahren immer noch. Sie wissen aber nicht, dass sie schon so alt sind.
Und überhaupt, sollen wir noch arbeiten? Zu was denn? Wenn es keinen Tod mehr gibt, brauche ich auch nichts mehr essen, ich sterbe ja deshalb nicht. Auf mich Acht geben brauche ich nun auch nicht mehr und mit den guten Vorsätzen kann ich in 1000 Jahren immer noch anfangen.

Irgendwann beginnt alles langweilig zu werden und ohne Sinn. Die Situation erinnert etwas an den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier". Dem Reporter in diesem Film, er saß in einer "Zeitschleife" fest, wurde es schon nach ein paar Tagen zuviel, der brauchte keine 1000 Jahre. Das Leben verliert also seinen Reiz.

Bald sieht man, Tod kann auch eine Gnade sein. Auch wenn der Zeitpunkt für uns oft unverständlich ist und uns zusetzt, aber ganz ohne Tod, das ist auch nichts. Vielleicht schaffen wir es uns mit ihm anzufreunden.

Weitere Posts: Allerseelen
Tod oder doch nicht tot

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12.11.08

Gleiche Frage, 10 verschiedene Antworten

Sie kennen das: Sie haben eine Frage und bekommen x-verschiedene Antworten dazu. Jeder sieht die Sache aus einem anderen Blickwinkel und sehr persönlich. Wen wundert es, dass alle Welt auf die gleichen Fragen auch verschiedene Antworten hat.
Hört man die Deutschen zu Wirtschaftskrise, Umweltschutz und Hungersnöten, so unterscheidet sich die Beurteilung zu diesen Themen gegenüber den übrigen Ländern der Welt oft sehr.


Fragt man die Menschen in den Supernationen der Welt, nämlich den USA und Rußland, so sieht man, dort grassiert die Angst vor Terror am stärksten. Bei denjenigen, die militärisch auf der Welt sowieso nichts zu melden haben, wie z. B.Taiwan, Finnland oder Brasilien, wird bei der Bevölkerung die Terrorangst klein geschrieben, aber Umweltschutz ist ganz groß gefragt, größer als in Deutschland. Einige europäische Länder sorgen sich sehr um die Armut in der Welt, die ja ständig zunimmt und sehen das vor allem als die wichtigste Aufgabe der Weltgemeinschaft an, diese zu bekämpfen.


Während des Kalten Krieges hatten viele noch Angst, dass sich die großen Gegner mit Atombomben bekämpfen. Diese haben die Bomben zwar immer noch und einige andere Staaten sind noch dazu gekommen, die Weltbevölkerung interessiert sich aber kaum dafür. Ähnlich ist es mit dem Krieg im Irak, wobei naturgemäß sich die amerikanische Bevölkerung am meisten über diesen Krieg Sorgen macht.
Und würde man die Menschen in den Kriegsgebieten der Welt fragen was sie am meisten bewegt, sähen die Antworten nochmal ganz anders aus.

Jetzt kann man sich natürlich fragen: Was sind die großen Probleme der Welt? Für jeden sind es andere. Vielleicht sollten wir dann aber etwas mehr Verständnis für diejenigen haben, die sich um viele Probleme der Welt kümmern, z. B. die UN, auch wenn bei denen nicht immer alles gleich so klappt wie wir es uns zuhause auf dem Sofa vorstellen.

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10.11.08

Bahnbeamte können auch anders

Egal in welchen Teilen unserer Republik, die Bahnbeamten haben durch die Rauswürfe von Jugendlichen aus den Zügen keine gute Imagepflege betrieben. Natürlich hat vielleicht der eine oder andere Beamte an Schwarzfahrten gedacht, letztlich kann man aber einen Jugendlichen, und Mädchen schon gar nicht, mitten in der Nacht irgendwo auf einem Provinzbahnhof allein stehen lassen. Hier muss, egal aus welchen Gründen auch immer, Gnade vor Recht gehen.

Aber, und das ist die gute Nachricht, es gibt auch andere Beamte, solche wie man sich diese vorstellt. Hier ein Beispiel, das sich erst vor einigen Tagen zugetragen hat.


Eine alte Dame wollte mit dem Zug von Hannover nach Stuttgart fahren und wurde von einer Bekannten, ebenfalls eine alte Dame, zum Zug gebracht. Da diese noch etwas besser laufen konnte brachte sie den kleinen Koffer in das Abteil. Allerdings wurde von ihr die dafür notwendige Zeit völlig unterschätzt, denn der ICE hält etwa nur 2 Minuten im Bahnhof. Und so kam es wie es kommen musste, die Türen gingen zu und beide Damen waren im Zug - die, die fahren wollte und auch die, die eigentlich nicht fahren wollte.


Aufgeregt klagten die Damen dem Begleitpersonal des Zuges ihr Malheur. Beide wurden aber dahingehend beruhigt, dass die Dame, die eigentlich nicht mitfahren wollte, zwar bis Göttingen im Zug bleiben muss, dort aber aussteigen und wieder zurückfahren könne. Dann bekam sie den Hinweis, sich beim Bahnhofspersonal zu melden.

Gesagt getan. In Göttingen sprach sie mit einer jungen Frau vom Bahnhofspersonal und diese begleitete sie zum ICE der in Richtung Hannover fuhr und erklärte dort das Missgeschick der alten Dame dem Zugpersonal. Danach konnte sie in den Zug einsteigen und kostenlos nach Hannover zurückfahren. So kam sie wieder gut, wenn auch wesentlich später als gedacht wieder nach Hause.

Negativbeispiele stehen natürlich oft in den Medien, gute selten oder gar nicht. Aber nennen sollte man sie auch. So ist es doch erfreulich, dass auch bei der Bahn der gute Ton und die Hilfsbereitschaft noch nicht ausgestorben sind - Vorschrift hin oder her.

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