10.11.09

Senioren Macht

Was haben wir Senioren nicht alles nur für Namen: Silverager, Gold- oder Bestager, Platin....... bla bla. Als ob wir uns schämen müssten, weil wir zur älteren Generation gehören. Vor allem auch noch in "Neudeutsch", als ob wir dann noch mehr aufpoliert sind.

Andererseits werden wir Senioren behandelt, als könnten wir nicht auf 3 zählen. Deshalb schreibt auch die Südwestpresse aus Ulm, dass Senioren als mündige Bürger besser ihre Marktmacht nutzen sollen. Minister Peter Hauk sagte gestern beim Start von Seniorenkonferenzen in Mosbach, dass es erhebliche Defizite in der Verbraucherinformation gebe und er die Senioren ermuntern wolle - "diese einzige noch wachsende Bevölkerungsgruppe" - ihre Machtposition zu erkennen.

Die Senioren über 60 verfügen über die stärkste Kaufkraft in der Deutschen Geschichte. Nach 60 Jahren Bundesrepublik doch auch eine schöner Erfolg für uns. Wir geben immerhin jeden dritten Euro aus - der aus privater Hand kommt. 45 % aller Autos werden von uns gekauft, mit einem 85prozentigen Anteil der Luxuswagen. 35 % aller Pauschalreisen werden von uns gebucht. Nicht auszudenken, wenn wir den Reiseunternehmen wegbrechen würden. Und so könnte man noch viele Dinge aufzählen, bei denen die Senioren Gestaltungsmacht haben. Mal ganz abgesehen davon, was unsere Kinder und Enkel mit dem ihnen zugesteckten Geld auch noch alles kaufen.

Da die Lebenserwartung auch noch zunimmt, hat der Gesundheitsmarkt ein besonderes Auge auf uns Senioren. Leider ist es ja so, dass es im Alter mit der Gesundheit nicht besser wird und so hat jeder seine spezielle Krankheit oder sein spezielles Leiden, mit dem sich die Senioren stärker als mit allem anderen beschäftigen. Das ist die Stoßrichtung vieler Mediziner, wenn sie uns Patienten "individuelle Gesundheitsleistungen" (Igel) anbieten. Sehr sehr viele haben diese Leistungen, die man selbst zahlen muss, angenommen. Ob sie dem Einzelnen wirklich geholfen haben sei dahin gestellt, die Einnahmen bei den Ärzten lagen jedenfalls über 1 Milliarde Euro.

Ich will damit nicht sagen, dass viele Angebote unseriös und keinen Nutzen hätten. Aber eins müssen wir uns doch sagen: Brauchen wir das alles wirklich? Sagen wir manchmal zu schnell "ja"? Dabei wäre es besser gewesen noch einmal darüber nachzudenken oder mit Bekannten darüber zu sprechen? Genieren wir uns, dem Hausarzt gegenüber einmal "nein" zu sagen, bzw. dass er uns zuerst einmal berät und uns Unterlagen für zuhause mitgeben soll?

Auch im Internet gibt es unzählige Angebote in dieser Richtung. Wir wissen zwar, dass gerade dort sich viele Scharlatane tummeln, dennoch aufgepasst, schöne Webseiten sind noch keine Garantie für Qualität höchstens dafür, dass der Anbieter genug Geld hat, sich verführerische Seiten anfertigen zu lassen.

Aus diesem Grund ist es lobenswert, dass die Seniorenverbraucherkonferenzen in Baden Württemberg noch bis Anfang Dezember in den verschiedensten Städten angeboten werden und man dazu beim Kreisseniorenrat nachfragen kann.

Fazit aus dem Ganzen: Bei Gesundheitsfragen die Möglichkeiten abwägen, Rat holen und im Zweifelsfall auch einmal "nein" sagen.

Weitere Artikel zum "Nein"-sagen:
"Nein"- Teil 1
"Nein"- Teil 2

Infos zur Seniorenverbraucherkonferenz

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28.10.09

Der Papst und die Kondome

War das ein Aufschrei in der Welt als der Papst mach Afrika flog und die Presse als "wichtigstes" berichtete, dass Aids nicht mit Kondome bekämpft werden konnte. Nun ist es ja bei Interviews immer so, dass der Leser nicht weiß, was wirklich gesagt wurde und auch nicht, was der Reporter beim Schreiben daraus macht.

Jeder wusste natürlich, dass der Papst meinte, dass Kondome "auch, aber nicht nur" helfen, das andere Dinge genau so wichtig sind. Interessant war dabei auch, wer sich bei uns zum Interview wieder nach von gedrängelt - die Damen, die nach ihrer Meinung so etwas wie ein Schattendasein in der Politik fristen - Schmidt, Wieczorek-Zeul, Künast .... Endlich mal wieder etwas sagen, von dem sie ja sooooviel verstehen.

Es ist noch nicht lange her, hörte ich unserem Ort eine Ordensschwester zu diesem Problem sprechen. Sie hat in Afrika an einer Schule ihr Leben verbracht hat und kann dadurch aus eigener Erfahrung sagen, was Aids für sorgen mit sich bringt und warum man die Krankheit so schlecht in den Griff bekommt. In ihrem Umfeld fehlt mittlerweile ein Generation und zwar die der Eltern ihrer Schüler. Die Kinder leben meist bei Großeltern oder werden ins Schulinternat aufgenommen. Das führt natürlich zu Problemen, da die Anzahl ständig wächst. Und nicht nur das, die Kinder selbst haben oft Aids und können dadurch u. a. selbst dem Unterricht nicht mehr folgen.

Sieht man genauer hin, entdeckt man, und das ist kein rassistisches Vorurteil, dass die Treue der Ehepartner traditionell nicht so funktioniert wie wir uns das vorstellen. Dass es sogar Gegenden gibt, in denen auch mal der gute Freund, der zu Besuch ist, mit der eigenen Frau schlafen darf. Kondome, was das ist, wissen zwar viele, aber woher das Geld nehmen und wo gibt es die überhaupt. Das Land ist weit und groß und die Infrastruktur oft sehr bescheiden.

Und genau das ist was der Papst meinte, die eheliche Treue, die nachweislich hilft, Aids mit einzudämmen und eine der wichtigsten Säulen bei der Bekämpfung ist. Der Harvard-Mediziner und Aidsforscher Edward Green sagt, der Papst hat recht: Der Papst hat die Wahrheit gesagt, als er hervorgehoben habe, dass auf dem Kontinent vor allem ein grundlegender Wandel des Sexualverhaltens erforderlich ist, um die Ausbreitung des Virus wirksam zu bekämpfen.

Als Beleg dafür, dass es geht, verwies er in seinem Interview auf Uganda. Dort hat die Regierung eine umfangreiche Kampagne für eheliche Treue geführt, mit dem Erfolg, dass Uganda heute das einzige Land in Afrika ist, in dem die Zahl der Aids-Infizierten in einem nennenswerten Ausmaß zurück gegangen ist.

Vielleicht sollten sich unsere politischen Schreihälse vorher überlegen, welche Aussagen zu diesem traurigen Thema hilfreich sind und nicht nur populistische Selbstdarstellungen inszenieren die vermeintlich ihrer Profilneurose dienlich sind.

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11.8.09

Ohne Gentechnik

Na, hoffentlich! Oder wird uns wieder etwas vorgegaukelt, um den Verbraucher zu beruhigen? Das Siegel gibt Sicherheit, so unsere Landwirtschaftsministerin, dass in den Nahrungsmitteln keine gentechnisch veränderten Bestandteile sind, auch nicht in Spuren.

Damit das auch klappt, wird extra ein Verein gegründet, der sich um die Reinhaltung kümmert. Dieser Verein besteht aus Mitgliedern der Lebensmittelwirtschaft, also aus denjenigen, die die Lebensmittel produzieren und daran verdienen. Ein Schelm, der böses denkt - denn Wirtschaft und Industrie sind ja so darauf bedacht, dass wir nur einwandfreie Ware kaufen können.


Sehen wir uns mal den Honig und die Bienen an. Daran kann man immer am besten sehen, ob solche Versprechungen eingehalten werden können oder noch sonst einen Sinn machen. Jeder von uns weiß, dass die Bienen keine Schulung genossen haben, was ist z. B. Genmais und was nicht und jede Biene darf zum Glück ohne Zertifizierung der Industrie umherfliegen wie sie will und das ist gut so.


Und so weiß jeder sehr schnell , dass der Sicherheitsabstand von 300 Meter zwischen Genmais und normalem Mais ein Witz ist, wenn die Bienen bis zu 8 Kilometer fliegen. Die genetischen Pollen können im Honig ganz schnell nachgewiesen werden. Toll, ruft dann vielleicht einer vom neu gegründete Verein, die Kontrolle funktioniert; der Honig darf dann aber nicht verkauft werden.


So ging es schon einem Imker, der dann per Gerichtsbeschluss, seinen Honig als Sondermüll entsorgen durfte und dadurch in seiner Existenz bedroht wurde. Die Imker haben mit den Herbiziden schon genug Probleme und nun kommt noch die Gentechnik dazu. Alles in allem führt das dazu, dass die Bienen geschwächt werden, ihr Immunsystem angegriffen wird und sie letztlich sterben.


Zu was brauchen wir einen Verein, der uns vor Gentschnik-Produkten schützen soll, wenn es doch besser wäre erst gar keine genveränderten Pflanzen auszusäen? Denn die, die einen Nutzen aus diesen Produkten ziehen, ist die Industrie und nur die, sonst kein Mensch.

Wenn uns allen wirklich bewusst ist, dass die Honigbiene
über 75 % an sämtlichen Bestäubungen beteiligt ist und statt sie dafür zu hegen und pflegen wir sie mit allerlei Giften schwächen bzw. ausrotten, dann darf doch gefragt werden, warum unser Landwirtschaftsministerium trotz besseren Wissens pro Industrie und nicht pro Verbraucher ist. Oder?

Weitere Artikel: Bonn und die toten Bienen

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2.7.09

Die Gesundheitsreform

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, wenn sie unsere Gesundheitsministerin im Interview sehen. Mit süffisantem Lächeln, einen dozierenden, arroganten Ton auf den Lippen und einem herablassenden Gefühl für ihr Gegenüber, redet sie aus einer Traumwelt heraus, dass einem das Messer in der Tasche aufgeht.

Sie macht dem Lehrerstand, aus dem sie entstammt, wirklich keine Ehre. Nicht nur ihre Besserwisserei bis hin zu "die dummen Bürger begreifen einfach nicht meine geistigen Höhenflüge" hat sie und ihr Ministerium mangels Unwissenheit bei den Rechenkünsten nun den Vogel abgeschossen. Statt 1,4 Milliarden kostet nun die Gesundheitskarte mit allem drum herum wohl 14 Milliarden.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, vierzehn Milliarden. Quelle war schon glücklich als sie nur 50 Millionen bekamen. Die Ärzte bekommen inzwischen auch nicht mehr viel für die Behandlung ihrer Patienten und uns wird immer mehr an vorbeugenden Maßnahmen gestrichen bzw. sie werden erst gar nicht eingeführt. Und nun werden für die Einführung dieser Chipkarte 14 Milliarden veranschlagt. Jede Firma wäre bei solch einem Management weg vom Fenster. Unsere Gesundheitsministerin nicht. Welchen Blödsinn muss sie denn noch anstellen, dass sie gefeuert wird?

Abgesehen davon, dass bis jetzt keiner einen wirklichen Vorteil in dieser Karte sieht, erhöht diese "E-Karte" auch noch den bürokratischen Aufwand. Nennt so etwas die SPD verantwortungsvolles Handeln, wenn sie solche Politiker wie die Gesundheitsministerin in ihrem Treiben unterstützt? Ja,das Ganze wird auch noch von der CDU toleriert. Und die Politiker wundern sich dann noch über Misstrauen und Ablehnung mancher Minister in der Regierung?

Wenn wir nun schon bis zur Bundestagswahl warten müssen bis sich die Streu vom Weizen trennt, dann wissen wir natürlich auch nicht, was danach kommt. "Meist kommt nichts besseres nach", sagen wir häufig. Aber noch schlimmer kann es doch nicht mehr werden. Oder?

Mein Gott, was könnte man mit diesen 14 Milliarden nicht alles tun, um die zu unterstützen die es wirklich notwendig haben: Krankenschwestern, Pflegepersonal, Kindergärtnerinnen, Hartz 4-Empfänger, Alleinerziehende und und und ....

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18.6.09

Olivenöl - jetzt auch ungesund

Bisher dachte ich, wenn ich Olivenöl zu meinem Mozzarella mit Tomaten nehme, dann tue ich mir etwas Gutes an. Das ist jetzt Geschichte. Wenn jetzt die Ampel zur Kennzeichnung von Lebensmitteln eingeführt wird, ist Olivenöl mit "rot" gekennzeichnet - zuviel Fett, also ungesund.

Etwas überspitzt gesagt, ist das alles nichts mehr, was ich bisher gegessen habe. Eigentlich dürfte man überhaupt kein Öl mehr verwenden, denn diese Produkte, die ja alle flüssiges Fett sind, haben einen Fettgehalt von über 20 Gramm pro 100 Gramm. Käse der nach etwas schmeckt ist natürlich auch tabu, sprich schlecht; zuviel Fett. "Gute" Produkte sind hingegen alle die, die "künstlich" sind. Limonaden, die nur mit Süßstoff hergestellt sind, werden als Superprodukte deklariert.

Nun bin ich aber den "Light-Produkten" schon lange "leid" und aus diesem Grund werde ich die Ampelkennzeichnung oder was für eine auch immer kommt nicht beachten sondern immer noch das "Kleingedruckte" auf der Verpackung lesen; die Inhaltsstoffe.

Wie viele Leute die Ligth-Produkte in den Himmel heben, da kann ich nur lachen. Einmal sind sie gar nicht so gesund wie immer angenommen wird und dann verleiten sie zu einem Kalorien- und Fettanteil-Zählen, das geradezu grotesk ist. Bei der Gartenparty wird vom Grill alles gegessen was angeboten wird, dazu Bier getrunken usw. usw. Beim nächsten Einkauf muss aufgrund des schlechten Gewissens dann bei Jogurt, Käse etc. der Fettanteil und Zucker gegen Null gehen, ob es schmeckt oder nicht.

Der Spruch, weniger ist mehr, stimmt auch hier. Sicherlich ist manchem die Kennzeichnung der Lebensmittel eine Hilfe bei der Auswahl. Aber sich nur auf diese zu verlassen, würde zu einer völlig falschen Ernährung führen. Und abnehmen, das ist ja der Hintergrund der Geschichte wird auch keiner, denn die bessere Verbraucherinformation wird nicht zu einer anderen Auswahl der Lebensmittel führen. Dazu sind wir dann doch zu träge.

Von der EU zwar gut gemeint, wird der Bürger so lange nicht abnehmen, solange er mehr auf dem Stuhl sitzt oder auf dem Sofa liegt als sich bewegt. Und zum laufen sind die meisten leider auch zu träge. Aber sehen wir es einmal als Anfang und Hinweis zu einer ausgewogenen Ernährung und wenn dadurch viele Kinder nicht mehr so dickleibig werden wie heute, aber auch Erwachsene, dann hat es sich doch schon gelohnt.

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22.10.08

Jetzt mal ganz entspannt

Der Goldene Oktober ist nun wohl für´s erste mal vorbei. Und bei dem Wetter jetzt würde doch eine Entspannung im warmen Bad, bei der Massage oder bei irgendeinem Wellness-Programm gut tun. Leider geht das auch immer nicht so wie man will. Vielleicht hilft eine kleine gedankliche Entspannung in dieser Richtung. Sehen Sie sich mal an, was rund um die Welt für die Entspannung und somit auch für die Gesundheit getan wird.
www.zeit.de

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29.7.08

Essen im Alter - leicht aber würzig

Werden wir älter, wird essen und trinken oft ein Problem. Der eine trinkt zu wenig, dem anderen schmeckt es nicht mehr und überhaupt kann man nicht mehr so essen wie früher und die großen Portionen, über die man sich immer sooo gefreut hat, gehen auch nicht mehr runter.

Für viele eine Qualitätseinbuße ihres Lebens, denn letztlich geht uns immer noch der Spruch im Kopf herum: Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen. Ja, was soll denn nun noch zusammen halten?
Wenn man so über sein Leben nachsinnt, ist die Zeit gekommen zu überlegen, ob ich nicht sowieso vieles anders mache als früher, anders einschätze etc. Warum soll ich dann noch so essen wie früher? Gibt es nicht eine Möglichkeit anders zu Essen um mich wieder darüber zu freuen?

Ich will jetzt nicht auf Bio abheben oder auf "Gesundheits-Apostel" machen. Achten Sie einmal darauf was ihnen wirklich schmeckt und probieren Sie Sachen aus, die Sie noch nie gegessen haben (was der Bauer nicht kennt, isst er nicht - das vergessen Sie mal ganz schnell). Viele verlieren etwas an ihren Geschmacksnerven. Würzen Sie mal kräftiger, nicht mit Salz, mit ausgesuchten Gewürzen. Ich esse heute auch lieber "Chilli-scharf", das war früher nichts für mich. Und haben Sie keine Angst mal ein Ei mehr zu essen und vor allem, greifen Sie nicht zur Margarine, das hört sich nicht nur billig an, die schmeckt auch nicht.

Falls ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist, dann hilft auch Margarine essen nur dem Hersteller, nicht Ihnen. Lieber weniger Butter, aber Butter. Und jetzt sind wir da, wo wir hin sollten: Lieber Qualität in Maßen als beliebiges Essen in Massen. Das gilt nicht nur für das Essen, auch für das Trinken.

Wenn Sie noch ein paar weitere Tipps lesen möchten:
www.stern.de

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1.6.08

Spieglein, Spieglein an der Wand

Wer kennt diesen Satz aus "Schneewittchen" nicht? Und wer kennt diesen Satz nicht aus dem eigenen Leben? Ob man sich für schön oder weniger schön hält sei dahingestellt, aber irgendwie möchte man schon auf andere wirken. In einer Gesellschaft, in der immer noch Schönheit, Geld, Macht usw. wichtiger erscheinen als Gutsein, Liebe und Verständnis ist es nicht verwunderlich, dass man eine Scheinwelt aufbaut und daran vielleicht am Ende selbst noch glaubt oder zerbricht.

Und wenn man morgens in den Spiegel schaut, guckt ein alter Mann bzw. eine alte Frau heraus. Was machen denn die in meiner Wohnung?
Alt werden bekanntlich ja nur die anderen.

In den Spiegel zu sehen und zu sagen, so bin ich nun mal, ok., nicht gerade toll, aber so hat der liebe Gott mich erschaffen. Das ist nicht einfach und man braucht vielleicht eine Weile dazu bis man sich selbst akzeptiert. Besonders wenn man alt ist und genau weiß, die jugendliche Frische ist dahin.

Jetzt ist der Punkt gekommen zu sagen, Mensch ich bin doch auch wer. Muss ich mich den andauernd mit anderen vergleichen, jeden morgen die Messlatte anlegen? Jedes Produkt aus der Reklamewelt ausprobieren und weiß dennoch, es hilft auch nicht.

Wenn ich jetzt den Weg der Selbstachtung einschlage, bin ich auf einem guten Weg. Achte ich mich selbst, entwickle ich eine eigene Persönlichkeit, mag mich und die ganze Welt wieder und werde auch von anderen neu gesehen. Denn die merken und schätzen das, Schönheit hin oder her.

Eigentlich ist das so neu nun auch wieder nicht. Diese gegenseitige Abhängigkeit steht schon in der Bibel: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wenn ich mich selbst nicht leiden kann, bin ich auch der Griesgram meiner Umwelt. Wer ständig missmutig und sauer ist, ist es auch zu den anderen.

Fazit auch für mich, spätestens wenn man so alt ist wie ich, sollte man ruhigen Gewissens morgens in den Spiegel schauen und zu seinem Gegenüber schmunzelnd sagen: Na ja, wir haben schon bessere Zeiten gesehen, aber wir sind ein starkes Team.

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13.5.08

Rosen statt Opium

Wer hat früher schon Afghanistan gekannt? Das lag weit weg irgendwo im Osten, in Asien. Mit dem Einsatz unserer Bundeswehr ist das schlagartig anders geworden. Nicht nur, dass man meint, das Land liegt nun viel dichter an Deutschland, durch die Soldaten hat man auch mehr einen persönlichen Bezug.

Im Laufe der Zeit wurde dann auch noch dem Letzten bewusst, dass sich unsere Soldaten in einem Land aufhalten, das zu den Spitzenproduzenten von Mohn bzw. Rohopium zählt. Erste Reaktion: Das muss unterbunden werden und man denkt dabei auch an die vielen Drogenabhängigen bei uns.

Wie wir aber auch wissen, werden in Afghanistan auf einigen, wenn auch gegenüber dem Mohnanbau kleinen Flächen Rosen angebaut. Der schwäbische Naturkosmetiker von Wala hatte nach den Anschlägen vom 11. September die Idee, hochwertiges, organisch angebautes Rosenöl von dort in die eigene Produktion aufzunehmen um wenigstens einen kleinen teil der Opiumgewinnung einzudämmen. Nun werden in der Gegend um Dschalalabad Rosen angebaut.

Es darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Afghanistan im letzten Jahr mit seiner Rohopiumproduktion Weltmarktführer ist und zwar mit 93 %. Das heißt mit anderen Worten, die Kassen des Staates werden mit diesem Geld gefüllt und mit nichts anderem. Und wer denkt, irgendjemand auf der Welt könnte Afghanistan zwingen den Mohnanbau aufzugeben, ist ein Traumtänzer - auch unsere Soldaten nicht.

Dennoch darf man nicht aufgeben und die Idee dort Rosen anzubauen finde ich einfach super. Viele Firmen, die sich oft gern ein soziales Image geben, besonders dann, wenn es nicht viel kostet, könnten hier und in andere Projekte einsteigen um die Lage in Afghanistan zu verbessern.
Letztlich helfen wir uns selbst und auch denjenigen, die von den Drogen abhängig sind.

www.welthungerhilfe.de

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6.5.08

Kaffee und Cholesterin

Dass Kaffee trinken nicht mehr in der bösen Ecke steht, und auch nicht mehr gedroht wird "das tut man nicht", wissen wir. Aber dass Kaffee trinken auch vor Cholesterin-Schäden schützen soll, ist mir dann doch neu, wenn gleich mit die Nachricht sympathisch ist. Somit nach einem fettigen Essen den Kaffee nicht vergessen!

Die Italiener machen uns das schon lange vor und bei ihnen ist der Espresso nach dem Essen schon ein Stück Lebenskultur. Seit den 80er Jahren hält er auch bei uns langsam Einzug, dennoch mehr als Modegetränk oder weil es bei einigen schick ist.

Ein hoher Cholesteringehalt wird auch mit der Schädigung der Blut-Hirn-Schranke in Zusammenhang gebracht. Bei gesunden Menschen verhindert diese Schranke das Eindringen schädlicher Stoffe aus dem Blut ins Gehirn. Gewisse Proteine sorgen im Blutkreislauf des Gehirnes für eine "Abdichtung". Wird der Zusammenhalt dieser Proteine gestört, kommt es zu einem "Siebeffekt". Schadstoffe können eindringen.

Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Koffein diese Schranke schützt. Damit ist wieder einmal bewiesen, dass von allem etwas zu sich zu nehmen besser ist, als ständig nach dem vermeintlich besten zu schielen was irgendwelche selbsternannten Gesundheitsapostel anpreisen.

Na, dann machen wir uns doch mal ein Tässchen Kaffee.

www.spiegel.de

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1.4.08

Glutamat & Co

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Sicherlich kennen Sie diesen Spruch auch. Aber achten wir wirklich so auf unseren Leib wenn wir unser Essen einkaufen oder zum Essen gehen?

Natürlich wissen wir, welches Land am meisten Spritzmittel verwendet und wer sonst noch alles so an die Pflanzen tut, von dem wir am liebsten nichts wüssten. Somit sind wir schon mal vorsichtig mit Obst und Gemüse aus diesen Ländern. Kennen Sie aber die Zutaten von Speisen und Gewürzen, die auf der Verpackung meist als "Kleingedrucktes" zu lesen sind - wenn man es überhaupt liest?

Glutamat ist so ein Stoff; wenn der nicht drin ist sagen die Leute gleich: "Das Essen schmeckt nach nichts". Glutamat ist allerdings noch der bekannteste Stoff. Sagt Ihnen Carrageen etwas, oder Lycopin, Natamycin usw. usw. Vielleicht geht es Ihnen so wie mir, ich versuche diese schwierigen Wörter zu lesen, mehr zu buchstabieren und denke, na sterben werde ich davon nicht gerade, sonst wäre das Gewürz nicht zugelassen.

Dennoch, man sollte sich doch immer wieder einmal in Erinnerung rufen, was esse ich eigentlich alles? Natürlich ist die Chemie in unseren Lebensmitteln nur in geringen Maßen vertreten und nicht schädlich, reagiert aber mein Körper nicht doch, ohne dass ich es weiß, unangenehm auf die eine oder andere Substanz - ohne gleich Allergiker zu sein? Die Spannbreite von Glutamat als Würze bis Cyclamat als Süßstoff ist groß. Deshalb lese ich mir immer wieder einmal durch, was alles auf den Verpackungen steht und lese auch nach, was sich hinter diesen schwierigen Wörtern versteckt. Man kann sich auch nicht alles auf Dauer merken, da tut eine Auffrischung manchmal gut. Im Internetlink unten können Sie sich auch mal wieder schlau machen.

www.portal.gmx

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26.3.08

Rote Beete und Blutdruck

Mit einem zu hohen Blutdruck kämpfen viele meiner Altersgenossen und ob Männlein oder Weiblein, egal, diese Krankheit ist gleichmäßig verteilt. Egal ist dem einen oder anderen aber nicht, dass ständig Tabletten genommen werden müssen. Irgendwie wird die Tabletteneinnahme im Alter sowieso größer - bei dem einen mehr, beim anderen weniger. Aber dennoch fragt man sich im Laufe der Zeit, gibt es nicht etwas anderes für diese oder jene Krankheit.

Englische Forscher haben nun herausgefunden, dass der Saft der Roten Beete (Rote Rüben) hilft, den Blutdruck zu senken. Nun ist die Rote Beete nicht unbedingt jedermanns Geschmack, aber einen Versuch wäre es doch Wert. Die erdige Frucht schmeckt schon etwas eigen, vielleicht kann man jedoch mit einem anderen Saft den Geschmack etwas nach dem eigenen Geschmack abändern.

Kleingärtner haben jetzt im Frühjahr die Chance, Rote Beete im eigenen Garten anzupflanzen. Ich finde deren Geschmack in jedem Fall besser; für gekaufte Ware bin ich auch nicht so zu haben. Rote Beete Salat (wir dünsten die geschnittenen Scheiben ein) essen wir öfters und auch denjenigen, die sonst an diesem Gewächs nichts finden, schmeckt er.

Die Internetseite unten gibt eine kurze Information zu Rote Beete und Blutdruck - ja und nun kann man ja mal loslegen. In jedem Fall brauchen Sie hierzu nicht Ihren Arzt oder Apotheker fragen, Rote Beete verträgt jeder ohne Nebenwirkungen.

http//:www.gmx.de

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