16.9.09

So viel gab es noch nie für unser Geld

Derzeit bekommt man viel fürs Geld, bei einer Inflationsrate um die Null. Natürlich freut das jeden und kein Verbraucher hätte etwas dagegen, wenn das noch eine Weile so anhalten würde. Kann das aber anhalten, bei der Staatsverschuldung und dem schlechten Einkommen der Lebensmittelerzeuger am Anfang der Versorgungskette?

Thomas Straubhaar vom Weltwirtschaftsinstitut in Hamburg prognostiziert für 2011 eine Inflation, die zwischen 5 und 10 % liegt. Der Staat braucht Geld, das ist ganz einfach. Und er nimmt es von uns Steuerzahlern, das ist auch ganz einfach.


Bei all dieser Diskussion ist es aber einmal wichtig zu wissen, wo kommen wir "preislich eigentlich her". Gerade auch die Umstellung von DM auf Euro führte dazu, dass viele Geschäfte meinten, man können die Preise 1:1 umrechnen, was letztlich aber dann auch diese Leute einsehen mussten, dass das nicht geht. Geblieben ist aber das Gefühl, es ist alles teurer geworden. Stimmt auch nicht immer, und so sind viele Preise seit 1970 quasi gefallen, wenn man davon ausgeht, dass man für sie oft wesentlich kürzer arbeiten muss.


Der Rinderbraten ist ein gern verwendetes Beispiel, da Rindfleisch teuer ist. Für ihn mussten 1970 115 Minuten gearbeitet werden, heute nur noch 35 Minuten. Für Schweinekoteletts 96, heute 23 Minuten. Für 10 Eier 22 und heute 5 Minuten. Sehr gut sieht man es bei Milchprodukten, die in der letzten Zeit immer wieder in der Diskussion stehen, da die Bauern für ihre Milch Hungerlöhne bekommen. Für 250 gr. Butter arbeitete man 1970 noch 21 Minuten, heute sind es nur noch 4 Minuten. Milch: damals 9 Minuten, heute 3 Minuten.


Auch als Rentner muss man sagen, weiter runter ist unverantwortlich - aber auch die, die nicht soviel verdienen müssen da zustimmen. Haben Lebensmittel keinen Wert mehr, verlieren wir den Bezug zu den "Mitteln zum Leben"?

Neulich stand ich im Supermarkt und las, dass eine Gurke aus Spanien 36 Cent kostet. Wie kann man eine Gurke zu dem Preis produzieren und zu diesem Markt bringen? Der Erzeuger hat vermutlich nichts mehr davon. Die spanische Landschaft wird demoliert und zudem Massen an Spritzmittel sowie Wasser verbraucht. Das eine hilft nur der chemischen Industrie und das andere fördert den akuten Wassermangel des Landes.


Ja was tun, fragt man sich? Ich weiß es auch nicht? Nicht kaufen, hilft dem Erzeuger wohl letztlich auch nichts; kaufen, dann nimmt man teil an dem, was ich oben beschrieben habe. In meiner Unentschlossenheit habe ich keine Gurke gekauft.

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18.6.09

Olivenöl - jetzt auch ungesund

Bisher dachte ich, wenn ich Olivenöl zu meinem Mozzarella mit Tomaten nehme, dann tue ich mir etwas Gutes an. Das ist jetzt Geschichte. Wenn jetzt die Ampel zur Kennzeichnung von Lebensmitteln eingeführt wird, ist Olivenöl mit "rot" gekennzeichnet - zuviel Fett, also ungesund.

Etwas überspitzt gesagt, ist das alles nichts mehr, was ich bisher gegessen habe. Eigentlich dürfte man überhaupt kein Öl mehr verwenden, denn diese Produkte, die ja alle flüssiges Fett sind, haben einen Fettgehalt von über 20 Gramm pro 100 Gramm. Käse der nach etwas schmeckt ist natürlich auch tabu, sprich schlecht; zuviel Fett. "Gute" Produkte sind hingegen alle die, die "künstlich" sind. Limonaden, die nur mit Süßstoff hergestellt sind, werden als Superprodukte deklariert.

Nun bin ich aber den "Light-Produkten" schon lange "leid" und aus diesem Grund werde ich die Ampelkennzeichnung oder was für eine auch immer kommt nicht beachten sondern immer noch das "Kleingedruckte" auf der Verpackung lesen; die Inhaltsstoffe.

Wie viele Leute die Ligth-Produkte in den Himmel heben, da kann ich nur lachen. Einmal sind sie gar nicht so gesund wie immer angenommen wird und dann verleiten sie zu einem Kalorien- und Fettanteil-Zählen, das geradezu grotesk ist. Bei der Gartenparty wird vom Grill alles gegessen was angeboten wird, dazu Bier getrunken usw. usw. Beim nächsten Einkauf muss aufgrund des schlechten Gewissens dann bei Jogurt, Käse etc. der Fettanteil und Zucker gegen Null gehen, ob es schmeckt oder nicht.

Der Spruch, weniger ist mehr, stimmt auch hier. Sicherlich ist manchem die Kennzeichnung der Lebensmittel eine Hilfe bei der Auswahl. Aber sich nur auf diese zu verlassen, würde zu einer völlig falschen Ernährung führen. Und abnehmen, das ist ja der Hintergrund der Geschichte wird auch keiner, denn die bessere Verbraucherinformation wird nicht zu einer anderen Auswahl der Lebensmittel führen. Dazu sind wir dann doch zu träge.

Von der EU zwar gut gemeint, wird der Bürger so lange nicht abnehmen, solange er mehr auf dem Stuhl sitzt oder auf dem Sofa liegt als sich bewegt. Und zum laufen sind die meisten leider auch zu träge. Aber sehen wir es einmal als Anfang und Hinweis zu einer ausgewogenen Ernährung und wenn dadurch viele Kinder nicht mehr so dickleibig werden wie heute, aber auch Erwachsene, dann hat es sich doch schon gelohnt.

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25.9.08

Am Ökosprit scheiden sich die Geister

Eines der ersten Dinge, die mir in Brasilien auffielen war, dass an den Tankstellen "Alcool" stand und ich damals nicht recht wusste, was das für ein Treibstoff ist. Beim Nachfragen hierzu erfolgte die Aufklärung auf dem Fuße und ab da an begann ich mich auch für diese Art von Kraftstoff zu interessieren.

Nun weiß man ja, nicht nur aus Zuckerrohr kann man Ethanol gewinnen, auch aus viele andere Pflanzen kann man Kraftstoffbeimischungen herstellen. Eine exotische Variante war für mich die, bei der Gras von der Wiese der Ausgangsstoff war. Hierbei kann man sich überlegen, wie viel Wiese dazu gemäht werden muss, um auf eine sinnvolle Menge zu kommen.

Brasilien hat nun schon lange Zeit Erfahrung bei der Gewinnung von Ethanol aus Zuckerrohr. Breits vor 30 Jahren ordnete die damalige Militärregierung zum Einsparen des Rohöls an, Zuckerrohr zu Bioalkohol zu verarbeiten. Heute werden 90 Liter pro Tonne dem Zuckerrohr entlockt - mit gut 60 Litern hat man einmal angefangen.

Zuckerrohr wächst leider nur in den wärmeren Gegenden unserer Erde. Den Amerikanern mit ihrem Energiebedarf passt das nicht und deshalb will man Mais einsetzen - natürlich in großem Stil. Die Folge diese Idee war, dass daraufhin die Maispreise an den Börsen hochschnellten, was eine weltweite Verteuerung nach sich zog, obwohl mit der Produktion so richtig noch gar nicht begonnen wurde.

Viel wissen nicht, das nicht jede Pflanze gleich viel Ethanol hergibt und das ist das eigentliche Problem (0,66 Liter Benzin setzen soviel Energie frei wie 1 Liter Ethanol). Man spricht dabei auch von Energiebilanz, die beim Zuckerrohr mit Abstand die beste ist - viereinhalb Mal besser als die von Zuckerrüben oder Weizen und sieben mal besser als die von Mais. Der Irrsinn ist, wenn die USA sämtlichen Mais den sie haben, zu Biosprit machen, trägt die gewonnene Menge gerade einmal zwischen 10 und 15 % zum Energiebedarfes des Landes bei. Daran sieht man, das Problem wird nicht gelöst, die Bevölkerung der armen Länder aber in den Hunger getrieben.

Natürlich wirft der Zuckerrohranbau in Brasilien auch sein Probleme auf. Ob nun wegen dem Zuckerrohr der Urwald abgeholzt wird oder deshalb, weil die Bauern von ihrem Land vertrieben werden und diese sich neues Land über den Urwald beschaffen ist gleich. Wir sehen ein Problem gebiert das andere.

Sicherlich ist es gut Biomasse, gleich welche, in "Energie" zu verwandeln. Man muss aber die Problematik kennen und sehr ausgewogen mit dieser Thematik umgehen. Es darf einfach keiner nichts auf dem Teller haben, nur weil wir Auto fahren wollen - allen Diskussionen um das für oder wider zum Trotz.

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9.9.08

Werden wir eines Tages noch satt

Durch die olympischen Spiele in China wurde uns allen wieder einmal bewusst, wie viel Menschen dort leben und nicht zuletzt wie viele auf der ganzen Welt. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal die Frage gestellt: Werden in Zukunft noch alle satt? Wird das Essen auch in unseren Regionen ein so kostbares Gut, dass wir es kaum noch bezahlen können, weil die Produktion landwirtschaftlicher Güter der Nachfrage nicht mehr Schritt halten kann? Die Älteren unter uns kennen noch die Jahre gleich nach dem Krieg. Ich kann mich noch erinnern, dass damals ein Onkel von mir neben anderen gehamsterten Lebensmitteln Rosenkohl mitbrachte. Was wurde der von allen begeistert in Empfang genommen und letztlich ganz ehrfürchtig gegessen - kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen. Und wenn ich das meinen Kindern erzählen würde, wäre für sie das eine Geschichte von einem anderen Stern.

Lebensmittel wegwerfen ist für mich heute noch ein Unding, es sei denn sie sind wirklich nicht mehr in Ordnung. Wie viele leben aber heute schon aus der Mülltonne? Und dann werden Lebensmittel zu Biomasse, letztlich zu Energie verarbeitet. Obendrein wird dazu noch Regenwald abgeholzt. Dieser Wald sorgt bekanntlich für ein gutes Klima auf der Erde. Südamerika hat zum Beispiel genug Probleme die eigenen Leute satt zu bekommen, warum dann aus Lebensmitteln Sprit herstellen oder Viehfutter, damit die Reichen in anderen Ländern ihr Steak essen können.

Laut der Vereinten Nationen leben 2050 ein Drittel mehr Menschen auf der Welt als heute. Grund genug sich mit der Nahrungsversorgung zu beschäftigen. Wir können uns nicht freuen, wenn auf Grönland Erdbeeren und Kartoffeln gepflanzt werden und dafür in Asien durch die stärker werdenden Monsunregen alles weggeschwemmt wird. Wir selbst sind durch unser Einkaufsverhalten mitverantwortlich für die Klimaerwärmung. Müssen wir zu den unmöglichsten Zeiten Dinge essen, die von weit herangeschafft werden müssen? In fernen Ländern nur mit großem Aufwand an Düngung und Spritzmittel wachsen können. Die USA verbrauchen zum Beispiel allein 100 Millionen Fass Öl nur zur Herstellung von Dünger. Essen wie früher - aus der Region und dann das, was die Jahreszeit bietet.

Sicherlich ist es schwierig, alles schnell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Aber jeder muss bei sich selber anfangen und mithelfen. Und soll nur keiner sagen, ich als Einzelner kann nichts bewirken - stimmt nicht.

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6.8.08

Abends schmeckt es doch am besten

Bei jedem Urlaub im Süden steht es bei uns zur Diskussion, bei jeder Abnahmekur fragt man es sich und überhaupt ist es ein ständiges Thema: Macht spätes Essen dick.

In meiner Jugendzeit kannte man dieses Thema überhaupt nicht und wenn es einmal gestreift wurde hieß es :Morgens wie ein Kaiser, Mittag wie ein König und abends wie ein Bettelmann. Dass das so auch nicht stimmt, wissen wir. Dennoch fragen sich die meisten Deutschen und die, die auch nördlich der Alpen wohnen immer wieder, nehme ich mehr zu wenn ich abends richtig gut esse? Und das macht ja eigentlich viel Spaß und soll man sich denn jeden Spaß verderben, wo man sich sonst nichts gönnt?

Gern hört man, dass die den ganzen Tag über eingenommene Nahrungsmenge entscheidend ist, nicht unbedingt wann ich die Portion zu mir genommen habe. Also den ganzen Tag nichts und abends wird reingehauen. Etwas Misstrauen bleibt (Kaiser,.....; so dumm waren die Alten nun doch auch nicht). Und gleichzeitig wissen wir auch, dass alles nicht ganz so einfach ist, wie es in den vielen Zeitschriften steht.

Der wichtigste Punkt bei diesem ewigen Thema "Essen" ist doch: Es soll Spaß machen und wer hinterher glücklich und zufrieden ist - was will man mehr. Und damit sich dabei nicht doch das schlechte Gewissen, dieser Unhold, einschleicht gibt es ein paar Tipps, die man ohne Probleme beachten kann, ohne sich den Spaß am Essen zu verderben.
www.gesundheit.de

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29.7.08

Essen im Alter - leicht aber würzig

Werden wir älter, wird essen und trinken oft ein Problem. Der eine trinkt zu wenig, dem anderen schmeckt es nicht mehr und überhaupt kann man nicht mehr so essen wie früher und die großen Portionen, über die man sich immer sooo gefreut hat, gehen auch nicht mehr runter.

Für viele eine Qualitätseinbuße ihres Lebens, denn letztlich geht uns immer noch der Spruch im Kopf herum: Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen. Ja, was soll denn nun noch zusammen halten?
Wenn man so über sein Leben nachsinnt, ist die Zeit gekommen zu überlegen, ob ich nicht sowieso vieles anders mache als früher, anders einschätze etc. Warum soll ich dann noch so essen wie früher? Gibt es nicht eine Möglichkeit anders zu Essen um mich wieder darüber zu freuen?

Ich will jetzt nicht auf Bio abheben oder auf "Gesundheits-Apostel" machen. Achten Sie einmal darauf was ihnen wirklich schmeckt und probieren Sie Sachen aus, die Sie noch nie gegessen haben (was der Bauer nicht kennt, isst er nicht - das vergessen Sie mal ganz schnell). Viele verlieren etwas an ihren Geschmacksnerven. Würzen Sie mal kräftiger, nicht mit Salz, mit ausgesuchten Gewürzen. Ich esse heute auch lieber "Chilli-scharf", das war früher nichts für mich. Und haben Sie keine Angst mal ein Ei mehr zu essen und vor allem, greifen Sie nicht zur Margarine, das hört sich nicht nur billig an, die schmeckt auch nicht.

Falls ihr Cholesterinspiegel zu hoch ist, dann hilft auch Margarine essen nur dem Hersteller, nicht Ihnen. Lieber weniger Butter, aber Butter. Und jetzt sind wir da, wo wir hin sollten: Lieber Qualität in Maßen als beliebiges Essen in Massen. Das gilt nicht nur für das Essen, auch für das Trinken.

Wenn Sie noch ein paar weitere Tipps lesen möchten:
www.stern.de

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13.6.08

Woher das Essen kommt und wer es kauft

Ihnen ist es sicherlich auch schon so ergangen: Sie stehen im Supermarkt, sehen sich das vielfältige Angebot an und wundern sich, von wo überall unsere Lebensmittel herkommen. Was hier dahinter steckt, dessen ist man sich oft nicht bewusst und vielfach kann man es auch nicht wissen. Unter welchen Bedingungen wurde das Obst und Gemüse angebaut, ernährt es auch den Produzenten oder haben nur die Vertreiber etwas davon usw. usw.?
Wie teilen sich Produzenten und Verbraucher die Welt auf? Dazu eine etwas ungewöhnliche Information von der Universität Sheffield.
www.blog.zeit.de

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6.5.08

Kaffee und Cholesterin

Dass Kaffee trinken nicht mehr in der bösen Ecke steht, und auch nicht mehr gedroht wird "das tut man nicht", wissen wir. Aber dass Kaffee trinken auch vor Cholesterin-Schäden schützen soll, ist mir dann doch neu, wenn gleich mit die Nachricht sympathisch ist. Somit nach einem fettigen Essen den Kaffee nicht vergessen!

Die Italiener machen uns das schon lange vor und bei ihnen ist der Espresso nach dem Essen schon ein Stück Lebenskultur. Seit den 80er Jahren hält er auch bei uns langsam Einzug, dennoch mehr als Modegetränk oder weil es bei einigen schick ist.

Ein hoher Cholesteringehalt wird auch mit der Schädigung der Blut-Hirn-Schranke in Zusammenhang gebracht. Bei gesunden Menschen verhindert diese Schranke das Eindringen schädlicher Stoffe aus dem Blut ins Gehirn. Gewisse Proteine sorgen im Blutkreislauf des Gehirnes für eine "Abdichtung". Wird der Zusammenhalt dieser Proteine gestört, kommt es zu einem "Siebeffekt". Schadstoffe können eindringen.

Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Koffein diese Schranke schützt. Damit ist wieder einmal bewiesen, dass von allem etwas zu sich zu nehmen besser ist, als ständig nach dem vermeintlich besten zu schielen was irgendwelche selbsternannten Gesundheitsapostel anpreisen.

Na, dann machen wir uns doch mal ein Tässchen Kaffee.

www.spiegel.de

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11.4.08

Wir tanken - andere hungern dafür

Haben Sie gestern Abend "heute" gesehen?
Natürlich gab es schon immer Ungerechtigkeit in dieser Welt und so wie es aussieht, werden wir diese wohl auch nicht abschaffen können. Dass wir aber mit unserem Biosprit andere Menschen in den Hunger treiben war uns nicht so bewusst, wird es aber immer mehr.

Die Grafiken, die wir gestern Abend zum rasanten Anstieg von Weizen und anderen Lebensmitteln sahen zeigten beängstigend von welcher Situation die Spekulanten ausgehen: Der Westen will Auto fahren und ihn interessiert überhaupt nicht, ob Menschen deshalb hungern oder nicht. Und weiter, da besonders in Deutschland das schlechte Gewissen hinsichtlich der Umwelt gefördert wird will man etwas Gutes tun und Biosprit tanken. Das klingt für viele nach Geld, schnellem Geld.
Früher hieß es "Pack den Tiger in den Tank" und heute "Pack den Weizen in den Tank".

Und was können wir tun? Sicherlich gibt es keine Patentrezepte. Dennoch sollten wir schauen, wie viel Sprit verfahre ich sinnlos? Habe ich ein Auto, das nicht nur verbraucht, sondern schluckt? Und vor allem sollte die Bereitschaft wachsen, wirklich alternative Antriebsstoffe zu unterstützen, wie z. B. Wasserstoff oder Gas. Das Gejammer darüber, dass es zu wenig Tankmöglichkeiten gibt liegt nur daran, dass wir uns innerlich gegen solche Autos sträuben.

Bei diesem Sträuben hilft die Ölindustrie natürlich fest mit. Denn würde weniger Sprit verbraucht, würden die Gewinne zurück gegen.

Informieren Sie sich doch noch weiter über diese Situation. Für zwei interessante Kommentare steht unten der Link.

www.heute.de

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1.4.08

Glutamat & Co

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Sicherlich kennen Sie diesen Spruch auch. Aber achten wir wirklich so auf unseren Leib wenn wir unser Essen einkaufen oder zum Essen gehen?

Natürlich wissen wir, welches Land am meisten Spritzmittel verwendet und wer sonst noch alles so an die Pflanzen tut, von dem wir am liebsten nichts wüssten. Somit sind wir schon mal vorsichtig mit Obst und Gemüse aus diesen Ländern. Kennen Sie aber die Zutaten von Speisen und Gewürzen, die auf der Verpackung meist als "Kleingedrucktes" zu lesen sind - wenn man es überhaupt liest?

Glutamat ist so ein Stoff; wenn der nicht drin ist sagen die Leute gleich: "Das Essen schmeckt nach nichts". Glutamat ist allerdings noch der bekannteste Stoff. Sagt Ihnen Carrageen etwas, oder Lycopin, Natamycin usw. usw. Vielleicht geht es Ihnen so wie mir, ich versuche diese schwierigen Wörter zu lesen, mehr zu buchstabieren und denke, na sterben werde ich davon nicht gerade, sonst wäre das Gewürz nicht zugelassen.

Dennoch, man sollte sich doch immer wieder einmal in Erinnerung rufen, was esse ich eigentlich alles? Natürlich ist die Chemie in unseren Lebensmitteln nur in geringen Maßen vertreten und nicht schädlich, reagiert aber mein Körper nicht doch, ohne dass ich es weiß, unangenehm auf die eine oder andere Substanz - ohne gleich Allergiker zu sein? Die Spannbreite von Glutamat als Würze bis Cyclamat als Süßstoff ist groß. Deshalb lese ich mir immer wieder einmal durch, was alles auf den Verpackungen steht und lese auch nach, was sich hinter diesen schwierigen Wörtern versteckt. Man kann sich auch nicht alles auf Dauer merken, da tut eine Auffrischung manchmal gut. Im Internetlink unten können Sie sich auch mal wieder schlau machen.

www.portal.gmx

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6.11.07

Brrrr, Sushi ....

roher Fisch! Inzwischen weiß nun ja schon jeder was man sich unter Sushi vorzustellen hat. Dass das nicht einmal die halbe Wahrheit ist, fällt dabei vielen nicht auf. Wir in Europa bzw. in Deutschland essen auch rohen Fisch, oder hat man jemals gebratene Matjes bekommen? Legt man den Rollmops vor dem Essen in die Pfanne?

Sushi sind nicht nur „die gerollten Dinger“, außen schwarz und innen Reis; Sushi kann vielfältig zubereitet werden wie auch bei uns so manche Gerichte in vielfältiger Form angeboten werden. Dennoch, die gerollten bzw. handgeformten Sushi finde ich für einen Abend mit Gästen besser. Das Essen dauert länger, man hat Gesprächsstoff, versucht sich mit Stäbchen und es wird immer ein netter Abend.

Leider kennt man bei uns die gerollte Form von Sushi nur als Tiefkühlware aus dem Supermarkt; die schmecken wirklich fürchterlich. Diese Art der Sushi bekommt man auch in Japan abgepackt, sozusagen als „Lunchpaket“. Die sind zwar praktisch für unterwegs schmecken aber auch nicht. Man isst sie nur dann, wenn es wirklich nichts anderes gibt. So ging es immer mir, wenn ich geschäftlich in Japan unterwegs und die Zeit zu knapp für ein richtiges Essen war.

Sushi sind echt gut, wenn man sie selbst macht und frisch isst – dann sind sie wirklich delikat. Frei nach dem Motto: heute rollen und heute essen. Mit rohem Fisch, in erster Linie Lachs und Tunfisch, muss man bezüglich der Temperatur vorsichtig umgehen, aber wenn der Fisch, gut gekühlt aus dem Kühlschrank verarbeitet wird, hält er gut einige Stunden, ohne dass man gleich an Fischvergiftung denken muss. Den Fisch kann man dann noch mit vielen anderen Zutaten kombinieren.

Und für diejenigen, die Fisch nicht mögen, kann Sushi auch ohne Fisch zubereitet werden: mit Früchten, Pilzen, Eierstich, Gurke und vielem mehr.

Demnächst lade ich wieder Gäste zum Sushi-Essen ein. Die freuen sich und es kommen auch die, die mit rohen Fisch nicht viel im Sinn haben.

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