Deutsche Geschichte auf Briefmarken - 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland
Wer hätte es sich schon gedacht, in den Nachkriegsjahren, dass wir Deutsche einmal in so einem demokratischen Staat leben, in dem es allen gut geht, gemessen an dem, was hinter uns liegt. Natürlich knackt und knirscht es immer wieder einmal im Staatsgebälk, aber dafür leben hier eben viele Menschen und somit müssen viele Meinungen unter einen Hut gebracht werden.
Rückblickend ist es schon erstaunlich, wie doch recht früh nach dem Krieg an einen Aufbau Deutschland gedacht wurde. Leider drifteten die Meinungen darüber, wie Deutschland aufgebaut werden soll, zwischen den Siegerstaaten sehr auseinander. Wortführer nach meiner Auffassung waren die Amerikaner auf der West- und Sowjets auf der Ostseite.
Trat die USA für ein freiheitliches demokratisches Deutschland ein, sahen die Sowjets schon von Anfang an ein Deutschland unter Kommunistischer Fahne, unter der "Diktatur des Proletariats", wie man damals sagte.
Diese Absicht wurde schon vor dem Marshall-Plan offensichtlich. Der Osten Deutschlands musste sich dem Druck der Sowjets beugen. Ihnen war dieser Plan, ein Aufbauplan für Gesamtdeutschland, der auch noch von der Westseite kam, ein Dorn im Auge.
Bei der Einführung der D-Mark (Westgeld), im westlichen Teil Deutschlands und im West-Teil Berlins, schieden sich dann endgültig die Geister und so nahm, wie man sagt, die Geschichte ihren Lauf. Die amerikanische Auffassung kollidierte von Anfang an heftig mit der Auffassung der Sowjets wie der neue deutsche Staat aussehen soll. Somit haben wir es letztendlich in erster Linie den Amerikanern zu verdanken, egal wie man heute zu deren Politik steht, dass wir in unserem heutigen demokratischen Deutschland leben.
Hier 60 Jahre Geschichte der Bundesrepublik Deutschland abhandeln zu wollen wäre vermessen. Dazu gibt es nicht nur endlos viel Literatur, jeder von uns hat ein Stück weit diese Geschichte gelebt und auch miterlebt. Jeder hat sein eigenes Bild von der Geschichte, das er frei in seiner Meinung jedem mitteilen kann. Allein das ist schon ein gutes Argument für unseren Staat, trotz vieler Anfeindungen und Besserwissern.
Das kleine Video soll anhand von Briefmarken wichtige Stationen in unserem Gemeinwesen aufzeigen und erinnern, dass die guten Zeiten heute mit ganz schlechten angefangen haben.
Das Kreuz dominiert an keinem anderen Feiertag so wie gerade zu Ostern und natürlich in den Passionswochen davor. Das wissen wir zwar alle, dennoch haben wir oft ein etwas distanziertes Verhältnis zum Kreuz. Vielleicht liegt es daran, dass der Begriff "Kreuz" für viele negativ besetzt ist.
Kreuz steht bei so manchem für Tod oder Leid. Unser Sprachgebrauch zeigt es schon. Der hat auch sein Kreuz zu tragen, sagt man, oder dass es schon ein Kreuz mit dem- oder derjenigen sei. Auch "Das Rote Kreuz" verbindet man mit Krieg, Not und Tod. Und wenn man es "im Kreuz" hat, wird man daran erinnert, dass es einfach Schmerzen verursacht.
Stehen Sie mal vor dem Spiegel und breiten die Arme aus. Was sehen Sie? Ein Kreuz. Sind wir somit dem Kreuz schon grundsätzlich verhaftet oder soll uns unser eigenes "Kreuzbildnis" daran erinnern: Wir sind Kreuz? Sollen aus dieser Form heraus leben? Ein klares "Ja" oder ein "bloß nicht"?
Betrachten wir diese, unsere Form, so stehen wir mit beiden Beinen auf der Erde. Verwurzelt kann man sagen, bodenständig und fest. Gut so; da gehören wir vorerst auch einmal hin. Die Arme ausgebreitet und somit waagerecht. Das heißt, Bodenhaftung behalten, gleich unter Gleichen; ich bin nicht besser als der andere, auch wenn das mir so vorkommt. Ich bin ein Teil der Gesellschaft und bin somit auch für sie da und umgekehrt - für meine Familie, Gemeinde, Sportverein, für Freunde und Freundinnen.
Der Kopf ragt raus und das ist das Entscheidende. Nur die Augen können zum Himmel blicken. Sehen mehr als der Körper in seiner Bodenständigkeit. Nur der Kopf kann erahnen, dass es mehr gibt als nur unten. Und das ist das positive am Kreuz, an unserer menschlichen Kreuzesform, dass sie uns immer wieder daran erinnert.
Ostern ist damit ein Jubelfest, denn es gibt nicht nur ein unten, sondern auch ein oben. Vielleicht sollten wir uns das mehr zu Herzen nehmen und das Kreuz einfach mal positiv sehen - und da schließe ich mich nicht aus; denn mit einer positiven Stimmung lebt es sich nicht nur zu Ostern besser.
Das kleine Briefmarkenvideo soll uns etwas auf die Festtage einstimmen.
Briefmarken sind für die einen eine Leidenschaft, für die anderen nur der Beweis dafür, dass das Porto auch bezahlt wurde. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, mit Briefmarken Gutes zu tun. Damit meine ich natürlich nicht, lediglich bei der Post kaufen, damit deren Umsatz steigt.
Nein, gebrauchte Briefmarken können in verschiedener Form in aller Welt Gutes tun. Z. B. sammelt die Kolpingsfamilie Ulm schon seit 1959 Briefmarken, um diese nach Indien zu schicken. Genauer gesagt in den Bundesstaat Bihar und hier wiederum zu einer Missionsstation, die in den armen Gegenden nahe des Himalyas liegt, an der Grenze zu Nepal. Diese Missionsstation geht auf das Kloster Hegne am Bodensee zurück.
Das mit den Marken funktioniert so: Die Briefmarken brauchen nicht vom Brief abgelöst werden, lediglich aus dem Brief ausgeschnitten oder ausgerissen. Haben sich auf diesem Weg ungefähr 1,5 kg von diesen Papierchen angesammelt, werden sie nach Indien geschickt. Dort werden die Marken unter Anleitung der Missionsschwestern von einheimischen Frauen vom Papier gelöst und getrocknet. Die Marken werden kontrolliert und die noch einwandfrei sind werden sortiert, den entsprechenden Ländern, Motivreihen usw. zugeordnet und verpackt.Die Frauen können mit den verdienten Geld ihre Familien unterstützen und tragen so zum gesamten Einkommen bei, das sowieso nicht gerade viel ist.
Mit dieser Aktion wurden schon zig-kg Briefmarken verschickt und somit seit Jahren hilfsbedürftige Menschen unterstützt. Erfreulich ist jedoch, dass nicht nur die Kolpingsfamilie Ulm seit Jahren diese Aktion betreibt, auch andere helfen vorbildlich. So die "Briefmarkenspendeaktion von Antonius und Martina Eikenkötter" aus Warendorf. Hier dienen die gesammelten Briefmarken zur Unterstützung der "von Bodelschwinghschen Anstalten" in Bielefeld. 130 Behinderten-Arbeitsplätze werden unterstützt. Ähnlich wie in Indien, werden auch hier die Briefmarken vom Ablösen des Papiers bis zum Verkauf in Sammlerkreisen verarbeitet.
Vielleicht haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie man soziale Einrichtungen unterstützen kann ohne gleich eine Überweisung auszufüllen. Briefmarken sammeln und weiterleiten wäre doch eine gute Alternative. Dem einen bringen sie eine finanzielle Unterstützung, dem anderen eine große Freude in seinem Album.Schöner kann doch spenden eigentlich nicht sein? Oder? Wollen Sie auch Briefmarken sammeln und abgeben?
Kolpingfamilie Ulm, Böhmeweg 49, 89075 Ulm und www.briefmarkenspendeaktion.de.vu
Heute ist der erste Advent und damit der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Das wird vor lauter Hektik auf Weihnachten von vielen überhaupt nicht wahrgenommen und dabei könnte man sich doch so gut auch mal etwas vornehmen, wie an Silvester für´s neue Jahr.
Zum Beispiel könnte man sich vornehmen, Weihnachten mal ruhiger angehen zu lassen. Natürlich kann man aus dem 6.-Gang nicht in den Rückwärtsgang schalten, das ist unrealistisch, aber zumindest kann man etwas zurückschalten.
Die Adventszeit, das heißt die Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest, geht auf den Papst Gregor dem Großen zurück. Bereits auf dem Konzil im Jahre 380 wurden die Christen angehalten, sich während des Advents auf die Geburt Jesu Christi vorzubereiten. Damals war allerdings das Weihnachtsfest noch nicht am 24. Dezember, sondern am 6. Januar, dem Tag der Erscheinung des Herrn bzw. "Heilige Drei Könige".
Bei dem Hinweis des Konzils dachte man sicherlich noch nicht an die endlos vielen Nikolaus-, Weihnachts- und was weiß ich für Feiern, mit großen Portionen zum Essen und oftmals noch größeren zum Trinken. Das sollte, wenn man schon auf große Portionen steht, dem Weihnachtenfest vorbehalten bleiben. Nicht aber schon vorher. Das ist wie ständig Torte essen und bald hat man mehr als genug davon. Bis dann Weihnachten kommt kann man von Weihnachten nichts mehr hören und man ist froh, wenn Weihnachten vorbei ist.
Nehmen wir uns für das "Neue Jahr" doch vor, und ich schließe mich da nicht aus, dass wir die Adventszeit etwas besonnener angehen, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass die Adventszeit ursprünglich einmal so etwas wie eine Fastenzeit war.
Vielleicht sind wir dann froh, dass Weihnachten kommt und das Geburtsfest Jesu Christi nicht so schnell vorbei ist. Stimmen Sie sich mit dem kleinen Video dazu etwas ein.
Wohl kaum ein Abschnitt aus der deutschen Geschichte wird so beleuchtet und immer wieder in den Medien wiederholt wie der, der Hitlerzeit bzw. des 3. Reiches. So kann man sich fragen, was ist so faszinierend daran? Richtig beantworten kann man das sicherlich nicht, denn jeder sieht es aus einer etwas anderen Perspektive.
Das 3. Reich, deshalb so benannt, da man sich vom 1. Reich, dem Kaiserreich und der Weimarer Republik als 2. Reich, abgrenzen wollte. Hitler kam an die Macht, wo jeder von der Politik so genug hatte, dass derjenige, der Stabilität und Arbeit versprach gewählt wurde. Hitler verstand es zudem Gott so mit ins Spiel zu bringen, was bei manchen schon als Vorsehung erscheinen musste. Das Konkordat mit dem Vatikan, im Juli 1933 abgeschlossen, steuerte das seinige noch hinzu.
Was Hitler und seine Leute aber betrieben war reine Machtpolitik ohne Rücksicht auf das Volk. Die Leutseligkeit am Anfang verflüchtigte sich bald. Die Haltung gegenüber den Juden wurde sehr schnell tödlich und auch gegenüber den Kirchen aggressiv.
Von vielen wurde diese Situation nicht beachtet aus welchen Gründen auch immer. Letztlich kann man sagen, wer wieder in Brot und Lohn steht macht manche Zugeständnisse und wir heute sollten uns hüten über "den kleinen Mann auf der Straße" zu urteilen, wenn wir nicht selbst schon einmal in einer solchen Situation gewesen sind. Aus der Wohlstandsecke heraus kann man leicht gute Ratschläge erteilen.
Als die Deutschen merkten, wohin das Hilterregime führt, konnten oder wollten viele nicht zurück. Oft wäre die Familie oder das eigene Leben zu opfern gewesen. Wohin das letztlich alles führte wissen wir und ist in zig Büchern, Filmen, Reportagen usw. beschrieben. Was für mich nur völlig unverständlich ist, dass es heute immer noch Leute gibt, die diesen braunem Terror nachhängen und ihn glorifizieren. Für mich ist das Menschenverachtend.
Von der Briefmarke her ist recht gut die Vereinnahmung der Gesellschaft für die Ziele der Machthaber zu sehen. Es wurden zwar schon mehr Briefmarken herausgegeben als zu Kaisers Zeiten aber kein Vergleich zu der Markenschwemme unserer Tage. Dennoch kann aus den nicht so vielen Briefmarken des 3. Reiches recht gut der politische Wandel nachvollzogen werden.
heißt noch lange nicht, dass man ein Eigenbrötler, Introvertierter oder gar Opa ist. Diese kleinen Papierchen haben es in sich, was kaum einer vermutet. Natürlich wird damit auch eine Geschäft gemacht – klar, von der Post angefangen bis hin zum Händler. Wer sich aber einmal damit befasst hat, den lassen sie nicht mehr los. Ich sammle Briefmarken seit meinem 5./6. Lebensjahr und mein erstes „Briefmarkenalbum“ war eine Streichholzschachtel – das war nach dem Krieg für Kinder die einzige Möglichkeit, Briefmarken halbwegs gut aufzubewahren.
Eine phantastische Welt tat und tut sich immer noch auf und nicht nur das, Briefmarken sammeln bildet und das nicht wenig; auch wenn sich das im ersten Moment nicht ganz glaubhaft anhören sollte. Ereignisse jeglicher Schattierung in der Welt findet man auf diesen kleinen Marken wieder – ob vom Sport, der Politik und Naturwissenschaft, der Kunst, Kultur, Religion oder Geschichte. So könnte man noch einen Weile weiter aufzählen. Jedes abgebildete Ereignis hat einen Bezug zur jeweiligen Zeitepoche, viele geschichtlichen Ereignisse bekommen wieder ein Bild. Briefmarken sind wie ein offenes Buch, ja wie ein „Bilderbuch“, aber ein gutes Bilderbuch. Briefmarken haben eine Faszination
haben ich kürzlich gesagt. Für mich trifft das heute noch zu. Nicht zu unterschätzen die Erinnerungen, die kommen. Na ja dann sind wir doch schon, wie am Anfang erwähnt, in der letzten Kategorie der Sammler (ganz leise sage ich jetzt mal „Opas“ vielleicht auch „Omas“), wenn wir sagen: Ja, die Fußballweltmeisterschaft 19hundert so und so oder die ersten Europamarken – da kann ich mich noch genau daran erinnern als die erschienen. Keiner hätte je gedacht was z. B. einmal aus Europa wird, damals, als man die Briefmarken noch vom Taschengeld gekauft hat – einfach toll. Und so schleicht sich ganz leise eine gewisse Begeisterung und Bezug ein, zu diesen kleinen, fast unscheinbaren, von vielen nicht ganz ernst genommenen „Papierstücken“. Es ist, als lese man ein gutes Buch und .... man fühlt sich gut dabei.
Nicht zuletzt besticht oft auch die graphische Gestaltung der Marke oder ihre Farbauswahl. Manchmal ist es auch ein Ereignis das dargestellt wird, an dem man teilgenommen hat und somit emotional verbunden ist. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten einen Bezug zu schaffen und man könnte stundenlang erzählen.
Ich will es mal nicht bei Worten belassen, ich habe versucht, die Deutsche Geschichte mit Briefmarken darzustellen. Zwar nur in sehr knapper Form, ohne irgendeinen Anspruch der lückenlosen Darstellung, aber allein dabei sieht man schon, welche und vor allem wie viele Informationen Briefmarken hergeben. Und man sieht, Geschichte kann einen bewegen und kann spannend sein.
„Deutsche Geschichte“ auf Briefmarken – Die Weimarer Republik
Die Zeit der Weimarer Republik ist in der ganzen deutschen Geschichte die Zeit des Umbruches überhaupt. Kaiser und Könige einschließlich des Adels wollen von der Macht nicht lassen, das Volk sieht die Zeit gekommen sich von den Despoten zu trennen, keiner weiß aber so richtig, wie man eine neue Staatsstruktur angehen soll. Zwangsläufig stellen sich die vielfältigsten Ideen ein und jeder will die seine verwirklichen, notfalls mit Gewalt.
Bis 1933 ist Deutschland in kein richtiges demokratisches Fahrwasser gekommen, sonst hätte es vielleicht auch eine Hitlerdiktatur nicht gegeben. Von den 20er Jahren spricht man zwar von den „Goldenen Zwanzigern“, das trifft aber nur für wenige zu. Im Nachhinein wird immer vieles überhöht dargestellt und verherrlicht. Der überwiegenden Mehrheit ging es nicht gut, für viele war die Armut ein ständiger Begleiter. Insgesamt gesehen, kamen nicht viele Postwertzeichen heraus, wenn man einmal die vielen Inflationsmarken weglässt. Im Vergleich zu heute, wo jedes kleine Ereignis schon mit einer Marke bedacht wird, gibt es z. B. keinen Hinweis für den Beitritt Deutschlands zum Völkerbund. Und das war wirklich ein Ereignis. Den Abzug der Besatzer aus dem Rheinland ersieht man aus einem Überdruck und zum Abzug der Besatzer aus dem Ruhrgebiet muss man schon im Lexikon nachsehen. Die Briefmarke war von Staats wegen etwas ins Hintertreffen geraten. Zumal um 1920 herum auch noch die „Ländermarken“, wie z. B. von Württemberg und Bayern wegfielen.
Große Fortschritte wurden in der Technik gemacht. Ob Zeppelin, Atlantiküberquerung mit dem Flugzeug, Einführung der Ampeln wegen des hohen Verkehrsaufkommens in den Städten usw. sind ein Zeichen dafür, dass es voranging.Natürlich auch in der Waffentechnik, wenngleich diese nicht dem Wohle des Volkes diente.
Die Weimarer Republik war einfach eine Zeit des Umbruchs, die ein Staat von der Monarchie zur Demokratie durchmachen muss. Dass zwischen dieser Zeit und der heutigen tragischer Weise nochmals eine Diktatur kam, muss uns für die Zukunft gegenüber Veränderungen aufmerksamer machen, welcher politischen Richtung auch immer.
„Deutsche Geschichte“ auf Briefmarken (Teil 1) – Das Kaiserreich
Die Beförderung von Briefen durch Boten und andere Personen gibt es solange es die Menschheit gibt. Briefmarken dagegen gibt es erst seit „Kurzem“, wenn man die Zeitspannen vergleicht.
Zahlte früher in der Regel der Empfänger der Sendung die Gebühren, drehte es sich bei Einführung der Briefmarken um: Der Absender zahlt und der Beweis dafür ist die Briefmarke.
Die erste Briefmarke erschien in Großbritannien am 6. Mai 1840. Es dauerte eine Zeit lang bis dann auch bei uns die erste Briefmarke erschien: Der sog „Schwarze Einser“, durch die Bayrische Post am 1. November 1849. Zwischen dem Erscheinen der ersten Marke in Großbritannien und der in Bayern, gaben bereits 12 weitere Postgebiete auf der Welt Briefmarken heraus.
Den Bayern folgten die anderen Kleinstaaten Deutschlands und auch viele Städte. Die Währung war so bunt wie der „Länder-Flicken-Teppich“ in Deutschland – Thaler, Kreuzer, Schillinge, Batzen, Heller usw. usw.
Nach der Gründung desDeutschen Reiches erschien am 1. Januar 1872 die erste Briefmarke mit dem Aufdruck „Deutsche Reichspost“. Zwar noch in der Währung Groschen und Kreuzer, die aber bald durch Mark und Pfennig ersetzt wurde.
So ging es den Deutschen damals sicherlich wie uns, lieb gewonnene Währungen verschwanden, neue wurden eingeführt. Und so blieb es dann auch, bis ins Jahr 2002, als der Euro eingeführt wurde.
Hatte die Briefmarke am Anfang nur den Sinn, eine Bestätigung für das Porto zu sein, merkte man bald, dass sie eine gute Plattform für die Darstellung des Staates sein kann. Mehr und mehr wurde das ausgenutzt und so kann man anhand der Briefmarken recht gut die Geschichte eines Landes verfolgen, aber auch die Art und Weise, wie man sich zu repräsentieren versuchte – gegenüber dem eigenen Volk, aber auch gegenüber dem Ausland.
In verschiedenen Teilen möchte ich den Versuch unternehmen, die Deutsche Geschichte kurz und soweit es meine Briefmarkensammlung hergibt, darzustellen.