24.7.09

Deutschlands nächste Generation

So hieß die Sendung gestern Abend im Fernsehen; vielleicht haben Sie sie auch gesehen. Mir war zwar bewusst, dass Geld über die Ausbildung der Kinder entscheidet, nicht aber in dem Maße wie in dieser Sendung gezeigt. Natürlich haben ein paar andere Kriterien auch ihren Einfluss aber Geld spielt bei vielen die Rolle schlechthin.

Wenn man sieht, dass ein Kind wirklich sparen muss um sich ein Paar Turnschuhe für 30 € zu kaufen und die anderen werden mit Edelklamotten sämtlicher Marken behängt (Preis nach oben völlig unbedeutend), mit dem mütterlichen Hinweis, dass sie eine Krise bekommt, wenn die Kinder zwei verschiedene Marken kombinieren müssten, dann ist doch so manches aus dem Lot.


Andere gehen ins teure Internat im Norden - mit jedem Schnickschnack - und die Hauptschüler in den Großstädten leiden am Frust der Lehrer, weil diese die Lust verloren haben, aufgrund der Bezahlung und des Bildungssystems in Deutschland.

War früher noch das deutsche Bildungssystem ein Paradestück, so ist es heute stecken geblieben am wirklichen Reformwillen der Politik (es mangelt aber nicht an ständigen halbherzigen Reförmchen) und am Willen, tatsächlich jedem Kinde die gleichen Chancen einzuräumen. Unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

Einen großen Beitrag, damit aus der Bildung bei uns nichts wird, leisten die einzelnen Länder. Diese berufen sich bei der Bildung auf den Föderalismus und jeder quacksalbert hier nach eigenen Gutdünken herum, ohne auf die Kinder Rücksicht zu nehmen und ohne ihnen wirklich gleiche Chancen zu geben.


Wie können wir einem Ausländer klar machen, dass es im Lande von Goethe und Schiller 16 verschiedene Abis gibt? Dazu auch noch im Niveau höchst unterschiedlich. Dass jeder Landesfürst sich beim Thema Bildung einbildet, nur er macht es richtig und denkt nicht mal im Schlaf daran, dass ein solch wichtiges Thema zentral geregelt werden muss. Sicherlich denkt der von draußen: Gab es in Deutschland nicht schon einmal die Kleinstaaterei? So vor 1871? Rückfall ins Nachmittelalter?


Deutschland, so heißt es, sei ein Land, in dem die Fertigung der Produkte teuer ist und wir uns deshalb auf unsere geistigen Kräfte besinnen und diese vermarkten müssen. Wie denn, bei dieser Lage? Bei der Engstirnigkeit und Profilierungssucht unserer Politiker kann man diese Lippenbekenntnisse schon gar nicht mehr hören. Und da wundern sich die in Berlin und in den Landeshauptstädten, dass keiner mehr Lust hat zur Wahl zu gehen und auch noch dazu aufrufen, der Urne fern zu bleiben.

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9.7.09

Berlin - Wo unsere Kanzlerin werkelt und merkelt

So langsam wird aus Berlin wieder eine Weltstadt. Von außen betrachtet ist sie das schon länger, zumindest bei den Insidern, wir Deutschen haben da eher ein geteiltes Verhältnis zu dieser Stadt, vielleicht so geteilt wie sie einmal war.

Dennoch, Berlin kann man wieder vorzeigen und das Viertel um den Spreebogen mit Kanzleramt, Reichstag, Hauptbahnhof und einigem mehr gehört einfach zu den Stellen Berlins, die man gesehen haben muss. Natürlich fehlt noch einiges, manches muss noch gerichtet werden, aber das wird bald gemacht sein. Schön ist es jedenfalls, dass dort keine Grenze mehr verläuft und jeder nach Ost und West gehen kann wie es ihm gefällt und es keine Soldaten mehr gibt, die auf jeden schossen der damals von Ost nach West wollte.


Alles liegt dicht beieinander und aus diesem Grund kann man schon an einem Tag vieles sehen. Besonders zu empfehlen ist eine Schiffsfahrt auf der Spree. Nicht nur, dass man vieles aus einer ganz anderen Perspektive sehen kann und die ist beeindruckend, nein, der Kapitän des Schiffes erklärt alles in farbenfrohen Bildern, versorgt seine Ausführungen mit guten Hintergrundinformationen, so dass die Fahrt wirklich zu einem Erlebnis wird. Auch wenn das Wetter einmal nicht so schön ist und es ein wenig regnet, die Fahrt sollt man sich keinesfalls entgehen lassen.


Natürlich bietet Berlin noch vieles mehr, ob kulturell, architektonisch, politisch oder was auch immer: Berlin ist eine Reise wert. Und wenn Sie einmal dort sind und genug gesehen haben, wo heute die große Politik gemacht wird, dann steuern Sie mal die Museumsinsel an und gehen dort ins Pergamonmuseum und schauen Sie sich das Ischtar-Tor von Babylon an - einfach super-phantastisch. In dieser Stadt wurde auch schon große Politik gemacht, ist aber schon eine Weile her - und was ist geblieben? Vielleicht sehen wir unsere Politik auch mal durch diese Brille!

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3.6.09

Die Schwäbische Alb - Schatzkammer der Welt

Auch die Unesco weiß was die Schwäbische Alb wert ist: Kürzlich, bei einer Sitzung auf der koreanischen Insel Jeju, wurde das Biosphärengebiet Schwäbische Alb in den Kreis der weltweit bedeutenden Kulturlandschaften aufgenommen. Eine Auszeichnung, die man auf den ersten Blick nicht erwartet hätte, als Laie, aber auf die man sehr stolz sein kann.

Beim Stichwort "Schwäbische Alb" geht es aber nicht nur um Landschaft. Sehr großes Aufsehen und das auch weltweit, haben die Kunstwerke gemacht, die auf der Alb ausgegraben wurden. Der neueste Fund, ausgegraben im "Hohlen Fels" bei Schelklingen (Nähe Blaubeuren/Ulm) ist die älteste Menschenfigur der Welt mit rund 40.000 Jahren. "Eiszeit-Venus" wurde sie in der Zeitung genannt.

Etwas weiter entfernt, aber immer noch Schwäbische Alb, wurde der sog. "Löwenmensch" gefunden. Der "Hohlenstein" als Fundort barg auch noch Knochen eines Neandertalers. Der Löwenmensch ist eine auch für Laien sehr beeindruckende Figur aus Elfenbein. 32.000 Jahre alt und ca. 30 cm groß. Also keineswegs nur eine kleine Figur, in der man mehr hinein interpretieren müsste als man sieht.

Das wichtigste aber ist, dass ja viele meinen, die Menschen in der Steinzeit seien stupide gewesen mit fehlendem Feingefühl für Kunst. Alle gefundenen Figuren zeigen genau das Gegenteil. Bedenkt man zudem die Möglichkeiten der Bearbeitung die die Menschen damals hatten, stehen diese Kunstwerke auf einer noch weit höheren Stufe als man gemeinhin annimmt.

Die genannten Funde sind nicht die einzigen Zeugnisse vergangener Tage. Interessanterweise hat die Schwäbische Alb gegenüber anderen Landstrichen Europas doch eine beachtenswerte Anzahl von Funden freigegeben und wird es sicherlich auch noch in Zukunft tun. Warum gerade hier? Waren hier die Lebensumstände besonders gut für unsere Vorfahren? Anzunehmen. Denn wenn man ständig nur um das nackte Überleben kämpft, hat man keine Zeit sich mit Kunst oder spirituellen Dingen zu befassen. Auch wenn diese Figuren einen sicherlich religiösen Hintergrund haben, zeigen sie doch die hohe geistige Kulturstufe, die die Menschen damals schon hatten.

Die Höhle, in denen man den Löwenmenschen gefunden hat, ist im Lonetal unweit des Ortes Langenau, nordöstlich von Ulm. Von den Wanderparkplätzen leicht zu erreichen und wirklich eine "Reise" wert. Zumal die Wege gut zu laufen sind und die Strecke für einen Spaziergang bestens geeignet ist.

Weiterer Artikel:
Der Löwenmensch von Ulm

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30.3.09

Lebensmittel 7 Proteine - Tod bei 42° C

Proteine bzw. Eiweiße sind für unseren Körper lebenswichtig, das haben wir schon beim Lebensmittel-Experiment 6 festgestellt. Sie sind aber auch sehr empfindlich und können unter Umständen schnell denaturieren, d. h. ihr eigentliche Struktur wird zerstört und dieser Vorgang ist irreversibel; also nicht umkehrbar. Bestes Beispiel: Wir kochen ein Ei. Das Eiweiß wird weiß und fest. Wir können dieses Ei nicht mehr in seinen Urzustand zurück versetzen.

Kritisch wird das Ganze, wenn es um die menschlichen Eiweiße geht. Diese sind genauso empfindlich wie alle anderen. Haben wir Fieber und die Temperatur geht auf 42° C und darüber, denaturieren auch unsere körpereigenen Eiweißsubstanzen. Folge: Der Mensch stirbt.

Auch Alkohol ist tödlich. Alkohol denaturiert ebenfalls das menschliche Eiweiß und kann bei hoher Dosis im Körper ebenfalls zum Tod führen. Das trifft auch dann zu, wenn das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper gestört wird. Z. B. bei einem Schock bei Unfallverletzung oder Diabetes. Sinkt beispielsweise der pH-Wert des Blutes von normal 7,4 auf 7,0, tritt eine Übersäuerung des Körpers ein und der Tod ist die Folge.

Liebe Eltern und Großeltern, mit unserem kleinen Experiment können wir die beschriebenen Denaturierungen nachweisen. Gemeinsam mit unseren Kindern können wir beobachten, wie schnell das Eiweiß gerinnen kann.

"Lebensmittel 7" ist das letzte Experiment der kleinen Experimenten-Reihe "Wasser, Luft und Lebensmittel". Ich hoffe, es hat ihnen nicht nur Spaß gemacht, sondern auch neugierig auf die Naturwissenschaften. Denn die Naturwissenschaften sind gleichermaßen spannend wie auch ein Teil unseres Lebens.


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23.3.09

Lebensmittel 6 Proteine - Wir stellen Quark her

Wenn wir "Eiweiß" hören denken wir sofort an das Ei. Das stimmt zwar, ist aber in Bezug zum Eiweiß viel zu wenig. Hören wir Proteine, dann wird für uns der Begriff schon viel umfassender.

Eiweiße oder auch Proteine genannt, sind in Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen zu finden. Das Wort Protein kommt aus dem griechischen: proteuein und steht für "der Erste sein". Das kann man fast wörtlich nehmen, denn bei der menschlichen Nahrung sind die Proteine wichtiger als Fette und Kohlenhydrate; sie stehen also wirklich gleich an erster Stelle.


Was für Aufgaben haben denn die Proteine bzw. die Eiweiße? Hier nur ein paar Beispiele: Zur Festigkeit von Haaren und Fingernägeln bedarf es Keratin, unsere Sehnen und Bänder brauchen Kollagen und Elastin, für den Transport von Sauerstoff im Blut wird Hämoglobin benötigt, für die Immunabwehr des Körpers Immuglobulin usw. usw. Wir sehen, damit wir gesund und leistungsstark bleiben bedarf es einer Menge von verschiedenen Proteinen.


Heute wollen wir ja aus Vollmilch (keine H-Milch) Quark herstellen. Milch enthält Caseine und diese machen etwa 80 % des Milchproteins aus. Die Caseine zeichnen sich dadurch aus, dass sie gegenüber anderen Proteinen bei Hitzeeinwirkung nicht denaturieren (also sich zersetzen), aber mit Säuren konglomerieren können (zu gut deutsch: es bilden sich Flocken. Das Eiweiß wird hierbei allerdings auch zerstört) .


So, und damit sind wir schon bei unserem Experiment. Wir geben der Vollmilch Zitronensaft zu, rühren langsam und schon sehen wir die flockige Milch. Wie es weiter geht können Sie sich, liebe Eltern und Großeltern, mit Ihren Kindern oder Enkeln ansehen.
Übrigens, den Quark kann man gleich aufessen. Mir hat er gut geschmeckt!


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16.3.09

Lebensmittel 5 - Wir bauen eine Ölampe

Wenn wir eine Öllampe bauen geht es natürlich im Grunde genommen um Fette. Fette haben in der Natur eine besondere Bedeutung für Mensch und Tier: Sie sind Reservestoffe. Durch den Abbau von Fetten im Stoffwechsel können Organismen mehr als doppelt so viel Energie gewinnen als durch den Abbau von Kohlenhydraten.

Versteckte Fette, und das ist auch für unsere Kinder wichtig zu wissen, finden wir nicht nur in Milchprodukten oder Wurst, sondern auch in Süßigkeiten. In der warmen Jahreszeit liegen die Schweinsbratwürstchen zwar wieder mal schnell auf dem Grill und die haben pro 100g zwischen 20 und 40 g Fett, aber auch die Schokolade, und die essen nicht nur die Kinder gern, kommt mal fix auf ca. 32 g Fett. Der Blätterteig zum Kaffee bringt es auf ca. 45 g. Dagegen gibt sich die Schwarzwälder-Kirschtorte mit ca. 15 g Fett ganz bescheiden.

Dennoch, Fett muss sein. Ob wir schlussendlich auf nur 80 g pro Tag kommen, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, sei dahingestellt. In der Regel verzehren wir bis zu 120 g Fett pro Tag.


Wenn wir unseren Kinder erklären wollen, dass nicht jedes Fett oder Öl gleich ist, fangen Sie bitte nicht mit chemischen Formeln an (die sollen sie in der Schule lernen), sondern machen Sie sie erst einmal mit zwei wichtigsten Begriffen neugierig: Gesättigte und ungesättigte Fette. Neugier erzeugt Fragen und Fragen zusammen mit Experimenten ergibt Erfahrung:
"Wissen ist Erfahrung, alles andere ist lediglich Information". Dieser Satz wird Albert Einstein zugeschrieben.

Los geht es mit den gesättigten Fetten: Sie liefern viel Energie, oft zuviel. Sie sind nicht lebensnotwendig und verstopfen obendrein noch unsere Blutgefäße. Leider finden wir diese Fette z. B. in Süßigkeiten und Wurst. Das wird den Kindern allerdings nicht so gefallen.

Ungesättigte Fette sind, wenn Sie so wollen, die "guten" Fette. Mit denen fängt unser Körper etwas an, egal ob sie vom Fisch, vom Ei, von Ackerfrüchten kommen. Falls Sie einmal etwas von essentiellen Fettsäuren hören, das sind die, die vom menschlichen Körper nicht hergestellt werden können und daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. In der Regel handelt es sich dann um ungesättigte Fettsäuren.

Wenn unsere Kinder hier schon verstanden haben, dass "Klasse statt Masse" besser ist, dann haben Sie es sicherlich geschafft sie neugierig zu machen und sie werden sich vielleicht die Lebensmittel im Supermarkt anders als bisher ansehen.


Liebe Eltern und Großeltern, jetzt geht es aber los mit unserer Öllampe. Dieser ist es übrigens "wurst" was für ein Öl sie nehmen, Hauptsache dünnflüssig. Viel Spaß beim basteln.


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12.3.09

Lebensmittel 4 - Wir kochen Pudding

Mit Sicherheit ist Pudding kochen nicht das ultimative Experiment. Dennoch, für die Kinder, und darum geht es, kann man zeigen, dass nicht alles aus der Tüte kommen muss.

Wichtig beim Pudding kochen ist, dass wir Stärke verwenden. Diese Stärke kann aus rohen Kartoffeln hergestellt werden (Experiment Lebensmittel 3). Wer das komplette Experiment mit seinen Kindern wirklich von A bis Z durchzieht hat viel über die Naturwissenschaft gelernt. Die Kinder sehen dabei, woher die Zutaten kommen und erhalten dadurch nicht nur einen anderen Bezug zu Lebensmitteln, sie sehen die Lebensmittel auch in einem völlig neuen Licht, nämlich als "Mittel zum Leben".


Natürlich können Sie auch Stärke verwenden, die Sie bereits zuhause haben. Stärke fehlt ja in keiner Küche. Allein schon wenn Sie ihren Kindern die einzelnen Zutaten zeigen und diese mit ihnen durchsprechen bekommen sie schon ein Gefühl für die Zusammensetzung unser Nahrung.


Schlussendlich schmeckt es auch noch, was wir kochen.
Na, dann kann uns ja keiner mehr daran hindern mit unseren Kindern in die Küche zu gehen. Oder?

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9.3.09

Lebensmittel 3 - Ein Kleber aus Kartoffelstärke

Als "Der Alte Fritz" einstens die Kartoffel in Preußen einführte ahnte wohl keiner, was diese Knolle in sich hat; von wegen "arme Leute Essen" oder ähnliches. Hier soll allerdings kein Kartoffelgericht vorgestellt werden, wir wollen für unsere Kinder einen ungiftigen und daher biologisch einwandfreien Kleber aus der Stärke der Kartoffel herstellen.

Zur Erinnerung: Stärke zählt nicht nur zu den Kohlenhydraten, sondern auch zu den Vielfachzuckern (Polysaccharide), in denen viele tausend Einfachzucker miteinander verknüpft vorliegen. Im Rahmen einer gesunden Ernährung sollten ca. 60 % der täglichen Nahrung aus Kohlenhydraten bestehen, wobei es sich hauptsächlich um stärkehaltige Nahrungsmittel handeln sollte, denn aus diesen werden die Einfachzucker langsam über einen längeren Zeitraum hinweg freigesetzt.

Die Stärke aus der Kartoffel gewinnen wir, wenn wir sie reiben und pressen. Die Zellen der Kartoffel werden dabei zerstört und die gespeicherte Stärke wird freigesetzt. In dem kleinen Video sehen wir, dass dieser Vorgang verhältnismäßig schnell geht. Wird die Stärke getrocknet, haben wir ein weißes Pulver. Daraus kann man natürlich nicht nur einen Kleber herstellen, wir werden später auch noch einen Pudding daraus kochen. In der Küche ist Stärke unentbehrlich.

Der Kleber, den wir aus der Kartoffel gewinnen, ist wie schon erwähnt, ein reines Naturprodukt und somit nicht lange haltbar. Er schimmelt leider sehr schnell. Er hat aber eine vorzügliche Klebekraft und wenn Sie einmal mit ihren Kindern ein Fensterbild an die Scheibe anbringen wollen, ist ein Stärkekleber optimal. Warum? Die Klebereste lassen sich einwandfrei mit einem nassen Tuch abwischen - kein Geschmiere oder andere Rückstände.

So liebe Eltern und Großeltern, mit diesem Experiment können Sie bei ihren Kindern oder Enkeln Eindruck machen.


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5.3.09

Lebensmittel 2 - Wir machen Karamellbonbos aus Zucker

Karamellbonbons herzustellen ist vielleicht nicht das ultimative Experiment, aber Bonbons aus verschiedenen Zutaten selbst zu machen - und die auch noch schmecken - ist schon noch etwas anderes als nur in die Tüte zu greifen.

Bei solchen Experimenten ist es für die Kinder nicht nur wichtig zu sehen, wie z. B. Karamellbonbons entstehen, auch welche Zutaten dazugehören, wie man vielleicht eine Variante herstellt und dass es auch Geschick braucht, um auch solche "Kleinigkeiten" wie Bonbons herzustellen. Zudem sieht man woher die Süße kommt und warum die Karamellmasse braun wird.

Bei diesem Experiment können Eltern oder Großeltern den Kindern gut erklären, dass es verschiedene Zuckerarten gibt und dass der Zucker, den wir im Laden kaufen und hier verwenden zwar immer gleich aussieht, dennoch aber nicht die gleiche Ausgangsbasis hat. Dieser Zucker wirdüberwiegend aus Rüben oder Zuckerrohr hergestellt sind.


Daneben gibt es natürlich noch Fruchtzucker, Milchzucker (Lactose) usw. Solche Informationen können wir nebenher einfließen lassen und so haben Ihre Kinder bei der Herstellung der Bonbons viel über Zucker erfahren, der ja eine große Bedeutung bei unseren Lebensmitteln hat und oft in kleinsten Mengen überall enthalten ist.


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3.3.09

Zum nachdenken

Der Mullah, ein Prediger, kam in einen Saal, um eine Rede zu halten. Der Saal war leer bis auf einen jungen Stallmeister, der in der ersten Reihe saß. Der Mullah fragte den Stallmeister: "Es ist niemand außer dir da. Soll ich deiner Meinung nach sprechen oder nicht?".

Dieser antwortete: "Herr, ich bin ein einfacher Mann, davon verstehe ich nichts. Aber wenn ich in einen Stall komme und sehe, dass alle Pferde weggelaufen sind und nur ein einziges dageblieben ist, werde ich es trotzdem füttern".

Der Mullah nahm sich das zu Herzen und begann seine Predigt. Er sprach über zwei Stunden lang. Danach fühlte er sich sehr erleichtert und glücklich und wollte durch den Zuhörer bestätigt wissen, wie gut seine Rede war. Er frage: "Wie hat dir meine Predigt gefallen?".

Der Stallmeister antwortete: "Ich habe bereits gesagt, dass ich ein einfacher Mann bin und von so etwas nicht viel verstehe. Aber wenn ich in einen Stall komme und sehe, dass alle Pferde außer einem weggelaufen sind, werde ich es trotzdem füttern. Ich würde ihm aber nicht das ganze Futter geben".
(N. Peseschhian)

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1.3.09

Lebensmittel 1 - Geheimschrift mit Zucker

Nichts beeinflusst unser Leben so wie die Lebensmittel. Lebensmittel sind ja Mittel zum Leben, müssen jeden Tag erneut unser Leben erhalten und bestimmen unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

In welchem Maße interessieren uns denn die Lebensmittel? Allein darum ob sie schmecken, bekömmlich oder nicht zu teuer sind? Die Naturwissenschaften kümmern sich darum eigentlich gar nicht. Sie versuchen auf die Zusammenhänge zu kommen, warum das eine Lebensmittel unser Leben positiv, das andere uns negativ beeinflusst und welche uns sogar nachhaltig schädigen bis zum Tod.

Die Naturwissenschaften wollen uns keineswegs den Appetit verderben, vielmehr uns zeigen, welch faszinierende Zusammenhänge sich hinter den alltäglichen "Mitteln zum Leben" stecken.
Dabei gibt uns die Einteilung in Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße (Proteine) nur eine ganz grobe Richtung vor. In diese Thematik aber einzusteigen bringt nicht nur mehr Kenntnis über Lebensmittel, es erschließt einem die großartige Welt unseres Lebens.

Liebe Eltern und Großeltern, wenn Sie sich mit Ihren Kindern auf dieses Gebiet begeben werden Sie gemeinsam viel erleben und sich begeistern lassen. Natürlich sind die kleinen Experimente nur ein ganz zaghafter Schritt in die Naturwissenschaften, vielleicht aber der Anfang einer Liebe zum Mikrokosmos unseres Lebens.

Wir beginnen mit Zucker, der zu den Kohlenhydraten gehört und chemisch betrachtet eine organische Verbindung ist. Aufgrund der vielfältigen möglichen Verbindungen spricht man von Einfach-Zucker (Monosaccharide - Traubenzucker, Fruchtzucker), von Zweifach-Zucker (Disaccharide - Rohrzucker, Rübenzucker, Hauhaltszucker, Milchzucker) und von Mehrfach-Zucker (Polysaccharide - Stärke, Cellulose). Wir sehen schon, Zucker ist nicht gleich Zucker.

Mit Zucker kann man aber noch ganz andere Sachen machen. Lassen Sie sich überraschen.


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26.2.09

Luft ist dufte 4 - Keine Verbrennung ohne Luft

Luft ist Leben. Ohne Luft, das wissen wir, ist jedes Leben ganz schnell zu Ende. Und wenn jemanden im übertragendem Sinne "die Luft ausgeht", meinen wir auch, jetzt wird es kritisch.

Mit Luft konnten in den früheren Jahrhundert auch die Wissenschaftler nicht viel anfangen. Zwar erklärte bereits Aristoteles Luft zu einem "Element", viel mehr passierte aber danach nicht. 1670 fand der englische Arzt Mayow heraus, dass sowohl die Verbrennung als auch die Atmung tierischer Lebewesen Luft benötigen bzw. verbrauchen. Damit bewies er, dass Luft Stoffe enthält, die an bestimmten Prozessen teilnehmen - also mit anderen Stoffen reagieren. Dennoch, die Fachwelt interessierte sich nicht dafür.


Erst als Stephan Hales (1677 - 1761) seine "pneumatische Wanne" erfand schritt die Klärung der Verbrennungsprozesse voran. Mit dieser Apparatur war es möglich, Reaktionsgase aufzufangen.


Luft besteht im wesentlichen aus Stickstoff (N) mit ca. 78 %, aus Sauerstoff (O) mit ca. 21 % und aus Edelgasen mit ca. 1 %. Der Prozentsatz für Kohlenstoffdioxid (CO2) liegt bei lediglich ca. 0,03 %. Aus dieser Mischung ist für uns der Sauerstoff am wichtigsten. Interessanterweise verbrauchen wir gar nicht soviel Sauerstoff wie man vielleicht denkt. Unsere Ausatemluft enthält immer noch ca. 16 % Sauerstoff. Das ist auch der Grund, warum wir mit der Mund-zu-Mund-Beatmung Leben retten können.

Aber nicht nur der Mensch, auch jede Verbrennung braucht Sauerstoff. Um das unseren Kindern "bildlich" zeigen zu können, braucht es nicht viel Aufwand. Nachdem Sie sich das kleine Video angesehen haben, liebe Eltern und Großeltern, können Sie mit dem Experiment gleich loslegen.


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23.2.09

Luft ist dufte 3 - Luft und Druck

Dass wir unter einem ständigen Druck der Luft leben ist uns zwar bekannt, da wir ihn aber ihn nicht spüren, ist er für uns im Grund genommen gar nicht da. Ebenso ist es mit dem komprimieren von Luft. Wir pumpen unser Fahrrad auf oder demnächst beim Reifenwechsel die Räder, aber das ist für uns alles nicht spektakulär.

Wenn wir aber im Fernsehen uns den Wetterbericht ansehen, wird beinahe ständig über den Luftdruck gesprochen - es kommt ein "Tief" oder ein "Hoch". Und die Drücke wechseln oft sehr, so dass viele Menschen darunter leiden. Der Luftdruck wird immer pro Quadratmeter gemessen. Er ist auf der Erde keineswegs überall gleich. Er ändert sich mit der Höhe und nimmt schon spürbar beim Besteigen von Bergen ab. Flugzeuge, die in großer Höhe fliegen brauchen eine Druckkabine, da wir sonst aufgrund des geringen Druckes sterben würden (von der niedrigen Temperatur einmal abgesehen).


Die ersten Messungen des Luftdrucks wurden mit einer Wassersäule, die 10 Meter betrug , durchgeführt. Das ist allerdings wenig praktikabel. Bei der Suche nach einfacheren Messapparaturen stieß der Italiener Evangelista Torricelli, ein Weggefährte Galileos, auf Quecksilber, das etwa die 13-fache Dichte besitzt und somit ein wesentlich handlicheres Gerät entstand. Teilt man nämlich die Quecksilberdichte durch die Dichte des Wassers kommt man auf ca. 760 mm Hg-Säule (chemisches Zeichen für Quecksilber ist Hg); so entstand auch der Begriff. "Quecksilbersäule". Zu Ehren Torricellis wird dazu auch 760 Torr gesagt was wiederum 1 bar entspricht. Fazit: Eine Quecksilbersäule von 760 mm hält dem normalen Luftdruck das Gleichgewicht.


Wie können wir nun für unsere Kinder den Luftdruck sichtbar machen? Am besten wir bauen uns ein Barometer, wir können aber auch großzügig Wetterstation sagen. Wie das geht? Dann schauen Sie sich mal das kleine Video an.

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19.2.09

Luft ist dufte 2 - Antrieb mit warmer Luft

Wie alle Gase hat auch Luft keine eigenständige Gestalt, sie nimmt jeweils den Raum ein, der ihr zur Verfügung steht. Luft ist auch elastisch, das hat jeder von uns schon gesehen, wenn man mit einem Ball spielt.

Luft hat aber auch die Eigenschaft, dass sie sich ausdehnt, wenn sie warm wird und sich zusammenzieht wenn sie abkühlt. Damit man überhaupt einmal eine Vorstellung davon bekommt kann man grob sagen, dass 1 Liter Luft bei der Erwärmung von 1° C sich um das Volumen eines Fingerhutes ausdehnt. Natürlich spielt auch noch die Menge der Luft bei Volumenzunahme und Wärmeausdehnung ein Rolle, darauf wollen wir hier aber nicht eingehen.

Für unsere kleinen Experimente ist wichtig, dass bei der Erwärmung der Luft die Dichte abnimmt und sie somit leichter wird. Luft mit 20° C ist leichter als Luft mit 0° C. So lässt sich auch erklären, warum warme Luft nach oben steigt. Wir merken das recht gut in unserer Wohnung bei den Heizkörpern.

Die kleinen Experimente im Video sollen unseren Kindern und Enkeln auf ganz einfache Weise zeigen, dass tatsächlich die warme Luft nach oben steigt. Und wenn sie alle zusammen die kleine Luftspirale gebaut haben, die so funktioniert wie die Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge, dann ist die Freude groß und man sitzt davor und staunt wie schön das funktioniert.


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17.2.09

Kopf oder Computer

Liebe Senioren, die gute Nachricht vorweg: So alt können Sie gar nicht werden, dass Sie nicht den Computer schlagen könnten. Fallen Sie nicht vor jedem Computer gleich in Ehrfurcht. Computer sind doof und können nur das was man ihnen sagt und das auch nicht immer.

Unser Gehirn hat so 200 Milliarden Nervenzellen, die unsere ganzen Lebensprozesse organisieren (durch die Finanzkrise kennen wir uns ja in Milliarden aus, es sind also wirklich viele). Damit aber alles im Kopf funktioniert ist alles untereinander verbunden, mit sogenannten Synapsen. Davon haben wir 100 Billionen - toll was? Aber das Beste ist, dass jede Nervenzelle mit 10.000 anderen in Verbindung treten kann und das nur über 4 Schritte.

So, und was kann der Computer? Der kann pro Sekunde 1 Billion Rechenoperationen abwickeln, bei einem Strombedarf von mindestens 50.000 Watt. Vielleicht denken Sie jetzt: Alle Achtung, wie schnell das geht. Aber keine Sorge, Computer sind Langweiler, bis die in Gänge kommen sind wir schon längst fertig. Unser Gehirn wickelt 10 Billiarden (aufpassen, Billiarden, das sind zwei Zehnerpotenzen mehr als Milliarden) Rechenoperationen pro Sekunde ab und das bei maximal 15 Watt. Na, immer noch beeindruckt vom Computer?

Übrigens habe ich mich auch schon immer geärgert, dass mein guter Fotoapparat die Bilder nie so richtig darstellt wie ich das Bild in Erinnerung habe. Wenn ich aber weiß, dass mein Auge 10 Millionen Informationen pro Sekunde aufnehmen kann, wundert das mich nun auch nicht mehr.

Man könnte noch einiges aufzählen, aber das allein schon genügt, um über das Wunderwerk Gehirn zu staunen. Und dann lese ich, dass der Mensch dabei ist sich selbst zu entschlüsseln und sich am Ende noch selbst "nachbauen" will. In deren Köpfen sind wohl doch einige Synapsen falsch "verdrahtet" bzw. diese Leute begeben sich auf das niedrige Niveau des Computers.

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16.2.09

Luft ist dufte 1 - Luft braucht auch Platz

Luft - was ist das? Man sieht sie nicht, man spürt sie nur ganz selten, wenn z. B. der Wind weht, aber sonst haben wir keinen so richtigen Zugang zu Luft. Bei Wasser ist das anders, aber Luft. Ja, zum Atmen brauchen wir sie und wehe sie geht uns aus, dann merken wir, wie wichtig sie dennoch für uns ist.

Da Luft überall ist, braucht sie auch Platz. In der Physik heißt es schon: Wo ein Körper ist, da kann kein zweiter sein. Der Luft gestehen wir eigentlich nicht so richtig einen Platz zu. Aber schon in unseren kleinen Luft-Experimenten mit unseren Kindern oder Enkeln können wir nachweisen, ja, Luft braucht auch ihren Platz.


Die Experimente können ganz unterhaltsam sein, oder lustig oder vieles mehr. Jedenfalls kann man sehen, Naturwissenschaften können durchaus Spaß machen, sowohl groß als auch klein.


Also, worauf warten Sie noch. Auf geht´s und das Video ablaufen lassen.


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12.2.09

Wasser ist cool 5 - Was sich nicht in Wasser löst

Salz, Zucker und vieles mehr löst sich in Wasser auf und das recht schnell. In der Regel sieht man es nie mehr und somit ist es relativ uninteressant. Durchaus interessanter ist es bei den Ingredienzien, die sich nicht in Wasser auflösen. Manchmal ist es wie bei den Menschen, die borstigen sind die interessanten.

Dass Öl schwimmt kennen wir von jeder Tankerkollision und die Auswirkungen sind verheerend. Soweit wollen wir aber gar nicht gehen, wir bleiben in der heimischen Küche und auch hier sehen wir, dass Öl , Mehl und weiteres nicht gedenkt mit Wasser eine Verbindung einzugehen. Die Salatsoße ist das beste Beispiel, für Kinder aber nicht so spektakulär.


Wenn wir aber bei unseren kleinen naturkundlichen Experimenten einmal sehen, wie sich Wassertropfen durch eine Ölschicht zwängen, dann sieht das schon mal viel interessanter aus. Und wenn wir Öl versuchen mit Wasser zu mischen, beides sich ganz schnell wieder trennt und sich in dicken Schichten wieder absetzt, dann staunen auch die Eltern und Großeltern.


Was Kindern auch Spaß macht ist die Herstellung von wasserunlöslicher Farbe aus Quark, Tafelkreide und Öl. Endlich mal etwas, was sie nicht kaufen können, sondern selber machen müssen. Beim selber machen lernt man etwas, nicht beim kaufen!
Hört sich doch gut an? Oder?

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9.2.09

Wasser ist cool 4 - Oberflächenspannung von Wasser

Haben Sie schon mal dreieckige oder viereckige Wassertropfen vom Himmel fallen sehen? Natürlich nicht. Das wäre in Sachen Oberflächenspannung für die Natur auch die reinste Energieverschwendung. Je kleiner die Oberfläche, um so weniger Energie bedarf es, den Wassertropfen zusammen zu halten.

Ja, die Natur ist pfiffig und deshalb kommt der Regen in Kugelform vom Himmel, denn die Kugel ist nämlich
die geometrische Figur mit der geringsten Oberfläche und dem größten Volumen. Aber mal ehrlich, dass die Regentropfen als kleine Kugel vom Himmel kommen beeindruckt uns nicht groß. Was uns aber beeindruckt ist, wenn ein Wasserläufer auf der Oberfläche eines Teiches umherflitzt und wir denken, warum geht der nicht unter. Spätestens dann wird die Naturwissenschaft hochinteressant.

So richtig beeindruckend ist für die Kinder aber, wenn wir ausprobieren, wie viel Wassertropfen auf eine Münze passen. Oder wenn wir Reißzwecken oder Büronadeln auf dem Wasser schwimmen lassen. Da staunt dann groß und klein über die Oberflächenspannung.


Nicht immer ist die Oberflächenspannung wünschenswert, z. B. beim Waschen der Wäsche oder beim Abwaschen von Geschirr. In diesen Fällen geben wir dem Wasser Seife oder Spülmittel zu und diese wiederum enthalten Stoffe, die die Oberflächenspannung abbauen. Man nennt sie Tenside. Diese Tenside lösen auch zusätzlich noch Fette, somit also ein ideales Reinigungsmittel im Haushalt.


Und wenn Sie ihren Kindern oder Enkeln den Unterschied zeigen wollen: Oberflächenspannung und zerstörte Oberflächenspannung, dann sehen Sie sich doch das kleine Video im Anschluss an. Viel Spaß dabei.


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5.2.09

Wo liegt Port Louis

Wenn Sie gefragt werden wo Paris, Rom oder Moskau liegt und Sie sagen es ganz genau, dann ist das kein großes Kunststück. So bekannte Städte, die fast jeden Tag in den Nachrichten genannt werden kennt man. Die meisten von uns waren auch schon als Tourist dort.

Schaut man über Europa hinweg, dann wird die Sachlage schon anders. Ok, wo New York, San Francisco oder Rio liegt, da sind wir uns auch ganz schnell einig. Aber wenn wir nach Afrika und zu den Inseln drum herum gehen fällt uns nicht mehr viel ein. Ja, Kairo, wegen der Pyramiden oder Johannesburg wegen der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Aber wissen Sie genau wo Port Louis liegt? Oder Brazzaville, N´Djamena, Conakry usw. usw.?


Die kommen zwar nicht jeden Tag in den Nachrichten, werden aber auch genannt. Falls Sie Lust verspüren, sich mal auf den neuesten Wissensstand zu bringen, probieren Sie´s! Es macht sogar Spaß.


Hier klicken! www.q-world.de

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4.2.09

Wasser ist cool 3 - Eis und Reif

Wasser ist für uns warm oder kalt und wir kennen es zudem als Eis oder als Dampf. Wasser hat aber noch weitere interessante Eigenschaften und die sind einmalig. Wasser hat, je nach Temperatur, eine unterschiedliche Dichte. Im ersten Moment denkt man vielleicht, na und? Aber diese unterschiedliche Dichte bewirkt phänomenales.

Wir sehen im Video, dass der kleine Eisberg im Glas nicht nur schmilzt, das kalte Schmelzwasser können wir im relativ warmen Leitungswasser gut erkennen: Es sinkt nach unten. Damit sehen wir schon in einem ganz kleinen Versuch, dass kaltes Wasser schwerer ist als warmes und somit, obwohl beides Wasser ist, die Dichte unterschiedlich sein muss.


Um gute Vergleiche zu erzielen, muss man immer einheitliche Vergleichsgrößen haben. Bei der Dichte nimmt man in der Regel das Volumen von 1 cm³. 1 cm³ Wasser von 20 ° C hat ein Gewicht von 0,9982 Gramm. 1 cm³ Wasser von 4° C hat das Gewicht von 1 Gramm und ist somit schwerer.


Jetzt kommt das interessante am Wasser, man nennt es auch die Dichteanomalie. Anstatt das Wasser ab 4° C zu 0° C hin immer schwerer wird, wird es wieder leichter. Wasser mit 1° C "schwimmt " also auf dem wärmeren und schwereren Wasser von 4° C. Wenn das Wasser weiter abkühlt friert es zu Eis. Eis
(0,9168 g/cm³) ist noch mal leichter als das bereits kalte Wasser und fängt nun auf dem Wasser an zu schwimmen.
Was lernen wir jetzt: Der Teich fängt oben an zu frieren, weil das schwere Wasser mit 4° C unten liegt.


Das zweite Experiment zeigt wie wir künstlich Reif herstellen können. Reif sehen wir im Winter oft auf Dächern und Bäumen. Der feine Wasserdampf in der Luft schlägt sich ohne flüssig zu werden direkt als Eiskristalle nieder. Das nennt man auch "resumlimieren".

Zum weiteren Verständnis: Sublimieren wäre der Fall, wenn Eis direkt in den gasförmigen Zustand übergeht.


Dieses Experiment erstaunt immer wieder und ist mit einer "Kältemischung" aus Eis und Salz so einfach herzustellen. Probieren Sie es doch mal mit Ihren Kindern oder Enkeln!

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2.2.09

Wasser ist cool 2 - Wasser und Salz

Wasser, eines der wichtigsten Dinge in unserem Leben. Bestehen wir selbst doch überwiegend aus Wasser und das was wir zu uns nehmen besteht oft auch überwiegend aus Wasser. Kleine Experimente zum Thema Wasser sind für uns also quasi essentiell.

Zum Thema Wasser fällt und natürlich sofort "trinken" ein. Wir trinken zu wenig, heißt es überall. Schon allein aus diesem Grund werden wird ständig an Wasser erinnert. An Trinkwasser, und das gibt es auf der Welt nach wie vor nicht überall wie selbstverständlich. Salzwasser, ja, das gibt es in rauen Mengen, letztlich sind die Ozeane ja voll davon, aber Trinkwasser?


Gutes und sauberes Trinkwasser war früher nicht selbstverständlich und die Lagerung problematisch. Das mussten schon die alten Seefahrer, die noch mit Segelschiffen unterwegs waren und oft zu lange, am eigenen Leib erfahren. So kam man schon recht früh auf verschiedene Ideen, aus Salzwasser Trinkwasser zu gewinnen. Damals noch recht einfach und umständlich, heute kein Problem mit unseren elektrisch betriebenen Anlagen.


In dem heutigen Experiment wollen wir eine einfache Meerwasser-Entsalzungsanlage nachempfinden und gleichzeitig auch sehen, wie man Salz aus Salzlösungen oder Meerwasser gewinnen kann. Ein schönes Experiment für Eltern und Großeltern, die sich mit ihren Kindern oder Enkeln auf naturwissenschaftliches Gebiet trauen, es aber nicht bereuen werden. Lassen Sie sich neugierig machen!


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1.2.09

Wasser ist cool 1 - Die Aggregatzustände

Warum haben wir eigentlich so eine Hemmschwelle wenn es um Naturwissenschaften geht? Zu schwieriges Thema? Einfach nicht "schick" genug gegenüber Musik, Literatur, Malerei usw.? Vielleicht liegt es daran, dass nicht frühzeitig genug unser Interesse daran geweckt wurde. Dass man über Naturwissenschaften nicht so schwadronieren kann wie z. B. über Musik und Literatur und das Gegenüber keinen "Nachweis" finden kann ob man was davon versteht oder nicht?

Naturwissenschaften führen zu einen eindeutigem Ergebnis. In vielen anderen Bereichen kann man die Dinge so oder so sehen und da fühlen sich die meisten von uns doch schon wohler, wenn man den Kopf nicht so anstrengen muss.


Die Wissensfabrik Deutschland hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Didaktik der Chemie, das in der Universität Frankfurt angesiedelt ist, es sich zur Aufgabe gemacht, Naturwissenschaften Kindern so zu präsentieren, dass sie wirklich Spaß bereiten. Dafür werden Lehrer geschult, die kleine naturwissenschaftliche Experimente mit den Kindern im Unterricht durchführen.

Dabei sind Kinder aus der Grundschule angesprochen, die noch keine Chemie, Physik oder Mathematik betreiben. Das heißt somit, Naturwissenschaften des täglichen Lebens ohne Fachchinesisch oder hochtrabenden Erklärungen, die die Kinder weder verstehen noch in dem Alter geistig zu verarbeiten in der Lage sind.

In dem kleinen Video wird gezeigt, dass man sogar beim Spagetti kochen naturwissenschaftlich Erklärungen einfließen lassen kann ohne die Kinder zu überfordern. Im Gegenteil, sie sollen neugierig gemacht und zum Fragen stellen animiert werden.

Ich kann Ihnen versichern, das macht nicht nur den Kindern Spaß auch den Erwachsenen.


So liebe Eltern und Großeltern, wenn demnächst mal wieder ein trüber Tag ist und Sie sollen sich mit den Kindern bzw. Enkeln beschäftigen, dann wissen sie ja nun was zu tun ist.


In der nächsten Zeit werde ich weitere Videos aus der Experimentenreihe der Wissensfabrik zum Thema Naturwissenschaften und Kinder in meinen Blog stellen.


Zur Info: wissensfabrik-deutschland.de


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23.10.08

Deutschland deine Bildung

Mit der Bildung entscheidet man über die Zukunft eines Landes. Das hört sich vielleicht etwas stark an, wenn aber Niveau und Leistung verfallen hilft auch keine Wirtschaftskraft mehr. Um so mehr verwundert es einen, wie in Deutschland über Bildung gestritten wird ohne zu wirklichen und einheitlichen Entschlüssen zu kommen.

Durch unseren Föderalismus haben wir für mich völlig unverständlich 16 verschiedene Wege zum Abitur und eben so viele verschiedene Abschlüsse. Und da wundern sich die Politiker, wie wir in Sachen Bildung dastehen. Bildung ist so wichtig, dass es zentral gesteuert werden muss und nicht zerrissen wird durch die Bundesländer. Die Selbstdarstellung der einzelnen Kultusminister ist oft derart peinlich, dass man meinen könnte im Kindergarten zu sein. Diese Ministerien sind so überflüssig wie ein Kropf. Der Bildungsgipfel, der gestern zu Ende gegangen ist, endete, wie nicht anders zu erwarten, quasi mit einem Desaster. Das konnte auch Frau Schavan in den Nachrichten nicht schön reden.

Und dann wird noch eine Bildungs-Studie in Auftrag gegeben, bei der jeder schon vorher weiß was rauskommt, nämlich: Besonders Kinder aus sozial schwachen Schichten können wegen den Studiengebühren nicht studieren und somit sind die Studentenzahlen rückläufig. Mal ehrlich, wenn Sie gefragt werden: Bist du in der Lage Studiengebühren zu zahlen, sagt doch jeder erst einmal nein.

Ich bin allerdings noch nicht ganz dahinter gekommen was hier für eine Politik getrieben wird und was durch solche Ergebnisse bezweckt werden soll. Wahlkampftaktik?
Studiengebühren halten im Grunde keinen vom Studium ab. Wer wirklich studieren will und weiß, was er studieren will, macht es möglich. Ok, es gibt sicherlich Härtefälle, aber dafür könnte man, wenn man will, Lösungen finden - wird im Ausland schon lange praktiziert. In Baden-Württemberg ist die Zahl der Studierwilligen trotz Gebühr sogar gestiegen - also kein Argument gegen Studiengebühren.

Das Schlimme an unserer Bildungspolitik ist, dass alle wissen woran es wirklich krankt und aus lauter Kompetenzgerangel und Eitelkeiten der Länder passiert nichts. Der Bund soll zahlen aber nichts zu sagen haben. Und so sieht es aus, dass in den nächsten Jahren wieder viel geredet und wenig getan wird. Meine Enkel tun mir jetzt schon leid.

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14.6.08

Die Spitze der Jugend

Für viele, die auf die Jugend zu sprechen kommen, besonders die Medien, steht das Negative an erster Stelle. Jugendkriminalität, Schlägereien, Gewalt, Bildungsnotstand. Nur wenig Positives ist zu lesen und wenn, dann nicht in großen Schlagzeilen.

Wenn Sie mal wieder lesen wollen, was unsere Jugend so drauf hat, dann schauen Sie sich die besten Arbeiten im "Gründerpreis für Schüler" an. Da werden Sie staunen!
www.stern.de

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3.3.08

Kinder entdecken Technik - Lehrer helfen dabei

Viele renommierte Firmen in Deutschland haben sich zusammengeschlossen und die „Wissensfabrik Deutschland“ gegründet. Die Ziele sind u. a. den Standort Deutschland zukunftsfähiger zu machen, die nächste Generation für den globalen Wettbewerb vorzubereiten und viele weitere. Bildung und Unternehmertum sind dabei Schwerpunkte.



Mit dem Motto: Lust auf Zukunft, möchte man Wissen fördern, denn Wissen ist der Treibstoff unserer Gesellschaft. Ein Schwerpunkt, der hier herausgegriffen werden soll, ist die Förderung von Kindern in Grundschulen.

Das Projekt „KiTec – Kinder entdecken Technik“ soll den Kindern Spaß an der Technik vermitteln. Technik ist nicht nur graue Theorie, Technik ist Umsetzen von eigenen Ideen in die Wirklichkeit. Das den Kinder zu vermitteln ist die Aufgabe von Lehrern, die damit die „Ingenieure von Morgen“ fördern.

Hierzu können sie ein kurzes Video ansehen: „Kinder entdecken Technik – Lehrer helfen dabei“

Die Firmen, die dieses Projekt unterstützen stellen den Schulen kostenlos sog. KiTec-Kisten zur Verfügung. Diese beinhalten Werkzeuge und Materialien, mit denen die Lehrer zusammen mit den Kindern kleine Projekte verwirklichen können, z. B. den Bau von Brücken, kleinen Fahrzeugen, Flaschenzügen, einfachen elektrischen Anlagen und vieles mehr.Damit die Lehrer, die sich hierbei freiwillig engagieren, die notwendige Praxis für den Unterricht mit den Kindern mitbringen, werden sie von speziell ausgebildeten Frauen und Männern, die wiederum von der Wissensfabrik geschult wurden, angeleitet.

Diese Ausbildung wird ebenfalls von den Firmen übernommen. Für die Schulen ist somit das ganze Projekt kostenlos.

Dann kommt aber auch schon der Schlusspunkt für die Firmen, kommerzielle Ziele dürfen in den Schulen nicht verfolgt werden.

Erwähnt sollte noch werden, dass die Projekte in Einklang mit den Bildungsplänen der Kultusministerien der Länder stehen.Insgesamt gesehen ein„Unternehmen“, das sich lohnt zu unterstützen.

Wer sich weiter informieren möchte, dem wird die Internetseite empfohlen:

www.wissensfabrik-deutschland.de

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