26.11.09

Weltklima-Polizei

Geht es Ihnen manchmal auch so, dass ihnen das Messer in der Hosentasche aufgeht, wenn Sie das sinnlose Vorgehen gegenüber der Natur sehen und man den Eindruck hat, das Ende der Welt muss so schnell wie möglich herbei geholt werden?

Man wünscht sich dann, dass so manches Verbrechen gegenüber unserer Welt geahndet wird, wer auch immer dabei zur Rechenschaft gezogen wird, Hauptsache es wird etwas getan und die Zerstörung unseres Planeten hört auf. Dann kommt man ins philosophieren und überlegt, wer könnte so etwas, ausgerüstet mit den notwendigen Kompetenzen, tun? Eine Welt-Klima-Polizei? Die eingreift, überall dort, wo diese, zumindest aus unserem Verständnis heraus, sinnlose Verwüstung herrscht!

Das geht schon los beim Welt-Klima-Gipfel in Kopenhagen, der demnächst stattfindet. Auch wenn unsere Kanzlerin und auch Obama dorthin fahren, sitzen dort schon mal viele mit am Tisch, die eigentlich zu den Klima-Banditen gehören und überhaupt keine Lust haben etwas zu tun. Boykottieren jeden Vorschlag, besonders wenn es um CO2 geht, weil zu Hause eventuell ihre Pfründe angegriffen werden oder die für ihr ständiges "nein" gut bezahlt werden.

Weiter geht es mit dem Abholzen der Urwälder in Brasilien. Da hat man auch den Eindruck, so richtig will keiner eingreifen, sonst müsste man sich noch um die arme Landbevölkerung kümmern. Und wie wichtig der Urwald als CO2-Schlucker ist, ist dort vielen egal.

Neulich kam ein Fernsehbericht über die Kohlebrände in China. Die Kohle liegt dort stellenweise an der Oberfläche bzw. ganz dicht unter ihr. Durch illegalen Abbau durch die arme Bevölkerung, durch Leichtsinn aber auch durch Selbstentzündung kommt es dort zu unkontrollierten Bränden, die bisher nicht gestoppt werden konnten. Chinesische und deutsche Wissenschaftler kümmern sich jetzt darum. Unglaubliche Mengen an CO2 steigen auf.

Und nun will auch Indonesien seinen Namen als Klimakiller weiter aufpolieren. Auf Borneo werden in den Torfmoor-Wäldern rücksichtslos Bäume gefällt um Palmöl-Plantagen einzurichten. Ist der Urwald erst einmal weg, steigt gerade aus dem Torf CO2 in so großen Mengen auf, dass Indonesien nach den USA und China der drittgrößte "CO2-Produzent der Welt" ist.

Und was machen wir hier? Wir sehen auf jedes Gramm CO2, das ein Auto ausstößt. Bauen Wind- und Solaranlagen. Kompostieren und sortieren Müll und was weiß ich sonst noch alles und überall auf der Welt wird CO2 in die Luft geblasen, dass einem schlecht wird. Und da soll man nicht nach einer kompetenten "Macht" rufen, die diesen Leuten Einhalt gebietet? Zwar kämpft bereits WWF dagegen, vermutlich aber so ähnlich wie der Rufer in der Wüste.

Vermutlich wird es beim Philosophieren und der Wut im Bauch bleiben - leider. Und dabei wünscht man sich doch so sehr, dass unsere Welt heil bleibt für unser Enkel und weiter.

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21.9.09

Atomenergie oder Ökoenergie

Die Grünen tun sich besonders hervor, wenn es gegen die Atomkraft geht bzw. Autos weitgehend alternativ angetrieben werden sollen. So auch kürzlich im Fernsehen, als der Vorsitzende der Grünen sich für Elektroautos weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Die Frage, die sich jeder Bundesbürger stellt, woher der Strom für die Elektroautos kommen soll, wird bei diesen Forderungen schlicht und einfach ignoriert. Man strahlt bei der Aussage zu Elektroautos in die Kamera als hätte man gerade das Ei des Kolumbus entdeckt und verkündet, gleichzeitig wettert man aber gegen Atomkraft und Kohlekraftwerke. Mich ärgern solche einfältigen Einwürfe sehr, da ich von solchen Leuten wohl für dumm verkauft werden soll.


Ich bin auch nicht für Atomstrom und auch nicht für den Bau neuer Anlagen, weder bei uns noch im Ausland. Tatsache ist aber, wenn wir nicht im Dunkeln sitzen wollen, brauchen wir sie leider noch eine ganze Weile; den Atomstrom und auch den Strom von Kohlekraftwerken.

Angesichts der Tatsache, dass bei einem Bundes-Verbrauch von rund 640 Milliarden kW im Jahre 2008 aus Photovoltaik, Biomasse, Wind, Müll und Wasser zusammen gerechnet gerade mal 104 Milliarden kW beigesteuert werden, die Kernenergie aber mit 149 und die Kohle mit 279 Milliarden kW den Strom herbringen, damit es bei uns volkswirtschaftlich weiter geht, kann ich nur sagen, dass es sich bei diesem Thema immer nur um eine polemische Diskussion handeln kann.


Nehmen wir mal den Wind. In den nördlich Staaten Europas laufen weit mehr Windanlagen als bei uns, obwohl wir ja schon meinen, bei uns ist alles vollgepflastert. Zwar haben wir inzwischen die weitaus meisten Genehmigungen für diese Parks auf den Weg gebracht, aber bis dahin wollen wir ja auch noch Strom aus der Steckdose.

Ich frage mich sowieso, was diese Kämpfe vor der Wahl überhaupt sollen. Wenn man nicht weiß, für was die einzelnen Parteien stehen, dann ist es jetzt sowieso zu spät. Solche Aussagen - wie oben erwähnt - helfen doch nicht zur Entscheidungsfindung, sie sind lediglich dazu geeignet, unsachliche Diskussionen anzuheizen und zu polarisieren.


Da lob ich mir Baden-Württemberg, auch wenn es ein wenig nach Eigenlob riecht, da ich in diesem Land wohne. Ab 1. Januar 2010 tritt ein neues "Wärme-Gesetz" in Kraft, das beim Austausch von Heizungsanlagen in Wohngebäuden vorschreibt, dass 10 % der Wärme aus erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen. Der eine oder andere wird darüber vielleicht nicht begeistert sein, ein richtiger Schritt für die Zukunft ist es allemal - handeln statt nur Sprüche klopfen.

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4.8.09

Wasser

In der Zeitung steht: Deutsche beim Wasserverbrauch spitze! Und zwar 25 Badewannenfüllungen täglich. Im ersten Moment dachte ich: Wer verbraucht mein Wasser? Wasser wird immer kostbarer auf der Welt und dann der Verbrauch? Dann las ich weiter, und da stand, dass WWF, von denen kommt die Aussage, auch die Einfuhr von Lebensmitteln mitzählt.

Das finde ich nun wieder unfair. Der Wasserverbrauch der Deutschen ist bekanntlich zurück gegangen und man hatte schon Sorge, dass man uns als Schmutzfinken deklariert - wir waschen uns nicht mehr oder ähnlich - und nun das. Der WWF- "Wasser-Fußabdruck" errechnete, dass die Deutschen jährlich den Bodensee quasi 3 mal leeren.

Ich bin auch nicht dafür, dass man zu Weihnachten Erdbeeren als Nachtisch servieren muss oder allerlei Obst rund um die Welt schickt und man mehr essen sollte, das in Deutschland bzw. zumindest in Europa wächst. Aber wehe wir würden es nicht tun - z. B. die Äpfel aus Brasilien essen oder den Kaffee von dort trinken. Dann ginge ein riesiges Geschrei darüber los, dass man irgendwelche Staaten, Produzenten oder was weiß ich boykottieren würde. Das die Ware in den Läden vergammelt und dass es eine Sünde ist, mit Lebensmitteln so umzugehen. Und überhaupt, man bringt die Leute um ihren Arbeitsplatz und damit um ihre Existenz.

Natürlich, und das weiß von uns jeder, ist alles etwas komplexer als sich der kleine Moritz auf der Straße das vorstellt. Einfach mal aus anderen Ländern nichts kaufen geht auch nicht immer. Was machen aber die betroffenen Länder um das kostbare Gut "Wasser" zu schonen? Viel verdorrtes Land ist hausgemacht. Und nun lapidar sagen, dass die Deutschen aufgrund ihres Konsums zu den größten Wasserverbrauchen (auch wenn virtuell) schlechthin gehören, das ist nun doch zu simpel und irreführend.

Eins hat allerdings der WWF auch erkannt: Auf regionales und saisonales Gemüse und Obst konzentrieren. Mache ich auch, aber helfe ich dabei wirklich die Wasser- bzw. Dürreprobleme der südlichen Länder zu lösen und den Leuten eine Existenz zu sichern?

Weitere Artikel: "Der ökologische Fußabdruck"

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30.7.09

BMW - Auto Zukunft

BMW zieht sich aus der Fomel 1 zurück. Gehen wir mal davon aus, dass BMW wirklich sein Geld für neue Technologien einsetzen will und nicht nur unzufrieden mit den letzten Rennsaisonen ist. Man kann auf den Formel1-Zirkus zwar schimpfen, für Arbeitsplätze und Spaß bei der weltgroßen Fan-Gemeinde sorgt er auch. Arbeitsplätze und Freude am Leben ist auch wichtig.

Neue Technologien für den Autoantrieb sind notwendiger den je und man kann sich schon wundern, wie zögerlich die Autofirmen an dieses Thema herangegangen sind bzw. gehen. Die Ölreserven reichen vielleicht noch ungefähr 60 Jahre. Und wenn wir es ruhig ein paar mehr sein lassen, für unsere Kinder und Enkel reicht es nicht mehr. Das ist dramatisch, denn für viele Produkte unseres Lebens, denken wir mal bloß an die Pharmazie, sind sie lebensnotwendig.

Für die Fortbewegung gibt es viele Alternativen, auch wenn manche noch in den Kinderschuhen stecken. In Zukunft ein Auto weiter mit "Erdöl" zu fahren ist schlicht verantwortungslos. Alle Autofirmen suchen inzwischen zwar nach weiteren Lösungen, wenn aber BMW hier Gas geben will, dann ist es eine gute Sache.

Ob Benziner, Diesel, Wasserstoff oder in Kombination als Hybrid (lat. Zwitter), irgendwie taugen sie alle nicht so richtig. Manche meinen zwar ein Hybridfahrzeug sei das Beste. Na ja, dann sollte man sich vielleicht doch besser über diese Technik informieren, denn letztendlich verbraucht auch dieser Motor Erdöl.

Gas wird auch keine Lösung auf Dauer sein, auch nicht Bio-Gas. Woher soll denn das ganze Ausgangsmaterial herkommen. Für mich ist die Lösung Strom, über Sonnenenergie und zwar ausschließlich über die Sonne. Wenn es BMW schaffen würde, bessere Batterien zu entwickeln - heute kosten diese Batterien soviel wie ein Kleinwagen bei Abwrackprämie und Firmenbonus - kombiniert mit einer schnelleren Lademöglichkeit etc., letztlich mit einem CO2 Ausstoß von Null, das wäre einen Nobelpreis wert.

Dann könnten sie auch wieder in die Formel 1 einsteigen - mit Elektroboliden.

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30.6.09

Rom - Das Paulusgrab

Nun ist es also offiziell: Der Heilige Paulus liegt tatsächlich in seinem Grab. Oder nicht? Ist es überhaupt so wichtig, dass er es "leibhaftig" ist. Keiner kann es beweisen, haben wir doch keinen DNA-Vergleich.

Die Wahrscheinlichkeit ist natürlich hoch. Warum? Die Begräbnisstätte liegt "vor den Mauern". Im alten Rom, eben zu der Zeit als Paulus lebte, war auch Rom wesentlich kleiner, wenngleich es damals schon eine Weltstadt war. Diejenigen, die etwas auf sich hielten, auch nach dem Tode, ließen sich an den großen Ausfallstraßen Roms beerdigen. Bekannt dafür ist ja auch die Via Appia. Im Falle des Paulus ist es die Straße nach Ostia und die Begräbnisstätte lag tatsächlich vor den Mauern Roms.

Der Sinn der Begräbnisstätten an der Straße war, dass "man gesehen" wurde. Zwar nur das Grab, aber immerhin. Man blieb im Gedächtnis der Leute und die, die aus fernen Gegenden vorbeikamen, fragten natürlich, wer da wohl begraben liegt.


So gesehen könnten sich die Christen damals gesagt haben, wenn Paulus an der Straße beerdigt ist, dann bleibt er nicht nur allen im Gedächtnis, auch diejenigen, die Paulus nicht kannten, erfahren nun vom ihm und von seiner christlichen Botschaft. Also, eine gute Beerdigungsstätte und eine Art von Marketing zugleich.


Der Ort wurde von Anfang an verehrt und Kaiser Konstantin errichtete eine Gedächtniskapelle über dem Grab. Die Kaiser Valentinianus, Theodosius und Arcadius stifteten 386 eine Basilika: San Paolo fuori le Mura. Es muss eine sehr schöne Kirche gewesen sein, denn sie war bis zum Bau der Peterskirche die größte und schönste in Rom. Im Juli 1823 ist sie abgebrannt und dann wurde die gebaut, die wir kennen. Eine der sieben Hauptkirchen Roms.

Ich halte es nicht für sinnvoll im Grab des Paulus herum zu graben und am Ende noch die Fundamente zu beschädigen. Denn im Untergrund befinden sich nach wie vor die Reste der alten Kirchen. Wenn festgestellt wurde, dass die Knochenreste fast 2000 Jahre alt sind, was will man dann noch mehr? Lassen wir doch den Paulus ruhen in Frieden, sein Rätsel, ob er es nun ist oder nicht, behalten. Paulus wird verehrt, so oder so, und er bleibt für immer derjenige, der aus einer Provinzreligion eine Weltreligion machte.


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27.6.09

Wetter-oder Bauernregeln

"Steht im Januar noch das Korn, ist´s im August vergessen worn". Solche oder ähnliche Bauernregeln kennt wohl jeder. Nun, da streiten sich wohl die Geister, ist was dran oder nicht, an diesen Bauern- oder auch Wetterregeln genannt.

Den meisten geht es wohl so wie beim Wetterbericht: Sagt er das Wetter voraus, das man haben möchte, dann stimmen auch die Wetterberichte. Und passt ein
das Wetter nicht, sagt man ganz schnell: Die wissen auch nichts.

Wissen Sie aber etwas über die Wetterregeln? Wollen Sie es mal testen? Dann klicken Sie auf den Link und schon geht es los.

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25.6.09

Sonnenenergie ohne Ende

Heute ist mal wieder ein Tag an dem die Sonne vom Himmel brennt und da fällt einem natürlich gleich wieder die Erzeugung von Sonnenenergie in Nordafrika ein. Ein Projekt, über das Sie sicherlich auch schon einmal nachgedacht haben. Energie die nie versiegt und wenn sie einmal versiegt, auch egal, dann ist keiner mehr da der sie brauchen würde.

Platz gibt es in Nordafrika und speziell in der Sahara genug. Bisher, so dachte ich auch, scheitert das alles an der Herleitung des Stromes nach Nordeuropa. Ist wohl nicht mehr so und wenn die bisherigen Probleme wirklich gelöst sind, warum nicht gleich loslegen?

Aus Erfahrung sollte man lernen, haben einige gedacht und melden gleich mal Bedenken an, dass die Länder, durch die die Leitungen gehen, den "Stromhahn" zudrehen könnten, wie auch die Länder schon vorgemacht haben, durch die unser Erdöl in Osteuropa geleitet wird. Dennoch sollte man sich bei einem derartigen Energie-Projekt nicht von solchen Dingen abhalten lassen. Denn dieses Projekt und diese Energie ist einfach mehr als nur Strom aus der Sahara.

Nun, man kann ja sicherlich auch träumen:
Wenn dort unten soviel Energie für Europa erzeugt wird, warum nicht dann auch die die ganzen afrikanischen Länder? Die
benötigen ebenfalls viel Energie, aber haben oft das Geld nicht (oder wollen es nicht haben, weil ein paar Reiche drauf sitzen) ein solches Projekt hochzuziehen. Man könnte z. B. das viele Wasser, das unter der Sahara liegt, hochpumpen und zur Landwirtschaft nutzen. Es würde dadurch eine Infrastruktur mit weiteren Betrieben entstehen die den Menschen Arbeit und Nahrung gibt. Vielleicht müssten dann auch keine Menschen mehr übers Meer nach Europa flüchten um hier zu überleben.

Davon hätten beide Kontinente etwas und es wäre der Beginn einer guten und friedlichen Koexistenz. Alle würden profitieren und unter diesem Gesichtspunkt könnte man davon ausgehen, dass alle europäischen Länder an einem Strang ziehen und nicht nur auf den eigenen Gewinn sehen. Denn der Gewinn, den Afrika daraus zieht, ist letztlich auch unser aller Gewinn. Vom Strom für unseren Kühlschrank bis hin zur Verbesserung der Ernährung aller Menschen auf der Welt, insbesondere natürlich der Menschen in Afrika.

Na ja, wie gesagt, vielleicht nur ein Traum, aber träumen darf man ja wohl noch. Aber trotzdem mit dem kleinen Funken Hoffnung, dass der Traum doch einmal war wird, auch wenn ich ihn nicht mehr erlebe.

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20.6.09

Ich kann Kanzler

Haben sie gestern Abend die Sendung auch gesehen? Ich habe sie zwar nur stückweise gesehen aber auch den Schluss und ich musste erstaunt feststellen, wie die letzten drei Kandidaten/in bereits den repräsentativen Querschnitt unser Politiker darstellen. Fand ich frappierend.

Ursprünglich dachte ich: Oh Gott, wieder so eine Dieter Bohlen- oder Heidi Klum-bla-bla-bla-Schau. Man merkte aber bald, dass da junge pfiffige Leute stehen und die auch noch was drauf haben. Mit dem Ergebnis bin ich zwar zufrieden, den zweiten Platz hätte ich mir besser belegt vorstellen können.

Der junge Mann aus Brandenburg/Havel (der "neue" Kanzler) machte manchmal zwar den Eindruck, dass ihn die Kameras etwas irritierten, aber nur solange, bis er den Mund aufmachte. Dann merkte man, hoppla, der hat nicht nur etwas drauf, der hat eine Meinung und vertritt sie auch. Kam nicht nur gut an, überzeugte auch.


Die junge Frau überzeugte durch ihr Engagement und ihren Willen. Solche Leute brauchen wir, die sich für eine Sache begeistern können und dahinter stehen und denen keine Arbeit dafür zu schade ist. Die Kameras waren ihr ziemlich egal. Bei der Kanzler-Wahl zwischen dem jungen Mann aus Brandenburg und der jungen Frau hätte ich Probleme bekommen.

Der dritte junge Mann sonnte sich bereits in den Kameras ohne dass er etwas gesagt hätte. Nichts sagen wäre auch besser gewesen. Denn was er sagte war populistisch, ohne Tiefgang und bar jeder eigenen Überzeugung. Wichtiger war ihm: Sitzt mein Schal auch richtig, wie wirke ich auf Frauen usw. So selbstverliebt, dass er manchmal fast den Faden verlor.


Wie der zweite junge Mann in die Endrunde kam war mir ein Rätsel. Betrachtete man aber das Studio-Publikum, wurde schnell klar, auch hier sitzt der Durchschnitt der Wähler und so kam auch gutes Aussehen oft besser an als Köpfchen.


Als Resümee musste ich am Schluss der Sendung positiv feststellen, egal wie der eine oder andere sich gegeben hat, dass unsere jungen Leute nicht nur die schrägen und faulen Typen sind, wie oft dargestellt und die sich obendrein mehr damit hervor tun die Kriminalstatistik aufzupolieren anstatt einer Arbeit nachzugehen, wurde hier bewiesen.


Bei den jungen Leuten, die bei dieser Sendung mitgemacht haben, ist mir für die Zukunft Deutschlands nicht bange. Und besonders gut fand ich, wie sich Jugendliche mit ursprünglich ausländischer Herkunft bei uns engagieren. Mit den allen ist Deutschland auf einem guten Weg
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19.3.09

Die Not mit dem Wasser

Können Sie sich vorstellen, dass jährlich ungefähr 5 Millionen Menschen wegen Wasserknappheit sterben? Wir stellen uns morgens unter die Dusche, hüpfen ins Freibad oder gießen den Garten und denken uns überhaupt nichts dabei.

Nachdenklich sollten wir werden wenn wir hören, dass pro Kilogramm Rindfleisch 15.500 Liter Wasser benötigt werden. Vielleicht sagen jetzt die Vegetarier: Ich habe schon immer gewusst, warum ich kein Fleisch esse. Aber aufpassen, Schuhe werden sich auch die Vegetarier kaufen. Und 1 kg Rindsleder benötigt sogar 16.000 Liter Wasser.

Die Kokosnuss braucht sage und schreibe 2.500 Liter Wasser, dagegen nimmt sich der Apfel mit gerade mal 70 Liter noch bescheiden aus. Zwar braucht man sich die Tasse Morgenkaffee nicht vergraulen lassen, da allein schon der Kaffee dafür (bis er in der Tasse ist) 140 Liter Wasser verbraucht. Zur Herstellung von 1 kg Röstkaffee werden allerdings 21.000 Liter Wasser benötigt.

Wenn wir diese Zahlen hören, kann man doch schon nachdenklich werden. Oder? Jetzt können wir auch verstehen, welche Probleme gerade oft die armen Länder umtreibt. Natürlich können wir nicht immer gleich direkt helfen, aber ein offenes Ohr für Projekte in der Dritten Welt sollten wir schon haben zumindest unsere Sinne dafür schärfen.

Mehr unter: www.focus.de

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18.3.09

Kreationismus oder Darwinismus

Zwei völlig verschiedene Denkmodelle bzw. Ansätze um die Welt zu verstehen. Gerade im Darwin-Jubiläumsjahr kommen einem solche Gedanken viel eher in den Kopf als zu anderen Zeiten. Wir Menschen, so denken wir jedenfalls in der Regel, sind so ziemlich alle gleich. Was aber im Kopf los ist, kann unterschiedlicher nicht sein.

Wie können sich Menschen Auffassungen hingeben, die sie selbst nicht beweisen können aber felsenfest davon überzeugt sind? Ich finde es faszinierend, diese Unterschiedlichkeit. Diese festgeprägte Denkweise, wann ist sie entstanden? In der Kindheit? Aus Trotz gegenüber den Anderen?


Aus welchen Gründen kommen die Kreationisten auf die Idee, die Bibel wörtlich zu nehmen. Als das Alte Testament geschrieben worden ist, lag auch für die Schreiber der Anfang der Welt unendlich weit zurück und dabei war sowieso keiner. Denken diese Menschen, dass sie von Gott nicht mehr geliebt werden, wenn sie nicht wortgetreu alles glauben was geschrieben steht? Dann sind es arme Menschen, die eher an einen bösen Geist glauben als an einen guten Gott, der Menschen auch Freiheiten lässt.


Freiheiten zu einer Denkweise wie die von C. Darwin. Ich muss allerdings gestehen, dass ich mir schon schwer tue, daran zu glauben, dass meine Vor......Vorfahren als Lurche aus dem Wasser gekrochen sind. Ich kann mich auch nicht richtig damit anfreunden, mit einer rein materialistischen Evolutionsgeschichte, ohne "Geist". Natürlich weiß jedermann, dass es eine gewisse Entwicklung in unser aller Leben gegeben hat. Aber das wie, das ist das Geheimnis und das finde ich gut.


Wollte man alles "entzaubern", wo bliebe das Rätsel, die Unbegreiflichkeit des Seins und vor allem die Phantasie, die uns mitgegeben wurde und uns zu dem macht was wir sind. Es ist schön, nicht immer alles verstehen zu müssen, aber zu wissen, dass alles seinen Lauf genommen hat.
Und das hat sogar die katholische Kirche akzeptiert, denn sie hat Darwins Evolutionstheorie nie verurteilt, wohl aber die Lehre der "bibeltreuen" Kreationisten.

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11.3.09

Oh, wie schön

"Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters", sagt man oft leicht dahin. Das stimmt zwar, aber jeder einzelne von uns unterliegt einer Denkstruktur, die von Anbeginn des menschlichen Daseins geformt wurde.

Halten wir deshalb doch alle immer das selbe für "schön" oder eben "nicht schön"? Ja, irgendwie schon, obwohl der einzelne meint, er hätte seine eigene Meinung und richte sich nicht nach den anderen. Ein Schlüsselwort für Schönheit ist Symmetrie. Pauschal kann man sagen, dass in den meisten Fällen Dinge für schön empfunden werden, die symmetrisch sind. Beispiele gibt es hierzu genug: Das geht beim eigenen Auto los und hört vielleicht bei den alten Pyramiden auf. Schmetterlinge sind symmetrisch, Säulengänge, Vögel und Flugzeuge, das Yin- und Yang-Symbol, das Kleeblatt, die Schneeflocke usw. usw. und macht auch vor dem Menschen nicht halt.


Menschen mit einem schönen Gesicht weisen einen hohen Grad an Symmetrie auf. Das heißt nun nicht, dass diejenigen, die kein so symmetrisches Gesicht haben hässlich sind, aber wenn wir ehrlich sind, sind diese Gesichter "interessant" nicht unbedingt schön.


Wenn aber alles in der Welt seine starre Symmetrie hätte wäre es allerdings nicht nur langweilig, vielleicht auch festgefahren. Dann heißt es: Bruch der Symmetrie. Wenn an einer gleichberechtigten Kreuzung vier Autos stehen und sich jeder Fahrer an die Regeln hält kommt keiner weiter. Der, der die Regel bricht, bringt die Sache wieder in Bewegung. Deshalb liegt der Bruch der Symmetrie und die Symmetrie selbst bei der Einschätzung um das Schöne so eng beieinander.


Beobachten Sie sich einmal selbst und überlegen Sie, warum Sie das eine für schön und das andere für weniger schön halten. Vielleicht sind Sie auch überrascht darüber, in welchem Maße Sie sich von der Symmetrie beeinflussen lassen.

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3.3.09

Zum nachdenken

Der Mullah, ein Prediger, kam in einen Saal, um eine Rede zu halten. Der Saal war leer bis auf einen jungen Stallmeister, der in der ersten Reihe saß. Der Mullah fragte den Stallmeister: "Es ist niemand außer dir da. Soll ich deiner Meinung nach sprechen oder nicht?".

Dieser antwortete: "Herr, ich bin ein einfacher Mann, davon verstehe ich nichts. Aber wenn ich in einen Stall komme und sehe, dass alle Pferde weggelaufen sind und nur ein einziges dageblieben ist, werde ich es trotzdem füttern".

Der Mullah nahm sich das zu Herzen und begann seine Predigt. Er sprach über zwei Stunden lang. Danach fühlte er sich sehr erleichtert und glücklich und wollte durch den Zuhörer bestätigt wissen, wie gut seine Rede war. Er frage: "Wie hat dir meine Predigt gefallen?".

Der Stallmeister antwortete: "Ich habe bereits gesagt, dass ich ein einfacher Mann bin und von so etwas nicht viel verstehe. Aber wenn ich in einen Stall komme und sehe, dass alle Pferde außer einem weggelaufen sind, werde ich es trotzdem füttern. Ich würde ihm aber nicht das ganze Futter geben".
(N. Peseschhian)

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17.2.09

Kopf oder Computer

Liebe Senioren, die gute Nachricht vorweg: So alt können Sie gar nicht werden, dass Sie nicht den Computer schlagen könnten. Fallen Sie nicht vor jedem Computer gleich in Ehrfurcht. Computer sind doof und können nur das was man ihnen sagt und das auch nicht immer.

Unser Gehirn hat so 200 Milliarden Nervenzellen, die unsere ganzen Lebensprozesse organisieren (durch die Finanzkrise kennen wir uns ja in Milliarden aus, es sind also wirklich viele). Damit aber alles im Kopf funktioniert ist alles untereinander verbunden, mit sogenannten Synapsen. Davon haben wir 100 Billionen - toll was? Aber das Beste ist, dass jede Nervenzelle mit 10.000 anderen in Verbindung treten kann und das nur über 4 Schritte.

So, und was kann der Computer? Der kann pro Sekunde 1 Billion Rechenoperationen abwickeln, bei einem Strombedarf von mindestens 50.000 Watt. Vielleicht denken Sie jetzt: Alle Achtung, wie schnell das geht. Aber keine Sorge, Computer sind Langweiler, bis die in Gänge kommen sind wir schon längst fertig. Unser Gehirn wickelt 10 Billiarden (aufpassen, Billiarden, das sind zwei Zehnerpotenzen mehr als Milliarden) Rechenoperationen pro Sekunde ab und das bei maximal 15 Watt. Na, immer noch beeindruckt vom Computer?

Übrigens habe ich mich auch schon immer geärgert, dass mein guter Fotoapparat die Bilder nie so richtig darstellt wie ich das Bild in Erinnerung habe. Wenn ich aber weiß, dass mein Auge 10 Millionen Informationen pro Sekunde aufnehmen kann, wundert das mich nun auch nicht mehr.

Man könnte noch einiges aufzählen, aber das allein schon genügt, um über das Wunderwerk Gehirn zu staunen. Und dann lese ich, dass der Mensch dabei ist sich selbst zu entschlüsseln und sich am Ende noch selbst "nachbauen" will. In deren Köpfen sind wohl doch einige Synapsen falsch "verdrahtet" bzw. diese Leute begeben sich auf das niedrige Niveau des Computers.

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5.2.09

Wo liegt Port Louis

Wenn Sie gefragt werden wo Paris, Rom oder Moskau liegt und Sie sagen es ganz genau, dann ist das kein großes Kunststück. So bekannte Städte, die fast jeden Tag in den Nachrichten genannt werden kennt man. Die meisten von uns waren auch schon als Tourist dort.

Schaut man über Europa hinweg, dann wird die Sachlage schon anders. Ok, wo New York, San Francisco oder Rio liegt, da sind wir uns auch ganz schnell einig. Aber wenn wir nach Afrika und zu den Inseln drum herum gehen fällt uns nicht mehr viel ein. Ja, Kairo, wegen der Pyramiden oder Johannesburg wegen der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. Aber wissen Sie genau wo Port Louis liegt? Oder Brazzaville, N´Djamena, Conakry usw. usw.?


Die kommen zwar nicht jeden Tag in den Nachrichten, werden aber auch genannt. Falls Sie Lust verspüren, sich mal auf den neuesten Wissensstand zu bringen, probieren Sie´s! Es macht sogar Spaß.


Hier klicken! www.q-world.de

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22.4.08

Mein ganz spezieller Käse

Kennen Sie das Buch "Die Mäuse-Strategie für Manager"? Kannte ich bislang auch nicht. Bekam es in die Finger und las es mit einem Ruck aus, so interessant war es für mich und sicherlich für Sie auch.

Eigentlich geht es nicht nur um Mäuse, sondern um Käse, den man den Mäusen weg genommen hat. Und zwar lieb gewonnenen Käse. Den Käse des umsorgt seins, sich um nichts mehr kümmern müssen, der immer da ist wenn man ihn braucht, der einen Einduseln lässt in eine Scheinwelt, die mit der Realität nichts mehr zu tun hat.

Sie merken schon, es geht um unser eigens Leben, erzählt mit Mäusen, denen man, wie gesagt, den Käse geklaut hat. Was machen Sie, wenn man ihnen ihren Käse klaut? D. h. wenn man Ihnen kündigt, wenn Sie aus der Vereinsspitze abgewählt werden, wenn sie gar nicht merken, dass Sie überflüssig oder unbeliebt sind - und das tut weh.

Und stellen Sie sich vor, Sie hätten keine Angst mehr, Probleme - das Wort kenne ich nicht, wer nicht wagt der nicht gewinnt......usw.

Das Buch ist nicht nur äußerst amüsant zu lesen, man ertappt sich beim Lesen in manchen Situationen die im Buch beschrieben werden selbst wieder und man lernt spielerisch, dass es gar nicht schwer ist sich auf neue Situationen schnell einzustellen um so mit dem Leben besser fertig zu werden.
Dann werden auch Sie den neuen Käse suchen und genießen.

Viel Spaß beim lesen.

Autor Spencer Johnson, Heinrich Hugendubel Verlag, ISBN 3-7205-2122-2

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11.4.08

Wir tanken - andere hungern dafür

Haben Sie gestern Abend "heute" gesehen?
Natürlich gab es schon immer Ungerechtigkeit in dieser Welt und so wie es aussieht, werden wir diese wohl auch nicht abschaffen können. Dass wir aber mit unserem Biosprit andere Menschen in den Hunger treiben war uns nicht so bewusst, wird es aber immer mehr.

Die Grafiken, die wir gestern Abend zum rasanten Anstieg von Weizen und anderen Lebensmitteln sahen zeigten beängstigend von welcher Situation die Spekulanten ausgehen: Der Westen will Auto fahren und ihn interessiert überhaupt nicht, ob Menschen deshalb hungern oder nicht. Und weiter, da besonders in Deutschland das schlechte Gewissen hinsichtlich der Umwelt gefördert wird will man etwas Gutes tun und Biosprit tanken. Das klingt für viele nach Geld, schnellem Geld.
Früher hieß es "Pack den Tiger in den Tank" und heute "Pack den Weizen in den Tank".

Und was können wir tun? Sicherlich gibt es keine Patentrezepte. Dennoch sollten wir schauen, wie viel Sprit verfahre ich sinnlos? Habe ich ein Auto, das nicht nur verbraucht, sondern schluckt? Und vor allem sollte die Bereitschaft wachsen, wirklich alternative Antriebsstoffe zu unterstützen, wie z. B. Wasserstoff oder Gas. Das Gejammer darüber, dass es zu wenig Tankmöglichkeiten gibt liegt nur daran, dass wir uns innerlich gegen solche Autos sträuben.

Bei diesem Sträuben hilft die Ölindustrie natürlich fest mit. Denn würde weniger Sprit verbraucht, würden die Gewinne zurück gegen.

Informieren Sie sich doch noch weiter über diese Situation. Für zwei interessante Kommentare steht unten der Link.

www.heute.de

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11.11.07

Das Alter ist die Morgenröte ...

der Weisheit – ein chinesisches Sprichwort. Als ich das zum ersten Male las, war ich noch ein ganz schönes Stück jünger und ich sagte mir... mehr lesen

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