Die Séga
Schon mal was von Sega gehört? Nein, mag sein, aber die Musik, die kennen Sie sicher. Das ist die, bei der man sich ohne nachzudenken mitbewegt. Man muss nicht gleich einen Hüftschwung machen oder sich das Kreuz ausrenken, nein, die Musik und der Gesang muss sich auf´s Blut übertragen und das bewegt den Körper: Gleichmäßig, mit dem Takt des Blutes, das durch unsere Adern pulsiert, beginnt Musik und Bewegung eins zu werden.
Früher wurde die Musik als primitiver Lärm abgetan. Die Sega ist heute ein wichtige Ausdrucksform der mauritianischen Kultur. Der Ursprung der Sega liegt im Dunkel der Zeit; man vermutet zwar ostafrikanischen bzw. madegassischen Einfluss, aber das ist wirklich nur eine Vermutung. Auch das Wort „Sega“ kann nicht so richtig eingeordnet werden. Man kann davon ausgehen, dass die verschiedenen Volksgruppen, die auf Mauritius sesshaft wurden ihre Musik und Tänze mitbrachten und daraus diese Musik entstand. Vieles deutet darauf hin, dass die Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen die Sega sangen wie auch andere Sklaven rund um die Welt ihr Leiden in Musik und Tänze fassten. Sega und die kreolische Sprache (auf Mauritius wird Kreol gesprochen, englisch ist nur die Amtssprache) ist eine Verschmelzung von Elementen verschiedener Kulturen die einfach bei der Arbeit auf den Feldern und danach am Abend entstand.
Sehen und hören wir die Sega, ist das für uns Folklore und schön zum ansehen, aber es schwingt doch ein wenig Wehmut einer anderen Zeit mit.


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