30.12.07

Mütter und Väter in biblischen Zeiten hatten auch so ihre Sorgen.

Die Bibel hat viele Bücher und Jesus Sirach ist eines davon (Altes Testament). Es bietet Lebensweisheiten und vieles mehr und ich lese gern darin. Manches ist für unseren Geschmack vielleicht etwas überzogen, aber wie man immer sagt, ein Körnchen Wahrheit ist oft dabei.

So wundert es nicht, dass er auch über Frauen und Männer bzw. Mütter und Väter geschrieben hat.

Und nicht nur „Lieber mit einem Löwen oder Drachen zusammenhausen, als bei einer bösen Frau wohnen“.

Nein, er schreibt auch: „Eine gute Frau – wohl dem Mann. Die Zahl seiner Jahre verdoppeln sich“.

oder

„Wie die Sonne aufstrahlt in den höchsten Höhen, so die Schönheit einer guten Frau als Schmuck ihres Hauses“.

Auch sinnt er über die Sorgen eines Vaters um seine Tochter nach. Man liest es und denkt, es hat sich eigentlich nichts verändert:

„Eine Tochter ist für den Vater ein Schatz, den er hütet, die Sorge um sie nimmt ihm den Schlaf. In ihrer Jugend, dass sie nicht verschmäht wird, nach der Heirat, dass sie nicht verstoßen wird. Als Mädchen, dass sie nicht verführt wird, bei ihrem Gatten, dass sie nicht untreu wird. Im Haus ihres Vater, dass sie nicht schwanger wird, im Haus ihres Gatten, dass sie nicht kinderlos bleibt.“

Ok, die Mütter machen sich auch Sorgen!

23.12.07

Stille Nacht, heilige Nacht.

Für manche ist das Lied heilig, für manche eine Edelschnulze. Tatsache ist, dass es jeder singt, ich auch, und das quasi im Chor über die ganze Welt. Ich kenne kein Lied, das so alt ist wie dieses, immer noch mit Inbrunst gesungen wird und so eine weltweite Verbreitung erfahren hat. Hinzu kommt, dass das Lied in rund 300 Sprachen übersetzt wurde, das ist schon mehr als beeindruckend.

Während eines Urlaubs in Österreich fuhr ich auch nach Oberndorf, oberhalb von Salzburg. Das ganze sieht hier zwar ganz normal aus, dennoch ist es wie bei ähnlichen Plätzen auf der Welt, man ist beeindruckt, dass so großes im kleinsten Winkel entstehen kann. Geschaffen von ganz einfachen, aber dennoch begabten Leuten wie dem Hilfspfarrer Joseph Mohr und dem Organisten Franz Xaver Gruber.

Vielen Dank den beiden für die schöne Stimmung mit diesem Lied zur Weihnachtszeit

Die Kirche von damals steht nicht mehr, die Stille-Nacht-Kapelle erinnert an ihren Standort.

20.12.07

Schöner Advent

Advent: Ruhe, Frieden, alle lieben sich, besinnlich, langsam tun etc. Sind Sie auch so ein Adventstyp? Wenn ja, dann haben Sie etwas falsch verstanden oder wissen nicht was Advent bedeutet.

Advent, das wissen dennoch die meisten, heißt: Ankunft des Herrn.
Der König kommt. Also das ist schon was, wenn ein König kommt. Da setzt man sich nicht hin und wird besinnlich, da tut man auch nicht langsam und sehnt sich nach Ruhe. Man zieht auch nicht wie im Cartoon „Charlie Braun“ das Schmusetuch heraus und legt sich aufs Sofa.
Aber hallo, jetzt kommt der König, jetzt bereitet man alles vor.

Schon gleich am ersten Advent heißt es, dass die Menschen vor Angst vergehen werden, in Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen, über das Toben und Donnern des Meeres.

Und Johannes hat den Leuten zum Kommen des Herrn auch nicht gepredigt, na jetzt mal schön langsam und immer mit der Ruhe. Der hat geschrieen, ebnet dem Herrn den Weg, da sollen Hügel abgetragen und Täler aufgefüllt werden, man soll sich bereit machen, für ein anderes, neues Leben. Der Herr hat schon die Schaufel in der Hand um den Weizen von der Spreu zu trennen.

Advent heißt also, auf geht’s, wie kann ich mich neu ausrichten neu „formatieren“, um das mal in der Computersprache auszudrücken. Wie kann ich den „alten Menschen“ ablegen? Und nicht, wessen Weihnachtsbredle sind besser, oder auf der wievielten Weihnachtsfeier bin jetzt eigentlich oder habe ich auch schon genug Weihnachtsgeschenke, oder, oder ... ?

Und wenn der König da ist, oh Gott, dann verfallen speziell die Deutschen in Wehmut und Sentimentalität anstatt sich zu freuen und zu feiern (aber nicht wegen der Geschenke).

Wenn Mann und Frau „Eltern“ werden, also ein Kind zur Welt kommt, dann freuen und jubeln sie doch auch und geben ein Fest. Und wenn Jesus zur Welt kommt, da hat man den Eindruck es freut sich kaum jemand; vielleicht aus Erschöpfung wegen Nichtigkeiten.

Na ja, vielleicht liegt der eine oder andere auch noch mit dem Schmusetuch auf dem Sofa und hat die Chance zum Neuanfang, die er bekommen hat, verpasst? Schade!

11.12.07

Die Volxbibel ...

ist eigentlich für junge Leute geschrieben (deshalb wohl schon das „x“), aber sie ist auch bestens für Ältere und für Senioren wie mich angenehm zu lesen. Der Stil ist zwar ungewöhnlich und manchmal für den einen oder andern etwas frech, aber es trifft die einzelnen Situationen gut. Ich habe die Bibel im Auto, und immer wenn ich im Auto auf jemanden warte, und da hat man ja Zeit, klappe ich das Buch an irgendeiner Stelle auf und lese. Und ich sage ihnen, vielfach passt die Stelle irgendwie genau auf den Lebensmoment in dem ich mich befinde. Das tut oft nicht nur gut, es heitert auf und manchmal kann man auch schmunzeln. Versuchen sie es doch auch mal (man kann aber das Buch als Oma oder Opa auch den Enkel schenken).

Hier ein Leseprobe aus dem Lukas Evangelium:

„Als Jesus später aus der Stadt rauswollte, traf er einen Typen, der beim Zoll arbeitete. Levi, so hieß der Mann, saß gemütlich in seinem Zollhäuschen, als Jesus ihn von der Seite anquatschte: „ Komm mit!“. Das ließ er sich nicht zweimal sagen und ging sofort mit Jesus. Kurze Zeit später organisierte Levi eine Riesenparty bei sich zu Hause, und Jesus war als Ehrengast eingeladen. Viele andere Zollbeamte, die zu der Zeit bei der Bevölkerung total unbeliebt waren, waren mit am Start, und auch viele Freunde von Levi. Das passte den oberfrommen Pharisäern und Theologen überhaupt nicht. „Wie können Sie es nur mit diesem Pack auf einer Feier aushalten ?“, fragten sie Jesus. Er antwortete: „Die Menschen, denen es gut geht, brauchen keine Hilfe, aber die Menschen, denen es dreckig geht, die brauchen einen, der ihnen da raushilft. Ich bin für die Kaputten da, ich will sie mit Gott zusammenbringen. Die Gesunden brauchen mich nicht“.


ISBN-13: 978-3-981-0656-0-2, Volxbibel-Verlag, Postfach 40 65, 58426 Witten