10.01.08

Die Deutschen, dick und krank

Ein Lieblingsthema der Deutschen aber auch der Zeitungen sind Bauch und Hüften: Immer ist alles zu dick. Finden Sie sich zu dick oder gerade richtig? Werden wird krank geredet oder sind wir wirklich auf dem Weg dahin?

Viele können sich noch daran erinnern, dass früher das Gewicht, natürlich unterschieden ob Männlein oder Weiblein, an der Körpergröße festgemacht wurde. Das kam bald aus der Mode. Der Body-Mass-Index bestimmte was zu essen war oder nicht. Mittlerweile ist auch das alles von gestern, der Bauchumfang, der sagt mir, ob ich gesund oder bald tot bin. Das ist kein Witz, ich las in der Zeitung, dass ein Bauchumfang von 102 cm lebensgefährlich ist. Normal soll er beim Mann 93 cm und bei der Frau 80 cm sein. Also ein gutes hat ja der Bauchumfang, den kann ich kurz mal messen, sonst hat man immer rechnen müssen und manchmal wusste man nicht mehr welche Zahl durch welche zu teilen ist; es sein denn, man hatte ein Diagramm zur Hand.

Natürlich ist der Speck an Bauch und Hüften der Gesundheit nicht förderlich, aber muss man denn gleich so absolute Grenzen setzen? Das erinnert mich etwas an den Cholesterinwert, der immer weiter heruntergenommen wurde. Der Pharmaindustrie wäre es am liebsten gewesen, ihn soweit herunter zusetzen, dass alle ihre Medikamente nehmen müssen – Deutschland, ein Land der Kranken?

Der Bauchumfang ist auch so etwas. Ob jung oder alt, alle müssen einen Standardbauch haben, zumindest eine Obergrenze. Dabei weiß jeder, dass der Mann, seit es Menschen auf der Erde gibt, so programmiert ist, dass er im Alter am Bauch, die Frau an den Hüften dicker wird.

Was lernen wir daraus? Sich nicht verrückt machen lassen. Warten Sie, in der nächsten Zeit wird es sicherlich wieder eine neue Methode geben die Ihnen sagt, dass Sie für Ihr Alter viel zu dick, viel zu klein, vielleicht auch viel zu dünn oder sonst was sind.

http://www.menshealth.de/in-ostdeutschland-leben-die-dicksten-deutschen.81955.htm