1.1.08

SALE, support, learning by doing: Hauptsache alles in Englisch.

SALE statt Schlussverkauf. Haben Sie sich auch über den Gebrauch englischer Worte im Deutschen geärgert? Nicht dass ich etwas gegen Englisch hätte, ganz im Gegenteil. Wenn ich im Ausland bin, bin ich froh wenn ich mich in Englisch verständigen kann. Wenn ich mich nur an meine Geschäftsaufenthalte in Japan erinnere. Ohne Englisch wäre ich vielleicht nie wieder nach Hause gekommen.
Auch wenn man bei internationalen Firmen arbeitet, schleicht sich ein gewisser Fremdwortsprachschatz ein. Nicht ganz verzeihlich, aber schauen wir mal darüber hinweg.

Aber bei uns im Alltag halten das welche für schick, zeitgemäß und alle die da nicht mitmachen, sind sowieso von gestern und die Alten, die kein Englisch verstehen oder nur wenig, stehen vor manchem Begriff und wissen nicht was los ist.

Tröstlich ist nur, dass die in der Werbung verwendeten englischen Schlagwörter bzw. Begriffe laut Umfrage von den allermeisten Jungen auch nicht verstanden werden. Da ist doch die Frage berechtigt: Sind wir eigentlich alle von Sinnen, dass wir da mitmachen?

Die Krönung finde ich ist, wenn ein deutscher Satz mit englischen Wörtern sozusagen „veredelt“ wird. „Support“ ist so eine Vokabel. Wenn ich die schon höre, stehen mir meine paar Haare noch zu Berge. Oder: „Learning by doing“. Als ich noch ein kleiner Junge war, und das ist wirklich eine Weile her, sagte meine Mutter schon zu mir: „Du lernst es indem du es tust“. Heute verkauft man den Satz so, als käme alle Weisheit von Amerika bzw. aus dem Englischen.

Ich jedenfalls wehre mich dagegen und sage es in der entsprechenden Situation jedem, höflich und freundlich, ob es ihm passt oder nicht, ob man dieses oder jenes nicht auch Deutsch sagen könnte.

Nun beginnt wieder ein neues Jahr und im Januar geht es wieder los mit dem Schlussverkauf. Ich wünsche Ihnen jedenfalls dass Sie etwas finden was Ihnen gefällt und Freude bereitet, egal ob nun im „Schlussverkauf“ oder „SALE“