8.1.08

Bundesregierung fördert Altersarmut

Bernt Rürup hat recht, wenn er sagt: „ Unter den gegenwärtigen Bedingungen werden die Armutsrisiken im Alter zunehmen.“ (SWP, 7.1.08) Die Bundesregierung setzt noch eins drauf, indem wir bald unsere Autos mit „Super Plus“ tanken müssen und damit allen noch mehr Geld aus der Tasche gezogen wird.

Der ADAC berichtet in seiner „Motorwelt“, dass die Bundesregierung plant, im „Super“-Kraftstoff, den wir alle tanken, den Biosprit-Anteil von heute maximal 5 % (E5) auf 10 % (E10) zu erhöhen – und das noch im Januar 2008.
Das klingt im ersten Moment noch gut. Prima denkt man, „Bio“ muss ja gefördert werden. Auf den zweiten Blick muss man feststellen, mein Auto ist ja nur für 5 % Biosprit zugelassen (und das sind im Moment eigentlich fast alle), ich darf ja gar keinen Super mit 10 % Biosprit fahren. Und wenn ich das trotzdem tue, muss ich selbst für eventuelle Schäden aufkommen.

„Super plus“ ist dann noch der einzige Kraftstoff mit 5 % Bioanteil. Wenn nun die Autofirmen die Fahrzeuge für 10 % Bio nicht freigeben, müssen wir alle den teuren Sprit kaufen.

Natürlich trifft das die Pendler hart. Aber keiner denkt anscheinend an die Rentner. Im Gegensatz zu den Erwerbstätigen, die ab und an mal eine Gehaltsaufbesserung bekommen, erhalten die Rentner nichts – und das seit Jahren und in Aussicht ist auch nichts.
Was ist denn eigentlich mit der vielgepriesenen Mobilität im Alter? Wer kann es sich bald noch leisten, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren? Dann müssen die meisten zuhause bleiben, denn mit der Bahn zu fahren ist ja sowieso schon Luxus.

Vielleicht sagt jetzt einer, die Rentner haben doch kürzlich 0,5 % Rentenerhöhung bekommen. Auf die hätte ich gern verzichtet. Nach der Rentenerhöhung habe ich aufgrund der angestiegenen Beiträge weniger Rente bekommen als vorher. Der Aufschwung geht an den Rentnern voll vorbei.

Ich wünsche mir vom ADAC, dass er auf die Regierung und alle Lobbyisten des Biosprits mehr Druck ausübt und die Zulassung des 10 %igen Biosprits verhindert.

Quelle: ADAC