Midlifecrisis und Hormonhaushalt (Teil 2)
Im ersten Teil meiner Betrachtung schrieb ich, dass aus der Midlifecrisis eine neue geistige Ausrichtung erfolgen soll. Jeder ändert sich anders, aber ganz grob kann man wenigstens zwei Richtungen bemerken. Vielleicht geht es Ihnen so wie mir: Man kennt einige, bei denen man sich wundert wie sie sich verändert haben und diese wiederum von sich behaupten, es sei nichts geschehen.
Manche haben einen Weg gefunden bei dem sie nicht mehr alles so verkniffen sehen, sind „leichter“ geworden, menschlicher, zugänglicher. Andere wiederum wurden in ihrer Meinung, in ihrem Tun so verbohrt und überzeugt, dass sie keine andere Meinung dulden, alle Welt bekehren wollen und übersehen, dass sie sich selbst bekehren sollten.
Diese geistigen Änderungen, ob bewusst herbeigeführt oder unbewusst entstanden, die auch ein Merkmal der Midlifecrisis sind, bleiben in der Regel erhalten bis ans Lebensende. Manchmal mildern sie sich noch etwas ab, andere führen zum berühmten Altersstarrsinn.
Während der Midlifecrisis verschiebt sich auch der Hormonhaushalt. Der Mann tendiert zum weiblichen, die Frau zum männlichen. Das führt dazu, dass ich hin und wieder feststellen muss, wie manche Männer nicht nur viel ruhiger werden, sonder auch unter den „Pantoffel“ kommen und mache Frauen erst so richtig aktiv und umtriebig werden.
Aus dem Betrachtungswinkel der Natur heraus nachvollziehbar, für viele aber unverständlich, da man die Gründe nicht kennt und es oft einfacher ist den Mann dann als “Waschlappen“ oder „Weichei“ abzutun und über die Frau zu sagen, dass sie nun die „Hosen“ anhat oder der „Feldwebel“ ist. Ja die Hormone beeinflussen uns, ob in jungen Jahren oder im etwas fortgeschrittenen Alter.
Fazit daraus ist, nichts ist schwieriger als an sich selbst zu arbeiten. Aus diesem Grund einmal sich selbst beobachten und mit anderen Geduld haben, auch wenn es schwer fällt.


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