4.12.07

Die CDU fährt Geschützinnen auf ...

heißt es in einem Artikel der Südwestpresse in Ulm. Haben Sie schon einmal so einen Unsinn gehört? In Ulm war OB-Wahl und der SPD Kandidat hat haushoch gewonnen. Nun weiß ja jeder, dass OB-Wahlen keine Parteiwahlen sondern Persönlichkeitswahlen sind. Dass sich dennoch die CDU für die nächste Wahl um Kandidaten umsieht ist ja legitim. Die Zeitung stellt den Lesern zwei CDU-Damen aus dem bundes- bzw. landespolitischen Leben vor und schreibt dazu, dass mit diesen Damen die CDU „zwei schwere Geschützinnen“ auffährt. Soll man darüber lachen oder heulen?

Beschäftigt die Zeitung, wie manch andere auch, PISA geschädigte oder ist das einfach ein Trend, dass viele der deutschen Sprache nicht mehr mächtig sind, dass man sich bei Frauenbewegungen einschmeicheln möchte oder ist das schlicht Dummheit?

Deutsch ist wirklich schwer. Altbundeskanzler Schröder kann davon ein Lied singen. Er kennt auch nicht die Deutschregel: „auf so folgt wie“ und „auf größer oder kleiner als“. „Wir erledigen das so schnell als möglich“ hörten wir oft von dem guten Mann. Man(n) war/ist das peinlich! Ein Bundeskanzler der so daher redet. Kein gutes Vorbild.

Aber zurück zu unseren „Geschützinnen“. Der Trend zu Feminisierung von Wörtern ist ja groß in Mode gekommen. Dabei bin ich weder ein Feind des weiblichen Geschlechts noch sträube ich mich vor der richtigen Ausdruckform von z. B. Berufsbezeichnungen wie Kauffrau, Feuerwehrfrau usw.

Ich finde aber, dass die weibliche Form des Wortes (und somit auch die Frauen selbst) es nicht verdient haben, durch oben genannten Schwachsinn, der dazu noch in hohen Auflagen verbreitet wird, verunglimpft zu werden – hoffentlich schießen wir auch in Zukunft nur mit Kanonen, z. B. auf Spatzen (ein Ulmer Wahrzeichen) und nicht mit Kanoninnen.