18.12.07

Bush und der Weltklimagipfel

Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, wenn sie an Bush und den Weltklimagipfel bzw. das Weltklima denken. Also mir sträuben sich dabei die Nackenhaare. Man ist fassungslos über eine derartige Arroganz, Rücksichtslosigkeit gepaart mit einem einfältig geistigen Niveau (man denke an den Ausspruch von ihm, dass Gott zu ihm gesprochen hätte), dass man nicht weiß ob man weinen oder lachen soll.

Man muss der einen Wortmeldung auf dem Klimagipfel auf Bali recht geben: Wenn die USA nicht der Führer sein wollen, dann eben ohne sie. Weltführer – dass ist ein Wort was Bush und seine Getreuen sicherlich gern hören. Aber was sind denn die USA für Weltführer? Alles was sie angefangen haben ging daneben. Seit dem Koreakrieg bis heute. Sie haben seitdem weder Frieden noch Demokratie wirklich irgendwo hingebracht. Zank und Zwietracht war in der Regel die Hinterlassenschaft. Und wenn sie nicht mehr weiter wissen, gehen sie nach Hause. Und so einer Regierung will man eine Weltführung anvertrauen? Und dann noch zu so einem sensiblen Thema wie dem des Weltklimas. Allerdings sind die anderen großen Staaten auch nicht geeignet, hier eine Führungsposition zu übernehmen.

Da hat mich der Bericht des Klaus Kleber im Zweiten Fernsehen wieder einmal gefreut, der berichtete, dass es in den USA sehr wohl Menschen gibt, die sich um das Weltklima sorgen. Und wenn Kalifornien hier eine Führerschaft innerhalb der USA übernimmt, dann können wir uns alle freuen. Die Leute dort auf Bush und den Weltklimagipfel angesprochen: Wir brauchen die Regierung in Washington nicht.

Ich wünsche mir den Tag, an dem alle Staaten, die auf Bali vertreten waren, einmal so selbstbewusst werden, und zwar schnell wenn es geht, die Führung in Sachen Weltklima wirklich der UN zu übergeben. Sie zu unterstützen, nicht nur mit Lippenbekenntnissen und dann noch halbherzig, sondern mit allen Kräften. Und zwar so, dass wir einem Bush und dessen „Weltführung“ nicht bedürfen.

Zu warten, bis Bush einmal nicht mehr an der Macht ist und der oder die „Neue“ in die Gänge kommt ist gefährlich, dann ist bereits zuviel Zeit verstrichen, zuviel kostbare Zeit – die wir eigentlich gar nicht mehr haben.