14.12.07

Beim Wort „Midlifecrisis“ ... (Teil 1)

fällt vielen vielleicht ein, dass dieses Wort vor bereits etlichen Jahren aus den USA zu uns rüberkam. Das klang so nach amerikanischer Erfindung bzw. Entdeckung. In einem Land, wo man zum Psychiater geht wie andernorts zum Arzt, ist das nicht verwunderlich. Dabei ist beim Mann die Krise in der Lebensmitte wie die Wechseljahre bei den Frauen ganz normal und gehört zum Menschen so lange er existiert.

Bereis der Mystiker Johannes Tauler, der zwischen 1300 und1361 lebte, beschrieb diese Krise in der Lebensmitte als Chance geistlichen Wachstums. Also eine etwas andere Ausgangsbetrachtung als man heute allgemein annimmt.

Heute nehmen manche Männer diese „Krise“ als Ausrede um eine jüngere Frau zu heiraten und merken überhaupt nicht, wie kindlich sie sich benehmen und überhaupt nicht begriffen haben worum es geht; von den sozialen Problemen die folgen einmal ganz abgesehen.

Diese ganze Thematik hat Anselm Grün OSB in seinem Büchlein “Lebensmitte als geistliche Aufgabe“ hervorragend aufgearbeitet. Er beschreibt eindringlich die große Chance, die jeder von uns bekommt, in diesem Lebensabschnitt sein Leben zu ordnen und dahingehend neu auszurichten, die alten Götzen zu erkennen, denen man nachhängt, und sich von ihnen zu trennen. Ein neue geistige Ausrichtung muss erarbeitet werden.