8.11.07

Entwicklungshilfe ...

die ankommt. Gibt es jemanden, der nicht bei der Tsunami-Flutkatastrophe gespendet hat? Hoffentlich ist auch alles dort angekommen, wie es uns die Hilfsor-ganisationen versprochen haben. Manchmal hat man schon ein komisches Gefühl im Magen, ob nicht doch nur einige Mitarbeiter in der Verwaltung eingestellt wurden oder sonst auf dem Weg einiges versickert ist. Jetzt geht es wieder auf Weihnachten zu und wie jedes Jahr kann man sich vor Bettelbriefen kaum noch retten.

Das Internationale-Kolpingwerk mit Sitz in Köln geht da anders vor. Der Verband, der bereits auch in vielen asiatischen Ländern Kolping-Gemeinschaften aufgebaut hat, unterstützt direkt vor Ort, wo die Hilfe am nötigsten ist. Ein Projekt läuft schon eine zeitlang in der Kleinstadt Tan-Loc, im Osten Vietnams. Die Mitglieder der Kolpings-familie sind dort überwiegend einfache Fischer, die ihren Lebensunterhalt auf dem Meer verdienen. Der Fang wird dann von Großhändlern aufgekauft, oft zu schlechten Preisen. Für die Familie bleibt dann nicht mehr viel übrig. Das Kolpingwerk unter-stützt mit Spenden die Weiterverarbeitung der Fische zu Fischsaucen, die in Vietnam bei keinem Essen auf dem Tisch fehlen dürfen. Diese Weiterverarbeitung macht die Menschen unabhängiger vom Fang und den Großhändlern. Das Einkommen steigt, Rücklagen werden gebildet und immer mehr Fischer können einsteigen und verbessern damit die gesamte Lage der Region. Jede Spende hierzu kommt direkt der Kolpingfamilie dort zugute und macht keine Umwege.
Das ist mal Entwicklungshilfe, wie man sie sie sich vorstellt. Direkt zu den Menschen vor Ort, sozusagen eine Soforthilfe und nicht für eine Hilfe irgendwann in der Zukunft.

http://www.kolping.de