29.9.09

Wahl Nachlese

Zwei Tage nach der Wahl sind wieder so ziemlich alle auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Es ist schon interessant, dass die Zeit nach der Wahl viel interessanter ist als vor der Wahl.

Vor der Wahl: Man kann die Sprüche auf Plakaten und in den Medien fast nicht mehr aushalten.
Auch wenn dieses mal der Gegner nicht so aufs Korn genommen wurde, immer die selben Sprüche und gebetsmühlenartigen Versprechungen. Jeder ist froh, dass diese Zeit vorbei ist.

Nach der Wahl: Jetzt wird es Ernst und die lächelnden Gesichtsfassaden fallen - besonders bei denen, die verloren oder nicht viel dazu gewonnen haben. Die Messer werden gewetzt und der Wähler schaut verwundert zu, dass die sich noch vor einem Tag umarmenden "Brüder" am liebsten sich gegenseitig umbringen würden - aha sagt dann der eine oder andere, so sieht es mit der Geschlossenheit der Partei aus.


Lese ich doch heute von einem Parteimitglied der SPD über Müntefering: "Er steht für die organisierte Unterdrückung des demokratischen Meinungsaustausches in der SPD zu zentralen Fragen". Wow, das ist ja ein Ding. Und Münte hat man extra wegen der Wahl zurückgeholt. Dem ist dann das wohl so in den Kopf gestiegen und vermutlich war er zum Schluss so von sich eingenommen, dass er sich als Patriarch der Partei vorkam.


Verwundert war ich auch, dass die "Grünen" ihren Spitzenkandidaten Özdemir einfach haben durchfallen lassen und ihn noch nicht einmal einen sicheren Platz auf der Landesliste gaben. Das ist ja ein tolles Vertrauen der "Grünen Wähler" zu ihrer Parteispitze. Und solch in sich zerrissene Parteien soll man wählen?


Die "Linken" sind die eigentlichen Gewinner des Wahltages und gleichzeitig ist es eine Blamage für viele Deutschen. Da werden ein paar populistische Themen ausgestreut und die Leute laufen hinterher wie die Kinder beim Rattenfänger von Hameln. Zeigt nicht gerade ein Niveau von klarem Denken und vor allem ein Nachdenken über die Machbarkeit der Parolen.

Dass allerdings in Brandenburg diese Partei viel Zuspruch erhielt ist nicht verwunderlich, sitzen doch heute noch viele "Genossen" von früher, jetzt allerdings "reingewaschen", auf den gleichen Stühlen von früher. Und diese können natürlich in einer Demokratie, in wirklich geheimer Wahl, ihrer wahre Gesinnung Ausdruck verleihen, dass sie im Grunde genommen immer noch dem DDR-Regime anhängen.


So zeigt sich nach der Wahl doch noch die Wirklichkeit hinter den strahlenden Gesichtern der Politiker und vielleicht denkt sich so mancher: Gut, dass ich den einen gewählt und den anderen nicht gewählt habe.


Und die Gewinner, die CDU und FDP, die diesmal um das Hauen und Stechen drum herum gekommen sind, müssen die nächsten vier Jahre beweisen, dass sie es besser machen und die Parteien zusammen stehen, sonst liegen die nach der nächsten Bundestagswahl in der Schusslinie. Aber zuerst sollen sie einmal eine Chance bekommen - so ist das nun einmal in deiner Demokratie.

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26.9.09

Wahlen, Piraten und die Dürre in Afrika - Mein Wochenrückblick

Der Wahl-O-Mat
Noch mal schnell die eigene Stimmung überprüfen? Dann gleich zum Wahl-O-Mat bevor es morgen ernst wird. www.heute.de

Wahlprogramme
Und hier kurz gefasst, was die Parteien uns versprechen. www.tagesschau.de

Wer sind die Piraten?
Die Piratenpartei ist vor allem bei den jungen Leuten populär, aber außer der Forderung nach Meinungsfreiheit bieten sie nicht viel mehr. Meinungsfreiheit ist zwar ein hohes Gut, aber deshalb gleich eine Partei gründen? Nicht wählbar. www.zeit.de

Renate Künast bringt einen Fisch um
Bei all dem Todernsten in Zeiten des Wahlkampfes ist die "Fisch-Affäre" mal endlich etwas zum schmunzeln. www.stern.de

Schweinegrippe zeigt erste Resistenzen
Na, hoffentlich ist der Impfstoff nicht umsonst gekauft. Zwar ist der Virus noch nicht mutiert, er zeigt aber schon die erste Resistenz. www.focus.de

Dilemma zwischen Kind und Karriere
Die Regierung will zwar, dass mehr Kinder geboren werden, was tut man aber wirklich für die jungen Familien? Die Erwartungen sind größer als die Taten. www.heute.de

Wohlstand geht trotz Wachstum zurück
Ist Wachstum das einzige Indiz für Wohlstand oder gibt es noch andere Dinge, an denen man ihn fest machen kann? www.tagesschaude.

Die Gesundheitsreform in den USA
Für jeden von uns unverständlich, die Gesundheitsversorgung in den USA. Das Gesundheitsamt in New York greift nun zu harten Maßnahmen. www.heute.de

Dürre in Kenia - Klimawandel?
Die Bilder sind ja fürchterlich und ein Ende dieser Trockenheit steht nicht in Aussicht. Wenn Sie sich in diesem Zusammenhang über das Neueste zum Klimawandel ansehen bzw. lesen wollen, dann klicken. www.spiegel.de www.spiegel.de

Schöne grüne Urlaubswelt
Alles Bio oder was? Dem Bio-Trend ist die Reisebranche schon lange auf der Spur. Lief bisher auch nicht immer so wie gedacht. Nun soll ein Gütesiegel her. www.zeit.de

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24.9.09

Die Bevölkerung explodiert

Jede Minute werden es 156 Menschen mehr auf der Welt. Hört sich erst mal nicht so viel an, summiert man die Zahl auf, dann sind es 224.000 Menschen am Tag und im Jahr 82 Millionen. Jedes Jahr kommt einmal Deutschland quasi zur Weltbevölkerung dazu. Da holt man dann doch schon mal tief Luft.

Wir Ältere könnten nun sagen , was soll´s, dass es bereits 2012 etwa 7 Milliarden Menschen auf der Welt gibt und über 9 Milliarden 2050. Irgendwie schaffe ich das schon bis zu meinem Lebensende und nach mir die S...... . Aber was machen meine Kinder und Enkel, wenn sie mal "Mann an Mann" bzw. "Frau an Frau" stehen?


Von dem Aktionsprogramm zur Geburtenregelung, auf der internationalen Konferenz ICPD in Kairo vor 15 Jahren hochgelobt, als wegweisend deklariert und darin der Frau eine bedeutende Rolle für die Entwicklung der Länder zuerkannt, ist auch nicht mehr viel übrig geblieben. Ja, was nun tun?


Asien ist bekanntlich der Kontinent mit dem größten Zuwachs und bald wird Indien China mit der höchsten Bevölkerungszahl ablösen. Das bringt, so habe ich mir sagen lassen, andere Probleme mit sich als die staatliche Verordnung zur "Ein Kind Familie" in China, was inzwischen auch nicht mehr funktioniert. In Indien kommt die Religion ins Spiel und damit wird die Geburtenregelung auf ein ganz anderes Niveau gehoben als in China. Eine Geburt zu verweigern, auf gut deutsch abtreiben oder vorher schon zu verhindern, heißt, einem Menschen die Chance zur Wiedergeburt und damit zur Läuterung zu nehmen.


Bedauerlicher Weise muss man immer wieder feststellen, dass viele Länder Asiens mit dem Leben von Menschen recht "locker" umgehen. Ob nun bei der Katastrophe in Birma, den vielen Unglücken in China oder den Tsunamis, man hat nicht den Eindruck, dass die Regierungen das wirklich "trifft"; im Gegenteil. Ist das der Menschen-Preis, den man wegen der Übervölkerung gewillt ist zu zahlen.


Als älterer Mensch wird man dabei doch sehr nachdenklich, zumal unsere Lebenserwartung immer mehr steigt und wir ja zu diesem Problem auch noch beitragen. Patentrezepte gibt es keine, auch wenn man sagt, z. B. keine Aufrüstung mehr, das Geld in Forschung und Entwicklung für Güter und Produkte stecken, die den vielen Menschen eine Hilfe sind.


Leider steht sich vielfach der Mensch für solche hehren Ziele selbst im Weg, mit Machtdenken, Korruption, Bonis und was weiß ich. Dennoch ich lass es mir nicht nehmen daran zu glauben, dass jeder in seinem Umfeld und vielleicht darüber hinaus Dinge tun kann, die anderen helfen, auch wenn sie weit weg sind.
Nur zu den anderen sagen: Bitte keine Kinder und bei uns jammern, dass die Geburtenzahlen rückläufig sind, ist auch falsch und zudem pure Heuchelei.

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21.9.09

Atomenergie oder Ökoenergie

Die Grünen tun sich besonders hervor, wenn es gegen die Atomkraft geht bzw. Autos weitgehend alternativ angetrieben werden sollen. So auch kürzlich im Fernsehen, als der Vorsitzende der Grünen sich für Elektroautos weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Die Frage, die sich jeder Bundesbürger stellt, woher der Strom für die Elektroautos kommen soll, wird bei diesen Forderungen schlicht und einfach ignoriert. Man strahlt bei der Aussage zu Elektroautos in die Kamera als hätte man gerade das Ei des Kolumbus entdeckt und verkündet, gleichzeitig wettert man aber gegen Atomkraft und Kohlekraftwerke. Mich ärgern solche einfältigen Einwürfe sehr, da ich von solchen Leuten wohl für dumm verkauft werden soll.


Ich bin auch nicht für Atomstrom und auch nicht für den Bau neuer Anlagen, weder bei uns noch im Ausland. Tatsache ist aber, wenn wir nicht im Dunkeln sitzen wollen, brauchen wir sie leider noch eine ganze Weile; den Atomstrom und auch den Strom von Kohlekraftwerken.

Angesichts der Tatsache, dass bei einem Bundes-Verbrauch von rund 640 Milliarden kW im Jahre 2008 aus Photovoltaik, Biomasse, Wind, Müll und Wasser zusammen gerechnet gerade mal 104 Milliarden kW beigesteuert werden, die Kernenergie aber mit 149 und die Kohle mit 279 Milliarden kW den Strom herbringen, damit es bei uns volkswirtschaftlich weiter geht, kann ich nur sagen, dass es sich bei diesem Thema immer nur um eine polemische Diskussion handeln kann.


Nehmen wir mal den Wind. In den nördlich Staaten Europas laufen weit mehr Windanlagen als bei uns, obwohl wir ja schon meinen, bei uns ist alles vollgepflastert. Zwar haben wir inzwischen die weitaus meisten Genehmigungen für diese Parks auf den Weg gebracht, aber bis dahin wollen wir ja auch noch Strom aus der Steckdose.

Ich frage mich sowieso, was diese Kämpfe vor der Wahl überhaupt sollen. Wenn man nicht weiß, für was die einzelnen Parteien stehen, dann ist es jetzt sowieso zu spät. Solche Aussagen - wie oben erwähnt - helfen doch nicht zur Entscheidungsfindung, sie sind lediglich dazu geeignet, unsachliche Diskussionen anzuheizen und zu polarisieren.


Da lob ich mir Baden-Württemberg, auch wenn es ein wenig nach Eigenlob riecht, da ich in diesem Land wohne. Ab 1. Januar 2010 tritt ein neues "Wärme-Gesetz" in Kraft, das beim Austausch von Heizungsanlagen in Wohngebäuden vorschreibt, dass 10 % der Wärme aus erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen. Der eine oder andere wird darüber vielleicht nicht begeistert sein, ein richtiger Schritt für die Zukunft ist es allemal - handeln statt nur Sprüche klopfen.

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19.9.09

Inflation, Glück und 5000 Euro - Mein Wochenrückblick

Bis zu 10 % Inflation
Thomas Straubhaar sieht quasi eine Inflation-Explosion für 2011 voraus. Wenn das kommt, haben unsere Renten und Lohnerhöhungen keinen Wert gehabt. www.heute.de

20 Jahre Mauerfall
Auch das Leben in Freiheit hat seine Grenzen. Die Flucht damals über Ungarn bis in den Schwarzwald hat aber dennoch keiner bereut. www.stern.de

US-Frauen auf der Überholspur
Den weiblichen Arbeitnehmerinnen in den USA hat die Krise einen Anteil von beinahe 50 % beschert. Die Hauptarbeitslosen sind die Männer und so steuert es darauf zu, dass es erstmals mehr weibliche als männliche Arbeitnehmer gibt. www.heute.de

Glück als ökonomische Messgröße
Nicolas Sarkozy lässt sich auch immer wieder etwas einfallen, dass er nicht aus den Schlagzeilen gerät - er will die Konjunkturmessung revolutionieren. Zukünftg soll auch Glück den Wohlstand eines Staates ausdrücken. www.spiegel.de

Lob für Deutschland und Frankreich
In den großen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich läuft die wirtschaftliche Erholung besser als zunächst erwartet. Lob von der EU. www.heute.de

Krise rollt auf den Arbeitsmarkt zu
Der Bundesagentur droht ein Milliardenloch durch das Wegbrechen von Arbeitsplätzen. Hoffen wir, dass das glimpflicher abläuft als vorausgesagt. www.heute.de

Gigantisches Geschäft für Airbus
Fachleute gehen davon aus, dass in den nächsten Jahren 25.000 neue Flugzeuge gebraucht werden. www.focus.de

5000 Euro Zuschuss
Das bekommen Sie nach den neuesten Plänen, wenn Sie sich ein Elektroauto kaufen wollen. www.heute.de

Sprachlose Ärzte
Sie sitzen beim Arzt und wollen eine gescheite Auskunft und hören nur "bla bla". Das kommt öfters vor als Sie denken. Die Ärzte sollen nun in Kommunikation geschult werden, irgendwie ja irrwitzig - sie sollen doch einfach sagen was los ist. www.focus.de

Mystisches Norwegen
Diejenigen, die schon einmal in Norwegen waren, kommen von dem Land nicht mehr weg. Ein oft zwar raues Land, aber mit sehr vielen Naturschönheiten. www.zeit.de

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16.9.09

So viel gab es noch nie für unser Geld

Derzeit bekommt man viel fürs Geld, bei einer Inflationsrate um die Null. Natürlich freut das jeden und kein Verbraucher hätte etwas dagegen, wenn das noch eine Weile so anhalten würde. Kann das aber anhalten, bei der Staatsverschuldung und dem schlechten Einkommen der Lebensmittelerzeuger am Anfang der Versorgungskette?

Thomas Straubhaar vom Weltwirtschaftsinstitut in Hamburg prognostiziert für 2011 eine Inflation, die zwischen 5 und 10 % liegt. Der Staat braucht Geld, das ist ganz einfach. Und er nimmt es von uns Steuerzahlern, das ist auch ganz einfach.


Bei all dieser Diskussion ist es aber einmal wichtig zu wissen, wo kommen wir "preislich eigentlich her". Gerade auch die Umstellung von DM auf Euro führte dazu, dass viele Geschäfte meinten, man können die Preise 1:1 umrechnen, was letztlich aber dann auch diese Leute einsehen mussten, dass das nicht geht. Geblieben ist aber das Gefühl, es ist alles teurer geworden. Stimmt auch nicht immer, und so sind viele Preise seit 1970 quasi gefallen, wenn man davon ausgeht, dass man für sie oft wesentlich kürzer arbeiten muss.


Der Rinderbraten ist ein gern verwendetes Beispiel, da Rindfleisch teuer ist. Für ihn mussten 1970 115 Minuten gearbeitet werden, heute nur noch 35 Minuten. Für Schweinekoteletts 96, heute 23 Minuten. Für 10 Eier 22 und heute 5 Minuten. Sehr gut sieht man es bei Milchprodukten, die in der letzten Zeit immer wieder in der Diskussion stehen, da die Bauern für ihre Milch Hungerlöhne bekommen. Für 250 gr. Butter arbeitete man 1970 noch 21 Minuten, heute sind es nur noch 4 Minuten. Milch: damals 9 Minuten, heute 3 Minuten.


Auch als Rentner muss man sagen, weiter runter ist unverantwortlich - aber auch die, die nicht soviel verdienen müssen da zustimmen. Haben Lebensmittel keinen Wert mehr, verlieren wir den Bezug zu den "Mitteln zum Leben"?

Neulich stand ich im Supermarkt und las, dass eine Gurke aus Spanien 36 Cent kostet. Wie kann man eine Gurke zu dem Preis produzieren und zu diesem Markt bringen? Der Erzeuger hat vermutlich nichts mehr davon. Die spanische Landschaft wird demoliert und zudem Massen an Spritzmittel sowie Wasser verbraucht. Das eine hilft nur der chemischen Industrie und das andere fördert den akuten Wassermangel des Landes.


Ja was tun, fragt man sich? Ich weiß es auch nicht? Nicht kaufen, hilft dem Erzeuger wohl letztlich auch nichts; kaufen, dann nimmt man teil an dem, was ich oben beschrieben habe. In meiner Unentschlossenheit habe ich keine Gurke gekauft.

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14.9.09

Merkel - Steinmeier

Einen Vorteil hatte das Fernsehduell gestern Abend, man konnte während die Sendung lief, Getränke und Naschsachen holen, auf Toilette gehen usw. ohne dass man etwas verpasst hätte. Wer gedacht hatte, es läuft so wie in den vergangenen Jahren, was sowie so ein Traumtänzer. Die beiden können sich schon von ihrer Art her nicht beharken.

Es war ein sachliches, nüchternes Gespräch, streckenweise mit bekannten Themen und Aussagen und letztlich nicht viel Neuem. Steinmeier hat sich besser gemacht als gedacht, schwitzte nicht und sprach gegenüber sonstigen Wahlveranstaltungen ganz normal. Profilieren wollten sich, so hatte man manchmal den Eindruck, die Moderatoren, die den Politikern auch ständig ins Wort fielen und mit dümmlichen Bemerkungen, wie die von der Frau Illner mit der Tigerenten-Koalition, obendrein noch witzig sein wollten, was eher peinlich ist in solch einem Fall.

Man bemängelte nach der Diskussion, dass die Politiker viele Themen ausließen, was aber nicht ihre Schuld war, sondern die der Frager. Kein Mensch beantwortet Fragen die nicht gestellt werden.

Eines war mir dann aber doch sehr wichtig: Keiner der beiden schafft es mit seiner Partei allein zu regieren - aber dann mit wem? Das muss ich Angela Merkel lassen, auch wenn für viele Schwarz-Gelb unpopulär ist, hat sie sich klar dazu bekannt, mit wem sie regieren will. Die Wähler wissen nun, was Sache ist.
Entgegengesetzt dazu Walter Steinmeier, der nur Schwarz-Gelb verhindern will - ebenfalls die Frage, aber mit wem? Die SPD kann nur mit Grün und ganz Rot zusammen gehen. Hatte er Angst das zu sagen? Wenn jemand sagt, dass es ab 2013 durchaus möglich ist, mit der Linken zusammen zu arbeiten, warum dann nicht auch jetzt, wenn die Chance dazu besteht.

Die Linken sind der Knackpunkt. Eine Partei, die zumindest in den neuen Bundesländern gut 10 % Stasimitarbeiter hat, die auch noch in Amt und Würden kommen wollen, dann ist die Partei nicht wählbar. Diese Leute, die heute Vertrauenspersonen der Wähler sein wollen, haben früher alle verraten, wenn es sein musste. In Focus konnte man lesen, dass einer im Interview ohne Bedenken zugab, seine eigene Frau als IM verraten zu haben.

Herr Steinmeier, ich hätte mir eine klare Distanzierung von dieser Partei gewünscht, muss nun aber nach der gestrigen Diskussion feststellen, dass sie auch mit dieser zusammen gehen würden. Eine Zusammenarbeit mit Verrätern kann weder Bundes- noch Landespolitik sein und deshalb Herr Steinmeier, sind sie für mich nicht wählbar.

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12.9.09

Bundestagswahl, Öko-Trend und der Archipel Gulag - Mein Wochenrückblick

Wie wird der Bundestag gewählt
Zur Zeit hört man immer wieder einmal: Äh, wie wird jetzt noch mal der Bundestag gewählt, wie viele Abgeordnete sitzen in der Berliner-Arena usw.? Hier noch mal etwas zur Info. www.tagesschau.de

Jugend verweigert Öko-Trend
Na, wer hätte das gedacht. Die Älteren sind die Öko-Fans nicht die Jungen. Das hat eine Studie eines Hamburger Beratungsunternehmens ergeben. www.stern.de

Bildung ist gesund
Eine OECD-Studie sagt, wer gut gebildet ist, dem geht es besser, also keine finanziellen und privaten Sorgen. Na ja, ob das immer so stimmt? www.tagesspiegel.de

Die Nato in Afghanistan
Bleiben oder nicht bleiben? In jedem Fall kann man nicht gleich die Koffer packen und gehen aber es muss ein Plan für einen Rückzug geben. Die Russen sagen auch, dass es ein völlig befriedetes Afghanistan nicht geben kann und geben wird. Und die haben ihre Erfahrungen gemacht. www.spiegel.de

Mädchen oder Junge
Die Südafrikanische Läuferin Semenya, die bei den Weltmeisterschaften in Berlin kämpfte, kämpft nun um die Anerkennung als Frau. Zu ihrem Leidwesen sieht sie oft nicht gerade so aus. Südafrika geht mit diesem Fall jetzt vor die Uno. www.spiegel.de

IAA
Was hat sich die Autoindustrie alles so einfallen lassen? Hier ein kleiner Überblick. www.focus.de

Archipel Gulag
Wir Älteren kennen alle dieses Buch, zumindest den Titel und die Aufregung der Welt um den Schriftsteller. Früher in der Sowjetunion verboten, heute Pflichtlektüre in Rußland. So ändern sich die Zeiten. www.spiegel.de

Die digitale Welt ist grauenvoll
Hoffentlich trifft das nicht ein, was die Fotostrecke zeigt. Sieht zum Glück noch nach weit weg aus. www.spiegel.de

Schnupfen beschleunigt den Gehirnabbau
Im Alter kann Alzheimer jeden treffen. Untersuchungen zeigten, dass Erkältungen oder Grippe den Gedächtnisverlust beschleunigen. www.focus.de

Steht es schlecht um Deutschlands Löhne
2008 stiegen die Löhne real in Deutschland nur um 0,1 Prozent. Gegenüber unseren Nachbarn nicht gerade üppig. www.heute.de

Trinken Sie gern Beaujolais?
In Beaujolais sei die Kirche im Dorf geblieben, heißt es. Keine Monokulturen rund um den guten Wein. Ein Tipp für einen kleinen Herbsturlaub? www.tagesspiegel.de

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9.9.09

Die USA und die Ex-DDR

Was haben die USA und die Ex-DDR gemeinsam? Will man rein, muss man wie beim Zoo am Eingang eine Eintrittskarte kaufen. Aber Sie werden staunen, die USA ist auf dem besten Wege sich immer mehr in Richtung unseres ehemaligen zweiten Staates zu bewegen.

Manchmal frage ich mich, was meine alten amerikanischen Geschäftspartner denken, wenn sie die neuen Verordnungen ihrer Regierung lesen. Stand man ja auch in den 90-ern und danach mit der Regierung oft auf Kriegsfuß. Ich kann mich erinnern, wie peinlich vielen - gegenüber den Ausländern - die Clinton-Affäre war.

Ach ja, dann die Mauer. Die Amerikaner haben auch eine hohe und relativ gut gesicherte Mauer gegenüber Mexiko aufgebaut - woher sie wohl die Anregungen dazu hatten? Im Norden brauchen sie die allerdings nicht, keinem Kanadier würde es einfallen in die USA zu gehen und der Rest der Grenze ist ja sowieso Wasser. Für hier sind in erster Linie die Eintrittskarten bestimmt.

Dann das Anspruchsdenken; das ist/war zwischen beiden Staaten auch nicht so unterschiedlich. Jeder meinte, er ist im Besitze der allumfassenden Weisheit und nur so wie er es macht ist es auch richtig. Die USA haben allerdings die "Chance", auch dem Rest der Welt "mit Nachdruck" das kund zu tun, ob die das nun wollen oder nicht.

Das beste ist und bleibt aber immer noch der Geheimdienst. Beide Spitze! Auch wenn es oft daneben geht, gefoltert wird, unliebsame Demonstrationen unterdrückt werden oder es mit den Menschenrechten nicht so genau genommen wird. Alles wir registriert und festgehalten. So auch jedes Formular, das bei der Einreise ausgefüllt und wird gesichtet wird. Am liebsten hätte man von jedem auch noch die Kreditkartennummer, damit man den Reiseweg des Einzelnen nachvollziehen kann.

Und von der Freiheit und Unabhängigkeit des Einzelnen, die ja immer so hoch gehalten werden, bleibt dann bei so einer wirtschaftlichen Talfahrt wie derzeit auch nichts mehr übrig. Und dabei gab es auch schon vor der Krise so viele bitterarme Menschen in den USA, wie wir es uns gar nicht vorstellen können.

Und nun will man für den Tourismus Eintrittsgeld verlangen. Also jetzt mal ehrlich, so einem Land muss doch geholfen werden - oder? Da muss man doch Eintritt verlangen.

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6.9.09

Soll unsere Bundeswehr in Afghanistan bleiben

Bisher war ich auch dafür, dass unsere Bundeswehr in Afghanistan hilft, gleich in welcher Form. Inzwischen muss ich aber sagen, wenn sie nun auch unter moralischen Beschuss kommt und das auch noch von den Verbündeten, dann kommt mir das Verständnis für den Einsatz so langsam abhanden.

Die Unterdrückung durch die Taliban, besonders für Frauen, ist unerträglich. Keine Bildung, kein Arztbesuch, kein Krankenhaus im Notfall, im Grunde genommen rein gar nichts, außer Haus und Kinder. Es weiß jeder, dass diese Form von Sklavenhaltung auch nicht im Koran steht obwohl gerade die Taliban auf diese Religion pochen.


Unsere Bundeswehr ist nun schon seit Jahren dort. Hilft beim Aufbau des Landes, bildet Polizei aus, beschützt die einfachen Leute und kommt nun nicht nur von den Taliban unter Beschuss, zunehmend auch von der Bevölkerung.


Was hätten denn der Oberst bei der letzten Entführung der zwei Tanklastzüge machen sollen? Hätte er nur zugesehen, hätte man ihn verurteilt, ruft er Hilfe herbei wird er auch verurteilt. Jeder, die Taliban, die Bevölkerung und auch unsere Verbündeten wissen genau, dass man im Krieg nicht die Guten von den Bösen unterscheiden kann, was ja die Taktik der Taliban ist und genau denen wird nun auch noch geholfen; gegen uns. Damit haben die Taliban genau das erreicht, was sie auch erreichen wollen: Unfrieden zwischen den Helfenden stiften.

Wäre es bei den Amerikanern passiert, hätte nach zwei Tagen schon kein Hahn danach gekräht, wohl aber bei den Deutschen.

Auch frage ich mich, warum bekommt die afghanische Regierung nach all den Jahren keine schlagkräftige Truppe im Kampf gegen die Taliban auf die Beine? Vielleicht will die Karsai-Regierung das überhaupt nicht. Sie will vielleicht bloß ihre Macht und die Pfründe behalten, gestützt durch die Amerikaner. Und solange neben anderen die Deutschen die heißen Kartoffeln aus dem Feuer holen, warum dann gegen die eigenen Leute die Finger schmutzig machen - das wäre am Ende ja noch ein Bruderkrieg und es wären nicht mehr die bösen Ausländer die das Volk angreifen.

Unser Verteidigungsminister sollte es sich wirklich gut überlegen wenn er von einem noch jahrelangen Einsatz spricht. Die deutsche Bevölkerung bringt bald kein Verständnis mehr für seine Argumente auf.
Unsere Soldaten haben so eine Behandlung nicht verdient.

Weiterer Artikel: Unser Soldaten in Afghanistan

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5.9.09

Arme Kinder, die Krise und die Angst - Mein Wochenrückblick

Neue Verordnungen im Straßenverkehr
Alles klar mit den neuen Verordnungen? Wenn nicht, hier noch mal nachlesen. www.heute.de

OECD kritisiert Armutsquote bei Kindern
Das ist doch wohl traurig für unser Land und für uns alle. Wir geben zwar mehr Geld für Kinder aus als der OECD-Durchschnitt und stehen beispielsweise schlechter da als Schweden und Dänemark, die weniger ausgeben! www.heute.de

Blei-Skandal in China
Schon wieder sind viele Kinder in China erkrankt, diesmal an einer Bleivergiftung. Wenn viele Menschen in einem Land leben, sinkt der Wert des Menschen wohl immer mehr - auch in Arbeiter- und Bauernstaaten. www.stern.de

Obama im freien Fall
Für mich typisch USA. Wenn der vermeintliche Heilsbringer nicht sofort und gleich das Wohltaten-Füllhorn über die Leute ausschüttet, ist er umgehend unten durch. Eine von den Vorgängern verfahrene Politik kann nicht in ein paar Monaten ausgebügelt werden. www.focus.de

Krise? Welche?
Die IFA zeigt mal wieder, was viele Herzen begehren. Krise hin oder her, es wird gekauft; da man sich ja sonst nichts gönnt. www.heute.de

Normverbrauch 3,8 Liter und Spitze 250 km/h
Hört sich doch super an. BMW hat ja angekündigt, dass sie Geld in die "Zukunft" stecken wollen. Wenn die so aussieht, dann nur weiter so. www.faz.de

Abwrackprämie - Umweltprämie?
War die Abwrackprämie eventuell doch eine Umweltprämie und wird sie nur von der Opposition schlecht geredet? www. tagesschaud.de

Brisante Studie
Hält unser Finanzminister eine brisante Studie zu Sonntagzuschlägen bis nach der Wahl zurück? www.spiegel.de

Haben Sie Angst?
Was sind denn so die Ängste der Deutschen. Fürchtet man sich wie immer vor Tod und Teufel oder ändert sich das nach Stimmungslage? www.faz.de

Hitler und Stalin
Das war eine sehr unheilige Allianz. Wenn man diese geschichtlichen Tatsachen jetzt nachliest, kann man die Situation von damals kaum begreifen. www.tagesschau.de

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2.9.09

Vatikan - Der Deutsche Friedhof im Vatikan

Ein Deutscher Friedhof im Vatikan? Wie kommt denn das? Der Vatikan ist ja nun wirklich nicht groß und dann gibt es auch noch so etwas? Keine andere Nation hat einen Friedhof dort, nur die Deutschen.

Zwischen dem Petersdom und der neuen Audienzhalle liegt "Campo Santo Teutonico", die älteste deutsche Nationalstiftung in Rom. In der Antike befand sich hier der Zirkus des Nero, der Schauplatz vieler christlicher Martyrien. Um 799 wird erstmals von einer Schola Francorum berichtet. Daher ist an der Fassade des Hauptportals ein Maiolikbild angebracht, das Karl den Großen als Gründer zeigt.


Deutliche Konturen gewinnt der Platz jedoch erst seit der Mitte des 15. Jahrhunderts, als das Heilige Jahr 1450 viele Pilger nach Rom führte. Damals wurde der Friedhof und seine verfallene Kirche wieder hergestellt und die deutschen Angehörigen der Kurie schlossen sich in einer "Armenseelen-Bruderschaft" zusammen, die noch heute in weiterentwickelter Gestalt fortbesteht und Träger der Stiftung ist.


1597 folgte die Erhebung des Rechtsträgers zur "Erzbruderschaft Unserer Lieben Frau auf dem Gottesacker bei Sankt Peter". Seit 1876 ist damit ein Priesterkolleg verbunden.


Der Friedhof ist wirklich ein Hof des Friedens, eine Oase bei dem ganzen Trubel und Lärm im und um den Petersdom herum. Besuchen Sie ihn bei ihrem nächsten Rom-Aufenthalt; Sie werden es nicht bereuen.


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