28.4.09

Gewalt gebiert Gewalt

Manfred Spitzer, der das Institut für Hirnforschung in Ulm leitet, ist nicht irgend ein Hirnforscher, er ist für mich der Hirnforscher schlechthin und weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Seine Untersuchungen und Aussagen zu Gewalt im Internet sind eindeutig: Gewalt gebiert Gewalt.

Nicht nur der Amoklauf in Winnenden zeigt es uns, auch die in den verschiedensten Schulen in der Welt, diese Wahnsinnstaten nehmen zu, auch in Familien, Altersheimen oder einfach auf der Straße. Kennen Sie das aus den 50er oder 60er Jahren? Sicher, es gab auch schon damals Verbrechen aber diese Häufigkeit und Brutalität war nicht bekannt. Ist es nicht merkwürdig, dass mit der Zunahme der Computerspiele überhaupt und deren Realität im Spielverlauf auch die Gewalt in der Gesellschaft zunimmt? Und das wird dann auch noch von offizieller Stelle dementiert.

Oft heißt es ja, Gewaltspiele fördern nicht die reale Gewalt der Kinder und Jugendlichen bzw. es gibt keine Untersuchungen dazu. Das ist falsch und wird auch bewusst für uns Bürger falsch dargestellt. Die Untersuchungen von Manfred Spitzer zeigen ganz eindeutig, dass es einen Zusammenhang zwischen Gewalt in Computerspielen und der eigenen realen Welt gibt. Die Vorgänge im Gehirn beweisen das.

Natürlich will auch unsere Regierung, bzw. einige Leute das nicht wahrhaben. Die Lobbyisten der Computerhersteller sind wie alle anderen Lobbyisten immer stark am Drücker und man weiß im Grunde genommen nicht, mit welchen Mittel diese Leute unsere "Offiziellen" beeinflussen.

Diese Computerspiele kosten in der Entwicklung Riesenbeträge. Ganze Branchen beschäftigen sich damit weiter in Verkauf und Werbung. Kinder und Jugendliche - aber auch die "Alten" - geben Milliarden weltweit dafür aus. Und dieses Geld soll einfach nicht mehr in die Kassen der Firmen fließen, bloß weil da "ein paar Leute umgebracht werden"? So fies wie das klingt, aber auch hier steht Umsatz und Gewinn vor Menschenleben.

Solange unsere Regierenden an den Orten des Schreckens nur Beileidsbezeugungen übrig haben und ein geknicktes Gesicht machen, in Wirklichkeit aber nichts dagegen tun, weil ja bei einem Verbot angeblich die Freiheit des Einzelnen eingeschränkt wird, werden wir leider mit einer weiteren Zunahme dieser Verbrechen rechnen müssen.

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25.4.09

Bad Bank, Wirtschaftkrise, Pilgermesse und Religionsstreit - Mein Wochenrückblick

Wie funktioniert denn das mit der Bad Bank
In letzter Zeit gab es ja immer wieder andere Vorstellungen von einer Bad Bank. Was machen denn hier die faulen Kredite? www.heute.de

Licht am Horizont?
Die Wirtschaftskapitäne sehen ganz weit hinten etwas Helles kommen. Hoffen wir sie haben recht. Aber mal ehrlich, irgendwann muss es doch mal wieder einen Silberstreifen geben. www.heute.de www.heute.de

Unruhen wegen Krise
Die einen sehen eine Aufhellung, die anderen malen noch kräftig schwarz. Vielleicht passt es zu deren Politik, immerhin ist Wahlkampf, auch für das Bundespräsidentenamt. www.heute.de

Arme Länder im Entwicklungsnotstand
Können Sie sich das vorstellen, beinahe eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern? Der Bericht der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds verheißt nichts gutes. www.focus.de

Terroristen vom Neid zerfressen
Jeder will besser als der andere sein. Nicht nur im Sport, am Arbeitsplatz oder im Verein, nein auch die Terroristen plagen sich mit solchen Profilneurosen rum. Das erstaunt doch, oder? www.stern.de

Wir sind nicht allein im All
Nicht neu werden manche sagen. Blödsinn die anderen. Astronaut Edgar Mitchell ist überzeugt davon, dass es noch mehr gibt als nur wir. www.stern.de www. spiegel.de

Pilgern Sie gern?
Jeder siebte Deutsche möchte gern eine Pilgertour machen; konnte man letzte Woche in den Medien lesen. Die erste Pilgermesse ist jetzt in Mainz. Der Kommerz läßt grüßen! www.focus.de

Religionsstreit in Berlin
Wer nichts mit der Religion am Hut hat hält sie logischerweise auch nicht für wichtig. So die Berliner Regierenden, die ordentlich Dampf von der Bevölkerung bekommen. Manche nehmen schon das Wort "Kulturkampf" in den Mund. www.spiegel.de

Hoffnung für Alzheimer-Patienten
Neue Erkenntnisse aus New York lassen aufhorchen. Neurowissenschaftler haben eine Entdeckung gemacht die Hoffnung gibt. www.heute.de

www
Die drei "w" sind kein Druckfehler. Wissen Sie wann alles angefangen hat? Das World Wide Web feiert 20. Geburtstag. www.heute.de

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24.4.09

Köhler for President

Ich kann nur hoffen, dass Horst Köhler wieder zum Präsidenten gewählt wird und nicht Gesine Schwan. Früher machte mir die Frau einen passablen Eindruck und schien mir für das Präsidentenamt geeignet. Dieser Eindruck ist mir bei ihr in letzter Zeit völlig abhanden gekommen.

Gut, sie ist links orientiert in der Gesinnung und den ganz Linken mehr als freundlich zugetan. Das ist ihre persönliche Einstellung die man zu akzeptieren hat und es ist auch gut so, wenn man weiß, welchen Kreisen man die Person zuordnen kann. Und das trifft für alle zu, unabhängig von der Person. Nur, ein Präsidentenamt ist nicht irgendein Job, der Präsident hat unabhängig von seiner persönlichen Einstellung ganz Deutschland und alle Deutschen zu repräsentieren und das vermisse ich zunehmend bei Frau Schwan. Parteinahme hat hier nichts zu suchen.

Anstatt Mut zu machen, in schwieriger Zeit wie heute, schlüpft sie unter den Mantel der Gewerkschaft und macht zusammen mit Herrn Sommer auf Miesepeter, malt das Gespenst von sozialen Unruhen an die Wand und der verdutzte Bundesbürger wähnt sich in Zeiten irgendwelcher Revolutionen bzw. Klassenkämpfen die wir meinten längst hinter uns zu haben versetzt.

Und wenn sie dann noch vor der Fernsehkamera ins Mikrofon sagt, sie will ja bloß warnen, dann muss ich sagen, liebe Frau, Warner und Wirtschaftsweise die ständig unzureichende bis falsche Prognosen in die Welt setzen haben wir genug. Wir brauchen starke Persönlichkeiten die mutig und vorbildlich voran gehen und keine Weicheier.

So wollen wir denn auf den Verstand derjenigen hoffen, die unseren Präsidenten wählen und dass sie zwischen Mut und Verzagtheit, Zivilcourage und Duckmäusertum und auch zwischen Sachverstand und bloßem Geplapper unterscheiden können.

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23.4.09

Wenigstens ein bisschen Obama

Ich hätte nie geglaubt, dass ich mir bei unseren Politikern, Bankern, Führungskräften der Wirtschaft und Gewerkschaften eine Einstellung wünschte, die etwas vom positiven Denken des Obama hat. Obamas "yes we can" schien in im letzten Jahr doch schon etwas überzogen und abgegriffen. Dennoch, er hat es geschafft, trotz mieser wirtschaftlicher Lage, den überwiegenden Teil der Amerikaner hinter sich zu bekommen.

Wir schlagen heute die Zeitung auf und was sehen wir: Pessimismus aller Orten. Es stimmt natürlich, die finanzielle und wirtschaftlich Lage, und das nicht nur in unserem Land, ist auch mies. Müssen wir das aber nun täglich und überall wiederholen? Reicht es uns bereits nur zu Jammern und zu klagen? Der kleine optimistische Ausblick der Wirtschaft, es können vielleicht nach dem Sommer wieder etwas besser werden ist gleich wieder untergebuttert worden. Mal was positives sagen ist wohl derzeit nicht "in".

Zaghafte Ansätze unserer Kanzlerin, wir müssen jetzt gemeinsam anpacken, werden lediglich kurz erwähnt aber nicht so ausgebreitet wie die schlechten Nachrichten.
Es gibt ja ein Sprichwort, dass Not zusammen schweißen würde. Gemessen daran, ist die Leidensgrenze bei uns Deutschen noch in weiter Ferne. Liest man die Berichte über die Landesbank in Rheinland-Pfalz so sieht man doch, erst den großen Max spielen, die heißen Kastanien dann aber andere aus dem Feuer holen lassen - nichts gelernt. Die Medien prügeln mit auf den Neu-Jachtbesitzer Würth ein. Wer hat denn die Wirtschaft vorangebracht wenn nicht diese Leute? Etwa die Banker, die Investmentgesellschaften, die nur Firmen aufgekauft, zerschlagen und Arbeitsplätze vernichtet haben oder die Hedge-Fond-Manager, die nur in die eigene Tasche gewirtschaftet haben - nichts gelernt.

Die meisten Firmeninhaber in Deutschland identifizieren sich wirklich mit ihren Firmen, arbeiten auch wirklich hart und sind letztlich das Rückgrat unseres Wohlstandes. Die Produkte, die in den Firmen erzeugt werden, bringen Geld in die Staatskassen (bzw. Bruttosozialprodukt) - nichts anderes; im Gegensatz zu den Spekulanten. Und dennoch werden ungerechter Weise alle in einen Sack gesteckt und es wird nach Belieben draufgehauen. Von uns, sehr gern von den Medien und am liebsten von der Gewerkschaft.

So auch Gewerkschaftsboss Sommer, Markenzeichen "bissiges Gesicht" (zum Lachen wird in den Keller gegangen"). Ich kann mich nicht erinnern, von diesem Mann schon einmal etwas positives gehört zu haben, auch nicht im Ansatz dazu, was können wir alle miteinander besser machen, damit es den Arbeitnehmer auch wieder besser geht. Nein, sein Denken ist das von vor hundert Jahren, er warnt die Wirtschaft mit Kampfansagen großen Stils. Na toll, das hilft uns jetzt ja wirklich aus der Krise - auch nichts dazugelernt.

Wo bleiben denn unsere Obamas eigentlich bzw. gibt es nicht irgendwo wenigstens ein bisschen Obama zu finden?

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20.4.09

Der Eiffelturm - Schönheit bei Nacht

Sie steigen am späten Abend am U-Bahnhof "Trocadéro" aus und gehen die Treppen nach oben. Sie treten ins Freie uns was Sie sehen ist normale Stadt. Dann gehen Sie etwas weiter und linker Hand - wow - der beleuchtete Eiffelturm gegen den schwarzen Nachthimmel. Viele, die ihn noch nie so gesehen haben bleiben erst einmal wie angewurzelt stehen.

Das Bild ist absolut beeindruckend. Wuchtig und zierlich in seiner Konstruktion zugleich fasziniert er sofort den Betrachter. Wie magisch angezogen lenkt man seine Schritte am Palais de Chaillot entlang - und das sieht übrigens beleuchtet auch super aus - und bleibt an der Brüstung stehen. Eiffelturm, die Seine, die Wasserspiele - da bleibt einem die Sprache weg.


Eiffel war schon lange bevor er den Turm baute begeistert, denn er sagte einmal: Frankreich wird die einzige Nation sein, deren Banner einen Schaft von 300 m haben wird. Und ein weiterer Satz wird ihm zugesprochen: Ich bin überzeugt, dass der Turm eine ihm eigene Schönheit besitzt. Nur weil wir Ingenieure sind, geht man davon aus, dass uns die Schönheit unserer Werke nicht interessiert, dass wir nur an der Solidität und Funktionalität und nicht die Eleganz im Sinn haben. Doch entsprechen die physikalischen Gesetze nicht auch in gewisser Weise den der Harmonie inhärenten Prinzipien?


Wenn man bedenkt, dass 1909 der Turm hätte wieder abgerissen werden sollen und nur die Idee, man könnte ihn ja als Rundfunksendemast benutzen gerettet hat, dann kann man über diese Idee nur froh sein. Man stellte also Funkversuche an und erste drahtlose Verbindungen mit Festungen in Ostfrankreich, später mit Kriegsschiffen auf hoher See und letztlich transozeanische Funkverbindungen. 1957 wurde auch eine Fernsehantenne montiert.


Ja, lieber Herr Eiffel, dass hättest du dir vor 120 Jahren auch nicht gedacht, wie der Turm die Gemüter der Welt bewegt. Wenn Sie den Turm bei Nacht einmal genießen wollen, brauchen Sie nicht auf der Stelle nach Paris zu fahren, sehen Sie sich einfach erst einmal das Video an und holen Sie sich Appetit zu einer Fahrt dorthin.



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18.4.09

Vom Genmais über Biosprit zum Seelsorger Obama - Mein Wochenrückblick

Genmais wurde verboten
Aber sind sie in den Nachrichten auf die Schnelle mitgekommen, was dieser Mais - MON 810 - für genetische "Verwindungen" hat? Das ist zwar sehr interessant, muss man aber in Ruhe lesen. www.heute.de

TV-Gericht spricht Papst schuldig
Unsere Gesellschaft ist inzwischen leider so liberal und freizügig, dass anscheinend jeder in den Dreck gezogen werden darf. So wird der Papst in einer holländischen "Reality-Show" wegen seiner Äußerungen zu Kondomen verurteilt. Anscheinend haben die Leute dem Papst nicht bis zu Ende zugehört. www.heute.de

Trendsport Yoga
Besonders die Älteren neigen dazu, Yoga zu betreiben. Yoga ist gut für Körper und Geist, aber Yogalehrer/in ist keine geschützte Bezeichnung. Aus diesem Grund aufpassen. Wer Yoga falsch angeht darf sich über Verletzungen nicht wundern. www. stern.de

Mordfall
Nicht die bei uns. Leider gibt es diese Grausamkeiten in aller Welt. Einer davon in England. Die Leichenteile wurden vom Täter wohl in ganz England verteilt. www.spiegel.de

Biosprit
Eine gigantische Algenkultur soll die Weltluftfahrt mit Biosprit versorgen. So möchte das wenigstens der Umweltchef des Flugzeugherstellers Boeing. www.spiegel.de

Obama als Seelsorger der Nation
Auch Obama wird inzwischen von der Wirklichkeit seines Amtes eingeholt. Dennoch macht er sich gut und hebt sich wohltuend von seinem Vorgänger ab. www.spiegel.de

Die USA im Griff von Bettwanzen
Da kann auch Obama nichts machen. Aber dieses Ungeziefer soll dort ja zur richtigen Landplage geworden sein. www.heute.de

Alzheimer - eine ganz üble Krankheit
Wissenschaftler haben einen Test entwickelt, der das Wirkungspotential eines Alzheimer-Medikaments bedeutend schneller messen kann. Eine gute Nachricht für uns Ältere. www.focus.de

Sie haben einen Garten?
Mal interessant zu lesen, wie unterschiedlich Frauen und Männer die Gartenarbeit angehen. Aber bitte nicht todernst nehmen. www.heute.de

Endlich !
Steuererleichterungen für die Auto-Oberklasse. Unser Staat muss entweder doch viel Geld haben oder im Wahljahr macht man jeden Blödsinn, nur um Stimmen zu bekommen. www.stern.de

17.4.09

Die Finanzkrise und die Achse Berlin Bonn

Alle leiden unter der Finanzkrise, nur die Bundesregierung nicht. Sie leistet sich eine "Doppelausgabe" von sechs Ministerien - einmal in Berlin und einmal in Bonn. Bei jedem Unternehmen in der Wirtschaft würde man sich fragen, ob das Management noch bei Sinnen ist.

Da die Regierung von Steuergeldern lebt und sich, sind wir doch einmal ehrlich, nicht wirklich rechtfertigen muss wenn sie diese verschleudert, kann man sich solche Geldverschwendung leisten. Zwar gibt es ein "Bonn-Berlin-Gesetz" von 1994, das die Teilung der Regierungsaufgaben regelt, aber das haben ja auch die Betroffenen selbst beschlossen.

Wir Bundesbürger haben es leider schon vergessen oder verdrängt, dass es diese Regelung gibt, die jährlich dem Steuerzahler 23 Millionen kostet. Angesichts der Milliarden, die gerade ausgeben werden natürlich ein Klacks, werden manche sagen. Und mit den über 130.000 Flugticket unterstützt man die Fluggesellschaften und sichert Arbeitsplätze. Die rund 750 Tonnen Post, die durch die Teilung entstehen, bringen manchen Firmen auch noch Geld in die Kassen.

Und wie es im wirklichen Leben eben so ist, gibt es nach wie vor Befürworter und Gegner dieser Berlin-Bonn-Regelung. Schon deshalb wird man sich so schnell nicht einig werden, wo denn nun die Regierung unseres Staates wirklich sitzt.
In der Vergangenheit hat man doch in Bonn schon viele andere nationale und internationale Institute angesiedelt, zum Ausgleich für den Weggang nach Berlin. Dennoch sind es immer noch weit über 8000 Leute die in den voll funktionsfähigen Doppel-Ministerien in Bonn sitzen (in Berlin sind es noch mehr).

Aber vielleicht verstehen wir das alles nicht. Vielleicht sieht unsere Regierung das als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und soziale Einrichtung. Stellen wir uns einmal vor, die Leute werden alle arbeitslos. Was das an Arbeitslosengeld, Hartz 4 oder was weiß ich alles kostet.
So gesehen sollten wir doch noch viel mehr sinnlose Stellen schaffen. Und wenn das Geld dann für die Leute nicht reicht, machen wir es wie die Amerikaner: Wir drucken neues.

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14.4.09

Paris sagt heute Glückwunsch Monsieur Eiffel

Das war beileibe nicht immer so. Als Gustave Eiffel und Architekt Stephen Sauvestre ihr Turmbau-Projekt angehen wollten hagelte es erst einmal Spott und Hohn von der Pariser Bevölkerung, die zudem gegen diesen "Schandfleck" heftigst protestierte. Sogar Fabrikschornstein wurde er genannt.

Heute wissen natürlich nicht nur die Pariser, dass sie mächtig Glück hatten, dass Eiffel sich nicht von seinem Turm hat abbringen lassen. Allerdings begriffen das die Pariser überraschend schnell. Schon rund um die Weltausstellung 1889, als er gebaut wurde, und übrigens auch zum Jubiläum der französischen Revolution, wurde der Turm zum Publikumsmagnet. Fast 2 Millionen Menschen stiegen auf und ließen die Kassen klingen. Man konnte feststellen, bereits nach der Einweihung waren dreiviertel der Kosten eingefahren.


Spätestens dann, wenn die Kassen klingen wussten es natürlich alle, dass so ein Bauwerk schon immer her musste. Und dann kam auch Stolz, denn von 1889 bis 1930 war der Eiffelturm der höchste Turm der Welt. Erst dann wurde er in der Höhe vom Chrysler Building in New York abgelöst.


Uns allen ist es aber ziemlich egal, welche Höhen-Rangstellung der Eiffelturm in der Welt einnimmt. Der Eiffelturm ist für viele einfach Paris und Paris ohne Eiffelturm, das kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen.


Da die Ferientage über Ostern oft zu Städtereisen genutzt werden ist Paris natürlich eine Adresse die ganz vorne angesiedelt ist. Vor allen Dingen an seinem 120. Geburtstag.

Na dann: Herzlichen Glückwunsch Paris, und Glückwunsch Monsieur Eiffel.


Hier können Sie noch einige alte Fotos ansehen. Sehr empfehlenswert. www.stern.de

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12.4.09

Ostern


Wenn einer sagt, ich stelle mich vor ihm,
dann wissen wir, er gibt Schutz.
Er steht für einen ein und hilft in allen Lebenslagen.
ER
steht vor uns,
gibt uns den Schutz, den Segen und hilft,
beladen wie wird sind mit den Scheiten des Karfreitag.
So kann aus jedem Karfreitag unseres Lebens
immer wieder ein Ostersonntag werden,
weil er immer für uns da ist,
wenn wir auch wollen.

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10.4.09

Karfreitag


Das sind sie, die Scheite,
die uns im Laufe des Lebens zum Kreuz werden.

Die Scheite des Streites mit den anderen,

des Recht haben wollen,

des nicht helfen in Not.

Die Scheite der Gleichgültigkeit,

der unterlassenen Wegbegleitung ...


...der vielen kleinen und großen Dinge,
die wir am liebsten noch ändern möchten,

aber nicht können ...

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8.4.09

Religion wird für Männer immer wichtiger

Das kann man nach Aussage der ökumenischen Studie "Männer in Bewegung" in Deutschland feststellen. In Auftrag gegeben hat diese Studie unsere Familienministerin von der Layen sowie die katholischen und evangelische Kirche. An vorderster Stelle der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der evangelische Landesbischof Wolfgang Huber.

Natürlich ist die Zeit vor und nach Ostern geprägt von Kirche und Religion. Und bereits hier muss man schon sagen, warum eigentlich besonders um diese Zeit? Zwar ist für die christlichen Kirchen das Osterfest das wichtigste Fest im Kirchenjahr, wird aber Religion das Jahr über ausgeblendet? Vielleicht noch abgesehen von Weihnachten.

Bei manchen hat man wirklich den Eindruck, dass dem so ist. Besonders in der christlichen Welt gaben sich die Männer bisher verstärkt so, als wäre Religion nur für Kinder, Frauen und alte Leute. Nicht so in den anderen Religionen. Wenn wir im Fernsehen Berichte aus der islamischen Welt sehen und u. a. das Freitagsgebet gezeigt wird: Nur Männer. Irgendwie muss man neidisch anerkennen, dass diese den Wert der Religion mehr schätzen und in ihr Leben einbinden als die Männer in unseren Regionen.

So ist es doch erfreulich, von der Studie zu hören, die von einem Schwenk zum Bezug der Religion berichtet und obendrein noch sagt, dass der Lebensbereich Arbeit an Gewicht verliert. Nun weiß man, dass Arbeit ein ganz wichtiger Teil unseres Lebens ist, aber mit der Betonung ein Teil. Viele haben das aus dem Auge verloren und haben die Arbeit zu dem Teil ihres Lebens gemacht.

Hoffen und wünschen wir, dass für viele wieder eine gute Gewichtung zwischen Arbeit und Religion Oberhand gewinnt. Denn mit der besseren Einstellung zur Religion gewinnen auch wieder die Werte an Gewicht, die unser Leben lebenswert machen: Familie, Partner, Kinder und nicht nur Geld, Reichtum und Macht.

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6.4.09

Unser Kreuz mit dem Kreuz

Das Kreuz dominiert an keinem anderen Feiertag so wie gerade zu Ostern und natürlich in den Passionswochen davor. Das wissen wir zwar alle, dennoch haben wir oft ein etwas distanziertes Verhältnis zum Kreuz. Vielleicht liegt es daran, dass der Begriff "Kreuz" für viele negativ besetzt ist.

Kreuz steht bei so manchem für Tod oder Leid. Unser Sprachgebrauch zeigt es schon. Der hat auch sein Kreuz zu tragen, sagt man, oder dass es schon ein Kreuz mit dem- oder derjenigen sei. Auch "Das Rote Kreuz" verbindet man mit Krieg, Not und Tod. Und wenn man es "im Kreuz" hat, wird man daran erinnert, dass es einfach Schmerzen verursacht.

Stehen Sie mal vor dem Spiegel und breiten die Arme aus. Was sehen Sie? Ein Kreuz. Sind wir somit dem Kreuz schon grundsätzlich verhaftet oder soll uns unser eigenes "Kreuzbildnis" daran erinnern: Wir sind Kreuz? Sollen aus dieser Form heraus leben? Ein klares "Ja" oder ein "bloß nicht"?

Betrachten wir diese, unsere Form, so stehen wir mit beiden Beinen auf der Erde. Verwurzelt kann man sagen, bodenständig und fest. Gut so; da gehören wir vorerst auch einmal hin. Die Arme ausgebreitet und somit waagerecht. Das heißt, Bodenhaftung behalten, gleich unter Gleichen; ich bin nicht besser als der andere, auch wenn das mir so vorkommt. Ich bin ein Teil der Gesellschaft und bin somit auch für sie da und umgekehrt - für meine Familie, Gemeinde, Sportverein, für Freunde und Freundinnen.


Der Kopf ragt raus und das ist das Entscheidende. Nur die Augen können zum Himmel blicken. Sehen mehr als der
Körper in seiner Bodenständigkeit. Nur der Kopf kann erahnen, dass es mehr gibt als nur unten. Und das ist das positive am Kreuz, an unserer menschlichen Kreuzesform, dass sie uns immer wieder daran erinnert.

Ostern ist damit ein Jubelfest, denn es gibt nicht nur ein unten, sondern auch ein oben. Vielleicht sollten wir uns das mehr zu Herzen nehmen und das Kreuz einfach mal positiv sehen - und da schließe ich mich nicht aus; denn mit einer positiven Stimmung lebt es sich nicht nur zu Ostern besser.

Das kleine Briefmarkenvideo soll uns etwas auf die Festtage einstimmen.


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4.4.09

Meine Woche

Amoklauf im Altenheim
Interessant ist sie schon, die Berichterstattung der Medien. Egal wo auf der Welt, wenn ein Amokläufer in einer Schule Menschen tötet steht das überall. Bei einem Seniorenheim ist es manchmal keine Zeile Wert. So auch in diesem Fall.   www.heute.de
Bankenrettung
Warum wird gerade die Real Estate Bank gerettet? Warum ist die "systemrelevant" und so existentiell wichtig? Hier ein paar Gründe.   www.heute.de
Doping
Die Wiener Blutbank hat wieder geöffnet. Vielleicht werden jetzt wieder einige zittern. Ob es einmal noch Ruhe gibt bei den Radfahrern?    www.faz.net
Hacker im Stromnetz
Wenn Sie auf einen digitalen Stromzähler umsteigen wollen, dann aufgepasst. Die Sicherheitsmängel sind größer als manche zugeben.  www.heute.de
Schöne Abfindung
Eine Raucher-Witwe bekommt 145 Millionen Dollar von Philip Morris. Das gibt es nur in den USA.     www.heute.de
Neudeutsch oder Sprache der Jugend
Wenn junge Leute sich unterhalten kommen Sie nicht mehr mit? Das ist gut möglich, ohne dass Sie einen Hörfehler haben. Sie verstehen nur nicht die Bedeutung der Worte. Hier gibt es Abhilfe.    www.heute.de
Schönheit kommt aus dem PC
Schön ist anscheinend nicht der Mensch so wie er ist, schön ist was mit ihm im Computer gemacht wird. Also: Trau nicht dem was Du siehst!     www.spiegel.de
Paris und der Eiffelturm
Ohne Eiffelturm kann man sich Paris gar nicht vorstellen. Dabei sollte er schon längst abgerissen sein. Jetzt feiert er Geburtstag:120 Jahre.     www.stern.de
Bauernmarkt in Frankreich
Das sollte vielleicht mal Ihr nächstes Ziel im Urlaub sein. Schlemmen wie im Schlaraffenland. Das hört sich doch gut an, oder?    www.stern.de
Deutschlandtour
Immer wieder interessant für die Urlaubsplanung: Urlaubstipps von der Küste bis zu den Alpen.   www.deutschlandtour.focus.de
Schicke Uhr noch gefällig?
Sie müssen nicht gleich einen Mercedes kaufen wenn Sie die "Mercedes-Uhr" tragen. Jede Automobilmarke, die etwas auf sich hält, hat auch Uhren im Angebot.    www.faz.de

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2.4.09

Noch ein Jahr zum Leben

Ostern - Tod und Auferstehung. Bleiben wir mal beim Tod. Was machen Sie, wenn Sie nur noch ein Jahr, sagen wir mal bis nächstes Jahr Ostern zu leben hätten? Kaufen Sie sich einen Porsche und brettern durch die Gegend? Machen Sie die Weltreise, die Sie "schon immer mal machen wollten"? Erinnern Sie sich an die Frömmigkeit der Kinderjahre und gehen ins Kloster? Schieben Sie Panikattacken oder machen Sie gar nichts, und leben so weiter wie bisher?

Ja, was würden wir machen wenn wir so ein Datum genannt bekommen, eine "deadline" auf Neudeutsch. Welchen Wert würde dann auf einmal das Leben bekommen, mit dem wir ja hin und wieder doch recht unachtsam umgehen, nach dem Motto: Ich lebe jetzt und gestorben wird erst wenn ich alt bin; bloß wann ist alt. Wo doch alt immer nur die anderen sind.


Es heißt nicht umsonst, dass man den Wert von etwas erst dann erkennt, wenn man es nicht mehr besitzt, in diesem Falle wenn das Leben einem genommen wird. Ich habe mich auch schon gefragt, was würde ich wirklich machen? Was ist mir soviel Wert, dass ich die letzte Zeit dafür opfere? Familie, Hobbies oder was.

Vielleicht ist die Karwoche vor Ostern doch einmal gut dazu darüber nachzudenken. Vielleicht schafft man es herauszufinden, was für mich das Leben lebenswert macht. Vielleicht lokalisiere ich tatsächlich meinen Standpunkt des Lebens und wo ich in meiner Umgebung stehe und was ich auch den anderen Wert bin.

Schön, dass es im Laufe des Jahres mit den Feiertagen immer wieder "Anhalte-Punkte" gibt, mal über sich nachzudenken. Wäre das Jahr über alles gleich, würde man vor Arbeit und sonstigen Aktivitäten gar nicht merken, dass die Jahre an einem vorüberfließen und man schneller alt geworden ist als einem lieb ist.


Das schlimmste daran ist, man ist nun alt und man steht tatsächlich auf einmal vor diesem Punkt - jetzt muss gestorben werden. Na, dann aber schade, dass man aus seinem Leben nicht mehr gemacht hat.

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