Weltklima-Polizei
Geht es Ihnen manchmal auch so, dass ihnen das Messer in der Hosentasche aufgeht, wenn Sie das sinnlose Vorgehen gegenüber der Natur sehen und man den Eindruck hat, das Ende der Welt muss so schnell wie möglich herbei geholt werden?Man wünscht sich dann, dass so manches Verbrechen gegenüber unserer Welt geahndet wird, wer auch immer dabei zur Rechenschaft gezogen wird, Hauptsache es wird etwas getan und die Zerstörung unseres Planeten hört auf. Dann kommt man ins philosophieren und überlegt, wer könnte so etwas, ausgerüstet mit den notwendigen Kompetenzen, tun? Eine Welt-Klima-Polizei? Die eingreift, überall dort, wo diese, zumindest aus unserem Verständnis heraus, sinnlose Verwüstung herrscht!
Das geht schon los beim Welt-Klima-Gipfel in Kopenhagen, der demnächst stattfindet. Auch wenn unsere Kanzlerin und auch Obama dorthin fahren, sitzen dort schon mal viele mit am Tisch, die eigentlich zu den Klima-Banditen gehören und überhaupt keine Lust haben etwas zu tun. Boykottieren jeden Vorschlag, besonders wenn es um CO2 geht, weil zu Hause eventuell ihre Pfründe angegriffen werden oder die für ihr ständiges "nein" gut bezahlt werden.
Weiter geht es mit dem Abholzen der Urwälder in Brasilien. Da hat man auch den Eindruck, so richtig will keiner eingreifen, sonst müsste man sich noch um die arme Landbevölkerung kümmern. Und wie wichtig der Urwald als CO2-Schlucker ist, ist dort vielen egal.
Neulich kam ein Fernsehbericht über die Kohlebrände in China. Die Kohle liegt dort stellenweise an der Oberfläche bzw. ganz dicht unter ihr. Durch illegalen Abbau durch die arme Bevölkerung, durch Leichtsinn aber auch durch Selbstentzündung kommt es dort zu unkontrollierten Bränden, die bisher nicht gestoppt werden konnten. Chinesische und deutsche Wissenschaftler kümmern sich jetzt darum. Unglaubliche Mengen an CO2 steigen auf.
Und nun will auch Indonesien seinen Namen als Klimakiller weiter aufpolieren. Auf Borneo werden in den Torfmoor-Wäldern rücksichtslos Bäume gefällt um Palmöl-Plantagen einzurichten. Ist der Urwald erst einmal weg, steigt gerade aus dem Torf CO2 in so großen Mengen auf, dass Indonesien nach den USA und China der drittgrößte "CO2-Produzent der Welt" ist.
Und was machen wir hier? Wir sehen auf jedes Gramm CO2, das ein Auto ausstößt. Bauen Wind- und Solaranlagen. Kompostieren und sortieren Müll und was weiß ich sonst noch alles und überall auf der Welt wird CO2 in die Luft geblasen, dass einem schlecht wird. Und da soll man nicht nach einer kompetenten "Macht" rufen, die diesen Leuten Einhalt gebietet? Zwar kämpft bereits WWF dagegen, vermutlich aber so ähnlich wie der Rufer in der Wüste.
Vermutlich wird es beim Philosophieren und der Wut im Bauch bleiben - leider. Und dabei wünscht man sich doch so sehr, dass unsere Welt heil bleibt für unser Enkel und weiter.
Labels: Allgemeinwissen, Klima, Wirtschaft




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