Unsere Bundesrepublik in Zahlen
Statistiken kann man glauben oder nicht und jeder kennt den Spruch: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. Dennoch, so ein Vergleich zwischen dem Beginn der Bundesrepublik und dem Stand heute ist sehr interessant und aufschlussreich, viel fälschen kann man dabei nicht. Zuerst muss muss immer das Brot her halten mit einem Preis 1949 von 20 Cent und heute 2,36 Euro. Interessanter ist da schon der Kaffee: 1949 10,66 Euro und heute 4,42 Euro. Wirklich interessant wird es aber erst bei anderen Vergleichen. Lag im Schnitt der Stundenlohn 1949 bei 60 Cent, so liegt er heute bei 16,20 Euro; damals hat man 48 Stunden gearbeitet und heute im Schnitt 35, bei 12 bis 18 Urlaubstagen und heute 30 Tage.
Dass sich unser Leben verbessert hat merkt man an der Wohnfläche pro Person. 1949 war man ja froh, wenn man eine halbwegs anständige Wohnung hatte und somit lag die Wohnfläche bei etwa 22 qm die heute auf gut 43 qm angewachsen ist. Bei diesem Thema werden immer gern Singlewohnungen aufgeführt. Diese Wohnungen registriert man aber erst seit 1965. Damals lebten 22 % allein, heute sind es beinahe 40 %; sogenannte 1-Personen-Haushalte. Das ist doch beträchtlich.
Bei unserer neuen Regierung geht es derzeit besonders ums Geld. 1950 bekamen die Leute beinahe 79 % von ihrem Verdienst in den eigenen Geldbeutel, heute nur noch etwa 52 %. Und obwohl der Staat nun mehr Geld hat sind die Staatsschulden gestiegen: Von 1950 mit 10 Mill. Euro bis heute ins Unermessliche. Die Inflation dagegen, die schwankte über die Jahrzehnte stark. So lag sie 1951 mit rund 7,6 % am höchsten gegenüber 1987, wo es beinahe gar keine gab. Ähnlich ist es mit den Arbeitslosen. In den 60er Jahren gab es eigentlich keine Arbeitslosen. Ich kann mich noch erinnern, es wurde sogar auf "Vorrat" eingestellt. Heute ein Unding.
Jetzt noch das Lieblingskind der Deutschen: Ihr Auto. Der Käfer kostete 1949 etwa 2.500 Euro. Sieht wenig aus, aber gemessen am Verdienst auch nicht billig. Allerdings konnte man noch gut überall hinfahren, bei 0,37 Mill. zugelassenen Fahrzeugen. Heute, mit über 40 Mill. Zulassungen weiß ja jeder selbst wie es auf unseren Straßen zugeht.
Ach ja, da ja alle einmal Senioren werden ist es doch schön zu hören, dass unsere Lebenserwartung ständig steigt. Veranschlagte man sie 1949 noch bei gut 68 Jahren so liegt sie heute bei etwa 79 Jahren und wenn man den Statistikern glauben will, werden unsere Enkel beinahe 100 Jahre. Hoffentlich werden sie glücklich dabei.
Zum Schluss noch die Lieblingsnamen: 1949 waren es Renate und Hans, heute Hanna und Leon.
Labels: 60 Jahre Bundesrepublik, Deutschland, Senioren




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