Frauen an die Macht
Ulm hat nicht nur den höchsten Kirchturm der Welt, Ulm ist in diesen Tagen für die evangelischen Christen in Deutschland auch "der Nabel der Welt".Wenn Religionsgemeinschaften eine Frau an ihre Spitze wählen, dann ist das auch bei den evangelischen Christen ein Novum. Margot Käßmann hat als Frau bereits das hohe Amt einer Bischöfin inne, dass sie nun in Ulm aber auch EKD-Chefin wurde und damit dem angesehenen Wolfgang Huber in diesem Amt folgt, ist schon bemerkenswert. Gerade in den Religionen, in denen Männer dominieren, und das sind ja alle großen Religionen der Welt, ein Zeichen dafür, dass die Person zählt und nicht das Geschlecht. So kann man nicht nur Frau Käßmann, sondern auch der evangelischen Kirche gratulieren.
Dass die evangelische Kirche nun mit Katrin Göring-Eckardt als Vorsitzende des Kirchenparlaments sogar eine weibliche Doppelspitze hat, ist sicherlich richtungsweisend und könnte auch anderen Religionen zum Nachdenken in Sachen "Frau und Kirche" bewegen.
Dann wurde auch unsere bisherige Kanzlerin erneut Kanzlerin und bleibt, so wie es in den Nachrichten hieß, mächtigste Frau der Welt. Ein hoher Anspruch, aber sei´s drum, das Tagesgeschehen holt jeden ganz schnell wieder auf den Boden zurück.
Dass sie nicht ganz einstimmig gewählt wurde, was soll´s. Neider gibt es überall, auch in den eigenen Reihen. Zudem sieht man, wir leben in einer Demokratie, wo auch mit solchen Wahlergebnissen offen umgegangen wird.
Frauen in höchsten Ämtern der Bundesrepublik. Wer hätte sich das noch vor Jahren vorstellen können? Gratulation den beiden und wir können nur hoffen, dass mit diesen Wahlen auch die Gleichberechtigung von Mann und Frau, nicht nur in der Kirche, sondern auch im Staat weiter vorankommt.
Labels: Deutschland, Politik, Religion, Ulm




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