8.10.09

Deutschland deine Staaten

Der Herbst 1949 hatte es in sich. Gleich zwei deutsche Staaten wurden gegründet und jede Gründerseite meinte, auf dem richtigen Wege zu sein. Zwar lässt sich im nach hinein immer alles besser beurteilen, aber welcher Weg wirklich verfolgt wurde, erkannte man doch sehr schnell.

Der Start der Bundesrepublik begann schon einmal damit, dass in einem Wahlkampf zwischen Adenauer und Schumacher ein politischer Dialog stattfand. Beide Persönlichkeiten waren durch die Nationalsozialisten gebeutelt und besonders Schumacher erfuhr viel persönliches Leid.
Natürlich gab es auch damals schon weitere kleine Parteien, aber die waren unbedeutend. Die Bildung eines neuen, und vor allem demokratischen Deutschland war auch der Wunsch der westlichen Alliierten, denn ohne die wäre zu dieser Zeit nichts gelaufen.

Im Gegensatz wurden die "Regierenden" der neuen DDR von Moskau eingeflogen, die dort im kommunistischen Sinne geschult und auf eine Übernahme der Regierung vorbereitet wurden. Dem kommunistischen "großen Bruder" Sowjetunion hörig und auch Handlanger. Eine "Diktatur des Proletariats" kannte keine Demokratie und so startet auch dann gleich die neue Regierung.

Konnte man in der BRD auch damals schon sagen was man wollte - wenn man von den letzten Umtrieben brauner Unverbesserlicher einmal absieht - war die DDR nicht nur von Anfang an ein Unrechtsstaat, jeder der seine Meinung damals schon sagte, verschwand ganz schnell auf auf nimmer Wiedersehen. Das prägt und die Leute wurden schweigsam gegenüber Fremden. Der Not gedrungen fügte man sich ein und machte mit, wenn auch halbherzig oder ablehnend.

Natürlich gab es anfangs viele in der DDR, die diesen Staat wirklich als den Segensbringer für das Volk hielten. Diese wollten dann auch etwas Demokratisches fürs Volk tun kamen aber nicht weit, höchstens ins Gefängnis. Im Laufe der Zeit arrangierten sich viele, hatten ihr Auskommen aber keine Freiheit. Zu welchem Ergebnis speziell das führte wissen wir alle, auch wenn es 40 Jahre gedauert hat, bis wirklich das Volk bestimmt hat wo es lang geht.

Und dann sehe ich jetzt in der Zeitung, dass sich da einer hinstellt und ganz frei heraus sagt (bei uns in der Demokratie kann man das ja), dass er der DDR nach trauert und den Staat geliebt hat (war kein Ex-Politiker). Also ich kann da nur noch den Kopf schütteln.

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