Der Papst und die Kondome
War das ein Aufschrei in der Welt als der Papst mach Afrika flog und die Presse als "wichtigstes" berichtete, dass Aids nicht mit Kondome bekämpft werden konnte. Nun ist es ja bei Interviews immer so, dass der Leser nicht weiß, was wirklich gesagt wurde und auch nicht, was der Reporter beim Schreiben daraus macht.
Jeder wusste natürlich, dass der Papst meinte, dass Kondome "auch, aber nicht nur" helfen, das andere Dinge genau so wichtig sind. Interessant war dabei auch, wer sich bei uns zum Interview wieder nach von gedrängelt - die Damen, die nach ihrer Meinung so etwas wie ein Schattendasein in der Politik fristen - Schmidt, Wieczorek-Zeul, Künast .... Endlich mal wieder etwas sagen, von dem sie ja sooooviel verstehen.
Es ist noch nicht lange her, hörte ich unserem Ort eine Ordensschwester zu diesem Problem sprechen. Sie hat in Afrika an einer Schule ihr Leben verbracht hat und kann dadurch aus eigener Erfahrung sagen, was Aids für sorgen mit sich bringt und warum man die Krankheit so schlecht in den Griff bekommt. In ihrem Umfeld fehlt mittlerweile ein Generation und zwar die der Eltern ihrer Schüler. Die Kinder leben meist bei Großeltern oder werden ins Schulinternat aufgenommen. Das führt natürlich zu Problemen, da die Anzahl ständig wächst. Und nicht nur das, die Kinder selbst haben oft Aids und können dadurch u. a. selbst dem Unterricht nicht mehr folgen.
Sieht man genauer hin, entdeckt man, und das ist kein rassistisches Vorurteil, dass die Treue der Ehepartner traditionell nicht so funktioniert wie wir uns das vorstellen. Dass es sogar Gegenden gibt, in denen auch mal der gute Freund, der zu Besuch ist, mit der eigenen Frau schlafen darf. Kondome, was das ist, wissen zwar viele, aber woher das Geld nehmen und wo gibt es die überhaupt. Das Land ist weit und groß und die Infrastruktur oft sehr bescheiden.
Und genau das ist was der Papst meinte, die eheliche Treue, die nachweislich hilft, Aids mit einzudämmen und eine der wichtigsten Säulen bei der Bekämpfung ist. Der Harvard-Mediziner und Aidsforscher Edward Green sagt, der Papst hat recht: Der Papst hat die Wahrheit gesagt, als er hervorgehoben habe, dass auf dem Kontinent vor allem ein grundlegender Wandel des Sexualverhaltens erforderlich ist, um die Ausbreitung des Virus wirksam zu bekämpfen.
Als Beleg dafür, dass es geht, verwies er in seinem Interview auf Uganda. Dort hat die Regierung eine umfangreiche Kampagne für eheliche Treue geführt, mit dem Erfolg, dass Uganda heute das einzige Land in Afrika ist, in dem die Zahl der Aids-Infizierten in einem nennenswerten Ausmaß zurück gegangen ist.
Vielleicht sollten sich unsere politischen Schreihälse vorher überlegen, welche Aussagen zu diesem traurigen Thema hilfreich sind und nicht nur populistische Selbstdarstellungen inszenieren die vermeintlich ihrer Profilneurose dienlich sind.
Jeder wusste natürlich, dass der Papst meinte, dass Kondome "auch, aber nicht nur" helfen, das andere Dinge genau so wichtig sind. Interessant war dabei auch, wer sich bei uns zum Interview wieder nach von gedrängelt - die Damen, die nach ihrer Meinung so etwas wie ein Schattendasein in der Politik fristen - Schmidt, Wieczorek-Zeul, Künast .... Endlich mal wieder etwas sagen, von dem sie ja sooooviel verstehen.
Es ist noch nicht lange her, hörte ich unserem Ort eine Ordensschwester zu diesem Problem sprechen. Sie hat in Afrika an einer Schule ihr Leben verbracht hat und kann dadurch aus eigener Erfahrung sagen, was Aids für sorgen mit sich bringt und warum man die Krankheit so schlecht in den Griff bekommt. In ihrem Umfeld fehlt mittlerweile ein Generation und zwar die der Eltern ihrer Schüler. Die Kinder leben meist bei Großeltern oder werden ins Schulinternat aufgenommen. Das führt natürlich zu Problemen, da die Anzahl ständig wächst. Und nicht nur das, die Kinder selbst haben oft Aids und können dadurch u. a. selbst dem Unterricht nicht mehr folgen.
Sieht man genauer hin, entdeckt man, und das ist kein rassistisches Vorurteil, dass die Treue der Ehepartner traditionell nicht so funktioniert wie wir uns das vorstellen. Dass es sogar Gegenden gibt, in denen auch mal der gute Freund, der zu Besuch ist, mit der eigenen Frau schlafen darf. Kondome, was das ist, wissen zwar viele, aber woher das Geld nehmen und wo gibt es die überhaupt. Das Land ist weit und groß und die Infrastruktur oft sehr bescheiden.
Und genau das ist was der Papst meinte, die eheliche Treue, die nachweislich hilft, Aids mit einzudämmen und eine der wichtigsten Säulen bei der Bekämpfung ist. Der Harvard-Mediziner und Aidsforscher Edward Green sagt, der Papst hat recht: Der Papst hat die Wahrheit gesagt, als er hervorgehoben habe, dass auf dem Kontinent vor allem ein grundlegender Wandel des Sexualverhaltens erforderlich ist, um die Ausbreitung des Virus wirksam zu bekämpfen.
Als Beleg dafür, dass es geht, verwies er in seinem Interview auf Uganda. Dort hat die Regierung eine umfangreiche Kampagne für eheliche Treue geführt, mit dem Erfolg, dass Uganda heute das einzige Land in Afrika ist, in dem die Zahl der Aids-Infizierten in einem nennenswerten Ausmaß zurück gegangen ist.
Vielleicht sollten sich unsere politischen Schreihälse vorher überlegen, welche Aussagen zu diesem traurigen Thema hilfreich sind und nicht nur populistische Selbstdarstellungen inszenieren die vermeintlich ihrer Profilneurose dienlich sind.
Labels: Gesundheit, Kultur und Religion, Politik




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