14.9.09

Merkel - Steinmeier

Einen Vorteil hatte das Fernsehduell gestern Abend, man konnte während die Sendung lief, Getränke und Naschsachen holen, auf Toilette gehen usw. ohne dass man etwas verpasst hätte. Wer gedacht hatte, es läuft so wie in den vergangenen Jahren, was sowie so ein Traumtänzer. Die beiden können sich schon von ihrer Art her nicht beharken.

Es war ein sachliches, nüchternes Gespräch, streckenweise mit bekannten Themen und Aussagen und letztlich nicht viel Neuem. Steinmeier hat sich besser gemacht als gedacht, schwitzte nicht und sprach gegenüber sonstigen Wahlveranstaltungen ganz normal. Profilieren wollten sich, so hatte man manchmal den Eindruck, die Moderatoren, die den Politikern auch ständig ins Wort fielen und mit dümmlichen Bemerkungen, wie die von der Frau Illner mit der Tigerenten-Koalition, obendrein noch witzig sein wollten, was eher peinlich ist in solch einem Fall.

Man bemängelte nach der Diskussion, dass die Politiker viele Themen ausließen, was aber nicht ihre Schuld war, sondern die der Frager. Kein Mensch beantwortet Fragen die nicht gestellt werden.

Eines war mir dann aber doch sehr wichtig: Keiner der beiden schafft es mit seiner Partei allein zu regieren - aber dann mit wem? Das muss ich Angela Merkel lassen, auch wenn für viele Schwarz-Gelb unpopulär ist, hat sie sich klar dazu bekannt, mit wem sie regieren will. Die Wähler wissen nun, was Sache ist.
Entgegengesetzt dazu Walter Steinmeier, der nur Schwarz-Gelb verhindern will - ebenfalls die Frage, aber mit wem? Die SPD kann nur mit Grün und ganz Rot zusammen gehen. Hatte er Angst das zu sagen? Wenn jemand sagt, dass es ab 2013 durchaus möglich ist, mit der Linken zusammen zu arbeiten, warum dann nicht auch jetzt, wenn die Chance dazu besteht.

Die Linken sind der Knackpunkt. Eine Partei, die zumindest in den neuen Bundesländern gut 10 % Stasimitarbeiter hat, die auch noch in Amt und Würden kommen wollen, dann ist die Partei nicht wählbar. Diese Leute, die heute Vertrauenspersonen der Wähler sein wollen, haben früher alle verraten, wenn es sein musste. In Focus konnte man lesen, dass einer im Interview ohne Bedenken zugab, seine eigene Frau als IM verraten zu haben.

Herr Steinmeier, ich hätte mir eine klare Distanzierung von dieser Partei gewünscht, muss nun aber nach der gestrigen Diskussion feststellen, dass sie auch mit dieser zusammen gehen würden. Eine Zusammenarbeit mit Verrätern kann weder Bundes- noch Landespolitik sein und deshalb Herr Steinmeier, sind sie für mich nicht wählbar.

Labels: , ,

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Links zu diesem Post:

Link erstellen

<< Startseite