Der kleine Angeber
Sie wissen es sicherlich von ihren Kindern oder Enkeln wie das so ist, mit Kindergartenkindern. Hat man etwas ausgefressen, war es keiner aber wenn etwas gut ging oder man hat etwas zu Wege gebracht, war man es ganz allein und strahlt und prahlt damit herum. Das liegt nun mal in der Natur des Menschen, aber diese Kindergartenmentalität verliert sich im Laufe der Jahre. Allerdings muss man immer wieder feststellen, dass dem doch nicht so ganz ist, und das macht nicht Halt vor großen Köpfen. Unser Chef der Deutschen Bank, unbestritten eine großer Kopf auf seinem Gebiet lässt immer wieder einmal durchblicken, dass er noch gern an den Kindergarten zurück denkt. Denken wir nur an das "V"-Zeichen, das er machte nach dem Vodafon-Prozeß.
Nun streichelte unsere Kanzlerin ihm letztes Jahr über den Kopf und sagte: Josef, zu deinem (Kinder-) Geburtstag darfst du dir ein paar Kumpels einladen und feiern tun wir bei mir, ich bringe auch noch ein paar mit. So jedenfalls kann man sich die Einladung vorstellen, nach dem strahlenden Gesicht im Interview im Fernsehen.
Jetzt aber mal wieder ernst: Dass diese Geburtstagsrunde jetzt kurz vor dem Wahlkampf hochgezogen wird zeigt, dass die Gegner von unserer Bundeskanzlerin nicht gerade viel im Köcher haben. Wenn sich ein SPD-Mann und sogar Frau Künast sich "aufmandeln" und ihr "entsetzen" zeigen, dann merkt man gleich, die sind beleidigt, weil sie noch nie eingeladen waren.
Wie sagte der gute Mann gestern im Fernsehinterview, dass er schon bei über 20 solcher Einladungen war und nicht nur bei Angela Merkel, auch beim Vorgänger Gerhard Schröder. Schmunzelnd fügte er dazu, bei dem ging das alles aber ein bisschen länger (nicht nur zweieinhalb Stunden) und es gab auch mehr Alkohol und vor allem Zigarren. Frau Künast war damals mit an der Regierung, warum hat sie sich nicht damals darüber mokiert, dass sogar noch die dicken Zigarren der Steuerzahler zahlen muss?
Was können wir nun aus dieser ganzen (auch etwas lustigen) Geschichte lernen?
Sind wir nicht alle ein bisschen Ackermann? (also, wenn wir mal ehrlich zu uns selber sind!)
Labels: Politik




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