14.7.09

Beispiel Obama

Obama war in dem Kontinent seiner Ahnen. So oder ähnlich konnte es man in der Presse lesen. Man erfuhr aber auch, dass er nur nach Ghana geht und nicht in Staaten mit totalitären Machthabern. Ghana hat auch eine unrühmliche Vergangenheit und hat Mitte des 19. Jahrhunderts gut am Sklavenhandel verdient - mit Menschen, die nach Amerika verschifft wurden. Doch sie schafften es dann doch, trotz dieser Vergangenheit und vieler Kämpfe demokratische Verhältnisse zu etablieren.

Klar, der Weg ist lang. Und hätte es damals keinen Sklavenhandel gegeben, vielleicht gäbe es heute keinen Obama als Präsidenten. Soll nun am Ende Obama noch dankbar sein, dass man die Schwarzen aus Afrika geholt hat? Nein mit Sicherheit nicht. Aber muss immer soviel Gewalt vorausgehen, wenn Veränderungen notwendig sind?

Ich glaube, die Menschheit lernt nichts dazu und das ich doch verwunderlich. Alle wurden geboren als "liebe, kleine Kinder". Macht uns Geld verleitet uns zum Schlechten. Anders kann man nicht schlussfolgern. Sind wir nun genetisch als "gut" oder als "schlecht" angelegt? Leider wohl mehr letzteres, denn würden wir aus der Geschichte lernen, lebten wir heute schon im Paradies.


Am Beispiel des Sklavenhandels aus Ghana sehen wir, ohne die schwarzen Helfer und Sympathisanten in Afrika, die am Handel mitverdient haben, wäre das Ganze in diesem großen Stil nicht abgelaufen. Und so können wir bedauerlicherweise immer wieder feststellen, zur Unterdrückung, Beherrschung anderer oder ausüben von Gewalt gehören immer zwei Parteien: Die, die Beherrschen und die, die denen zu Diensten sind.


Und so ist das heute noch. Das sehen wir nicht nur in verschiedenen afrikanischen oder asiatischen Ländern, auch bei uns wollen die rechten und linken Gruppe nicht nur den anderen ihren Willen aufzwingen, sie haben ebenfalls ihre Sympathisanten in allen Schichten. Aus dem Grund ist dann aber jeder von uns aufgerufen, dass es nicht mehr so weit kommt, Sklaven der Gewalt oder eines Regimes zu werden; was wir aus unserer Geschichte ja bestens kennen.


So gesehen, gibt Obama, man mag zu ihm stehen wie man will, doch ein gutes Beispiel ab wie man mit Diktatoren und Radikalen umzugehen hat. Das ist gut so und man kann nur hoffen, dass wir alle, egal in welcher Position, diesen Mut auch mal öfters aufbringen.

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