18.6.09

Olivenöl - jetzt auch ungesund

Bisher dachte ich, wenn ich Olivenöl zu meinem Mozzarella mit Tomaten nehme, dann tue ich mir etwas Gutes an. Das ist jetzt Geschichte. Wenn jetzt die Ampel zur Kennzeichnung von Lebensmitteln eingeführt wird, ist Olivenöl mit "rot" gekennzeichnet - zuviel Fett, also ungesund.

Etwas überspitzt gesagt, ist das alles nichts mehr, was ich bisher gegessen habe. Eigentlich dürfte man überhaupt kein Öl mehr verwenden, denn diese Produkte, die ja alle flüssiges Fett sind, haben einen Fettgehalt von über 20 Gramm pro 100 Gramm. Käse der nach etwas schmeckt ist natürlich auch tabu, sprich schlecht; zuviel Fett. "Gute" Produkte sind hingegen alle die, die "künstlich" sind. Limonaden, die nur mit Süßstoff hergestellt sind, werden als Superprodukte deklariert.

Nun bin ich aber den "Light-Produkten" schon lange "leid" und aus diesem Grund werde ich die Ampelkennzeichnung oder was für eine auch immer kommt nicht beachten sondern immer noch das "Kleingedruckte" auf der Verpackung lesen; die Inhaltsstoffe.

Wie viele Leute die Ligth-Produkte in den Himmel heben, da kann ich nur lachen. Einmal sind sie gar nicht so gesund wie immer angenommen wird und dann verleiten sie zu einem Kalorien- und Fettanteil-Zählen, das geradezu grotesk ist. Bei der Gartenparty wird vom Grill alles gegessen was angeboten wird, dazu Bier getrunken usw. usw. Beim nächsten Einkauf muss aufgrund des schlechten Gewissens dann bei Jogurt, Käse etc. der Fettanteil und Zucker gegen Null gehen, ob es schmeckt oder nicht.

Der Spruch, weniger ist mehr, stimmt auch hier. Sicherlich ist manchem die Kennzeichnung der Lebensmittel eine Hilfe bei der Auswahl. Aber sich nur auf diese zu verlassen, würde zu einer völlig falschen Ernährung führen. Und abnehmen, das ist ja der Hintergrund der Geschichte wird auch keiner, denn die bessere Verbraucherinformation wird nicht zu einer anderen Auswahl der Lebensmittel führen. Dazu sind wir dann doch zu träge.

Von der EU zwar gut gemeint, wird der Bürger so lange nicht abnehmen, solange er mehr auf dem Stuhl sitzt oder auf dem Sofa liegt als sich bewegt. Und zum laufen sind die meisten leider auch zu träge. Aber sehen wir es einmal als Anfang und Hinweis zu einer ausgewogenen Ernährung und wenn dadurch viele Kinder nicht mehr so dickleibig werden wie heute, aber auch Erwachsene, dann hat es sich doch schon gelohnt.

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