4.5.09

Opel ade

Über das Wohl und Wehe der Firma Opel wird ja schon so lange herumdiskutiert, dass einem die Mitarbeiter dort mehr als leid tun können. Entweder gibt es Hiobsbotschaften, das "Aus", ein Herauslösen vom Mutterkonzern, verkaufen an einen Investor und was genauso schlimm ist, ein Einstieg durch Fiat.

Wenn Fiat sagt, Opel passe ins Portfolio, dann haben sie durchaus recht, denn keiner ist für Fiat so aufgestellt wie gerade Opel. Und was allen Firmen passiert, wenn sie so genau dem Käufer passen, sie sind so schnell von der Bildfläche verschwunden, so schnell kann man gar nicht hinsehen. Für Fiat hat es dann "gepasst", dass es einen Konkurrenten weniger gibt.

Nach der Wende 1989 wurden viele ostdeutsche Unternehmen verkauft, die es dann schon nach kurzer Zeit nicht mehr gab. So wurde das Stahlwerk in Brandenburg an den italienischen Stahlkonzern Riva verkauft, der im eigenen Land bereits mit Überkapazitäten zu kämpfen hatte. Dennoch, ich glaube es war Frau Breuel, die es als eine gute Idee empfand, gerade an diese Firma das Brandenburger Werk mit ca. 10.000 Mitarbeitern zu verkaufen. Kurz danach wurde das Werk in Brandenburg dicht gemacht, platt gemacht, alles abgerissen.

Das Wissen darum sollte in den Köpfen unserer Regierungsleute eigentlich noch vorhanden sein. Auch damals wurden großartige Verträge gemacht. Was hilft es aber, wenn man Verträge zwar macht, sie aber nach Lust und Laune bricht.

Auch die Opelaner sollten aufpassen und mit aller Macht verhindern, dass sich bei ihnen Fiat breit macht. So Unrecht hat Herr Dudenhöfer nicht, wenn er sagt, dass Fiat die 3 Milliarden von der Bundesregierung kassieren will um seinen Einstieg bei Chrysler zu finanzieren. Bei Opel wird dieses Geld mit Sicherheit nicht investiert.

"Opel ade", das wäre wirklich schade.

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