8.4.09

Religion wird für Männer immer wichtiger

Das kann man nach Aussage der ökumenischen Studie "Männer in Bewegung" in Deutschland feststellen. In Auftrag gegeben hat diese Studie unsere Familienministerin von der Layen sowie die katholischen und evangelische Kirche. An vorderster Stelle der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und der evangelische Landesbischof Wolfgang Huber.

Natürlich ist die Zeit vor und nach Ostern geprägt von Kirche und Religion. Und bereits hier muss man schon sagen, warum eigentlich besonders um diese Zeit? Zwar ist für die christlichen Kirchen das Osterfest das wichtigste Fest im Kirchenjahr, wird aber Religion das Jahr über ausgeblendet? Vielleicht noch abgesehen von Weihnachten.

Bei manchen hat man wirklich den Eindruck, dass dem so ist. Besonders in der christlichen Welt gaben sich die Männer bisher verstärkt so, als wäre Religion nur für Kinder, Frauen und alte Leute. Nicht so in den anderen Religionen. Wenn wir im Fernsehen Berichte aus der islamischen Welt sehen und u. a. das Freitagsgebet gezeigt wird: Nur Männer. Irgendwie muss man neidisch anerkennen, dass diese den Wert der Religion mehr schätzen und in ihr Leben einbinden als die Männer in unseren Regionen.

So ist es doch erfreulich, von der Studie zu hören, die von einem Schwenk zum Bezug der Religion berichtet und obendrein noch sagt, dass der Lebensbereich Arbeit an Gewicht verliert. Nun weiß man, dass Arbeit ein ganz wichtiger Teil unseres Lebens ist, aber mit der Betonung ein Teil. Viele haben das aus dem Auge verloren und haben die Arbeit zu dem Teil ihres Lebens gemacht.

Hoffen und wünschen wir, dass für viele wieder eine gute Gewichtung zwischen Arbeit und Religion Oberhand gewinnt. Denn mit der besseren Einstellung zur Religion gewinnen auch wieder die Werte an Gewicht, die unser Leben lebenswert machen: Familie, Partner, Kinder und nicht nur Geld, Reichtum und Macht.

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