14.1.09

Ist es nicht beschämend

Ja, es ist beschämend! Wenn der neue US-Präsident Obama Leute für seine Regierungsmannschaft sucht und feststellen muss, dass es zwar fachlich gute im Lande gibt aber letztendlich diese ein Amt nicht annehmen dürfen, könnten, wollen oder besser es sein lassen, weil sie in Korruption, Amtsmissbrauch oder andere kriminellen Machenschaften verstrickt sind, dann ist es doch für ein Land beschämend.

Ginge es um eine Bananenrepublik, würde keiner ein Wort verlieren, denn dort läuft ohne Korruption eh nichts. Aber bei unserem leuchtenden Vorbild, den USA, also so sieht es wenigstens der scheidende Präsident, sollte man doch andere Maßstäbe ansetzen können.

Na, ja jetzt sind wir mal nicht so. Wie sagt der Volksmund: "Wie der Herr, so s Gscherr". Das heißt, wenn dem Herrn die eigenen Interessen wichtiger sind als die des Volkes, dann wollen seine Mitarbeiter auch keine Vorkämpfer für Recht und Ordnung sein. Wenn ein noch Präsident, verantwortlich für Tausende von Toten in ungerechtfertigten Kriegen, bei seiner letzten Pressekonferenz sagt , daheim in Texas könne er auch zukünftig morgens in den Spiegel schauen und sagen, dass er alles gut gemacht hat, dann muss einem das doch zu denken geben.

Ja, der Obama hat es nicht leicht in der vorhandenen Suppe noch etwas herauszufischen, das halbwegs etwas taugt. Aber die ganze Welt hofft mit ihm, dass es ihm gelingt, dieses Land wieder nach vorne zu bringen. Er wird zwar vieles, aber nicht alles verändern können und auch vieles nicht schaffen in seiner Amtszeit, dafür sind die Strukturen viel zu verhärtet und eingefahren.

Aber Signale setzen kann er und muss er, damit wenigstens wieder etwas Glaube an die USA entstehen und diese selbst ihrer eigenen Unabhängigkeitserklärung gerecht werden kann, in der die Rede von "... Anstand und Achtung für die Meinung des menschlichen Geschlechts..." ist und es u. a. weiter heißt: " ..., dass alle Menschen gleich erschaffen worden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit."

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