31.12.08

Alle Jahre wieder - Silvester

Einer der bekanntesten Heiligen ist Papst Silvester I. Er hätte es sich sicherlich nicht träumen lassen, einmal so einen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Als er am 31. Dezember 335 starb, starb ein Papst; das interessierte damals zwar die Christenheit, aber sonst keinen. Und das blieb lange so.

Damals gab es zwar Kalender die die Kirche führte, aber keinen Kalender für das einfache Volk so wie wir ihn heute kennen. Darüber hinaus wurde Silvester erst 813 in den Kirchenkalender aufgenommen, aber das war´s dann auch. Viele meinen, der 31. Dezember ist schon seit ewigen Zeiten der letzte Tag im Jahr - stimmt aber nicht. Ob zu Zeiten Julius Cäsars oder Papst Gregors, wann das Jahr begann sah jeder etwas anders.

Das letzte Mal feierte man den Beginn des neuen Jahres zusammen mit dem Geburtsfest Christi 1690, nämlich am 25. Dezember. Im Jahr darauf wurde dann von Papst Innozenz XII. der Jahresanfang offiziell auf den 1. Januar gelegt. Jetzt war der Sterbetag des Heiligen Silvesters plötzlich der letzte Tag im Jahr und erst von da an könnte man sagen, feiert man "Silvester". Wobei das mit dem Silvesterfeiern sicherlich nicht so aussah wie heute, aber der Name des Papstes wurde durch sein Sterbetag immer populärer.

Von Papst Silvester weiß man nicht viel und vieles was geschrieben steht sind Legenden. Eins stimmt aber, dass er zu Zeiten des römischen Kaisers Konstantin gelebt hat. Was wiederum schon nicht mehr stimmt ist, dass Silvester Konstantin getauft hätte und dieser daraufhin das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Konstantin war ein zu berechnender Stratege, als dass er sich in seinem Machtstreben von solchen Dingen hätte leiten lassen. Das Christentum war für ihn ein weiterer Steigbügel zu mehr Macht und sonst nichts.


Der Volksglaube verehrt Silvester als einen Verfechter für das Recht der freien Religionsausübung und als Bollwerk gegen die Christenverfolgung. Er wird deshalb gern mit einem Ölzweig dargestellt, als "Botschafter des Friedens".
Und Frieden brauchen wir auch im kommenden Jahr; den wünschen wir uns doch sicherlich alle.

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29.12.08

Die Sternsinger kommen

Die Losung der Sternsinger, die am 6. Januar 2009 wieder an unsere Türen klopfen um Geld für die Kinder der Welt zu sammeln, lautet diesmal: "Kinder suchen Frieden".

Den Sternsingern etwas Geld in die Sammelbüchse zu stecken ist deshalb schon mal gut, da das
dorthin kommt wo es gebraucht wird, ohne viele Umwege und den Verdächtigungen, wer eventuell unterwegs davon noch etwas abzweigen könnte.

In meinem Ort ist die Sache noch viel einfacher. Wir haben eine Partnerschaft mit einer Schule in Eshowe in Südafrika. Hier arbeitet unsere Schwester Andrea. Sie ist eine Missionsschwester (Benediktinerin aus St. Alban) aus unserem Ort und arbeitet schon über 40 Jahre auf der Missionsstation "Little Flower".


In all den Jahren wechselten natürlich die Probleme und auch die politischen und gesellschaftlichen Einflüsse machen sich hier bemerkbar. In den vergangenen Jahren ist Aids das Problem Nr. 1. Dabei haben oft nicht nur die Eltern Aids, auch schon die Kinder. Gerade den Kindern mit Aids setzt diese Krankheit besonders zu. Sie sind oft sehr müde und können sich nicht so wie die anderen Kinder in den Schulstunden konzentrieren. Das Lernen fällt einfach schwer.


Manchmal sind es bis zu fünf junge Aidskranke zwischen 18 und 30 Jahren die jede Woche beerdigt werden. Die Kinder, ob krank oder nicht, bleiben in ihrer Not zurück. Bei den Großeltern oder eben in "Little Flower", wo sie auch während der Schulzeit wohnen können. So werden sie hier nicht nur mit Wissen, Essen und Unterkunft sondern auch mit viel Liebe versorgt. Darüber hinaus müssen auch immer wieder die Großeltern in vielfältiger Form unterstützt werden, die oft mit der Versorgung ihrer Enkel überfordert sind. Die Missionsschwestern leisten hier vom Morgen bis zum Abend eine so umfassende Arbeit, dass man sie mit Worten überhaupt nicht beschreiben kann.

"Die Pest der Neuzeit" wird Aids oft genannt. Dass sich diese Krankheit so ausbreiten konnte, liegt unter anderem auch daran, dass sie lange Zeit verheimlicht wurde, auch innerhalb der eigenen Familie. Im Grunde eine Tragik unvorstellbaren Ausmaßes, das wiederum ein Leid auslöst, dem man nicht Herr wird.


Dennoch, wir wollen helfen. Und deshalb kommt nicht nur Kleingeld in die Sternsingerbüchse. Damit die Kinder in "Little Flower" auch ihren Frieden finden.


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27.12.08

Weihnachen gut verbracht

Wie ist es Ihnen denn Weihnachten so ergangen? Zufrieden? Große Geschenke, kleine Geschenke? Oder gar keine Geschenke. Gar keine Geschenke gibt es dann, wenn man entweder wirklich kein Geld für so etwas ausgeben kann oder man lässt es einfach und freut sich auch ohne Geschenke über Weihnachten. Ob reich oder arm, an Weihnachten spielt für viele das Geld oft keine so große Rolle.

Aber im wirklichen Leben schon. In einem Zeitungsbericht der Heiligabend-Ausgabe wurde festgestellt, dass laut Umfrage weit über 50 % der Deutschen meinen, in unserem Land gibt es nur Reiche und Arme. Dazwischen nichts mehr. Die oft zitierte "Mittelschicht" fehlt.


Wenn ich es mir recht überlege, ist diese Aussage eine ziemliche Arroganz gegenüber den wirklich Armen - 10% in Deutschland - und erst recht gegenüber denen in der Welt, die froh wären sie zählten zu der "herunter gekommenen Mittelschicht Deutschlands".
Auch Politiker suggerieren uns Wählern vor den Wahlen gern wie schlecht es uns derzeit geht und das es dann wieder besser wird, wenn sie gewählt werden. Die Leute glauben das oft auch noch.


Natürlich hat die Schicht der Armen in Deutschland zugenommen. Das ist in einem reichen Land wie dem unseren sowieso blamabel, besonders die Kinderarmut. Wenn ich aber im Fernsehen Leute sehe, die zusammen mit ihren Kindern vor der Kamera jammern, wie wenig sie Geld haben und gleichzeitig Markenklamotten tragen oder zum Besten geben welch teure Hobbies sie dennoch pflegen, dann ist das für mich Jammern auf sehr hohem Niveau. Meine Kinder haben, als sie noch jünger waren, auch keine Markenklamotten bekommen und haben es überlebt. Und gejammert hat bei uns keiner.


Vielleicht sollen wir mal in der Nachweihnachtszeit nachdenken, ob man sich nicht schon in manchen Dingen von der Wirklichkeit so abgelöst hat, dass das rechte Maß verloren gegangen ist. Unser Bundespräsident hatte schon recht, wenn er in seiner Weihnachtsansprache sagte: "Wir brauchen mehr Anstand, Bescheidenheit und Maß.
"

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10.12.08

Gesegnete Weihnachten


Allen Leserinnen und Lesern
meines Blogs wünsche ich
mit den Worten von Adolph Kolping
ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest.

"Froh und glücklich machen,
trösten und erfreuen
ist im Grund doch das Glücklichste und Beste
was der Mensch auf dieser Welt
ausrichten kann."




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9.12.08

Der Heiland ist geboren

Sie hatten sich bis auf 3 Meilen Bethlehem genähert. Den halben Weg hatten sie zurückgelegt, da sagte Maria zu Josef: "Nimm mich herab vom Esel! Denn was in mir ist, drückt mich und will hervorkommen." Da nahm er sie vom Esel herab und sagte zu ihr: "Wohin soll ich dich führen und dich in deinem unschicklichen Zustand in Schutz bringen? Denn die Gegend ist einsam."

Und er fand dort eine Höhle und geleitete sie hinein, und er ließ seine Söhne ihr zur Seite und zog aus, um eine hebräische Hebamme in der Gegend von Bethlehem zu suchen. Und siehe, eine Frau kam vom Gebirge herab, die sagte zu ihm: " Mann, wohin bist du unterwegs?" Er sagte zu ihr: "Ich suche ein hebräische Hebamme." Und sie gab zur Antwort: "Bist du aus Israel?". Er bejahte. Sie aber sagte: "Wer ist die, die in der Höhle gebären soll?". Er sagte: "Meine Verlobte". Da sagte sie zu ihm: "Dann ist sie also nicht dein Weib?". Und er antwortete: "Es ist Maria, die im Tempel des Herrn auferzogen worden ist; sie hatte ich mir zum Weibe erlost, und gleichwohl ist sie nicht mein Weib, sondern Empfängnis hat sie erhalten vom heiligen Geist."


Da sagte die Hebamme: "Das soll wahr sein?" Und Josef sagte zu ihr: "Komm und sieh!" Und die Hebamme ging mit ihm hin. Und sie standen an dem Platz, wo die Höhle war, und siehe, eine lichte Wolke hüllte die Höhle in Schatten. Da sagte die Hebamme: "Erhoben ist heute meine Seele. Denn meine Augen haben Wunderbares gesehen; denn für Israel ist Heil geboren worden."


Aus dem Protevangelium des Jakobus (Apokryphen)


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8.12.08

Entspannung pur in Hittisau

Winterurlaub ist nicht nur Skifahren, man kann auch sehr gut entspannen. Landschaft und Essen genießen, etwas spazieren gehen oder einfach nur faulenzen. Das tut dem Gemüt und der Seele gut. Wenn man es schafft, so richtig los zu lassen, dann kommt man tatsächlich auch erholt aus dem Urlaub. Was nicht unbedingt immer der Fall ist, wie man weiß.

Direkt aus dem Süden Deutschlands, nähe Bodensee, kommt man beim Grenzübertritt nach Vorarlberg und hier zuerst in die Bregenzer-Dornbirner Gegend mit den verschiedenen Tälern und Orten, die alle zu empfehlen sind. Ein Ort davon ist Hittisau. Hier ist man zwar nicht im Hochgebirge, dafür haben viele Stellen in der Umgebung "Postkartenidylle". Sanfte Berge, überzuckerte Wälder, manchmal eine Fichte malerisch zu freien Hängen gestellt oder Hütten und Zäune verschneit. Manchmal könnte man meinen, das ist alles speziell so arrangiert worden.


Aber das sind die "Kleinigkeiten", die oft einen Urlaub zu einem Erholungsurlaub machen. Und die Krönung des Ganzen ist eine Schlittenfahrt durch diese schöne Landschaft. Gönnen Sie sich doch mal so eine Erholung. Es wird Ihnen gut tun.


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7.12.08

Das Fenster im Fluss

Wenn Sie mit ihren Kindern oder Enkeln über Weihnachten etwas unternehmen wollen, dann schlage ich einen Besuch im Aquarium vor. Hier ist es warm und trocken und Fische begeistern jung und alt. Und wenn die Kinder auch noch die Fische aus dem Film "Findet Nemo" sehen, dann sind sie total begeistert.

Eine andere Art von einer "Wasserlandschaft mit Fischen" kann man im Ulmer Tiergarten sehen. Hier läuft man quasi durch das Aquarium durch und die Fische schwimmen auch über einem drüber weg. Das ist ein ganz phantastisches Gefühl und man kann dazu die Fische auch noch von unten sehen. Die Besonderheit dieses Aquariums ist, dass hier nur heimische Fische zu sehen sind.


Ich kann Ihnen sagen, die allermeisten Leute wissen überhaupt nicht, was wir für schöne Fische in unseren Gewässern haben. Zum Beispiel, den Sterlet, ein ganz eleganter Schwimmer, oder der Flusswels, der macht den Eindruck, dass er ständig etwas zum Fressen sucht. Der Stör sieht von unten aus wie ein kleiner Hai - also so sehe ich das. Oder den langsamen Karpfen neben Schleie, Barben und Zander. Ach ja, den Hecht nicht zu vergessen, auch so ein ganz Eleganter. Ja, so könnte man gerade weiter erzählen.

Die Fische werden zudem noch auf Tafeln gezeigt und so können Sie den Kindern die Fische und die richtigen Namen dazu sagen.
Sie werden sehen, der Besuch lohnt sich und macht Spaß.
Ach, übrigens, bei so vielen Fischen - es gibt auch noch andere Tiere zu sehen. Der Nachmittag ist wieder gerettet.


www.tiergarten.ulm.de

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6.12.08

Rund um St. Moritz

Winter, Schnee und St. Moritz, das passt zusammen. St. Moritz war schon immer eine gute Adresse für Wintersport, wenn auch nicht für Jedermanns Geldbeutel. Aber vielleicht gönnt man sich über die Weihnachtstage einen Ausflug oder Kurzurlaub dorthin.

Sie finden dort eine Landschaft mit Bergen wie man sich sie vorstellt. Und wenn man einmal nicht mehr Skifahren oder durch den Ort bummeln möchte, können Sie eine Bahnfahrt durch diese schöne Schneelandschaft machen. Zum Beispiel mit dem Bernina-Express - mit Panoramawagen - von St. Moritz nach Pontresina und zurück.

Wenn Sie aber gern mit dem Zug durch die Bergen fahren, bietet es sich an, schon von Chur aus nach St. Moritz zu fahren, dann weiter über Ospizio Bernina, immerhin 2253 m hoch, bis nach Tirano, das liegt auf nur 429 m. Also, da geht es schon zur Sache. Sie werden begeistert sein.


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Mit Opa einen Weihnachtsbaum basteln

Die Zeit vor Weihnachten eignet sich hervorragend mit Kindern oder Enkeln für das Weihnachtsfest zu basteln. Sei es nun für die Krippe, für die Fensterdekoration oder wo immer man etwas Dekoratives aufstellen möchte.

Ein Weihnachtsbaum aus Holz ist einfach herzustellen. Beinahe jedes Brett kann dazu verwendet werden und das Aussägen bereitet auch keine großen Probleme, denn jeder Opa, oder beinahe jeder, hat eine Säge in seiner Werkstatt, auch wenn sie noch so klein ist.
Beim Aufzeichnen des Baumes kann jeder seine Kreativität einbringen. Und wenn man mehrere Bäume bastelt, müssen diese nicht immer gleich sein. Es können große und kleine miteinander aufgestellt werden. Die Bäume können in Natur belassen oder mit Wasserbeize eingelassen werden. Also der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Wenn man für den Stamm des Baumes einen dicken Ast eines Fichten- oder Kiefernbaumes verwendet, sieht das besonders gut aus. Opa und Enkel können dazu schon vorher einen Spaziergang in den Wald oder über einen Weihnachtsmarkt machen um danach Ausschau zu halten. Dabei kommt dann schon Vorfreude auf.

Das kleine Video zeigt in kurzen Schritten wie vorzugehen ist. Es ist wirklich ganz einfach und es bereitet allen Freude. Denjenigen, die den Baum gebastelt haben und denen, die ihn vielleicht geschenkt bekommen. Zum Schluss freuen sich dann alle. Prima, dann ist es wie es Weihnachten sein soll.

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5.12.08

Was wäre wenn

Was wäre daraus geworden wenn ich die oder den kennen gelernt hätte? Damals es geklappt hätte mit, was wäre ...? Hätte ich es gleich gemacht, dann wäre vielleicht... ? So oder ähnlich haben wir doch alle schon mal gedacht oder es ausgesprochen.

Natürlich wäre es interessant zu wissen, was dabei herausgekommen wäre. Manchmal ist es vielleicht gut es nicht zu wissen, vielleicht wäre es schlimmer gekommen. Aber es nagt doch oft wie ein Wurm im Kopf, vielleicht habe ich auch etwas versäumt?


Es gibt keine Lösung, das wissen wir. Auch nicht bei dem Buch, welches ich Ihnen zu Weihnachten vorstellen möchte: "Vaterland" von Robert Harris. Er versucht der Frage nachzugehen: Was wäre wenn Hitler den II. Weltkrieg gewonnen hätte?


Das Thema des Buches, das können Sie sich vorstellen, ist zwar nicht weihnachtlich, aber sehr spannend. Und wenn es so gekommen wäre, wie der Autor es beschreibt: Oh mein Gott! Danken wir Gott, dass wir den Krieg verloren haben.


Übrigens, es gibt auch einen Film mit gleichem Namen. Sehen Sie sich diesen Streifen nur nicht an. Der ist so frei nach dem Buch, dass beinahe nur noch der Titel vom Buch übrig bleibt.


Vaterland, Heyne Verlag, ISB N 3-453-07205-7

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2.12.08

Grindelwald - immer eine Reise wert


Unabhängig von der Jahreszeit, Berge üben auf den Menschen eine magische Anziehung aus. Sicher hat jeder von uns seine Lieblingszeit in den Bergen, aber schön sind sie immer. Auch wenn mal kein Bilderbuchwetter herrscht und es eher gruselig aussieht. Auch dann liegt ein Faszination über den Bergen.

Grindelwald und die vielen weitere Orte wie Lauterbrunnen, Mürren usw. stehen für eine besonders reizvolle Gegend in der Schweiz. Die kleine Diaschau zeigt die Berge dort zwar im Herbst, man kann sie sich aber auch gut mit Schnee vorstellen.

Wenn Sie nun einen kleinen Ausflug oder Kurzurlaub über Weihnachten machen wollen kann ihnen nichts besseres passieren als dort zu sein. Auch wenn sie nicht mehr Ski fahren wollen und nur spazieren gehen und sich erholen möchten, ist es dort kein Problem. Die Wege gehen nicht nur aufwärts.


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Die Sperlinge aus Lehm

In den verborgenen Bücher der Bibel, auch Apokryphen oder Pseudoepigraphen genannt, stehen Texte, die es nicht bis zur "offiziellen Anerkennung" geschafft haben. Bei manchen auch gut so. Dennoch passen für die Weihnachtszeit die Kindheitserzählungen des Thomas (Thomasevangelium) über die Jugendtaten von Jesus ganz gut.

Der Jesusknabe wird hier als übermütiges Wunderkind dargestellt. Obwohl die Geschichten oft formale Übereinstimmungen mit den neutestamentlichen Wunderberichten haben, stehen sie keinesfalls im Geiste des Neuen Testamentes. Man sollte sie daher unter dem Blickwinkel frommer Geschichten bzw. Legenden oder Fabeln sehen. So auch die Erzählung "Die Sperlinge aus Lehm".


Das Knäblein Jesu, als es fünfjährig geworden war, spielte einst an der Furt eines Baches und leitete die dahinfließenden schmutzigen Wasser seitwärts in Gruben zusammen und machte sie sogleich klar, und zwar durch´s Wort allein gebot er über sie.
Und er machte aus der Erde und Wasser einen schlammigen Lehmteig und formte daraus zwölf Sperlinge. Und es war Sabbat, als er das tat. Es waren aber noch viele andere Kinder mit ihnen zusammen beim Spiel.

Es sah aber ein Jude, was Jesus da beim Spielen am Sabbat tat, und ging spornstreichs hin und meldete seinem Vater Joseph: "Siehe, dein Knäblein steht da am Bach und hat Lehm genommen und zwölf Vöglein draus geformt und mit dieser Arbeit den Sabbat entweiht." Und Joseph kam an den Platz, sah´s und schrie in an: "Warum tust du am Sabbat solche Dinge, die zu tun doch nicht erlaubt ist?" Jesus aber klatschte in seine Hände und rief den Sperlingen zu und sagte ihnen: "Auf! Davon!" Und die Sperlinge schlugen mit den Flügeln und machten sich schreiend davon.

Als aber die Juden das sahen, da erschraken sie und gingen hin und erzählten ihren Oberen, was sie Jesus hatten tun sehen.

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1.12.08

Der Ulmer Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte haben Tradition, manche sind sogar ein paar Jahrhunderte alt. So alt ist der Ulmer Weihnachtsmarkt zwar nicht, ein Weg dorthin lohnt sich aber auf jeden Fall.
Bekanntlich hat der Ulmer Münster den höchsten Kirchturm der Welt und genau vor dieser erhabenen Höhe befindet sich der Weihnachtsmarkt, eingerahmt von Spitzgiebelhäusern die ebenso beleuchtet sind wie die Bäume die den Platz einsäumen und natürlich die Verkaufsbuden selbst.

Eine Bratwurst auf dem Weihnachtsmarkt zu essen hat bei mir auch Tradition. Dabei geht es mir, wenn ich ehrlich sein soll, gar nicht so um die Wurst. Eigentlich vielmehr um das ganze drum herum und die Wurst gehört einfach dazu, wie bei vielen der Glühwein, die gebrannten Mandeln oder andere Schleckerein, die man eigentlich nur hier isst.


Und was das Schöne an diesen Märkten ist, trotz großem Andrang und manchmal etwas schriller Weihnachtsmusik, herrscht immer gut Stimmung und man trifft Leute, die man seit letztem Jahr nicht mehr gesehen hat. Alte und neue Handwerke sind zu sehen und wenn man sieht, wie z. B. ein Baumkuchen gemacht wird oder Weihnachtskugeln aus flüssigem Glas geformt werden, dann hat das fast schon etwas Romantisches.


Schauen sie sich den Ulmer Weihnachtsmarkt einmal auf dem Video an. Vielleicht haben Sie Lust ihn zu besuchen, auch wenn Sie schon lange auf keinem Weihnachtmarkt mehr waren.


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