31.10.08

In den letzten Zügen

Ob man will oder nicht, die Präsidentenwahl in den USA beeinflusst die Welt. Nicht nur durch den 11. September leidet die Welt unter der Amtsführung von Bush, auch unter dem Irak-Krieg und vielen weiteren politischen Fehlentscheidungen. So kann man nicht sagen, egal wer dran kommt, interessiert mich nicht.
Natürlich können wir diese Wahl nicht beeinflussen, dennoch interessiert es die Welt, kommt eine Taube oder ein Falke an die Regierung. Unsere Regierungen können sich dann gleich darauf einstellen wie vermutlich die zukünftigen Verhandlungen laufen und wir Bürger ahnen, wie es bei dem einen oder anderen in Sachen Umwelt, Wirtschaft und Wohlergehen in der Welt laufen wird.

Die Wahl ist noch lange nicht entschieden, obwohl doch nur noch ein paar Tage hin sind. Aber das hat es schon immer und überall gegeben, so auch bei den Amerikanern. Allein die letzte Wahl zwischen Bush und Gore ging denkbar knapp aus und der Einstand des Herrn Bush war ja megapeinlich. Nun kann man darüber sinnieren, was wäre wenn bei diesem knappen Ausgang der Wahl der andere gewonnen hätte? Weniger Kriege, weniger Terror?

Wenn Sie mal sehen wollen wie die einzelnen Kandidaten der letzten Wahlen im Rennen waren, klicken Sie unten an.


www.sueddeutsche.de

Weiterer Post: Wie wird man in den USA Präsident

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29.10.08

Unsere Meinungsfreiheit

In Deutschland habe wir eine Demokratie und somit auch "Meinungsfreiheit" - ein hohes Gut in der Demokratie. Wir sehen auch manchmal etwas von oben herunter auf die, die diese Freiheit nicht haben. Wie z. B. bei dem Schüler aus Marokko, der nicht "Gott, Vaterland, König" sondern "Gott, Vaterland, Barca (FC Barcelona) " schrieb. Das war Königs-Beleidigung und so muss er 18 Monate ins Gefängnis.

Wir Deutschen haben aber auch ein etwas gestörtes Verhältnis zur Meinungsfreiheit. Zum Glück haben wir keinen König mehr aber auch bei uns gibt es Themen, bei denen man besser nicht alles sagt was man denkt. Das ging nach dem Krieg mit der Vergewaltigung der Frauen los über Aussagen verschiedener Politiker die anschließend ihre Hüte nehmen durften bis zum jüngsten Fall bei dem sich derjenige wieder entschuldigen musste, für das, was andere wohl anders ausgelegt haben als derjenige, der es sagte.


Ein bekannter französischer Journalist sagte es einmal in etwa so: Die Deutschen laufen ständig mit einem schlechten Gewissen herum und fühlen sich für alles schuldig. Und kommt dann jemand und weist auf eine vermeintliche Kränkung oder was auch immer für einen Umstand hin, zu Recht oder zu Unrecht, gehen wir gleich in Deckung und entschuldigen uns oft ohne nachzufragen.

Sagen wir z. B. etwas Kritisches über die Türken, sind wir ausländerfeindlich, sagen wir etwas über Israel, haben wir etwas gegen die Juden, sagen wir etwas über die Schwarzen, sind wir Rassisten usw. usw.
Oft können wir es keinem Recht machen. Andere europäische Länder sind ganz anders gestrickt. Die sagen es frei heraus und es wird von aller Welt akzeptiert, nicht so bei den Deutschen.

Und das ist unser Problem, wir sagen nicht mehr was wir denken, sondern was andere hören wollen und sind letztendlich stinksauer, nicht mehr unsere Meinung sagen zu können. Damit wird unsere Selbstachtung ständig untergraben und wir brauchen uns nicht mehr zu wundern, dass viele den Mund nicht mehr wirklich aufmachen. Zivilcourage ade?


Zum Schluss komme ich doch noch ins Grübeln. Habe ich jetzt meine Meinung geschrieben oder nur die, die ich schreiben darf?

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28.10.08

Herbst ade


Für mich ist der Herbst viel zu schnell vorbei gegangen. Zwar sind noch ein paar bunte Blätter an manchen Bäumen aber die Farbenpracht ist immer viel zu bald dahin. So kann man sich nur noch mit einem Bild daran erinnern. Aber schöne Erinnerungen sind ja auch etwas wert.

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27.10.08

Mein Geld mein Glaube

"Sind Sie gläubig?" Eigentlich müssten wir dann mit "ja" antworten. Jeder glaubt an irgend etwas, könnte man sagen. Bei manchen steht der Glaube im Zusammenhang mit einer Religion, bei anderen mit dem Mammon. Beide Anhänger beten zu ihrem Gott und jeder bekommt seinen Lohn.

Letztere haben bereits jetzt schon den Lohn bekommen. Allerdings nicht in der Form wie gewünscht. Geld zu einem Gott zu machen war in der Menschheitsgeschichte noch nie erfolgreich. Komisch, dass die Leute das immer wieder vergessen. Dabei sind sie doch immer dicht bei ihrem Gott, lassen ihn nicht aus den Augen und tun alles für ihn, egal wie man ihn nennt.
In der Morgenstunde, wenn andere erst wach werden, sorgen sie sich um das Wohlergehen des Nikkei. Mittags und am Nachmittag verehren sie den Dax und am Abend wird dem Dow Jones gehuldigt. Irgendwie eifrige Gottesanbeter und doch lässt dieser Gott seine Kinder im Stich.

Da fragt sich mancher: Was habe ich falsch gemacht? Habe ich die Luftnummer falsch getarnt? Habe ich mich nach meinem Nachbarn gerichtet und die Papiere zu schnell verkauft? Habe ich ..... Die Leute tun einem fast schon Leid. Soviel Aufopferung für ihren Gott und jetzt am Boden zerstört. Das einzige was an diesen Leute zu bewundern ist, ist ihr starker Glaube. Ein Glaube, der an Selbstaufopferung grenzt, der vollen Einsatz fordert rund um die Uhr, der nicht mehr an das Wohlergehen von Familie und Freunden denken lässt - ein totalitärer Glaube.

Was man mit so einem Glauben alles anfangen könnte wenn er auf das Wohl der Menschen gerichtet wäre und das Geld nur Mittel zum Zweck? Dass es keinen Hunger mehr gäbe, keinen Krieg und keine Vertreibung. Das wäre nicht auszudenken.
Aber wenn es einem gut geht und manchen dabei zu gut, gäbe es sicherlich wieder einige Übermütige.... und die würden wieder die Börse erfinden.

So sind sie halt, die Menschen.

Weiterer Post: Deine Hand sei nicht ausgestreckt zum Nehmen

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25.10.08

Wieder eine Woche vorbei

Unsere Bundeskanzlerin und die Chinesen
Bravo Frau Merkel, dass sie sich nicht verbiegen lassen. Ihre Vorgänger hätten den Namen Hu Jia nicht einmal in den Mund genommen vor lauter Angst vor den Chinesen. www.heute.de www.heute.de

Das Desaster naht früher als erwartet

Wenn der Klimawandel so schnell kommt wie jetzt vorhergesagt, kann man da überhaupt noch etwas machen? www.zeit.de

Ära Bush in den letzten Zügen
Die Wahlen in den USA sind auch für uns Europäer interessant. Wer sich auf welche Seite schlägt, die Vielfalt der Wahlverfahren usw. Ein bisschen reibt man sich schon immer wieder die Augen. www.faz.net
www.heute.de

Palins neue Kleider
Dass Frauen gern einkaufen ist bekannt. Wenigstens sie halten die Wirtschaft am laufen. Da es der US-Wirtschaft ja ganz schlecht geht, hat Sarah Palin die Wirtschaft gleich mal mit 150.000 Doller unterstützt. Allerdings mit Parteigeldern. War keine so gute Idee. www.stern.de

Papst als Buch
Ein neues Papstbuch soll erscheinen oder besser gesagt Schriftstücke der letzten 50 Jahre werden neu geordnet und veröffentlicht. Der Erlös des Buches geht in die Dritte Welt. www.focus.de

Indien auf dem Mond
Reiches armes Indien. Konträrer kann ein Land fast schon nicht mehr sein. Mit dem Schuss auf den Mond will man zu den "großen Sechs" zählen. www.faz.net

Milliardenverschwendung bei Ganztagsschulen
Die Bildung in Deutschland stand in der letzten Woche ganz oben in den Medien. Es gibt immer wieder Beispiele, bei denen sich die Haare sträuben. www.zdf.de

Patientenverfügung
Kennen Sie die Entwürfe zur Patientenverfügung? Hier können Sie sie nachlesen. www.heute.de

Auf zu den Inseln
Vogelparadies Deutschland. Zumindest für eine Zeit sind die Inseln Rügen und Hiddensee, aber auch Zingst mit seinem Darß für Zugvögel das Paradies schlechthin. www.stern.de

Ältere sollten das Internet mehr nutzen
Auch Ältere finden im Internet viele hilfreiche Informationen. Zum Beispiel wohnen. Oft kann man nicht selbst ständig unterwegs sein, da helfen oft gute Informationen. www.focus.de

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23.10.08

Deutschland deine Bildung

Mit der Bildung entscheidet man über die Zukunft eines Landes. Das hört sich vielleicht etwas stark an, wenn aber Niveau und Leistung verfallen hilft auch keine Wirtschaftskraft mehr. Um so mehr verwundert es einen, wie in Deutschland über Bildung gestritten wird ohne zu wirklichen und einheitlichen Entschlüssen zu kommen.

Durch unseren Föderalismus haben wir für mich völlig unverständlich 16 verschiedene Wege zum Abitur und eben so viele verschiedene Abschlüsse. Und da wundern sich die Politiker, wie wir in Sachen Bildung dastehen. Bildung ist so wichtig, dass es zentral gesteuert werden muss und nicht zerrissen wird durch die Bundesländer. Die Selbstdarstellung der einzelnen Kultusminister ist oft derart peinlich, dass man meinen könnte im Kindergarten zu sein. Diese Ministerien sind so überflüssig wie ein Kropf. Der Bildungsgipfel, der gestern zu Ende gegangen ist, endete, wie nicht anders zu erwarten, quasi mit einem Desaster. Das konnte auch Frau Schavan in den Nachrichten nicht schön reden.

Und dann wird noch eine Bildungs-Studie in Auftrag gegeben, bei der jeder schon vorher weiß was rauskommt, nämlich: Besonders Kinder aus sozial schwachen Schichten können wegen den Studiengebühren nicht studieren und somit sind die Studentenzahlen rückläufig. Mal ehrlich, wenn Sie gefragt werden: Bist du in der Lage Studiengebühren zu zahlen, sagt doch jeder erst einmal nein.

Ich bin allerdings noch nicht ganz dahinter gekommen was hier für eine Politik getrieben wird und was durch solche Ergebnisse bezweckt werden soll. Wahlkampftaktik?
Studiengebühren halten im Grunde keinen vom Studium ab. Wer wirklich studieren will und weiß, was er studieren will, macht es möglich. Ok, es gibt sicherlich Härtefälle, aber dafür könnte man, wenn man will, Lösungen finden - wird im Ausland schon lange praktiziert. In Baden-Württemberg ist die Zahl der Studierwilligen trotz Gebühr sogar gestiegen - also kein Argument gegen Studiengebühren.

Das Schlimme an unserer Bildungspolitik ist, dass alle wissen woran es wirklich krankt und aus lauter Kompetenzgerangel und Eitelkeiten der Länder passiert nichts. Der Bund soll zahlen aber nichts zu sagen haben. Und so sieht es aus, dass in den nächsten Jahren wieder viel geredet und wenig getan wird. Meine Enkel tun mir jetzt schon leid.

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22.10.08

Jetzt mal ganz entspannt

Der Goldene Oktober ist nun wohl für´s erste mal vorbei. Und bei dem Wetter jetzt würde doch eine Entspannung im warmen Bad, bei der Massage oder bei irgendeinem Wellness-Programm gut tun. Leider geht das auch immer nicht so wie man will. Vielleicht hilft eine kleine gedankliche Entspannung in dieser Richtung. Sehen Sie sich mal an, was rund um die Welt für die Entspannung und somit auch für die Gesundheit getan wird.
www.zeit.de

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21.10.08

Reich-Ranicki, Ackerman &Co

Zuerst dachte man, dass die Diskussionen über schlechte Fernsehprogramme, Finanzkrise usw. schnell von der Bildfläche verschwinden; ist aber nicht so. Mit einem alten Getränke-Webe-Slogan könnte man sagen: Sind wir nicht alle ein bisschen Reich-Ranicki? Sind wir nicht alle ein bisschen geltungssüchtig? Einige allerdings etwas mehr.

Zwar sollte Reich-Ranicki mit einem Preis ausgezeichnet werden, aber irgendwie muss er sich wohl nicht richtig herausgestellt gefühlt haben. In der letzte Zeit hat man auch nicht mehr soviel von ihm gehört.
Was macht sich da besser als über das schlechte Fernsehprogramm zu wettern in der Gewissheit, die Nation hinter sich zu haben, und, das ist wichtig, man steht wieder im Rampenlicht. Wir wissen zwar alle, dass das Fernsehprogramm streckenweise nichts taugt, aber mit was sollen denn die Sender auch 24 Stunden am Tag ständig aufwarten? Es gibt nicht andauernd den absoluten Knüller.

Und seien wir mal ehrlich, als Reich-Ranicki sein "Literarisches Quartett" hatte, profilierte er sich ständig als Besserwisser und ödete damit seine Zuschauer gehörig an. Man konnte ja kaum eine Sendung durchhalten. Und das Gespräch mit Gottschalk konnte man auch nur maximal 10 Minuten ansehen um dann wieder woanders hinzuschalten. Und so einer schimpft über das Programm von heute. Geltungssucht kann man da nur sagen.

Dass sich Frau Heidenreich gleich mit ins Kielwasser gehängt hat enttäuscht mich. Ihr hätte ich mehr Niveau zugetraut. Den Arbeitgeber öffentlich zu beleidigen, würde in einer Firma den Rausschmiss bedeuten. Auch sie vertrat und vertritt noch im Medienangebot wie viele andere auch nur ein "Produkt". Und es ist wie bei jeder Firma, wenn ein Produkt am Markt nicht mehr gewünscht wird, wird es zurück genommen. Wenn ihre Einschaltquoten zurück gehen, ist das eine Sache, die Frau Heidenreich vertreten muss, nicht der Sender. Auch Profilneurose.

Letztlich der Herr Ackermann. Unbestritten eine Kapazität auf seinem Fachgebiet aber immer gut für ein falsches Wort am falschen Platz. Diese Zwiespältigkeit der Person lässt einen wundern. Wenn er und seine Kollegen auf Bonus usw. verzichten wollen ist ja gut. Dann aber zusagen, wer Geld vom Staat nimmt ist quasi eine "taube Nuss" und unfähig eine Bank zu führen, ist eine Steilvorlage, die sich unsere Bundeskanzlerin und der Finanzminister nicht gefallen lassen müssen. Erst schreit man nach dem Staat um Hilfe in der Krise und dann haut man ihm eine hinten rein. Irgendwie auch wie Reich-Ranicki.

Wir haben "echt gute Vorbilder". Hoffentlich nehmen sich nicht zuviel an denen auch noch ein Beispiel.

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19.10.08

Der Dom zu Brandenburg

Bereits von außen beeindruckt die gesamte Anlage. Der riesige Dom mit seinen vielen kleinen rotbraunen Backsteinen strahlt eine Ruhe und Beständigkeit aus, die nur solchen alten Gotteshäusern eigen ist.
Wie von selbst drängt sich dabei die Frage auf, wie viele Backsteine wohl gebrannt werden mussten und wie mühsam der Bau selbst war. Diese Frage aus der schnelllebigen Jetztzeit beantworten zu wollen ist müßig. Einen Bau zu Ehren Gottes zu errichten fragt nicht nach Zeit und Aufwand.



Völkerwanderungen prägen durch Jahrtausende die Geschichte Europas. So auch die Geschichte des Landstriches zwischen Elbe und Oder. Noch vor 1000 folgten den abrückenden Germanen die Slaven später kamen die Deutschen in dieses Gebiet wieder zurück.
An dem Ort, auf dem Brandenburg erstand, verzweigt sich die Havel
und bot durch die Inseln gute Siedlungsmöglichkeiten. Die wendischen Haveller (Havelslaven) hatten auf der heutigen Dominsel ihre Hauptburg, die Brennaburg, und kontrollierten zwei sich kreuzende Handelswege - zwischen Ost - und Westeuropa.
Ohne auf die Geschichte weiter einzugehen sei gesagt, dass nach heftigen Kämpfen 948 durch Otto den Großen das Bistum Brandenburg gegründet wurde. Bis zur Grundsteinlegung des Domes verging aber noch viel Zeit. Im Jahre 1165 war es dann soweit, dass man, wie damals üblich, mit dem Ostteil begann.

Dieser Teil war dann 1180 soweit erbaut, dass bereits Gottesdienste abgehalten werden konnten.
Viel Zeit ging ins Land bis dann der erste Bau, eine dreischiffige romanische Basilika, fertig war. Der Orden der Prämonstratenser hielt inzwischen Einzug, der auch schon in Magdeburg zuhause war. Wie bei anderen alten Kirchen, wurden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder Veränderungen vorgenommen und die gotische Bauweise (Backsteingotik) von heute entstand erst viel später.

Natürlich befindet sich unter dem Altarraum ein Krypta und auch die Bunte Kapelle sei genannt. Beachtenswert sind auch die schönen Kapitelle. Bei einem Rundgang durch den Dom, zu dem man sich auch Zeit nehmen sollte, gibt es manches bemerkenswerte Detail, an dem man einfach "hängen bleibt".

Wenn Sie einmal in die Havelstadt kommen, nehmen Sie sich die Zeit in den Dom zu gehen, es lohnt sich.

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18.10.08

Kurz und bündig meine Woche

Milliarden für die Bildung
In diesen Wochen rechnen wir nur noch mit Milliarden. Diesmal aber nicht für Banken, sondern für Bildung. Gut so Frau Schavan.
www.heute.de

Wie grün ist Ökostrom wirklich?

An Öko scheiden sich oft die Geister. Wie groß ist eigentlich der Nutzen für die Umwelt oder ist das alles nur eine Mogelpackung?
www.geo.de

Rezession oder nicht

In Deutschland ist Schwarzmalerei schick. Jeder will sich Hellseher profilieren, nach dem Motto: Habe ich ja gleich gesagt. Was die Leute alles kaputt machen.
www.spiegel.de

Fast eine Milliarde hungert
Um diese Milliarde sollten sich mal unsere Banker kümmern. Und die Zahl der hungernden Menschen steigt dazu noch ständig.
www.heute.de

Rewe will Tausende neu Stellen schaffen
Das ist sehr löblich, wenn Rewe 25.000 neue Arbeitsplätze schaffen will. Dazu muss aber auch die Kaufkraft und der Wille des Einzelnen Geld auszugeben auch da sein. www.stern.de

"J" wie Jude

Fotos gegen das Vergessen. Susan Hiller fotografiert alles, was den Begriff "Jude" im Namen führt. Drei Jahre war sie dafür unterwegs.
www.spiegel.de

Ginko schützt Hirnzellen

"Ginko, da war doch was?" Ginko soll bei Vergesslichkeit helfen - das hören wir immer wieder, ob es hilft weiß ich nicht. Dass Ginko aber vor Schäden durch Hirninfarkt bewahrt, das ist mal eine gute Nachricht.
www.focus.de

Haus denkt mit

Wollen Sie mal wissen wie viel Elektronik ihr Haus noch verträgt? Mehr als sie denken. Z. B. klingelt dann der Wecker früher, wenn sich auf ihrer Fahrt zur Arbeit ein Stau aufgebaut hat. Keine Ausrede mehr für´s zu spät kommen.
www.heute.de

Angst in allen Lebenslagen

Angst beherrscht uns mehr als wir denken. Von der Gesundheit angefangen über den Partner, Kinder und Enkel bis hin zum Arbeitsplatz, Geld und vielem mehr. Kann man da noch gesund bleiben?
www.gesundheit.de

Weltmeisterschaft im Klapprad fahren

Sie tippen auf Großbritannien? Richtig, und dabei zählt nicht nur das Tempo, auch gute Kleidung ist wichtig.
www.zeit.de

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16.10.08

Sodann for President

Die Überraschung, dass sich Herr Sodann als Kandidat zum Bundespräsidenten hat aufstellen lassen, ist inzwischen bei mir abgeklungen und der Frust hat sich etwas gelegt. Ich frage mich, wen will er mit der Kandidatur schädigen: Den Bundespräsidenten, das Amt oder sich selbst? Mal ehrlich "Herr Ehrlicher", ist mit ihnen die Eitelkeit durchgegangen? Wir sind nicht in Amerika und alte Männer haben wir in Regierungskreisen weltweit gerade genug.

Nicht, dass man meint, ich sei Herrn Sodann nicht wohlgesonnen, im Gegenteil und deshalb wohl auch der Frust. Für mich ist er nicht nur ein sehr guter Schauspieler - möglichst keinen Tatort und keinen anderen Film mit ihm habe ich mir entgehen lassen - auch sein Auftreten sonst gefiel mir. Aber als Bundespräsident repräsentieren, Gesetze zu verabschieden, internationale Verbindungen knüpfen usw., das ist doch wohl doch eine Nummer zu groß. "Schuster bleib bei deinen Leisten"

Dass Herr Sodann der Linken wohlgesonnen ist, ist seine private Sache, die respektiert wird. Aber sich vor deren Karren spannen lassen und die eigene Reputation auf Spiel setzen ist für mich unverständlich. Die Linke wird ihn verkaufen wie Frau Ypsilanti die SPD verkauft hat. Spätestens nach dem zweiten Wahldurchgang wird er zugunsten der Frau Schwan verzichten und dann haben wir das nächste Problem am Hals. Auch sie lässt sich von jedem wählen, Hauptsache man kommt an die Macht.

Ja, ich bin bekennender Anhänger des jetzigen Bundespräsidenten. Als ehemaliger Chef der Weltbank hat er den notwendigen Weitblick, die politische Kompetenz, besitzt den Mut sich auch dort einzumischen, wo es anderen weh tut. Wir haben genug lahme Enten gehabt. Die älteren werden sich noch an Herrn Lübke erinnern oder an Herrn Scheel, na ja, der konnte wenigstens noch singen.

So kann ich nun nach ein paar Tagen der Nominierung nur sagen, dass meine Bewunderung für Herrn Sodan einen ganz schönen Knacks bekommen hat und ich unserem Bundespräsidenten wünsche, dass er noch eine ganze Weile Bundespräsident bleibt.

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15.10.08

Gartenarbeit und kein Ende

Im Herbst hat man den Eindruck, dass die Gartenarbeit überhaupt nicht mehr aufhört. Bis man alles so hat, dass es halbwegs ordentlich aussieht, dauert es. Wobei man sagen muss, dass nicht jede Staude sofort abgeschnitten werden sollte. Viele dieser Pflanzen tragen lange Zeit noch ihren Samen und das ist im Spätherbst oder auch noch im Winter ein willkommenes Futter für die Vögel. Also Ordnung ok., aber nicht gleich alles platt machen.

Im Spätherbst schneiden auch einige bereits ihre Büsche, ich mache das auch so, da es mir im zeitigen Frühjahr oft zu kalt ist dafür raus zu gehen. Und wartet man dann noch etwas, treibt schon alles wieder. Meine Nachbarn manchen das ähnlich und beim Gespräch "übern Zaun" wurde ich nun schon zweimal gefragt, wie man Buchsbäume schneidet. Auch früher habe ich mit Bekannten schon darüber gesprochen und so bekam ich den Eindruck, dass hier ein gewisse Unsicherheit herrscht.



So habe ich ein kleines Video herausgesucht, das ganz gut den Buchsschnitt zeigt - auch, wie man eine schöne Kugel schneidet. Sehen Sie es sich einfach mal an.

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13.10.08

Der Löwenmensch von Ulm

Viele kennen den "Schneider von Ulm", aber einen Löwenmenschen von Ulm? Ja, in der letzten Zeit machte sich in Ulm ein Wesen breit, das nicht zu übersehen war - eine Nachbildung des "Löwenmenschen" von der Schwäbischen Alb. Und mit diesem "Menschen" sind wir schon wieder bei der modernen Kunst, wie schon vor ein paar Tagen.

Zuerst sei gesagt, dass dieser Löwenmensch, also das Original, so rund 32.000 Jahre alt ist und somit wohl das älteste eiszeitliche Kunstwerk ist, das wir kennen. Von der kleinen Plastik, knapp 30 cm groß - halb Mensch, halb Tier - geht eine unheimliche Faszination aus. Der Schöpfer dieser Plastik war ein Künstler auf höchstem Niveau. Aus welchen Gründen er diese Plastik schuf ist unbekannt, wenngleich es immer Ansätze zu Spekulationen gibt.


Heute wäre dieser Künstler von damals ein "Moderner Künstler" und damit sind wir bereits bei dem eigentlichen Problem das die moderne Kunst mit uns hat beziehungsweise umgekehrt. Ist, wie in diesem Fall, die Skulptur Tausende von Jahre alt, gibt es keine Diskussion darüber ob modern oder nicht, muss man beim Betrachten viel denken (bzw. was hat sich vielleicht der Künstler gedacht) oder spricht das Kunstwerk für sich selbst. Das heißt also, wir nehmen das Kunstwerk an, so wie es ist und hinterfragen es nicht lange.


Inzwischen wird moderne Kunst ständig hinterfragt, ständig muss man sie erklären, sie buhlt ständig um Verständnis bei den Unverständigen. Warum eigentlich dieser Zwiespalt in der Kunst, der so alt ist wie die Kunst selbst?
Nun, ich muss ehrlich sagen, dass ich auch einer von denen bin, die häufig im Clinch mit der modernen Kunst liegt. Aber irgendwie macht das auch Spaß und, das ist ja das Beste daran, man setzt sich mit ihr auseinander. Oder haben Sie schon mal so heftig über einen alten Meister diskutiert wie über moderne Kunst?


Nun aber noch zum "Löwenmenschen von Ulm". Die Nachbildungen, etwa zwei Meter groß, standen (jetzt am Wochenende wurden viele versteigert) und stehen noch an vielen Stellen der Stadt, bunt bemalt und sind ein echter Hingucker. Natürlich sind auch diese Plastiken in der Diskussion, aber dadurch wusste man wenigstens, wo sie überall stehen - alles hat sein Gutes.

Mir gefallen die Plastiken jedenfalls sehr gut, damit bekommt die Stadt immer wieder einmal einen besonderen Pfiff, wie die Spatzen vor einigen Jahren.


Und wenn sie das Original des "Löwenmenschen " sehen wollen, im Ulmer Museum steht es. www.loewenmensch.de
Siehe auch mein Post vom 9. 10. 08 (Moderne Kunst - Weishaupt-Museum Ulm)

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12.10.08

Deutschland ist schön

Anscheinend machen immer mehr Familien in Deutschland Urlaub. Für Deutschland ist das schön, weil Deutschland wirklich schön ist, viele das aber nicht wissen. Die Leute zieht es ja meist in die Ferne und verpassen einiges.

Ja aber wohin? Deutschland hat viele schöne Landschaften, aber auch viele sehenswerte Städte mit viel Geschichte aber auch Freizeitangeboten.

Der angehängte Link gibt Ihnen so viele Tipps, dass Sie für die nächsten Jahre genug Ziele haben. Klicken Sie unbedingt auch "Regionenliste" und "Urlaubsthemen" an. Sie werden staunen welche Informationen Sie bekommen und Goggle "Earth" versorgt Sie zudem gleich mit den richtigen Kartenausschnitten.
www.focus.de

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11.10.08

Mein Wochenrückblick

Nobelpreis für Medizin
Natürlich freut es mich, wenn auch wieder einmal ein Deutscher den Nobelpreis bekommen hat. Am wichtigsten ist es jedoch, dass es im Bereich der Krebsforschung ist.
www.zeit.de

Arbeiten am Strand von Kalifornien
Deutsche Firmen gibt es überall in der Welt. Oft aber bezeichnend, dass besonders innovative Firmen (aber auch Ideen ) in Deutschland nicht recht ankommen. Zu konservativ oder zu viel Bürokratie?
www.spiegel.de

Trojaner im PC
Es gehen immer mehr Senioren ins Web. Viele sind dabei aber zu leichtsinnig. Hier muss man aufpassen und sich gut informieren, sonst sind zu viele persönliche Daten in falschen Händen.
www.heute.de
www.heute.de

Energie aus Teufels Küche
Das ist einmal ein abenteuerliches Unternehmen um Energie zu gewinnen. In Island will man hierfür die Glut der Erde, also das Magma, nutzen.
www.zeit.de

Hilfe, es fehlen die Kinder
Von den "fast" Senioren sitzen in Deutschland über die Hälfte zuhause. In anderen Ländern sind es über 60 % die noch arbeiten. Was läuft denn bei uns falsch? Allein an zu wenig Kinder kann es doch auch nicht liegen!
www.focus.de

Immer wieder Melamin
Inzwischen hat uns das Melamin in Lebensmitteln auch erreicht und man muss mit Erstaunen feststellen, dass es Konzerne wie Nestlé schon lange wissen. Der Tod wird im Profit mit eingerechnet - das ist ja perfide.
www.blog.zeit.de

Neuer Busen zum Abitur
Die Älteren kommen da sowieso nicht mehr mit. Man kann sich nur wundern, wie die Werte sich bereits bei den jungen Frauen verschoben haben.
www.heute.de

Die Bundestagswahlen werfen ihre Schatten voraus
Bei der Landtagswahl in Bayern hieß es, dass das bayrische Wählerpotential darüber bestimmt ob CDU oder SPD die stärkste Partei wird. Jetzt kann man lesen, dass im "Osten" die Wahl entschieden wird. Zum Schluss wundern sich vermutlich wieder einmal alle, dass keine Aussage gestimmt hat.
www.stern.de

Angst kein guter Ratgeber
In dem derzeitigen Finanzgetümmel meldet sich einer zu Wort, dem ich wirklich Glauben schenke: Anselm Grün. Für mich einer, der genügend Abstand hat.
www.heute.de

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9.10.08

Moderne Kunst

Mit der modernen Kunst ist das so eine Sache. Mal ehrlich, denken Sie manchmal auch: "Das soll Kunst sein, das kann ich auch". Also mir ist das schon öfters so ergangen und letztlich stößt man dann doch auf die Frage, warum hat der Maler so und nur so gemalt und warum wird das Bild in einem Museum auch noch aufgehängt?

Ulm hat ein ganz tolles neues Museum mit moderner Kunst. Sagen Sie jetzt nicht: Für so etwas wirft die Kommune auch noch Geld raus. Im Gegensatz zu vielen gut betuchten Leuten, denen nicht besseres einfällt als ihr Geld nach Liechtenstein bringen, hat Max Weishaupt, der von den Ölbrennern, den Ulmern ein Museum geschenkt - Haus und Inhalt. Finde ich super!

Nun war ich mit einer Gruppe in diesem Museum und ich muss gestehen, ich bin halt mitgegangen, denn von moderner Kunst halte ich auch nicht soviel - bisher. Als ich wieder heraus kam war ich zwar noch kein begeisterter Anhänger dieser Kunstrichtung, aber ich habe nun verstanden, wie man mit dieser Kunst umgeht. Vielleicht lag es auch an dem, der uns die Kunst erklärte, denn der machte seine Sache sehr gut.


Zum Beispiel "Das letzte Abendmahl". Nicht das vom Leonardo, nein, das von Andy Warhol. Abgemalt, die erste Reaktion. Stimmt, hörte ich, das ist aber ok, denn wir machen in unserem Leben das meiste nach, bewusst oder unbewusst. Und etwas abmahlen ist keine Schande im Gegenteil, es wird tatsächlich neu interpretiert.
Sieht man sich das Abendmahl von Leonardo an ist man nicht nur beeindruckt, man weiß gar nicht wo man zuerst hinschauen soll. Und so fährt das Auge erst einmal wirr übers Bild. Warhol beschränkt sich auf Jesus und zwei Jünger, allerdings in doppelter Ausführung. Das linke noch nicht gut ausgemalt, das recht schon etwas mehr.

Nach länger Betrachtung gefiel mir das Bild immer besser. Nicht die eigentliche Malkunst, sondern die Aussage des Bildes. Kurz gesagt: Nach links zu immer mehr Auflösung - eins werden mit Gott - nach rechts immer konkreter - hin zu den Menschen, zur Realität. Das Bild schafft also die Verbindung "zwischen Gott und dem Menschen". Somit stimmte mich das Bild nachdenklich und die moderne Kunst - "das kann ich auch" - schwand doch dahin mit einem guten Schuss Achtung vor Warhol; so habe ich ihn noch gar nicht gesehen.

Es lohnt sich also doch auch mal moderne Kunst anzusehen.

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8.10.08

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Was ich schön finde muss der andere noch lange nicht schön finden und so wundert sich manch einer, warum er diese Frau oder sie jenen Mann geheiratet hat. Oft gibt den ersten Ausschlag die Verpackung. Das ist in der ganzen Natur so. Nicht nur beim Menschen, Tiere und Pflanzen verhalten sich ebenso. Somit haben wir alle etwas gemeinsam.

Das Volk der Omo im Süden Äthiopiens ist wohl ein Spezialist für wunderschöne Kostüme und darf der Bewunderung sicher sein. Sehen Sie selbst.
www.zeit.de

6.10.08

Erntedank

Mit der Dankbarkeit ist das so eine Sache. Bin ich auch dankbar oder erwarte ich nur Dank? Wie ist man eigentlich dankbar? Schlicht und einfach Danke sagen und denken, Mensch, prima, da freue ich mich mal echt darüber? Oder dem anderen "Honig um den Bart schmieren". Zum Schluss denkt man vielleicht noch, ich mache es doch nicht recht und so mache ich es wie ich es will.

Ob danken anerzogen ist oder der Mensch das genetisch mitbringt weiß ich nicht. Dankrituale gibt es solange die Menschen auf der Erde sind. Mal grausam - da wurden zum Dank Menschen geopfert - mal Tiere (nicht weniger grausam) - oder einfach Erntegaben. Anfang Oktober ist Erntedank und das bezieht sich nicht nur auf die Früchte von Feld oder Garten, sondern auch dafür, was wir mit unserer Hände Arbeit oder mit dem Kopf geschaffen haben.


Obwohl jedes Kind zum Danken erzogen wird, ist es manchen abhanden gekommen und verstehen unsere Gesellschaft bzw. Gemeinwohl als Selbstbedienungsladen und vergessen dabei auch noch zu Zahlen. "Das steht mir zu", hört man immer wieder, ohne dass diese nachdenken, wer ihnen die Möglichkeiten für das gute Leben ermöglicht hat. Oder: Die anderen nehmen sich auch davon, ich bin doch nicht so blöd und bediene mich dann nicht auch.


Wenn ich einmal soweit bin, schlägt die Dankbarkeit ganz schnell in Habgier um. Habgier ist für mich die Triebfeder, ob bewusst oder unbewusst, für alle spekulativen Geschäfte und insbesondere die Börse. Das schnelle Geld lockt nicht nur Kleinanleger, auch die großen und besonders diejenigen, die schon sowieso zuviel haben. Den Sinn für die Realität, gepaart mit Arroganz und Gewinnsucht haben die bereits verloren, von denen wir nicht nur gestern, sondern leider wohl auch in Zukunft immer wieder hören werden und das nicht nur von der bekannten Münchner Bank, die alle Sparer in Deutschland in Angst und Schrecken versetzte. Diese Leute brauchen keine Dankbarkeit erwarten, von keiner Seite.

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4.10.08

Mein Wochenrückblick

Grüne Autos
Paris eröffnet heute seinen Autosalon. Renault stellt ein Elektroauto mit grün getönten Scheiben vor. Was man sich so alles einfallen lässt um Kunden zu gewinnen.
www.stern.de

Konsumieren mit Köpfchen
die Deutschen sorgen sich um Klimawandel und was noch alles. Wirklich aktiv werden aber wenige. Hier ein paar Tipps für diejenigen, die immer schon mal etwas machen wollten, aber nie dazu kamen.
www.focus.de

Giftmüllskandal vor Gericht
Größter Giftmüllskandal der letzten 20 Jahre. 500 Tonnen giftiger Abfälle lagern nahe der Hauptstadt der Elfenbeinküste. 16 Menschen starben schon, viele sind krank.
www.tagesschau.de

Das Hamburger Kraftwerk und die Grünen
Opposition zu sein ist doch etwas anders als in der Regierung Mitverantwortung zu haben. Das stellen jetzt wieder einmal die Grünen fest. Eigentlich gegen das Kraftwerk, beschließen sie den Bau jetzt aber mit.
www.stern.de

Die Bahn und ihr zweifelhafter Ruf
Der Bedienzuschlag ist nun mal von Tisch. Gut so. Wer aber gedacht hat, der Bahn fällt nichts mehr Neues ein, hat sich getäuscht. Die Senioren erhalten nun zur "Strafe" keine "Bahncard 25" mehr. "Danke" Herr Mehdorn, sie sind zwar auch Senior können bei ihrem Gehalt aber auch noch umsonst mit der Bahn fahren.
www.spiegel.de

Schon mal gefilmt?
Die Photokina ist vorbei und jetzt liegen die Kameras und Camcorder in den Läden. Mit Billig-Camcorder sollen auch die auf den Geschmack kommen, die bisher noch dachten "kann ich nicht".
www.heute.de

Kochen ohne Ende
Sie schalten den Fernseher ein und was kommt? Lafer, Lichter usw. usw. Man kann es fast schon nicht mehr sehen. Der Engländer Jamie Oliver bietet nun auch noch einen virtuellen Kochkurs an. Also nichts mehr mit Computerspielen, jetzt wird gekocht.
www.heute.de

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen
Den Spruch kennen wir. Interessant ist aber dennoch, dass die Seele bzw. Psyche mitisst und auch zu ihrem Recht kommen will um satt und zufrieden zu sein.
www.gesundheit.de

Schwarzenegger und die Kalorien
Schwarzenegger "kämpft" jetzt um jede Kalorie seiner kalifornischen Bürger. Die Fast Food Restaurants müssen ab nächsten Sommer zu den Gerichten die Kalorien schreiben. Ob´s hilft?
www.focus.de

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3.10.08

Einheit Deutschlands

Manchmal frage ich mich, wie einheitlich sind wir denn nun schon, nach doch so vielen Jahren? Generell betrachtet hat sich schon vieles zum Positiven entwickelt. Viele fahren in den Urlaub nach Rügen und man sagt nicht mehr, dass man in den Osten fährt. Betrachtet man aber bei dieser Gelegenheit die Löhne und Preise, so meint man, die Wiedervereinigung sei noch nicht so lange her.
Warum kann man hier nicht endlich mal "Einheit" schaffen.


Die Parteien haben es doch auch schon geschafft und man akzeptiert das. Dennoch, und das ist das Verrückte, geht bei jeder Landtagswahl der Aufschrei von neuem los: Die Linken sind da! Dass man nicht sagt: Die vom Osten sind da, fehlt gerade noch. So brauchen wir vermutlich noch lange, bis wir uns "aneinander gewöhnt haben".


Dass wir im "Westen" auch nicht alles richtig machen zeigt uns nicht nur die "Linke", auch die Wahlen in Bayern haben gezeigt, dass manchen Parteigrößen die Basis ziemlich Wurst ist und auch im Musterland ("Bayern ist schon da wo Deutschland noch hin will" - au weia) hatte man schon länger den Eindruck, dass das Königtum wieder eingeführt wurde, viele das aber nicht mitbekamen und jetzt erst aufgewacht sind.

So soll mal jeder vor seiner eigenen Haustür kehren und nicht nur die Probleme der anderen hervorheben. Aber trotzdem, irgendwie können wir doch stolz sein, dass wir das mit der Wiedervereinigung so hinbekommen haben auch wenn uns das viel Geld und Nerven kostet.

Und wenn ich mir so überlege, dass meine Generation, bei allen politischen Wirren, Problemen, Auseinandersetzungen usw. in Deutschland und im Umland mit keinem Krieg konfrontiert wurde muss ich sagen, wir können heute am 3. Oktober froh und glücklich sein. Man muss kein Berufsoptimist sein um zu sagen, das mit der "Einheit", das kriegen wir dann auch noch hin.

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1.10.08

Meditation - Der Rosenkranzweg

Gebetsschnüre kennen wir von verschiedenen Religionen. Manche Menschen können sich daran "festhalten", viele aber halten diese Art des Gebetes für monotones Geplapper. Der Rosenkranz in der katholischen Kirche geht zurück auf das 11. Jahrhundert. Zuerst reihte man "Vater unser" und "Ave Maria" lediglich aneinander, später wurde diese Art des Gebetes in sog. Gesätzen ausformuliert und seit dem 15. Jahrhundert wird der Rosenkranz in der immer gleichen Art und Weise gebetet.Besonders im Oktober, dem Rosenkranzmonat.



Für mich ist der Rosenkranz ein Zwischenschritt zur Meditation, für manche ist es bereits Meditation. Die reine Meditation, das in sich versenken und dem Wiederholen eines Mantras ist für viele schwierig und schwer. Sogar die Rentner legen häufig eine Hektik an den Tag als ob es gilt irgendetwas Versäumtes noch nachzuholen. Wie soll dann ein Berufstätiger, der wirklich noch viel um die Ohren hat, völlig abschalten und sich versenken in Ruhe und Stille - oft gewünscht doch selten erreicht.


So bietet das Rosenkranzgebet doch ein gutes Stück Meditation, da es auch einer gewissen Zeit bedarf in der man seine Tagesgedanken "draußen " lässt. Man kommt zur Ruhe und entspannt sich, kommt in die Stille und rückt den Sinn des Lebens wieder in die Mitte und betrachtet das Woher und Wohin.

Das Rosenkranzgebet ist somit kein Herunterleiern vorgegebener Gebete, es ist eine Hilfe zur Selbstfindung, zur Einjustierung des eigenen Kompasses, damit der rote Faden meines ganz persönlichen Lebens nicht aus dem Blick gerät.

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