24.11.08

Wir können alles außer Hochdeutsch

In Anlehnung an diesen Baden-Württemberg-Slogan könnte man bei der EU sagen: Wir reden nur Englisch und Französisch aber sonst auf keinen Fall eine andere Sprache. Ich bin zwar ein, wie man so schön sagt "Bekennender Europäer", dennoch sehe auch ich, dass nicht alle Länder in der EU gleichwertig sind, obwohl man das immer betont. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass die Engländer und Franzosen sich immer noch als die Kriegsgewinner vom letzten Jahrhundert fühlen und deshalb das Sagen haben bzw. bei den Franzosen die Revolution von 1789 noch nachwirkt.

Auf jeder Gebrauchsanweisung stehen mehr Sprachen. So viele bedarf es bei der Übersetzung von Schriftstücken der EU sicherlich nicht, wobei ich es bei sehr wichtigen Dokumenten für gut halte. Im Falle Deutschland muss ich sagen, dass es immerhin die größte Anzahl von der Bevölkerung stellt und diejenigen, die in Europa Deutsch sprechen sind sowieso in der Überzahl. Dabei sind wir doch auch noch prima Nettozahler und die Engländer die größten Absahner.


Dennoch weigern sich beide beharrlich, die deutsche Sprache zuzulassen. Steht hier Arroganz vor Gemeinsinn? Und falls jemand mit dem Argument kommt, zum Übersetzen in eine dritte Sprache habe man kein Geld, muss man geradeweg herauslachen. Der größte Geldverschwender ist ja bekanntlich die EU. Sie verplempern unser Geld im Unverstand schon allein mit dem ständigen Umziehen zwischen Brüssel und Straßburg. Ein Anachronismus aus dem frühen Mittelalter, als die Kaiser noch im Land umherzogen und ihre Pfalzen hatte.


So wird wohl bei der derzeitigen Diskussion in EU-Parlament wieder nichts herauskommen und unsere Parlamentarier werden wieder klein beigeben. Es stimmt doch immer wieder: Wir sind alle gleich, aber ein "Paar" sind gleicher!

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Links zu diesem Post:

Link erstellen

<< Startseite