Seniorenstaat Deutschland
Anfang der Woche wurde der europäische Demographie-Report vorgestellt. Es überrascht nicht, dass festgestellt wurde, dass Europa überaltert; das wird schon seit zig Jahren vermeldet. Überraschend ist allerdings, dass so wenige Länder nicht dagegen steuern, wenn das überhaupt geht. Die Gründe, warum die Geburtenzahlen generell rückläufig sind, sind bekannt. Man heiratet später, bekommt später Kinder und viele bekommen keine mehr, weil es schon zu spät ist. Was sicherlich aber ein schwerwiegender Grund ist, so schön es auch sein mag, ist die Besserstellung der Frau hinsichtlich der Eigenversorgung und die besseren Berufschancen. Beides geht gemeinsam einher und es ist ja bekannt, dass keine Frau, wenn sie ein gutes Studium hingelegt hat, gleich heiraten und Kinder bekommen möchte. Man will schon auch noch zeigen, was man gelernt hat und was man kann. Ist auch richtig so, damit wird dem Staat auch etwas zurück gezahlt, was vorher investiert wurde.
Natürlich möchten auch diese Frauen gern ein Kind. Die Realisierung des Wunsches wird aber ständig hinausgeschoben. Waren es in Europa 1965 noch 7,6 Millionen Kinder die auf die Welt kamen, sind es heute nur noch 5,1 Millionen. Frankreich hält dabei die Spitzenposition mit 2 Kindern. Deutschland liegt abgeschlagen im untersten Drittel mit 1,3 Kindern. Allerdings muss man sagen, dass in der letzten Zeit zu bemerken ist, dass die Geburtenzahlen wieder etwas steigen, wenn auch auf niedrigem Niveau.
Und wir Alten sind dann wohl in einigen Jahren "unter uns". Das ist auch nicht gut. Ein gute Mischung ist immer das beste. Und wer "verdient" dann noch unsere Rente. Müssen wir dann noch mehr Arbeitskräfte von außen hereinholen? Das gibt auch sozialen Zündstoff.
Ich war anfangs auch nicht begeistert, was unsere Familienministerin so alles für Kinder und junge Familien durchgesetzt hat. Inzwischen muss ich allerdings sagen, dass es notwendig war, ist, und verstärkt in der Zukunft erhalten bleiben muss wenn wir wirklich nicht zum Seniorenstaat werden wollen.
Labels: 60 Jahre Bundesrepublik, Deutschland, Menschen, Politik




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