Lebensqualität
"Die Möglichkeit, ein Leben ohne Scham zu führen". So definierte vor über 200 Jahren der britische Moralphilosoph und Volkswirtschaftler Adam Smith einen angemessenen Lebensstandard bzw. eine angemessene Lebensqualität. Die Lebensqualität ist für viele Deutsche angesichts der Finanzkrise wieder ein Thema und bei den schwarzen Amerikanern ist sie es nach der Präsidentschaftswahl auch.
Im ersten Moment sagt man: Wieso hat beides mit Lebensqualität zu tun? Wir Deutschen, die oft den Pessimismus gepachtet haben, sehen uns dieser Tage auf die Armutsgrenze zueilen, die Schwarzen in den USA sagen sich, wenn ein Schwarzer Präsident werden kann, können auch wir alles erreichen, trotz Finanzkrise. Damit sieht man schon, Lebensqualität kann so einfach überhaupt nicht definiert werden.
Lebensqualität hängt stark davon ab, wie hoch ich meine eigenen Lebensziele stecke oder mit was ich bereits zufrieden bin. Ich kam einmal mit einem Geschäftskunden nach den offiziellen Themen auf Privates. Mein Gegenüber war ein junger Mann der von sich aus sagte, dass er keine Ambitionen auf Beförderung und Karriere habe, jede freie Zeit, die er von der Firma bekommt ist ihm wichtiger, da er sie mit seiner Familie verbringen kann. Da ich ihn schon etwas länger kannte glaubte ich ihm auch und ich wusste von seinen Kollegen, dass er dahinter steht und zufrieden ist. Ich war schon verwundert darüber, da ich diese Einstellung jungen Menschen überhaupt nicht zutraute.
Dass Geld und Ansehen nicht alles ist, wissen wir. Nicht zuletzt erfahren wir bei Umfragen immer wieder, dass die Menschen in ärmeren Ländern sich oft für zufriedener halten als die Bewohner der reichen Länder. Und das früher nicht alles besser war, im Gegenteil, für die allermeisten Menschen mehr als nur schlecht, wollen wir oft nicht wahr haben.
Wir Deutschen sind doch schon ein merkwürdiges Volk. Wir spenden weltweit auf höchstem Niveau und jammern gleichzeitig über unsere derzeitige Lage auch auf höchstem Niveau. Und wenn wir ehrlich sind, geht es uns doch generell gut, so gut, wie es uns in unserer Geschichte noch nie ging - Finanzkrise hin oder her.
Aus diesem Grund finde ich es auch prima wenn wir an andere denken und soviel spenden - für eine bessere Lebensqualität derjenigen, die wirklich ganz unten an der Leiter stehen und auch "ein Leben ohne Scham" führen wollen.
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Im ersten Moment sagt man: Wieso hat beides mit Lebensqualität zu tun? Wir Deutschen, die oft den Pessimismus gepachtet haben, sehen uns dieser Tage auf die Armutsgrenze zueilen, die Schwarzen in den USA sagen sich, wenn ein Schwarzer Präsident werden kann, können auch wir alles erreichen, trotz Finanzkrise. Damit sieht man schon, Lebensqualität kann so einfach überhaupt nicht definiert werden.
Lebensqualität hängt stark davon ab, wie hoch ich meine eigenen Lebensziele stecke oder mit was ich bereits zufrieden bin. Ich kam einmal mit einem Geschäftskunden nach den offiziellen Themen auf Privates. Mein Gegenüber war ein junger Mann der von sich aus sagte, dass er keine Ambitionen auf Beförderung und Karriere habe, jede freie Zeit, die er von der Firma bekommt ist ihm wichtiger, da er sie mit seiner Familie verbringen kann. Da ich ihn schon etwas länger kannte glaubte ich ihm auch und ich wusste von seinen Kollegen, dass er dahinter steht und zufrieden ist. Ich war schon verwundert darüber, da ich diese Einstellung jungen Menschen überhaupt nicht zutraute.
Dass Geld und Ansehen nicht alles ist, wissen wir. Nicht zuletzt erfahren wir bei Umfragen immer wieder, dass die Menschen in ärmeren Ländern sich oft für zufriedener halten als die Bewohner der reichen Länder. Und das früher nicht alles besser war, im Gegenteil, für die allermeisten Menschen mehr als nur schlecht, wollen wir oft nicht wahr haben.
Wir Deutschen sind doch schon ein merkwürdiges Volk. Wir spenden weltweit auf höchstem Niveau und jammern gleichzeitig über unsere derzeitige Lage auch auf höchstem Niveau. Und wenn wir ehrlich sind, geht es uns doch generell gut, so gut, wie es uns in unserer Geschichte noch nie ging - Finanzkrise hin oder her.
Aus diesem Grund finde ich es auch prima wenn wir an andere denken und soviel spenden - für eine bessere Lebensqualität derjenigen, die wirklich ganz unten an der Leiter stehen und auch "ein Leben ohne Scham" führen wollen.
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Labels: 60 Jahre Bundesrepublik, Kultur, Wirtschaft




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