3.10.08

Einheit Deutschlands

Manchmal frage ich mich, wie einheitlich sind wir denn nun schon, nach doch so vielen Jahren? Generell betrachtet hat sich schon vieles zum Positiven entwickelt. Viele fahren in den Urlaub nach Rügen und man sagt nicht mehr, dass man in den Osten fährt. Betrachtet man aber bei dieser Gelegenheit die Löhne und Preise, so meint man, die Wiedervereinigung sei noch nicht so lange her.
Warum kann man hier nicht endlich mal "Einheit" schaffen.


Die Parteien haben es doch auch schon geschafft und man akzeptiert das. Dennoch, und das ist das Verrückte, geht bei jeder Landtagswahl der Aufschrei von neuem los: Die Linken sind da! Dass man nicht sagt: Die vom Osten sind da, fehlt gerade noch. So brauchen wir vermutlich noch lange, bis wir uns "aneinander gewöhnt haben".


Dass wir im "Westen" auch nicht alles richtig machen zeigt uns nicht nur die "Linke", auch die Wahlen in Bayern haben gezeigt, dass manchen Parteigrößen die Basis ziemlich Wurst ist und auch im Musterland ("Bayern ist schon da wo Deutschland noch hin will" - au weia) hatte man schon länger den Eindruck, dass das Königtum wieder eingeführt wurde, viele das aber nicht mitbekamen und jetzt erst aufgewacht sind.

So soll mal jeder vor seiner eigenen Haustür kehren und nicht nur die Probleme der anderen hervorheben. Aber trotzdem, irgendwie können wir doch stolz sein, dass wir das mit der Wiedervereinigung so hinbekommen haben auch wenn uns das viel Geld und Nerven kostet.

Und wenn ich mir so überlege, dass meine Generation, bei allen politischen Wirren, Problemen, Auseinandersetzungen usw. in Deutschland und im Umland mit keinem Krieg konfrontiert wurde muss ich sagen, wir können heute am 3. Oktober froh und glücklich sein. Man muss kein Berufsoptimist sein um zu sagen, das mit der "Einheit", das kriegen wir dann auch noch hin.

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