Umweltschutz paradox
Neulich las ich in der Zeitung, dass die Universität Mainz mit einem Projekt am Rhône-Gletscher unterwegs ist, bei dem Stahlstangen in 2300 Meter Höhe anderthalb Meter tief ins Eis geschlagen werden um daran einen Windfang zu errichten. Der Windfang soll die kalten Fallwinde aufhalten bzw. zurückstauen, damit die Abschmelzung des Gletschers verringert wird.
Beim Lesen des Artikels fragte ich mich, ob die Leute eine Profilneurose haben um in die Zeitung zu kommen oder ob sie so arrogant und vermessen sind zu glauben, dass man mit solchen Methoden die Erderwärmung aufhält oder einen Gletscher vor dem Schmelzen bewahrt.
Man stelle sich vor, wie viel Windfänge überall errichtet werden müssten. Abgesehen von den Schäden, die beim Errichten der Fänge am Gletscher entstehen. Und welche Wirkung haben sie von Dauer? Lässt sich der Wind von solchen witzigen Vorhaben aufhalten?
Ebenso irrsinnig ist es meiner Meinung, helle Folien über die Gletscher zu legen um ein Abschmelzen des Eises zu verringern. Das erinnert mich an den Verpackungskünstler Christo. Schnee und Wind lachen sich ja tot über die Arroganz der Menschheit.
Wenn der Mensch so in die Natur eingreift, kann das nur danebengehen, weil man, und das hat sich immer wieder hinterher herausgestellt, viele Dinge nicht beachtet hat, auch nicht wusste und dadurch der Schaden größer als der Nutzen war.
Wenn man liest, dass im Mittelalter die Temperaturen noch etwas höher waren als heute, beim Abschmelzen der Gletscher Dörfer zum Vorschein kamen, dann muss es einmal normal gewesen sein, dass die Welt anders aussah als heute.
Ich bin der Letzte, der nichts für den Umweltschutz tun würde, aber manche Unternehmungen dienen einfach mehr der Selbstdarstellung und tragen nichts zur Lösung des Problems bei.




1 Kommentare:
und die haben sogar eine Homepage:
http://www.staff.uni-mainz.de/hjfuchs/Wallis-Homepage-2008/index.html
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