Bahn diskriminiert Alte und Behinderte
Weil du alt oder behindert bist, bist du kein vollwertiges Mitglied der Bahn-Kundschaft und wirst dafür abgestraft. Der Bahnkunde ist jung, dynamisch, aufgeschlossen für Neues und macht jeden Quatsch mit, den die Bahn sich ausdenkt.Zur Erinnerung: Diskriminieren heißt herabsetzen, verächtlich machen sowie herabwürdigen und Diskriminierung ist die Absonderung von Gruppen oder Einzelnen aus menschlichen Verbänden ...
Rentner, Behinderte und andere Gruppen, die nicht nur das Problem der eingeschränkten Mobilität haben, sondern auch nicht auf der Sonnenseite der Einkommen und Gehälter stehen, müssen beim Kauf einer Fahrkarte tiefer in die Tasche greifen. Dass die Automaten, kenne ich aus eigener Erfahrung, oft kompliziert in der Bedienung und obendrein vielfach überhaupt nicht funktionieren, will die Bahn nicht wahr haben. Auch verfügt nicht jeder über einen PC um die Fahrkarte online zu erwerben. Bei einem Unternehmen, das an die Börse will, funktioniert alles, nur die blöden Kunden nicht.
Als Mehdorn vor zig Jahren aus der Industrie zur Bahn ging dachte ich, prima, da kommt einer der etwas vom Geschäft versteht und auch den Umgang mit normalen Leuten kennt. Im Laufe der Jahre hat er sich selbst so hoch stilisiert, dass er nicht mehr merkt, dass er völlig abgehoben ist, nur noch auf den Profit stiert wie der Hase auf die Schlange und alle Verbindungen zur Realität verloren hat.
Früher war die Bahn ein Dienstleistungsunternehmen. Von Dienst kann schon lange keine Rede mehr sein wenn den Rentnern von ihrer kleinen Rente noch mehr abverlangt wird, nur wenn sie mal zu ihren Kindern fahren bzw. sich mal eine Fahrt ins "Blaue" gönnen.
In solchen Fällen frage ich mich, warum hier unsere Regierung nicht regulierend eingreift. Ok., der Staat sollte nicht überall seine Finger drin haben, aber hier geht es um die Klientel, denen man am liebsten sowieso keine Rentenerhöhung gönnt und obendrein diese Leute noch zum Auto oder Bus drängt, obwohl ja die Bahn die umweltfreundlichste Variante des Reisens ist.
Für den "kleinen Mann oder Frau auf der Straße" ist es immer wieder verwunderlich zu sehen, wie Menschen mit guten Absichten in die Politik oder in die Wirtschaft gehen und sich durch Macht und Geld zum Nachteil der Mitbürger korrumpieren lassen.
Labels: Reise und Freizeit




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