Biosprit kein Klimaretter
Kraftstoffe aus Biomasse sind derzeit ökologisch unsinnig, unwirtschaftlich - und sie schaden den Armen, so Greenpeace.Bei dieser Diskussion geht es um den neuen Kraftstoff für unsere PKW´s: Den E10-Sprit. Diesen Sprit will unsere Regierung möglichst noch 2009 einführen. E10 ist mit 10 % Biokraftstoff versetzt. Heute fahren wir mit einem Anteil von 5 % und die Autos sind hierfür auch ausgelegt.
Wie ich schon vor kurzem in einem Artikel schrieb, sind unsere Autos in der Regel nicht für E10 zugelassen und der Verbraucher muss, sofern die Autoindustrie E10 nicht zulässt, die wesentlich teurere Super-Plus-Qualität kaufen. VDA Präsident Matthias Wissmann sieht darin kein Problem, dass die Autofahrer noch tiefer in die Tasche greifen müssen, er ist ja auch Lobbyist für die Autoindustrie. Er meint, die Verringerung der Ölabhängigkeit und die Reduzierung des CO2-Gehaltes sprechen dafür, auch wird in die Nahrungskette nicht eingegriffen.
Mein Eindruck ist, dass Umweltaktionismus, wie Deutschland ihn durchzieht, nicht nur zur Verblendung führen kann, wir werden nicht bzw. oft nur halb oder schlecht informiert, was wirklich Sache ist.
Der ADAC und Greenpeace zeigen auf, welche dramatischen Folgen die immer höher angestrebten Biospritanteile nach sich ziehen. Geht man davon aus, dass Biosprit aus Weizen, Mais, Soja, Zuckerrüben, Raps usw. gewonnen werden, so leuchtet doch jedem Normalsterblichen ein, dass ähnlich wie beim Öl an den Börsen die Preise für diese Produkte hochschießen und eine weltweite Verteuerung der Lebensmittel die Folge ist.
Und nicht nur das, in den nicht so wohlhabenden Ländern werden immer mehr Felder für die Erzeugung von Biosprit genutzt, um an Devisen zu kommen. Das geht hin bis zur Abrodung von immer mehr Urwald, der doch laut Umweltfachleuten die "grüne Lunge" der Erde ist.
Ganz vereinfacht ausgedrückt heißt das für mich: Durch Rodung der Urwälder und Vergrößerung der Anbauflächen, z. B. in Indonesien, Argentinien, Brasilien usw. sparen wir in Deutschland angeblich CO2.
Durch die Reduzierung der Anbauflächen für Nahrungsmitteln vergrößert sich die Armut in der Welt und letztlich muss man wissen, dass die Erzeugung von Biosprit ebenfalls viel Energie verbraucht und zudem sehr viel Wasser. Wasser ist aber noch wichtiger auf der Welt als Öl. Hier wird der Teufel mit Belzebub ausgetrieben.
Zum Schluss ein Vergleich: Aus 100 kg Weizen kann man 100 kg Brot backen oder (nur) 25 Liter Sprit herstellen - urteilen Sie selbst.
http//:www.greenpeace.de
http//:www.adac.de




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